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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 35 Pages
Author: Katja Biersch
Subject: Sport - Sports Equipment and Supplies
Details
Institution/College: Karlsruhe University of Education (Sportdidaktik)
Tags: Kajaks, Didaktik, Methodik, Spiel, Sporterziehung, Projektunterrichts
Year: 2001
Pages: 35
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-18807-4
File size: 265 KB
Diese Arbeit eignet sich hervorragend für die Projektarbeit in der Haupt- oder Realschule. Sie stellt die verschiedenen Kajaks, die Geschichte des Kajaks und dessen unterschiedliche Bauweisen dar. Ergänzend zum Schulbezug sind Sicherheitshinweise und Fahrtechniken zu finden.
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Excerpt (computer-generated)
Kajaks bauen - Kajaks beherrschen
Inhaltsverzeichnis
1. Die Geschichte des Kajak S. 3
1.1 Die verschiedenen Arten des Kajak S. 6
2. Die Bauweise des Kajak
2.1 Holzbauweise S. 8
2.2 Kunststoffbauweise S. 9
3. Materialliste S. 10
4. Bauanleitung S. 11
5. Gewichtsklassen S. 13
6. Zubehör S. 14
7. Kostenschätzung S. 17
8. Fahrtechnik, relevant für die Schule S. 19
9. Fahrtechnik für Fortgeschrittene S. 21
10. Risiken und Sicherheitshinweise S. 23
11. Direkter Schulbezug
11.1 Planung einer Flussfahrt mit einer Schulklasse S. 26
11.2 Geeignete Streckenrouten S. 27
11.3 Handlungs - und Erlebnismöglichkeiten für Schüler S. 29
11.4 Fächerübergreifender Unterricht S. 32
12. Literaturverzeichnis S. 34
1. Die Geschichte des Kajak
Allgemeine Definition des Kajak:
"Kajak ist die Bezeichnung für das Jagdboot der Eskimos. Der kleine, schlanke Kajak ist über einem Rahmengerüst aus Holz, das mit Riemen aus Robbenhaut zusammengebunden ist, rundherum mit zusammengenähten Seehundfellen bekleidet. Um das runde "Mannloch" wird der wasserdichte Anorak des Eskimojägers festgeschnürt, so dass kein Wasser eindringen kann, selbst wenn der Kajak kentert".
Definition des Kajak im Sportlexikon:
"Ein Kajak ist ein ursprünglich geschlossenes, zur Jagd verwendetes Boot der Eskimos, heute ein Bootstyp im Kanusport, der in zwei Klassen eingeteilt ist:
Rennkajak ( aus Holz mit Flossen - oder Hecksteuer ) und Slalom - und Wildwasserkajak ( aus Kunststoff, ohne Steuer, unsinkbar mit Halteschlaufen und Spritzdecke ). Nach der Besatzungsstärke unterscheidet man Einerkajak ( K1 ), Zweierkajak ( K2 ), Dreierkajak ( K3 ) und Viererkajak ( K4 ). Slalom - und Wildwasserkajaks sind immer Einerkajaks.
Weit vor unserer Zeitrechnung begann die Geschichte des Kanufahrens. Wann zum ersten Mal das Kanu das Wasser überquerte weiß man nicht, aber die Sumerer kannten vor etwa 5000 Jahren bereits Kanus.
Kajaks dienten den Inuit ( "Eskimo" ) für den Transport, für die Jagd im Kampf ums Überleben in der rauhen Umgebung der Arktis und als Reisefahrzeug , die man zur Erkundung neuer Jagdgebiete und zur Eroberung neuer Territorien nutzte.
Im Laufe von mehreren Jahrtausenden entwickelten sich die Kajaks immer weiter zu hochspezialisierten Geräten die schnell und seetüchtig waren.
Das Kajak war hochgradig an die Bedürfnisse angepasst; es ist leicht, schnell und absolut wasserdicht. Das Boot ist bis auf den Einstieg völlig dicht. Ist es ersteinmal besetzt und haben die Fahrer ihren ebenfalls wasserdichten Anorak an den Ecken des Einstiegs befestigt, bilden Männer und Boot eine wasserfeste Einheit.
Kajakfahren erfordert ein hohes Maß an Geschicklichkeit, da die zerbrechlichen, kiellosen Boote leicht kentern, besonders während der Arbeit auf rauhem Wasser.
Um auch nach einer Kenterung auf See überleben zu können, entwickelten die Eskimos eine Technik, mit der sie ihren Kajak nach einer Kenterung wieder aufrichten konnten: die Eskimorolle. ( Diese wird unter Punkt 9 näher erläutert ).
Alle Materialien zum Kajakbau werden traditionell aus den natürlichen Rohstoffen gewonnen. Da es so gut wie kein Holz in der Arktis gibt, wurde der Rahmen aus Treibholz und Knochen gemacht. Die Hülle wurde aus mit Tran - Öl imprägnierten Häuten, meistens Robben, gefertigt. Kajakbau war eine Gruppenarbeit, die von beiden Geschlechtern ausgeübt wurde.
Der amerikanische Polarforscher Robert E. Peary beschreibt die Kajaks 1910 wie folgt:
"Das Fellboot dieser nordländischen Ureinwohner samt seinen Jagtgeräten ist nach meiner Ansicht einer der vollendetsten und sinnreichsten Bestätigungen der Intelligenz, die man bei Eingeborenen finden kann. Über einen leichten Rahmen, eine schier unendliche Zahl von kleinen Holzstäben, die geschickt mit Riemen aus Seehundsfell zusammengebunden sind, ist ein gegerbtes Seehundsfell gespannt, das die Frauen sauber zusammengenäht haben, und das dann durch Anwendung von Seehundstran und Ruß von Eingeborenenlampen wasserdicht gemacht wird. Das Ergebnis ist ein Fahrzeug von großer Schwimmfähigkeit, einer gewissen Anmut und besonderer Tauglichkeit und Wirksamkeit für den Zweck, für den es bestimmt ist, das heißt Jäger in Stand zu setzen, leise und geräuschlos an den Seehund, das Walross oder den weißen Wal heranzuschleichen. Dieses Boot ist je nach Größe des Eigentümers und Verfertigers durchschnittlich zwischen 5 bis 6 Meter lang. Es trägt nur einen Mann.
Der schottische Rechtsanwalt John MacGregor (1825 - 1891) machte das Kajakfahren in Europa bekannt, jedoch erlang der Kanusport erst im Jahre 1880 in Europa und Nordamerika seinen Durchbruch.
Anfänglich setzten sich Faltboote mehr und mehr durch, bis später in den 60er Jahre die ersten Boote aus Polyester erschienen. Diese wiederum wurden Anfang der 80er Jahre von Kajaks aus Polyethylen, einem Thermoplast abgelöst.
1.1 Die verschiedenen Arten des Kajak
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