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Erfolgsfaktoren im Regionalmarketing von Technologieregionen - unter besonderer Berücksichtigung der Technologie Region Ilmenau

Diploma Thesis, 2002, 110 Pages
Author: Christian Schneider
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research

Details

Category: Diploma Thesis
Year: 2002
Pages: 110
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V13070
ISBN (E-book): 978-3-638-18818-0

File size: 493 KB


Excerpt (computer-generated)

 

Erfolgsfaktoren im Regionalmarketing von
Technologieregionen – unter besonderer Berücksichtigung
der Technologie Region Ilmenau

Diplomarbeit

von

Christian Schneider

vorgelegt zur Erlangung des Diploms an der
Fakultät für Wirtschaftswissenschaften
der Technischen Universität Ilmenau

14.09.2002

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung und Einführung in das Thema ... 1
1.1 Darstellung des Problemfeldes ... 1
1.2 Zielsetzung, Struktur und Vorgehensweise ... 2

2 Definition und Erläuterung zentraler Begriffe und Sachverhalte ... 3
2.1 Marketing für Regionen und Standorte ... 3
2.1.1 Die Region als Betrachtungsobjekt des Marketing ... 3
2.1.2 Zentrale Aspekte eines Regionalmarketing ... 5
2.2 Charakterisierung, Erfolg und Bedeutung von Technologieregionen ... 8
2.2.1 Erläuterung des Untersuchungsgegenstandes ... 8
2.2.2 Klassifikation ausgewählter deutscher Technologieregionen ... 9
2.2.3 High-Tech-Regionen im Fokus zunehmenden wissenschaftlichen Interesses ... 11
2.3 Erfolgsfaktoren ... 13
2.3.1 Begriffserläuterung, Probleme und Möglichkeiten der Erfassung ... 13
2.3.2 Allgemeine Erfolgsfaktoren von Technologieregionen und des Regionalmarketing ... 16

3 Neue Erklärungsansätze für den potenziellen Erfolg von Technologieregionen ... 18
3.1 Der Aufbau von Innovations- und Kooperationsnetzwerken ... 18
3.2 Das Konzept des „kreativen Milieus“ ... 21

4 Erläuterung ausgewählter Technologieregionen – drei Fallstudien ... 24
4.1 Die TechnologieRegion Karlsruhe ... 25
4.1.1 Entwicklungsprozess, Strukturen und Ressourcen des Standortes ... 25
4.1.2 Ausgestaltung der interkommunalen Zusammenarbeit ... 28
4.1.3 Konzeptionelle Schwerpunkte und Problemfelder des Regionalmarketing ... 29
4.1.4 Ausprägungen von Netzwerken und „Milieu“-Beziehungen ... 32
4.2 Die Technologieregion Jena ... 37
4.2.1 Entwicklungsprozess, Strukturen und Ressourcen des Standortes ... 37
4.2.2 Ausprägungen von Netzwerken und „Milieu“-Beziehungen ... 41
4.2.3 Partielle Marketinginitiativen in der Biotechnologie – das Beispiel Biostart ... 46
4.3 Die Technologie Region Ilmenau ... 47
4.3.1 Entwicklungsprozess, Strukturen und Ressourcen des Standortes ... 47
4.3.2 Akteursstruktur zur Realisierung des zentralen Projekts „Technologie- und Forschungspark“ ... 51
4.3.3 Die Ausgestaltung des Standortmarketing ... 54
4.3.4 Ausprägungen von Netzwerken und „Milieu“-Beziehungen ... 57

5 Auswertung der Fallstudien – Identifikation und Erläuterung von Erfolgsfaktoren in den analysierten Regionen ... 59
5.1 Objektiv fassbare Erfolgsfaktoren ... 60
5.2 Subjektive, personenabhängige Erfolgsfaktoren ... 66
5.3 Ganzheitliches Regionalmarketing als integratives Instrument für die Entwicklung einer Technologieregion ... 70

6 Perspektiven für die Technologie Region Ilmenau ... 73
6.1 Reflexion der ermittelten Erkenntnisse ... 73
6.2 Strategische Handlungsempfehlungen ... 75

7 Fazit ... 79

Anhang I ... 80
Anhang II ... 88
Anhang III ... 89
Anhang IV ... 90

Literaturverzeichnis ... 93

 

Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Regionalmarketingprozess ... 6
Abb. 2: Endergebnis der Klassifikation ... 11
Abb. 3: „Milieu“, „kreatives Milieu“ und Innovations-Netz ... 23
Abb. 4: Regionales Unterstützungsnetz der Wirtschaft in der Technologie-Region Karlsruhe ... 34
Abb. 5: Das Unterstützungsnetzwerk Jena ... 42
Abb. 6: Projektorganisation Technologie- und Forschungspark Ilmenau ... 53
Abb. 7: Geplante, teilweise realisierte sowie vorhandene Einrichtungen zum Aufbau eines innovativen Netzes ... 58
Abb. 8: Stellung und Wirkungsrichtungen eines ganzheitlichen Regionalmarketing im Hinblick auf die Verbesserung zentraler Erfolgsfaktoren ... 73

Tabellenverzeichnis
Tab. 1: Erfolgsfaktoren im Regionalmarketing ... 16

 

1. Einleitung und Einführung in das Thema
1.1 Darstellung des Problemfeldes
Der europäische Einigungsprozess, insbesondere die Osterweiterung der Europäischen Union und die deutsche Wiedervereinigung stellen Regionen auch in Deutschland vor zunehmende Herausforderungen und verschärfen den Wettbewerb untereinander1. Hinzu kommt, dass Regionen größere Chancen bei der Bewältigung ökonomischer Transformations- und Anpassungsprozesse sowie der Gestaltung des Struktur- und Technologiewandels zugetraut werden als den dysfunktionalen und schwerfälligen Nationalstaaten2. In dem zunehmenden Standortwettbewerb konkurrieren sie um Ansiedlungen und Investitionen von Unternehmen, Niederlassungen staatlicher oder sonstiger privater Einrichtungen, die Sicherstellung von Fördermaßnahmen sowie den Erhalt eines attraktiven Umfeldes für Bewohner und Gäste3.

Regionen im östlichen Teil Deutschlands sehen sich darüber hinaus nicht nur mit der Bewältigung des Wandels von einer Produktionswirtschaft zu einer Informations- und Dienstleistungsgesellschaft, wie in anderen hochindustrialisierten Volkswirtschaften4, sondern auch mit der Transformation von einer sozialistischen Planwirtschaft in die Marktwirtschaft konfrontiert5. Dort, wo diese Umbrüche und Veränderungen nicht passiv als unbeeinflussbares Schicksal, sondern als Chance begriffen werden, kann gerade die Ausrichtung auf die Förderung und Ansiedlung neuer Technologien auch neue Perspektiven für Regionen bzw. die dort lebenden Menschen eröffnen, die vom Strukturwandel betroffen und einem verstärkten Wettbewerb ausgesetzt sind.

Vor diesem Hintergrund wird seit 1996 die gezielte Entwicklung der Region Ilmenau zu einer High-Tech-Region verfolgt6. Heute, etwa sechs Jahre später, zeigt sich jedoch Unzufriedenheit hinsichtlich der bisher erzielten Erfolge. Welche Ressourcen und Potenziale fehlen der Region? Warum erfolgt die Ansiedlung technologieorientierter Unternehmen nicht in dem prognostizierten Umfang? Wo liegen organisatorische Defizite? Weshalb ist die Identifikation mit diesem Projekt, mit seinem Leitgedanken, bei den Bewohnern offenbar unvollständig? Wo liegen Defizite in der Vermarktung?

Fragen wie diese stellen sich Gestalter und Träger des Projekts, aber auch Menschen der Region. Besondere Bedeutung erhält dabei die Erkenntnis, dass andere sich als Technologieregion deklarierende Räume in Deutschland offenkundig auf größere Erfolge verweisen können. Was machen diese Regionen anders? Oder ist ihre Region bereits ohne gezielte (Marketing-)Maßnahmen schlicht besser – und warum?

Diese Fragen gilt es zu beantworten und Lösungen aufzuzeigen, denn die Stadt Ilmenau und die sie umgebenden Gemeinden sind nicht nur dem eingangs erwähnten zunehmenden Wettbewerb regionaler Räume ausgesetzt, sondern konkurrieren zusätzlich, bedingt durch die Positionierung, mit anderen Technologieregionen. Es wird somit deutlich, dass ein großes praktisches Interesse an einem Erkenntnisgewinn in diesem aktuellen und relativ neuen Themenfeld besteht.

1.2 Zielsetzung, Struktur und Vorgehensweise
Das Hauptziel der Arbeit liegt in der Ermittlung wesentlicher Erfolgsfaktoren von Technologieregionen sowie daran anknüpfend in der Ableitung von Konsequenzen bzw. in dem Aufzeigen von strategischen Handlungsempfehlungen für die Technologie Region Ilmenau7. Dieses Ziel wird vorrangig auf der Grundlage von Fallstudien dreier deutscher Technologieregionen, darunter auch Ilmenau, zu erreichen versucht. Mit der Hinzuziehung neuer theoretischer Erklärungsansätze und der Untersuchung ihrer Bedeutung im Rahmen der Fallstudien sollen hier ergänzend zu Ansätzen der traditionellen Standortlehre neue Erklärungsversuche regionalen High-Tech-Wachstums unternommen werden. Auch ist zu ermitteln, welchen Stellenwert und welche Ausgestaltung das Regionalmarketing in den untersuchten Regionen besitzt.

Die Arbeit gliedert sich in drei inhaltlich verbundene Komplexe. Neben Begriffserläuterungen und der Vorbereitung der Fallstudien durch eine Klassifikation mehrerer deutscher Technologieregionen gehören auch die Kritik an traditionellen Erklärungsansätzen für regionales High-Tech-Wachstum und die Erläuterung von zwei neuen Ansätzen zu dem ersten Komplex. Anschließend beleuchten die Fallstudien Gegebenheiten und Maßnahmen „vor Ort“ vertiefend. Gleichwohl die Untersuchung sehr konkret und praxisnah erfolgt, macht es Sinn, diese Vorgehensweise durch den Rückgriff auf die vorher erläuterten neuen Erklärungsansätze zu flankieren bzw. diese auf ihre Ausprägungen zu untersuchen. Bestandteil dieses zweiten Komplexes sind auch die Identifikation und Erläuterung von Erfolgsfaktoren in den Vergleichsregionen bzw. von bestehenden Defiziten in der Technologie Region Ilmenau. Im letzten Teil der Arbeit werden ermittelte Probleme bzw. Erkenntnisse für die Technologie Region Ilmenau noch einmal reflektiert und daraus resultierende Konsequenzen und Perspektiven aufgezeigt.

2 Definition und Erläuterung zentraler Begriffe und Sachverhalte
Trotz der Betonung des Praxisbezugs der Arbeit ist es unverzichtbar, sich Klarheit über grundlegende Begriffe und Entwicklungen sowie theoretische Überlegungen zu verschaffen.

[...]


1 Vgl. Balderjahn/Aleff, 1996, S. 13; Meyer, 1999, S. 2.

2 Vgl. Ohmae, 1993, S. 78.

3 Vgl. Kotler/Haider/Rein, 1994, S. 24.

4 Vgl. ebenda, S. 21 f.

5 Vgl. Fernau, 1997, S. 175.

6 Vgl. Landesentwicklungsgesellschaft Thüringen mbH, 1996, S. 6.

7 Die Schreibweise ergibt sich aus dem Eigennamen des Projekts und wird im folgenden verwendet.


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