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Hilfstruppen der römischen Armee - Auxiliartruppen -

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2009, 48 Pages
Author: Patrick Saal
Subject: History - Early and Ancient History

Details

Event: Alte Geschichte - Romanisierung
Institution/College: University of Hamburg
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2009
Pages: 48
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V130407
ISBN (E-book): 978-3-640-36537-1
ISBN (Book): 978-3-640-36559-3

Abstract

Die römische Armee war unbestritten eine der erfolgreichsten Armeen der Vergangenheit und galt lange Zeit als nahezu unbesiegbar. Die römischen Legionen haben einen Mythos erschaffen, der bis in die heutige Zeit nachhallt. Bei eingehender Betrachtung stellt man allerdings fest, dass es nicht nur die römischen Legionen, die schwere Infanterie des römischen Reiches war, die die entscheidenden Erfolge für das römische Reich errungen hat. Ein auf sich gestellter Verband aus reiner schwerer Infanterie, also ohne Unterstützung durch Kavallerie oder leichte Infanterie und Schützentruppen, währe auch damals schon eine leichte Beute für seine Feinde gewesen: Solche Verbände wären zu schwerfällig und hätten einfach ausmanövriert werden können. Umso erstaunlicher ist es, dass die Hilfstruppen der römischen Armee, die diese notwendige Unterstützung geliefert haben, kaum Beachtung bei den römischen Geschichtsschreibern (allen voran Vegetius) finden, sondern im Gegenteil häufig als Soldaten zweiter Klasse und minderwertige Einheiten abgetan werden. Das eine Verurteilung der Hilfstruppen in dieser Form nicht stimmen kann, liegt auf der Hand. Die Frage steht natürlich im Raum, warum die Hilfstruppen – trotz dieses schlechten Rufes – sich überhaupt rekrutieren ließen. Die Bevölkerung der römischen Zentralprovinzen dürfte kaum etwas anderes gedacht haben, als dass, was die Schreiber in ihren Texten erzählten. Die germanischen und gallischen Reiterverbände waren wohl für die Bevölkerung nichts weiter als Barbaren. Dabei könnten die Hilfstruppen neben ihrem militärischen Wert noch eine zweite wichtige Rolle gespielt haben: Der militärischen Ausbreitung des Imperium Romanum musste eine zivile Ausbreitung nachfolgen. Die Verbreitung der römischen Kultur war eine Grundlage für den Erhalt des Imperiums und das Selbstbild der Römer. Die Ansiedlung von römischen Bürgern in den Provinzen des Reiches war eine Möglichkeit, diese Kultur auf die Provinzen auszudehnen. Allerdings hatte man in Italien nur ein begrenztes Reservoir an römischen Bürgern zur Verfügung und längst nicht jeder war willens in die Provinzen umzusiedeln. Die Ansiedlung von Legionären war eine Möglichkeit – im Zuge des Aufbaus sogenannter Veteranenkolonien ist das sogar passiert. Viel mehr Erfolgschancen bot allerdings die „Ausbildung“ neuer Römer. In wie weit das mit den Hilfstruppen geschah, soll im Verlaufe der Arbeit geklärt werden.


Excerpt (computer-generated)

Die Hilfstruppen der römischen Armee

-Auxiliartruppen-

Hauptseminar Alte Geschichte

(Geschichtswissenschaft B.A.)

Wintertrimester 2009

Helmut ­ Schmidt ­ Universität/ Universität der Bundeswehr

Vorgelegt von:

Leutnant Patrick Saal


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 3

2. Arten von Hilfstruppen 5

2.1 Voraussetzungen 5

2.2 Hilfstruppen allgemein 11

2.3 socii/ foederati 13

2.4 auxilia 16

2.5 numeri und cunei 27

3. Einsatz der Hilfstruppen und Stellenwert in der Armee 29

3.1 Verlässlichkeit 30

3.2 Taktischer Einsatz 33

4. Einfluss von und auf Hilfstruppen 37

4.1 Träger der Romanisierung 37

4.2 Kulturaustausch 39

5. Militärdiplome 40

6. Zusammenfassung 44

7. Literatur- und Quellenverzeichnis 46

2


1. Einleitung

Die römische Armee war unbestritten eine der erfolgreichsten Armeen der

Vergangenheit und galt lange Zeit als nahezu unbesiegbar. Die römischen Legionen

haben einen Mythos erschaffen, der bis in die heutige Zeit nachhallt.

Bei eingehender Betrachtung stellt man allerdings fest, dass es nicht nur die

römischen Legionen, die schwere Infanterie des römischen Reiches war, die die

entscheidenden Erfolge für das römische Reich errungen hat. Ein auf sich gestellter

Verband aus reiner schwerer Infanterie, also ohne Unterstützung durch Kavallerie

oder leichte Infanterie und Schützentruppen, währe auch damals schon eine leichte

Beute für seine Feinde gewesen: Solche Verbände wären zu schwerfällig und hätten

einfach ausmanövriert werden können.

Umso erstaunlicher ist es, dass die Hilfstruppen der römischen Armee, die diese

notwendige Unterstützung geliefert haben, kaum Beachtung bei den römischen

Geschichtsschreibern (allen voran Vegetius) finden, sondern im Gegenteil häufig als

Soldaten zweiter Klasse und minderwertige Einheiten abgetan werden. Das eine

Verurteilung der Hilfstruppen in dieser Form nicht stimmen kann, liegt auf der Hand.

Die Frage steht natürlich im Raum, warum die Hilfstruppen ­ trotz dieses schlechten

Rufes ­ sich überhaupt rekrutieren ließen. Die Bevölkerung der römischen

Zentralprovinzen dürfte kaum etwas anderes gedacht haben, als dass, was die

Schreiber in ihren Texten erzählten. Die germanischen und gallischen

Reiterverbände waren wohl für die Bevölkerung nichts weiter als Barbaren. Dabei

könnten die Hilfstruppen neben ihrem militärischen Wert noch eine zweite wichtige

Rolle gespielt haben: Der militärischen Ausbreitung des Imperium Romanum musste

eine zivile Ausbreitung nachfolgen. Die Verbreitung der römischen Kultur war eine

Grundlage für den Erhalt des Imperiums und das Selbstbild der Römer. Die

Ansiedlung von römischen Bürgern in den Provinzen des Reiches war eine

Möglichkeit, diese Kultur auf die Provinzen auszudehnen. Allerdings hatte man in

Italien nur ein begrenztes Reservoir an römischen Bürgern zur Verfügung und längst

nicht jeder war willens in die Provinzen umzusiedeln. Die Ansiedlung von Legionären

war eine Möglichkeit ­ im Zuge des Aufbaus so genannter Veteranenkolonien ist das

sogar passiert. Viel mehr Erfolgschancen bot allerdings die ,,Ausbildung" neuer

Römer. In wie weit das mit den Hilfstruppen geschah, soll im Verlaufe der Arbeit

geklärt werden. Dabei ist natürlich zu beachten, dass wir hier nicht nur eine einseitige

3


Romanisierung der besiegten Völker haben. In der Regel findet beim

Zusammenkommen zweier verschiedener Völker ein Kulturaustausch statt. Die

Vermutung liegt nahe, dass die angeworbenen Hilfstruppen von je her einen Einfluss

zumindest auf die römische Armee hatten. In wie weit dieser Einfluss die Römer

tatsächlich beeinflusste, wird ebenfalls in dieser Arbeit beleuchtet.

Wie bereits erwähnt waren viele Geschichtsschreiber darauf aus, die Hilfstruppen zu

diskreditieren ­ aus welchen Gründen wird sich im Verlaufe der Arbeit zeigen. Nimmt

man sich allerdings die Legionen vor, so kann man sehr schnell an ihrer

verhältnismäßig geringen Zahl erkennen, dass sie allein nicht einmal ansatzweise in

der Lage gewesen wären ein so großes Reich zu halten. Der Stellenwert der

Hilfstruppen muss also deutlich höher gewesen sein, als es bei den kaiserzeitlichen

Schreibern den Anschein hat. Wie wichtig sie tatsächlich für die Armee waren, gilt es

ebenfalls zu klären.

Wichtig bei allen Punkten ist, dass man die Entwicklung von Hilfstruppen nicht als

eigenen, separat ablaufenden Prozess betrachten kann. Die Entwicklung der

Hilfstruppen ist immer an die Entwicklungen gekoppelt, die sich in Gesellschaft und

Heer abspielen (diese sind in der Regel ohnehin eng miteinander verbunden). So

wäre zum Beispiel die Einführung der Auxiliartruppen in ihrer tatsächlichen

Ausprägung ohne die marianischen Reformen nie geschehen.

Wie bereits aus dem Inhaltsverzeichnis ersichtlich ist die Unterscheidung von

Hilfstruppen notwendig, da es verschiedene Arten gegeben hat ­ und die Auxilia nur

eine Form der Hilfstruppen darstellt. In dieser Arbeit soll die Rolle der Auxilia als

besondere Erscheinungsform untersucht werden. Da aber, wie schon ausgeführt, die

Herangehensweise nicht alleine auf die Auxilia allein beschränkt sein kann und darf,

muss von verschiedenen Seiten angesetzt werden, um die offenen Fragen zu

beantworten. So gibt das 2007 von Speidel und Lieb herausgegebene Buch

,,Militärdiplome" den Forschungsstand zu den von Hartung bereits 1870 erwähnten

und ,,tabulae honestae missionis" genannten Urkunden wieder. Für

experimentalarchäologische Betrachtungen und deren Einordnung in den Kontext hat

Junkelmann 1986 mit seinem Buch ,,Die Legionen des Augustus" gesorgt, während

Alföldy bereits 1968 mit dem Buch ,,Die Hilfstruppen der römischen Provinz

Germania Inferior" beispielhaft umfassend auf die Auxilia eingeht. Betrachtet man die

Verbindungen zwischen Staat und Gesellschaft, so findet sich der aktuelle

4


Forschungsstand in Stolls Buch ,,Römisches Heer und Gesellschaft". Für eine

geschichtliche Darstellung der römischen Armee haben Bohec, Gilliver und Penrose

gesorgt. Für die Rekrutierung der Hilfstruppen ist nach wie vor die Dissertation von

Konrad Kraft (Zur Rekrutierung von Alen und Kohorten an Rhein und Donau)

maßgeblich.

2. Arten von Hilfstruppen

Wie bereits in der Einleitung erwähnt, sind Hilfstruppen nicht einfach ,,plötzlich da"

gewesen, sondern die Folge einer kontinuierlichen Evolution des römischen Militärs.

Ohne die Entwicklungen im Militär ­ und zum Teil noch wichtiger in der Gesellschaft

­ wäre der Einsatz von Hilfstruppen sicher nicht in einem derart hohen Maße erfolgt,

wie es schlussendlich in der Kaiserzeit der Fall war. Der Grundstein für diesen

massiven Einsatz nicht ­ römischer Truppen wurde bereits in der frühen Republik

gelegt.

2.1 Voraussetzungen

Die Voraussetzungen für den Einsatz von Hilfstruppen hat ein Mann geschaffen, der

auf den ersten Blick eigentlich gar nichts mit der Aufstellung von Hilfstruppen zu tun

hatte. Tatsächlich dürfte dieser Mann bei seinem Wirken nicht einmal in Ansätzen an

diese Folge seiner Handlungen gedacht haben. Die Rede ist von Servius Tullius. Zu

dessen Zeit war das Heer nur eine Bürgermiliz und damit nicht ständig, sondern nur

in Notsituationen verfügbar1. Die Ausrüstung wurde selber beschafft, Dienst leisten

konnten dementsprechend nur diejenigen, die sich überhaupt die verhältnismäßig

teure Ausrüstung leisten konnten. Damit gab es keine einheitliche Bewaffnung,

sondern ein bunt gemischtes Sammelsurium von unterschiedlichen Waffen und

Ausrüstungsgegenständen ­ was eine Führung mit komplizierten Taktiken und

Manövern im Prinzip sehr schwierig bis unmöglich machte. 2 Man bediente sich also

vornehmlich der griechischen Hoplitentaktik, die sich bis dato bewährt hatte. Eben

diese Übernahme der Hoplitentaktik ­ in einer deutlich abgewandelten Form ­ wird

1 Die Ausrüstung dieser Bürgermiliz war selbst beschafft und variierte dementsprechend stark von Soldat zu

Soldat. Vgl. Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.24.

2 Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.24.

5


dem bereits erwähnten Servius Tullius zugeschrieben.3 Besagter Servius Tullius

hatte im sechsten vorchristlichen Jahrhundert Reformen durchgeführt, die neben der

Übernahme der Hoplitentaktik die Rekrutierung der römischen Legionen

beeinflussten, um so die Ressourcen zur Verteidigung zu erhöhen. Wichtigste

Neuerung war die Einteilung der römischen Bevölkerung in fünf Klassen und das

Schaffen eines Truppengattungssystems, das mit diesen Klassen verknüpft war. Die

Truppengattung, in der ein Soldat dienen musste, war nun abhängig von seinem

Vermögen. Das hatte natürlich zur Folge, dass die Soldaten der jeweiligen

Truppengattungen wenn auch nicht gänzlich einheitlich, so doch zumindest ähnlich

ausgerüstet waren ­ was die taktische Führung im Gefecht erheblich verbesserte

(und damit die Kampfkraft der einzelnen Verbände steigerte).4 Die Masse dieser neu

geschaffenen Armee bestand aus Infanteriekräften5, Kavallerietruppen wurden (von

den Römern selbst) nur in geringem Maße eingesetzt, da sie nur aus den

wohlhabendsten Familien rekrutiert werden konnten.6 Der finanzielle Aufwand7, den

man betreiben musste, um sich Pferde und Ausrüstung für einen Einsatz in der

Schlacht leisten zu können, war zu hoch, als dass man eine schlagkräftige

Kavalleriekomponente im Feldheer hätte integrieren können.8 Der gezahlte Sold

dieser Zeit war wenig mehr als eine Aufwandentschädigung.9 Dieser Zustand

änderte sich erst mit den marianischen Reformen durch den Konsul Gaius Marius.10

Bis in die letzten Jahrzehnte des fünften Jahrhunderts vor Christus hatte Rom

3Die Hoplitentaktik kam wahrscheinlich über Etrurien nach Rom und wurde dann von Servius Tullius eingeführt.

Vgl.: Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.29.

4 Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.24.

5 Die Mindestvoraussetzung für den Dienst in der Legion war der Besitz von 11.000 Assen. Vgl.: Penrose, Jane:

Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.26.

6 Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.29.

7 Die römische Kavallerie setzte sich aus Mitgliedern des Ritterstandes zusammen, da nur diese kleine Gruppe

reich genug war, um die enormen Kosten zu stemmen. Das verhinderte, dass die Legionsreiterei eine große

Rolle spielen konnte. Man war dementsprechend auf

socii

und

foederati

angewiesen. Vgl.: Toledo, Josef

Sanchez: Imperium Legionis. Die römische Armee des Kaiserreichs. Berlin 2005, S. 30.

8 Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.29.

9 Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.24.

10 Toledo, Josef Sanchez: Imperium Legionis. Die römische Armee des Kaiserreichs. Berlin 2005, S. 32.

6


allenfalls einige Reiter, aber vermutlich keine eigene Kavalleriestreitmacht.11 Diese

,,Tradition", also das nicht Vorhandensein einer starken Kavalleriekomponente, die

durch Römer gestellt wurde, hat sich in der gesamten Geschichte des

Imperium

Romanum

fortgesetzt.

Im vierten Jahrhundert vor Christus wurde die Hoplitentaktik langsam zu Gunsten der

Manipellegion aufgegeben. Die Gründe dafür sind einfach: Im Gegensatz zum eher

defensiven Charakter einer sehr unflexiblen Hoplitenphalanx bietet die Aufstellung

der Schlachtreihe in Manipelformation klare taktische Vorteile bei Angriff und

Verteidigung. Diese Formation bestand nicht aus einer durchgehenden,

ununterbrochenen Schlachtreihe, sondern aus drei, in kleinen Verbänden

organisierten Reihen Infanterie12, die, bedingt durch Abstände zwischen den

Verbänden, relativ unabhängig voneinander operieren konnten.13 Sie war damit

flexibler und der Hoplitenphalanx deutlich überlegen.14 Gleichzeitig konnten

verschiedene Manipel unterschiedlich bewaffnet werden. So konnten die unter

Servius Tullius aufgekommenen Truppengattungen effektiver im Gesamtsystem

genutzt werden und verliehen der Schlachtformation der Römer eine noch höhere

Flexibilität, um auf Bedrohungssituationen reagieren zu können.15 Hinzu kommt

noch, dass die Bewaffnung der Römer eine neue Form der Gefechtsführung

ermöglicht und erforderlich macht: der römische Legionär ist mit einem

scutum

11 Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.29.

12 Diese Schlachtaufstellung gliederte sich nach Livius und Polybios wie folgt: Im ersten Glied kämpften die

hastati

, im zweiten die

principes

(jeweils 1200 pro Legion, ausgerüstet in etwa identisch). In der dritten

Schlachtreihe kämpften die

triarii

, die statt der

pila

der

hastati

und

principes

deutlich längere Speere trugen

(600 pro Legion). Man kann sagen, je weiter man in der acies (Schlachtreihe) nach hinten vorstößt, desto

erfahrener und schwerer gerüstet waren die Kämpfer. Vor der Schlacht befanden sich unmittelbar vor den

hastati

die

velites

, leichte Infanterie, die als Plänkler eingesetzt wurden. Sie wichen vor Beginn der

Hauptschlacht aus und fungierten mit den

triarii

als Reserve oder schützten zusammen mit den 300

Legionsreitern die Flanken des Verbandes. Vgl. Gilliver, Kate: Auf dem Weg zum Imperium. Die Geschichte der

römischen Armee. Hamburg 2007. S. 20f.

13 Diese Entwicklung resultierte laut Dionysius und Plutarch aus Kämpfen (und Niederlagen) gegen die Kelten

und vor allem gegen die Samniten. Diese hatten ihre Armee in eine große Anzahl beweglicher Einheiten

gegliedert und führten schwere Wurfspieße und große, ovale Schilde, da das Ursprungsgebiet des Stammes,

Zentralasien, die starre Hoplitenphalanx einschränkte. Die Römer übernahmen diese Form der Kampfführung

und führten bis 300 v. Chr. eben die Kampfaufstellung ein. Die Manipel bestanden zwar ­ wie auch bei der

Einführung der Manipellegion ­ aus Zenturien, die aber auf 70 ­ 80 Mann reduziert wurden. Vgl. Penrose, Jane:

Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S.30.

14 Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S. 29.

15 Penrose, Jane: Rom und seine Feinde. Kriege ­ Taktik ­ Waffen. Stuttgart 2007, S. 29.

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