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Skizzieren Sie Goffmanns Modell des „korrektiven Austauschs“

Untertitel: Veranschaulichen Sie die Mechanismen der Erklärung und der Entschuldigung anhand eines aktuellen, gesellschaftlich relevanten empirischen Beispiels

Hausarbeit, 2009, 10 Seiten
Autor: Anne-Kathrin Jahnke-Wurm
Fach: Soziologie - Klassiker, Grundlagen und Theorierichtungen

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2009
Seiten: 10
Note: 2,7
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V130281
ISBN (E-Book): 978-3-640-36375-9


Zusammenfassung / Abstract

Erving Goffmann ist ein Handlungstheoretiker, der sich für die vielfältigen Ausdrucksformen von Individuen in sozialen Interaktionen und für die sozialen Regeln, auf die Individuen zurückgreifen, wenn sie ihre Identität gegenüber den vorgegebenen Rollen abgrenzen, interessiert. Goffmanns Mikrostudien „Das Individuum im öffentlichen Austausch“ umfassen den gesamten Handlungsbereich, der durch Interaktionen von Angesicht zu Angesicht sowie durch kommunikative Normen organisiert wird. Seine Forschungsziele bestanden in der Er-klärung sozialer Mechanismen, durch die Interaktionen koordiniert sowie für Korrekturen und Modifikationen offen gehalten werden. Die sich dabei darstellenden Verhaltensmuster sind mit Grundregeln verknüpfte Routinehandlungen, die in ihrer Gesamtheit eine soziale Ordnung herstellen. Goffmanns Prinzipien des korrektiven Austausches finden wir jeden Tag in öffentlichen Dialogen. Besonders Erklärungen und Entschuldigen nehmen eine gesellschaftlich relevante Stellung ein. Sie kommen ständig in Zeitungen, Nachrichten und Interviews vor. Aus diesem Grund sollen ihre Mechanismen in dieser Arbeit anhand des aktuellen Beispiels der Liechten-stein-Affäre hervorgehoben werden.


Textauszug (computergeneriert)

Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg

Philosophische Fakultät I

Institut für Soziologie

Hausklausur

zum Modul ,,Einführung in soziologische Grundprobleme und Theorien"

Thema:

Skizzieren Sie Goffmanns Modell des ,,korrektiven Austauschs".

Veranschaulichen Sie die Mechanismen der Erklärung und der Entschuldigung anhand eines

aktuellen, gesellschaftlich relevanten empirischen Beispiels.

Eingereicht von:

Jahnke-Wurm, Anne-Kathrin

WS 2008/2009

BA Romanistik/Soziologie (120/90) 1. FS

25. Januar 2009

T1-Übung

1


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Der korrektive Austausch 3

2.1. Normen 3

2.2. Soziale Kontrolle 4

2.3. Korrektives Handeln 4

2.3.1. Erklärungen 5

2.3.2. Entschuldigungen 6

2.3.2. Ersuche 6

2.4. Der Dialog 6

3. Die LiechtensteinAffäre 7

4. Mechanismen der Erklärung am Beispiel der LiechtensteinAffäre 7

5. Mechanismen der Entschuldigung am Beispiel der LiechtensteinAffäre 8

6. Zusammenfassung 8

Literaturverzeichnis 9

Eidesstattliche Erklärung 10

2


1. Einleitung

Erving Goffmann ist ein Handlungstheoretiker, der sich für die vielfältigen Ausdrucksformen

von Individuen in sozialen Interaktionen und für die sozialen Regeln, auf die Individuen zu-

rückgreifen, wenn sie ihre Identität gegenüber den vorgegebenen Rollen abgrenzen, interes-

siert. Goffmanns Mikrostudien ,,Das Individuum im öffentlichen Austausch" umfassen den

gesamten Handlungsbereich, der durch Interaktionen von Angesicht zu Angesicht sowie

durch kommunikative Normen organisiert wird. Seine Forschungsziele bestanden in der Er-

klärung sozialer Mechanismen, durch die Interaktionen koordiniert sowie für Korrekturen und

Modifikationen offen gehalten werden. Die sich dabei darstellenden Verhaltensmuster sind

mit Grundregeln verknüpfte Routinehandlungen, die in ihrer Gesamtheit eine soziale Ordnung

herstellen.

Goffmanns Prinzipien des korrektiven Austausches finden wir jeden Tag in öffentlichen Dia-

logen. Besonders Erklärungen und Entschuldigen nehmen eine gesellschaftlich relevante Stel-

lung ein. Sie kommen ständig in Zeitungen, Nachrichten und Interviews vor. Aus diesem

Grund sollen ihre Mechanismen in dieser Arbeit anhand des aktuellen Beispiels der Liechten-

stein-Affäre hervorgehoben werden.

2. Der korrektive Austausch

Der korrektive Austausch, auch öffentlicher Austausch genannt, kommt bei alltäglichen Inter-

aktionen aufgrund des sozialen Miteinanders immer dann zustande, wenn eine Regelverlet-

zung stattgefunden hat. Für das Verständnis des korrektiven Austausches ist es wichtig die

Begrifflichkeiten der Normen, der sozialen Kontrolle, des korrektiven Handelns und des Dia-

loges zu erläutern.

2.1. Normen

Normen legen fest, was Menschen als Inhaber von sozialen Rollen tun sollten. Sie regulieren

das öffentliche Leben. ,,Eine soziale Norm ist eine durch soziale Sanktionen abgestützte

Richtschnur des Handelns [..]." (Goffmann 1974, S.138). Soziale Sanktionen sind Metanor-

men und dienen der Absicherung von Konformität. Sie sind ,, [..] hart, prompt und willkürlich

wechselnd [..]." (Goffmann 1974, S. 138)

Normen werden erstens als Pflichten bzw. Verpflichtungen angesehen und zweitens bilden sie

eine Erwartung in Bezug auf andere. Sie sind Bestandteil eines Normensystems, das mit ei-

3



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