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Einfluss der Musik
auf die Wahrnehmung
einer filmischen Szene
Maturaarbeit
Samuel Hofmann
2008/2009
Kantonales Gymnasium Menzingen
R. Osterwalder
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Samuel Hofmann G4a
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1. Vorwort
4
2. Einleitung
5
2.1 Vorgehen
5
2.1.1 Erarbeitung des Theorieteils
5
2.1.2 Versuchsanordnung
5
2.1.3 Die Hypothesen
6
2.1.4 Schlussfolgerungen
6
3. Hintergrundinformationen verbunden mit Fachliteratur
7
3.1 Hintergründe zur Szenenauswahl
7
3.1.1 Anforderungen an die Szene
7
3.1.2 Produktion der Szene
7
3.2 Hintergründe zur Musikauswahl
8
3.2.1 Welche Musik wird gewählt?
8
3.2.2 Filmmusik
8
3.3 Audiovisuelle Emotionen
9
3.3.1 Emotionen in biokultureller Perspektive
9
4. Experiment
11
4.1 Versuchsanordnungen
11
4.1.1 Rezipienten
11
4.1.2 Film und Musik
11
4.1.3 Fragebogen und Durchführung
11
4.2 Ergebnisse
12
4.2.1 Kriterien
12
4.2.2 Auslegung der Ergebnisse und Interpretation
13
5. Schlusswort
20
5.1 Überprüfung der Hypothesen
20
5.1.1 Hypothese 1
20
5.1.2 Hypothese 2
20
5.1.3 Hypothese 3
21
5.2 Fazit
21
5.3 Danksagung
22
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6. Quellenverzeichnis
23
6.1 Literatur
23
6.2 Tabellen
23
6.3 Abbildungen
23
7 Anhang
24
7.1 Fragebogen
24
7.2 Tabellen mit Angaben zu Anzahl Nennungen
25
7.3 Arbeitsvereinbarung
27
7.4 Drehbuch
27
7.5 DVD
33
7.6 Kriterienkarte
33
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1. Vorwort
Liebe Leserin, Lieber Leser
Als es im vergangenen Jahr darum ging, zuerst ein Thema für eine Maturaarbeit zu finden und
dieses dann später auch zu verwirklichen, war für mich klar, dass es etwas mit Musik, Film und
Psychologie zu tun haben sollte. Diese drei Themenbereiche sind eng mit meinem eigenen Leben
verbunden. So spiele ich selbst seit einigen Jahren Klavier und habe grossen Spass daran. Auch
der Film, vielleicht eher die Schauspielerei im Film, ist eine grosse Passion von mir, welche ich mir
in mehreren Theaterlagern des Kinder und Jugendtheaters Zug angeeignet habe. Zur
Psychologie fand ich den Zugang in der näheren Vergangenheit. Es interessiert mich, wie der
Mensch durch etwas Alltägliches wie die Musik beeinflusst werden kann, ohne dass er sich
dessen vollständig bewusst ist; warum er sich danach ohne gross Einfluss darauf zu nehmen, so
und nicht anders ,,entscheidet". So fiel meine Wahl fürs Ergänzungsfach im 3.Schuljahr auf
Pädagogik / Psychologie. Fügt man diese drei Gebiete zusammen, so ergeben sich viele
spannende Themen, wovon ich mich schliesslich für das folgende entschieden habe:
,,Einfluss der Musik auf die Wahrnehmung von filmischen Szenen"
In der folgenden Arbeit möchte ich Ihnen als Leser/In die Möglichkeit geben, sich ein vertieftes
Wissen über die Macht der Musik, und unserer Wahrnehmung anzueignen und es anhand eines
psychologischen Beispiels zu erkennen und zu verstehen.
Viel Vergnügen wünscht Ihnen dabei
Samuel Hofmann
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2. Einleitung
Ich möchte mich in dieser Arbeit genauer mit dem Zusammenhang der Musik und deren Einfluss
auf das unbewusste Wahrnehmen einer filmischen Szene auseinandersetzen. Dazu gilt es
herauszufinden, wie gross der Einfluss der Musik auf die Wahrnehmung der Szene wirklich ist.
Wird die Handlungswahrnehmung des Rezipienten dadurch verändert? Beziehungsweise
bestimmte Emotionen wie Trauer, Freude oder Spannung hervorgerufen. Die Ergebnisse sollen
dabei auf induktivem Weg (vom Speziellen zum Allgemeinen) erlangt werden. Ziel dieser Arbeit ist
es zu zeigen, wie die oft unbemerkte Musik während einer Filmszene, einen doch sehr grossen
Einfluss auf die Wahrnehmung, das Erleben und die Emotionsgestaltung eines Individuums hat.
Ich gehe dabei von meinen eigenen Erfahrungen und Erlebnissen beim Filmeschauen aus, die
mich immer wieder in Staunen versetzt haben.
2.1 Vorgehen
2.1.1 Erarbeitung des Theorieteils
In einem ersten Teil der Arbeit sollen die theoretischen Grundlagen zum erweiterten Verständnis
der Gebiete Wahrnehmung, audiovisuelle Emotionen
1
und dem Zusammenspiel von Musik und
Film dargestellt werden. Dabei werde ich Fachliteratur aus den verschiedenen Bereichen
hinzuziehen. Ich möchte an dieser Stelle bemerken, dass ich mich dabei auf das wesentliche
dieser Gebiete beschränken werde. Ansonsten würde der Rahmen dieser Arbeit gesprengt.
2.1.2 Versuchsanordnung
In einem zweiten Teil der Arbeit geht es darum auf induktivem Weg zu den nötigen Ergebnissen
zu kommen. Ich habe mir dazu folgende Vorgehensweise überlegt: Um den Einfluss der Musik auf
die Wahrnehmung einer filmischen Szene und die daraus resultierenden Emotionen praktisch
festzustellen, müsste eine Szene gewählt werden, deren Handlungscharakter ,,neutral" ist. Neutral,
da man so die Wahrnehmungsänderung (z.B. von ,,neutral" zu ,,fröhlich") am eindeutigsten
feststellen kann. Zu diesem Zweck wird eine kurze Szene mit möglichst neutralem
Handlungscharakter gedreht. Dieser neutralen Szene werden dann in vier Präsentationen drei
unterschiedlich affektierte Musikstücke unterlegt. Dabei wird eine Präsentation ohne Musik
stattfinden. Diese Kontrollgruppe dient dazu sicher zu gehen, dass die Szene beim Rezipienten
als neutrale Bildsequenz wahrgenommen wird. Die Stimmungen der Musikstücke sind dabei sehr
prägnant gewählt, das heisst ein traurig stimmendes, ein fröhlich stimmendes und ein
1
Emotionen, die beim betrachten von audiovisuellem Medien entstehen
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spannendes. Die Musikstücke werden zum einen Teil aus der Maturaarbeit von
Jasmin
Spengeler
2
genommen, zum anderen Teil aus der Filmmusik von
Hans Zimmer
zum Film
,Black Hawk Down'. Nach der jeweiligen Präsentation sollen die Rezipienten einen Fragebogen
mit diversen Fragen zur Wahrnehmung, Befindlichkeit und auffälligen Merkmalen der Szene
ausfüllen. Dieser Fragebogen soll später dazu dienen, mit den daraus hervorgehenden
Ergebnissen meine aufgestellten Hypothesen zu überprüfen. Aus den wichtigsten Ergebnissen
erhoffe ich mir neue Thesen aufstellen zu können und allgemeine Aussagen über die Rezeption
von Musik im Film zu machen.
2.1.3 Die Hypothesen
Aus dem Prozess der Themenfindung sind folgende drei Hypothesen hervorgegangen:
1. Die Wahrnehmung einer neutral gestalteten filmischen Szene kann durch bestimmt
gewählte Musik in die gewollte Richtung gelenkt werden.
2. Bei einer neutral gestalteten Szene, die ohne Musik unterlegt ist, gibt es Unterschiede in
der Wahrnehmung beim Rezipienten.
3. Der emotionale Zustand des Rezipienten vor der Präsentation, hat einen Einfluss auf die
Wahrnehmung der Szene.
2.1.4 Schlussfolgerungen
In einem dritten und letzten Teil sollen die gesammelten Ergebnisse dargelegt, zusammengefasst
und im Bezug auf die Hypothesen interpretiert werden. Aus diesen Schlussfolgerungen heraus
erhoffe ich mir, die Frage beantworten zu können, ob die Musik Einfluss auf unsere Wahrnehmung
nimmt oder nicht.
2
Jasmin Spengeler hat 2005 im Rahmen der Maturaarbeit die Wirkung von Musik auf unsere Befindlichkeit untersucht
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3. Hintergrundinformationen verbunden mit Fachliteratur
3.1 Hintergründe zur Szenenauswahl
Die Auswahl der Szene fiel mir um einiges schwerer, als beispielsweise die Auswahl der Musik.
So sah ich mich nach einiger Zeit der Recherche und Ideensammlung gezwungen eine passende
Szene selbst zu drehen. Was dabei beachtet werden musste und wie vorgegangen wurde soll im
nächsten Unterkapitel erläutert werden.
3.1.1 Anforderungen an die Szene
Die Szene musste zwei Anforderungen gerecht werden: sie musste möglichst kurz sein und dazu
einen möglichst neutralen Handlungscharakter aufweisen. Das schwierige daran, eine Szene mit
neutraler Handlung zu drehen, ist der Begriff der Neutralität. Wie sieht eine neutrale Handlung
aus? Wie vermittelt man diesen Eindruck in kurzer Zeit genügend verständlich? Und wie handelt
eine neutrale Person? Mit diesen und ähnlichen Fragen beschäftigte ich mich einige Zeit ganz zu
beginn der Arbeit. Schnell kam ich durch Gespräche zur Erkenntnis, dass eine alltägliche
Situation, wie etwa das Zähneputzen, Aufstehen, oder zur Arbeit gehen zu den neutralsten
Handlungen gehören. So entschied ich mich schliesslich für die alltägliche Handlung einer zur
Arbeit oder zu einem Meeting gehenden Person X, die auf Ihrem Weg von der Kamera begleitet
wird (genaueres siehe Anhang: Drehbuch).
3.1.2 Produktion der Szene
Was wird alles benötigt um am Schluss eine etwa 1:15 min. dauernde ,,Filmszene" präsentieren zu
können? Es braucht ein Drehbuch, ein Filmteam und ein Bearbeitungsstudio. Ich möchte hier
aufzeigen, wie ich beim erarbeiten dieser drei Teile vorgegangen bin. Von einem anfänglichen
Skizzieren und Planen der Szene bin ich auf verschiedene Möglichkeiten gestossen, wovon ich
mich schliesslich für die Szene mit dem, für mich, neutralsten Charakter entschieden habe. Beim
erweiterten Erarbeiten der Szene musste beachtet werden, dass die Lokalitäten und der
Protagonist dem Publikum noch nicht bekannt waren, da so eventuelle Vorurteile oder
unerwünschte Wahrnehmungen hätten auftreten können. Danach wurde das Filmteam informiert
und man traf sich für einen Tag Dreharbeiten in der Stadt Zug. Ich hatte dabei 3 Leute zur
Verfügung: Hauptdarsteller, Kameraassistenz und Licht (in der Danksagung erwähnt). Nach den
Dreharbeiten widmete ich mich der digitalen Bearbeitung des 15 minütigen Rohmaterials. Ich hatte
dazu freundlicherweise den Multimediaraum des KGM
3
3
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zur Verfügung, wo ich mit dem Programm
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,Avid Liquid 7' die 15 Minuten in drei Szenen mit verschiedener Musik zu 1:15 min. umwandeln
konnte. Dabei achtete ich darauf, dass die Musikstücke möglichst passend unterlegt wurden.
Danach waren die Bildsequenzen bereit für die Präsentationen.
3.2 Hintergründe zur Musikauswahl
Wie muss die Musik bei einem Experiment gewählt werden, in welchem sie eine so zentrale Rolle
einnimmt? Wie erreiche ich die grösstmögliche Wirkung der Musik? Dieses Kapitel soll zeigen,
warum und aus welchen Gründen ich die ausgewählte Musik für passend empfunden habe.
Ebenso soll hier gezeigt werden, wie die Rolle der Musik in diesem Falle aussieht.
3.2.1 Welche Musik wird gewählt?
Die Musik, die ich zu meinem Experiment gewählt habe, setzt sich aus Ausschnitten der folgenden
drei Stücke zusammen:
Titel:
Interpret:
Stimmung:
,,fröhlich stimmendes
Musikstück"
Jasmin Spengeler
fröhlich
,,traurig stimmendes
Musikstück"
Jasmin Spengeler
traurig
,,Tribal Wars"
Hans Zimmer
spannend
Tabb.3.2.1.1 Liste der verwendeten Musiktitel
Diese drei Stücke wurden gewählt, weil sie sehr emotional sind, das heisst die dargestellten
Gefühle intensiv vermitteln. Der Rezipient sollte so ihre Stimmung sehr deutlich erkennen und
miterleben können. Dies ist bei diesen Stücken der Fall, weil sie eigens dafür komponiert wurden,
die jeweilige Stimmung zu erzeugen (funktionale Musik). Jedoch gilt es zu bemerken, dass sich
das Stück von
Hans Zimmer
in seiner Funktionalität klar von denen
Jasmin Spengeler
unterscheidet. So ist ,Tribal Wars' eigens für den Film ,Black Hawk Down' komponiert worden,
also bereits auf eine Szene zugeschnitten. Die Stücke von
Jasmin
hingegen sollen eine
Stimmungslage vermitteln.
3.2.2 Filmmusik
Musik die einen Zweck verfolgt wird auch funktionale Musik genannt, da sie eine Art Funktion zu
erfüllen hat. Man denke dabei an die Musik in Kaufhäusern, die als Animation zum Kaufen fungiert
oder Musik in einer Bar, die gemütliche Stimmung vermitteln soll. All diese Typen von Musik sind
der funktionalen Musik zuzuschreiben (vgl.
Reuter
, 2007, S.22), was auch für die Filmmusik gilt.
So soll sie z.B. Emotionen des Protagonisten für den Zuschauer verstärken oder die Handlung
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unterstreichen. Diese Funktionalität der Filmmusik unterscheidet sie von herkömmlicher,
autonomer Musik. Diese versucht in sich ein geschlossenes Kunstwerk zu sein, während die
Filmmusik immer im Zusammenhang mit dem Bild wahrgenommen wird (
Reuter
, S.22ff.).
3.3 Audiovisuelle Emotionen
Eigentlich wollte ich an dieser Stelle zuerst auf die Grundlagen der Wahrnehmung beim Schauen
von Filmen eingehen. Eine zentrale Stellung nehmen dabei die auditive Wahrnehmung, also der
Hörsinn und die visuelle Wahrnehmung, der Sehsinn ein. Allein über diese Wahrnehmungskanäle
liesse sich eine Maturaarbeit verfassen. Ich beschränke mich deshalb, bezogen auf meine
Hypothese, mehr auf den emotionalen Aspekt. Dies aus dem Grund, dass ich bei meinem
Experiment eigentlich erfahren möchte, wie es dazu kommt, dass sich die verschiedenen
Emotionen (Spannung, Trauer und Freude) beim Rezipienten nach dem Schauen der Szene
zeigen und wie gross dabei der Einfluss der Musik ist. Des weitern ist es mir möglich, Anhand des
Wissens über audiovisuelle Emotionen, genauere und interessantere Interpretationen zu machen
und Schlüsse zu ziehen. Als Basis dazu dient mir ein Sammelband mit Beiträgen von diversen
Autoren, herausgegeben von
Bartsch, Eder
und
Fahlenbach
zugelegt. Sie zeigen darin die
medienwissenschaftlichen und medienpsychologischen Aspekte der audiovisuellen Emotionen
auf. Ich beziehe mich deshalb im Folgeabschnitt des Öfteren auf dieses Werk.
Ich möchte in meiner Betrachtung der Emotionen vor allem auf den psychoanalytisch-
phänomenologischen Diskursstrang eingehen, wo der Zuschauer des Filmes als körperlich
erlebendes Wesen, welches stark durch sein Unbewusstes gelenkt wird, dargestellt wird (vgl.
Bartsch
, S.13).
3.3.1 Emotionen in biokultureller Perspektive
Smith
beschreibt in seinem Beitrag die Emotionen als einen integralen Bestandteil unserer
alltäglichen Existenz. Die Emotionen sind die ganze Zeit vorhanden, sie sind nur von wechselnder
Intensität. Ihre vollständige Abwesenheit ist aber eher selten (vgl.
Smith
in
Bartsch
, S.41). Für
mein Experiment könnte das bedeuten, dass die Musik, die der Szene unterlegt wurde und die
jeweils eine bestimmte Emotion evozieren soll, diese Emotion nicht erst hervorruft, sondern den
bereits vorhandenen Anteil an Freude beispielsweise nur verstärkt / intensiviert. Emotionen unter
dem biokulturellen Aspekt betrachtet meint, dass die Emotionen oder zumindest die ,,basalen" und
bedeutsamsten unter ihnen (Überraschung, Angst, Glück, Ärger, Ekel, Traurigkeit, Scham),
universal beobachtbar sind und in verschiedenen Kulturen nur wenig Variation in ihrem Ausdruck
oder ihrer Bedeutung zeigen. Sie sind daher höchstwahrscheinlich Teil des genetischen Erbes
(vgl.
Smith,
S. 42), also trotz der kulturellen Einflüsse vor allem auf biologischen Grundzügen
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beruhend.
Smith
bezeichnet eine Emotion als dynamisches, somatisches (auf den Körper
bezogen) und kognitives Erfassen der Bedeutsamkeit eines Phänomens - Objektes, einer Person,
eines Ereignisses, einer Situation durch ein handelndes Wesen. Emotionen seien dynamisch,
weil sie eher Prozesse
als einfache Zustände
sind. Des weitern
bezeichnet er sie als
somatisch, weil sie
sich auf den ganzen
Körper beziehen. So
spiegeln sie sich
wieder in den inneren
Organen, dem
peripheren
Nervensystem sowie in
den neuronalen Systemen, von denen unsere kognitiven Zustände in erster Linie abhängen
(
Smith,
S.43). Den Verlauf einer Emotion beschreibt er folgendermassen: Eine Emotion beginnt
mit einer affektiven Bewertung der Situation. Diese affektive Bewertung setzt meist eine der
Grundemotionen / Grundaffekte frei. Darauf folgt ein Prozess einer kognitiven Verarbeitung im
frontalen Kortex des Gehirns (siehe Abbildung 1 roter Kreis). Diese kognitive Bearbeitung des
anfänglich affektiven Reizes ermöglicht eine feinere Unterscheidung, welche komplexere
Emotionen hervorbringen kann. In diesem kognitiven Prozess spielen dann offensichtlich die
kulturellen und individuellen Hintergründe eine bedeutende Rolle (
Smith
, S.45). So entsteht aus
einer anfänglichen Angst vielleicht ein Gemenge von Überraschung, Angst und Ärger. All diese
Vorgänge zur kognitiven Bewertung und differenzierter Unterscheidung einer Situation finden in
unserem Gehirn statt. Abbildung 1 dient deshalb
dazu, den genauen ,,Ort des Geschehens" aufzuzeigen. Emotionen können sowohl durch
komplexe Kognition als auch durch einfache physische Ereignisse ausgelöst werden.
Abb1. Seitenansicht des menschlichen Gehirns
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4. Experiment
4.1 Versuchsanordnungen
In diesem Kapitel will ich aufzeigen, wie ich vorgegangen bin um zu den nötigen empirischen
Ergebnissen zu kommen. Ich zeige auf, welche Voraussetzungen notwendig waren und wie sich
die Versuchsanordnung mit der Zeit veränderte.
4.1.1 Rezipienten
Meine Wahl für die Rezipienten dieses Experiments fiel auf die dritten Klassen des KGM. So war
die Voraussetzung eines einheitlichen Publikums erfüllt. Die Schülerinnen und Schüler waren zum
Zeitpunkt des Experiments zwischen 17. und 20. Jahren alt. Vorgesehen war, dass die ca. 60
Schüler/innen während einer GMS
4
in vier Gruppen jeweils zu 15 Leuten eine der vier
Präsentationen besuchen. Einigen war es nicht möglich zur Präsentation zu erscheinen.
Schliesslich waren es total 52 Personen, die anwesend waren.
Anzahl Personen:
Vorgeführter Musikstil:
Gruppe 1
13
keine Musik
Gruppe 2
15
fröhlich stimmende Musik
Gruppe 3
14
traurig stimmende Musik
Gruppe 4
10
spannende Musik
Tabb.4.1.1.1 Gruppenaufteilung
4.1.2 Film und Musik
Bild und Ton sind bei diesem Experiment von eminenter Bedeutung. So wurde darauf geachtet,
dass die Qualität dieser beiden Komponenten optimal verfügbar war. Die Präsentationen fanden
zu diesem Zweck in einem Zimmer statt, welches mit Grossleinwand und Soundanlage bestückt
ist.
4.1.3 Fragebogen und Durchführung
Den für die Befragung verwendeten Fragebogen (Exemplar im Anhang) habe ich mit Hilfe der
Gratissoftware ,GrafStat07' erstellt. Dieses Programm ermöglichte mir einen Online Fragebogen
zu erstellen, so dass die Rezipienten nach der Präsentation direkt die Fragen am Bildschirm
beantworten konnten. Die Präsentationen wurden während 45 Minuten in einem Informatikzimmer
des KGM durchgeführt. So bestand die Möglichkeit, die Zuschauer direkt nach dem Schauen der
4
GMS = Gemeinschaftsstunde am kgm; eine Lektion Zeit für klassenübergreifende Projekte
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Kurzszene den Fragebogen ausfüllen zu lassen. Später war es mir dann möglich, die
gesammelten Daten bei ,GrafStat07' einzusehen, zu bearbeiten und in geordneten Gruppen
abzulegen.
Die Erstellung des Fragebogens nahm einen grossen Teil der Zeit in Anspruch. So mussten die
verschiedenen Fragen sehr sorgfältig gewählt und angepasst werden, damit sie schliesslich zu
den gewünschten Ergebnissen führen.
4.2 Ergebnisse
In diesem Teil möchte ich die Antworten, die aus den Befragungen der Rezipienten hervorgingen
nach Gruppe und Frage auflisten. Frage 2,4,6,7,9 waren geschlossene, quantitative Fragen. Bei
den Fragen 3,5,8 handelte es sich um offene, qualitative Fragen. Zu den qualitativen Fragen habe
ich Kriterien zur Kategorisierung verfasst, welche Sie weiter unten aufgelistet finden. Bei den
qualitativen Fragen waren auch mehrere Kriterien möglich, so dass es zu Abweichungen von
Gruppenanzahl zu Stimmzahl kommen kann. Die Frage 1 betraf die Präsentationszeit und ist
deshalb nicht von Bedeutung für die Auflistung, weshalb ich sie hier weglasse. Zum Lesen der
Tabellen benutzten Sie bitte die Kriterienkarte aus dem Anhang. Sie enthält die Kriterien und
deren Erklärungen und soll das Lesen erleichtern.
4.2.1 Kriterien
Bei den Antworten auf die qualitativen Fragen (Fragebogen Nr. 3, 5, 8) war es nötig die doch sehr
verschiedenen Antworten nach ihrem Inhalt in unterschiedliche Kriterien zu gliedern. Dazu habe
ich zu jeder dieser Fragen eine Liste mit möglichen Kriterien erstellt. Diese Liste wurde, von
anfänglich sehr genau gefassten Kriterien, gegen Ende der Auswertungen immer genauer und
expliziter gefasst. Das bedeutet, dass anfänglich zu den offenen und geschlossenen Fragen
Kriterien erstellt wurden. Ich hatte so aber schlicht weg zu viele Kriterien und es wäre
unübersichtlich geworden. Die endgültige Version der Kriterien, wie sie zur Kategorisierung der
Antworten verwendet wurde sehen Sie hier:
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Frage 3: Ist dir beim Schauen der Szene etwas Spezielles aufgefallen?
Kriterium:
Wert
neu
Die von der Musik vermittelte Stimmung wurde vom Rezipienten als solche
erkannt und speziell erwähnt
no
Der Rezipient hat nichts spezielles, auffälliges wahrgenommen
mu
Die Musik als solche wurde vom Rezipienten bemerkt
nh
Die neutrale Handlung oder die Person wird angesprochen
ua
Ungültige Antwort / nicht mit dem Thema im Zusammenhang
Tabb.4.2.1.1 Kriterien zu Frage 3
Frage 5: Was macht die Person deiner Meinung nach hinter der Tür?
Kriterium:
Wert
tr
Der Rezipient vermutet eine traurige Handlungsfortsetzung
fr
Der Rezipient vermutet eine fröhliche Handlungsfortsetzung
sp
Der Rezipient vermutet eine spannende Handlungsfortsetzung
ne
Der Rezipient vermutet eine neutrale, alltägliche Handlungsfortsetzung
nea
Der Rezipient vermutet eine neutrale, alltägliche mit Arbeit verbundene
Handlungsfortsetzung
ua
Ungültige Antwort / nicht mit dem Thema im Zusammenhang
Tabb.4.2.1.2 Kriterien zu Frage 5
Frage 8: Hatte die oben genannte Befindlichkeit einen Einfluss auf deine Wahrnehmung der
Szene? Begründe!
Kriterium:
Wert
ja
Der Rezipient stellt fest, dass seine Befindlichkeit einen Einfluss auf seine
Wahrnehmung der Szene hat und macht sogar die Musik dafür verantwortlich
ev
Der Rezipient ist sich nicht ganz sicher, ob die Befindlichkeit einen Einfluss auf
seine Wahrnehmung der Szene hat
no
Der Rezipient stellt keinen Zusammenhang zwischen Befindlichkeit und
Wahrnehmung der Szene fest
ua
Ungültige Antwort / nicht mit dem Thema im Zusammenhang
Tabb.4.2.1.3 Kriterien zu Frage 8
4.2.2 Auslegung der Ergebnisse und Interpretation
Die Tabellen zeigen in der Spalte jeweils die Antworten der einzelnen Gruppe. Die tief gestellten
Zahlen geben die Anzahl Nennungen gesamt an. In den Zeilen wird der prozentuale Anteil an
Stimmen beim jeweiligen Wert gezeigt. Im Anhang finden Sie die Tabellen mit den absoluten
Stimmabgaben anstelle von Prozentzahlen.
Zur Repetition:
Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Gruppe 4
Personenzahl
13
15
14
10
Stimmung
neutral
fröhlich
traurig
spannend
Tabb.4.2.2.1 Anzahl Personen pro Gruppe
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Frage 2: Wie ist deine Befindlichkeit vor dem Schauen der Szene?
Gruppe 1
13
Gruppe 2
15
Gruppe 3
14
Gruppe 4
10
schlecht
0%
0%
0%
0%
nicht so gut
0%
0%
0%
0%
mittelmässig
23%
27%
36%
40%
gut
54%
60%
50%
60%
sehr gut
23%
13%
14%
0%
Tabb.4.2.2.2 Frage 2
Auslegung der Antworten zu Frage 2:
Bei dieser Frage ging es darum die Befindlichkeit der Rezipienten als solche festzustellen. Die
Antworten stehen in engem Zusammenhang mit Frage 9 (bei Frage 9 behandelt). Es ist
bemerkenswert, dass in keiner der vier Gruppen, die Befindlichkeit im negativen Bereich liegt. Alle
Personen haben sich entweder im neutralen oder positiven Befindlichkeitsbereich eingetragen. Ich
bezeichne den Bereich von ,,schlecht" ,,nicht so gut" als negativ, ,,mittelmässig" als neutral und
,,gut" ,,sehr gut" als positiv. Die meisten Nennungen aus allen Gruppen zusammengefasst sind
bei ,,gut" gefallen.
Interpretation der Antworten zu Frage 2:
Aus den obigen Resultaten schliesse ich, dass sich alle Schüler/innen zu diesem Zeitpunkt in
ihrem sozialen Umfeld wohl fühlten. Ich könnte mir vorstellen, dass dieses Wohlbefinden
Voraussetzung war für den Verlauf des Experiments, das heisst andernfalls andere Ergebnisse
herausgekommen wären.
Frage 3: Ist dir beim Schauen der Szene etwas Spezielles Aufgefallen? Wenn ,,Ja", was?
Kriterium
Gruppe 1
15
Gruppe2
16
Gruppe 3
22
Gruppe 4
13
neu
20%
19%
23%
38%
no
33%
13%
5%
0%
mu
0%
24%
36%
31%
nh
27%
13%
23%
8%
ua
20%
31%
13%
23%
Tabb.4.2.2.3 Frage 3
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Auslegung der Antworten zu Frage 3:
Wie zu erwarten hat Gruppe 1 die Musik mit 0% nicht wahrgenommen. Gruppe 2 hat mit 31% am
meisten ungültige Antworten. Gruppe 3 hat mit 36% die Musik am meisten von allen Gruppen
wahrgenommen. Auf dem 2. Platz ist Gruppe 4 mit 31%. Der grösste Teil von Gruppe 4 hat zudem
die von der Musik vermittelte Stimmung so wahrgenommen, wie sie wirken sollte.
Interpretation der Antworten zu Frage 3:
Die obigen Auslegungen lassen mich vermuten, dass Musik, die das Gefühl von Spannung
vermitteln soll, klarer wirkt (bringt ihren Stil besser herüber) als traurige bzw. fröhliche Musik.
Vielleicht liegt es aber auch an dem gewählten Musikstück, das eigens auf eine Szene mit
spannendem Handlungscharakter abgestimmt wurde. Weiter vermute ich, dass eine Szene, der
keine Musik unterlegt ist, vom Zuschauer als weniger aufmerksamkeitswürdig empfunden wird.
Aus den Ergebnissen von Gruppe 3 geht für mich hervor, dass traurige Musik vom Zuschauer
eher wahrgenommen wird als fröhliche bzw. spannende.
Frage 4: Wie hat die Handlung der Szene auf dich gewirkt?
Gruppe 1
13
Gruppe 2
15
Gruppe 3
14
Gruppe 4
10
traurig
8%
7%
21%
0%
spannend
0%
13%
0%
20%
fröhlich
0%
20%
0%
0%
neutral
92%
60%
79%
80%
Tabb.4.2.2.4 Frage 4
Auslegung der Antworten zu Frage 4:
Jede Gruppe hat die Handlung der Szene klar als neutral wahrgenommen (alle Gruppen mehr als
60%). Bei Gruppe 1 gibt es nur eine Person, die die Handlung nicht neutral empfunden hat. Bei
Gruppe 2 haben insgesamt 40% der Personen die Handlung nicht als neutral empfunden. Bei den
Gruppen 3 und 4 verteilen sich die Stimmen, die nicht auf eine neutrale Handlung der Szene
gesetzt haben auf die von der Musik vermittelte Stimmung.
Interpretationen der Antworten zu Frage 4:
Für mich bedeuten die Ergebnisse, dass die Handlung der Szene vom Publikum als klar neutral
wahrgenommen wird. Die Abweichenden Stimmen finden sich dann aber auf der Stimmung der
jeweiligen Musik wieder. Es stellt sich die Frage, ob fröhliche Musik am meisten mit anderen
Emotionen in Verbindung gebracht wird und die Handlungswahrnehmung deshalb so ,,gestreut" /
,,verfälscht" ist und ob eine neutrale Szene ohne Musik unterlegt, den Eindruck einer traurigen
Handlung vermittelt? Laut den Ergebnissen von Gruppe 3 und 4 müsste dem so sein.
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Frage 5: Was macht die Person deiner Meinung nach hinter der Tür? Begründe!
Kriterium
Gruppe 1
13
Gruppe 2
15
Gruppe 3
12
Gruppe 4
8
tr, fr, sp
0%
0%
33%
62%
nea
38%
40%
25%
38%
ne
38%
40%
25%
0%
ua
24%
20%
17%
0%
Tabb.4.2.2.5 Frage 5
Auslegung der Antworten zu Frage 5:
Gruppe 1 und 2 haben beide die höchste Anzahl Antworten im Bereich einer neutralen
Handlungsfortsetzung. Gruppe 3 und 4 hingegen vermuten eine Handlungsfortsetzung in
Richtung, der von der Musik vermittelten Stimmung (Gruppe 3, traurige Fortsetzung; Gruppe 4,
spannende Fortsetzung). Auffällig bei Gruppe 2 ist, dass keine Person die Handlungsfortsetzung
so vermutet, wie sie durch die Musik geschehen sollte.
Interpretation der Antworten zu Frage 5:
Ich vermute, dass fröhliche Musik am wenigsten Einfluss auf die Veränderung der
Handlungswahrnehmung nimmt oder einfach vom Publikum als die ,,normalste" Musik
wahrgenommen wird. Weiter vermute ich deshalb, dass für die Beurteilung der
Handlungsfortsetzung in erster Linie die von der bisherigen Handlung vermittelte Stimmung
entscheidend ist und erst in zweiter Linie die Musik zur Beurteilung beigezogen wird.
Frage 6: Wie hast du die Stimmung in der Szene empfunden?
Gruppe 1
12
Gruppe 2
15
Gruppe 3
14
Gruppe 4
9
traurig
25%
7%
57%
0%
spannend
8%
7%
0%
60%
fröhlich
0%
39%
0%
0%
neutral
67%
47%
43%
40%
Tabb.4.2.2.6 Frage 6
Auslegung der Antworten zu Frage 6:
Gruppe 1 hat die Stimmung ohne Musik neutral empfunden (es gab eine Stimmenthaltung).
Interessanterweise haben jedoch 3 Personen die Stimmung als traurig empfunden. Bei Gruppe 2
sind die meisten Antworten ebenfalls auf eine neutrale Stimmungswahrnehmung gefallen; es gilt
jedoch zu bemerken, dass nur eine Antwort Unterschied zwischen fröhlicher Wahrnehmung (wie
die Musik gespielt wurde) und neutraler Wahrnehmung besteht. Gruppe 3 hat die von der Musik
vermittelte Stimmung als solche wahrgenommen (57% der Rezipienten). Ebenso bei Gruppe 4,
die auch 60% der Antworten auf der zutreffenden Stimmung hat.
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Interpretation der Antworten zu Frage 6:
Wie bei Frage 4 vermute ich, dass Neutralität (neutrale Stimmung) eher einen traurigen Charakter
aufweist. Auf Grund der Ergebnisse kann ich behaupten, dass sich die Wahrnehmung der
Stimmung hauptsächlich in den Bereichen der jeweils gewünschten Stimmung oder ansonsten im
Bereich ,,neutral" befindet.
Frage 7: Wie hat die Musik während der Szene auf dich gewirkt?
Gruppe 1
13
Gruppe 2
15
Gruppe 3
14
Gruppe 4
10
traurig
0%
0%
78%
0%
spannend
8%
13%
0%
67%
fröhlich
0%
87%
0%
0%
keine Musik
92%
0%
22%
33%
Tabb.4.2.2.7 Frage 7
Auslegung der Antworten zu Frage 7:
Gruppe 1 hat mit 92% Stimmen ganz klar keine Musik bemerkt. Gruppe 2 hat mit 86% die Musik
ebenfalls so wahrgenommen, wie sie wirken sollte (fröhlich). Gruppe 3 hat mit 78% ähnliche
Resultate erzielt. Gruppe 4 liegt mit 67% immer noch sehr eindeutig auf der Stilrichtung der Musik
(Bemerkung: eine Stimmenthaltung!).
Interpretation der Antworten zu Frage 7:
Während bei der Einordnung der Handlung und der Stimmung in eine der Emotionskategorien
noch einige Meinungsverschiedenheiten unter den Rezipienten zu bemerken sind, kann man
sagen, dass die Musik von allen Gruppen so wahrgenommen wird, wie sie wirken sollte. Meine
Schlussfolgerung daraus: Die Musik als solche kann vom Rezipienten klar einer Stilrichtung
zugeordnet werden, während die klare Zuordnung der Handlung bzw. Stimmung, beispielsweise
durch den Faktor Musik gestört, fast nicht möglich ist.
Frage 8: Hatte deine oben genannte Befindlichkeit einen Einfluss auf deine
Wahrnehmung der Szene? Begründe!
Kriterium
Gruppe 1
13
Gruppe 2
15
Gruppe 3
16
Gruppe 4
10
ja
31%
43%
25%
20%
ev
15%
7%
13%
20%
no
46%
36%
43%
50%
ua
8%
14%
19%
10%
Tabb.4.2.2.8 Frage 8
Auslegung der Antworten zu Frage 8:
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Maturaarbeit 08
Samuel Hofmann G4a
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Bei Gruppe 1, 3 sowie 4, konnten die Rezipienten mehrheitlich keinen Zusammenhang zwischen
ihrer Befindlichkeit und ihrer Wahrnehmung der Szene sehen. Am stärksten ist dies bei Gruppe 4
der Fall. Bei Gruppe 2 hingegen sagen die meisten Rezipienten aus, dass sie einen
Zusammenhang zwischen ihrer Befindlichkeit und der Wahrnehmung der Szene sehen.
Interpretation der Antworten zu Frage 8:
Ich behaupte deshalb, dass fröhliche Musik am meisten Einfluss auf die Befindlichkeit /
Befindlichkeitsänderung nimmt. Die unklaren Ergebnisse erkläre ich mir damit, dass die
Fragestellung nicht ganz korrekt gewählt ist und die Befragten so nicht recht wussten, wie sie
antworten sollen bzw. was gefragt war.
Frage 9: Wie ist deine Befindlichkeit nach dem Schauen der Szene?
Gruppe 1
13
Gruppe 2
15
Gruppe 3
14
Gruppe 4
10
schlecht
0%
0%
0%
0%
nicht so gut
0%
0%
14%
0%
mittelmässig
31%
0%
50%
60%
gut
54%
93%
28%
40%
sehr gut
15%
7%
8%
0%
Tabb.4.2.2.9 Frage 9
Auslegung der Antworten zu Frage 9:
Bei Gruppe 1 und 2 lag die Befindlichkeit nach dem Schauen der Szene hauptsächlich auf den
Werten ,,gut". Bei Gruppe 3 und 4 lagen die Werte hauptsächlich auf ,,mittelmässig". Gruppe 3
weist zudem 2 Personen auf, die die Befindlichkeit als ,,nicht so gut" einstufen. Betrachtet man die
Verteilung der Befindlichkeiten in den Gruppen, so stellt man fest, dass bei der Gruppe ohne
Musik die Befindlichkeit im neutralen bis positiven Bereich liegt, bei fröhlicher Musik nur im
positiven Bereich, bei trauriger Musik vor allem im neutralen bis negativen Bereich und bei
spannender Musik in den Bereichen neutral und positiv.
Interpretationen der Antworten zu Frage 9:
Da ich fröhliche Musik mit einer positiven, und traurige Musik mit einer negativen Befindlichkeit
verbinde, bestätigen mich die Ergebnisse aus Frage 9 in meiner Annahme.
Aussagen zur Befindlichkeitsänderung:
Von Frage 2 zu Frage 9 hat es gesamthaft 14 Befindlichkeitsänderungen gegeben. Davon waren
2 in Gruppe 1, 5 in Gruppe 2, 5 in Gruppe 3 und 2 in Gruppe 4. In Gruppe 1 wechselte die
Befindlichkeit einmal von ,,sehr gut" zu ,,gut" und einmal von ,,gut" zu ,,mittelmässig". In Gruppe 2
wechselte die Befindlichkeit einmal von ,,sehr gut" zu ,,gut" und 4-mal von ,,mittelmässig" zu ,,gut".
In Gruppe 3 wechselte die Befindlichkeit einmal von ,,sehr gut" zu ,,nicht so gut" (beachtlicher
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Sprung), 3-mal von ,,gut" zu ,,mittelmässig" und 1-mal von ,,mittelmässig" zu ,,nicht so gut". In
Gruppe 4 wechselte die Befindlichkeit 2-mal von ,,gut" zu ,,mittelmässig".
Interpretation zur Befindlichkeitsänderung:
Aus der Auslegung schliesse ich, dass eine Szene mit fröhlicher Musik unterlegt, eine
Befindlichkeitsänderung in positiver Richtung mit sich bringt, während bei trauriger Musik
tendenziell das Gegenteil der Fall ist. Diese zwei Gruppen hatten die meisten und grössten
Wechsel in der Befindlichkeit aufzuweisen. Ich vermute, dass die klaren Emotionen (Trauer &
Freude) der Grund dafür sind. Die Wendung von anfänglich positiver zu eher negativer
Befindlichkeit in Gruppe 4 erkläre ich mir damit, dass spannende Musik einschüchternd wirken
muss oder eine weniger gute Befindlichkeit mit sich bringen kann. Die Gruppe, die keine Musik
hörte, zeigte ebenfalls eine Tendenz der Befindlichkeitsverschlechterung an, was bedeuten
könnte, dass keine Musik zum Film eine eher negative Befindlichkeitswahrnehmung beim
Zuschauer zurücklässt.
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Samuel Hofmann G4a
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5. Schlusswort
5.1 Überprüfung der Hypothesen
Nach den Interpretationen möchte ich an dieser Stelle die unter Kapitel 2.1.3 (S.6) aufgestellten
Hypothesen wieder etwas in Augenschein nehmen und sie auf ihre Richtigkeit überprüfen. Sind
die Hypothesen, die ich aufgestellt habe richtig oder muss ich sie verneinen? Die oben gemachten
Erhebungen sollen dabei eine Hilfe sein.
5.1.1 Hypothese 1
Die Hypothese, dass die Wahrnehmung einer neutral gestalteten filmischen Szene durch
bestimmt gewählte Musik in die gewollte Richtung gelenkt werden kann, lässt sich nicht eindeutig
überprüfen. So hätte ich bei der Definition von Wahrnehmung etwas genauer sein müssen. Denn
die Rezipienten haben beispielsweise die Handlung trotz Musik immer als neutral
wahrgenommen. Die Musik hingegen wurde klar so wahrgenommen, wie ihr jeweiliger Stil war.
Zieht man die wahrgenommene Stimmung der Szene mit in die Betrachtung ein, so entsteht ein
zahlenmässig überlegenes Verhältnis von 2:1 betreffend wahrgenommener Stimmung, Musik
versus wahrgenommener Handlung. In diesem Sinne lässt sich die Hypothese verifizieren und
man kann sagen, dass Musik das Zusammenspiel von auditiver und visueller Wahrnehmung einer
Szene beeinflusst.
5.1.2 Hypothese 2
Hypothese 2 betraf die Unterschiede in der Wahrnehmung einer neutral gestalteten Szene, die
ohne Musik unterlegt ist. Auch hier hätte man im Nachhinein den Begriff der Wahrnehmung wohl
noch etwas klarer definieren sollen. Sie lässt sich jedoch ziemlich eindeutig widerlegen. So haben
die Personen, die die neutrale Szene ohne Musik gesehen haben im Bezug auf die
wahrgenommene Stimmung und Handlung mit einem klaren Mehr bei neutral geantwortet. Diese
Eindeutigkeit beweist einerseits, dass das Ziel, eine neutrale Szene zu drehen, erreicht wurde und
andererseits, dass die Hypothese widerlegt werden muss.
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5.1.3 Hypothese 3
Der emotionale Zustand des Rezipienten vor der Präsentation, hat einen Einfluss auf die
Wahrnehmung der Szene. So lautet die dritte Hypothese. Ich wollte damit herausfinden, ob eine
Person, die schon schlecht gelaunt ist, durch die beispielsweise traurige Szene noch trauriger
gestimmt würde oder durch die fröhliche Szene etwas heiterer. Leider habe ich die dazu gehörige
Frage im Fragebogen etwas unklar formuliert, so dass (so habe ich das Gefühl) viele der
Rezipienten die Frage falsch oder nicht verstanden haben. Dies führte dann auch zu den
ernüchternden Ergebnissen. So ist es schwierig, hier eine klare Aussage über die Richtigkeit der
Hypothese anzustellen. Trotzdem lässt sich sagen, dass bei der fröhlichen Szene die
Befindlichkeit der Rezipienten gesamthaft gestiegen ist. Das Gegenteil ist bei der traurigen Szene
der Fall. Dort ist die Befindlichkeit um einiges nach unten gefallen. Warum ist das bei der
spannenden Szene ebenfalls der Fall? Ich habe dafür eine plausible Erklärung, die auf den
Bereich der audiovisuellen Emotionen zurückgreift. Es wird gesagt, dass es Basis und
Komplexemotionen gibt. Trauer und Freude gehören zu den Basisemotionen, wobei Spannung zu
den Komplexeren Emotionen gehört, also ein Gemenge von Basisemotionen ist. Ich behaupte,
dass sich Spannung aus einem Gemisch von eher negativen Basisemotionen wie Angst und
Überraschung (im Sinne von Schreckmoment) zusammensetzt. Das wäre dann der Grund für die
sinkende Tendenz der Befindlichkeit in Gruppe 4. Damit ist Hypothese 3 aber noch nicht definitiv
überprüft. Einige der qualitativen Antworten in Frage 8 lauteten so, dass der Rezipient einen
Einfluss seiner Befindlichkeit vor dem Schauen der Szene auf die Befindlichkeitsentwicklung
während dem Experiment feststellen konnte. So machte beispielsweise eine Person ihre schlechte
Laune für die negative Auffassung der Szene verantwortlich. Von diesen Aussagen gab es jedoch
zu wenige, um die Hypothese wissenschaftlich zu belegen. In diesem Falle muss die dritte
Hypothese offen gelassen werden.
5.2 Fazit
Das Ziel dieser Arbeit war es, auf die Wirkung von Musik im Film genauer einzugehen und dies
anhand eines Experiments zu verdeutlichen und zu beweisen. Es ist mir bis zu einem gewissen
Teil gelungen, die aufgestellten Hypothesen anhand des durchgeführten Experiments so zu
beurteilen, dass sie sich belegen lassen. Ich möchte hier noch einmal die wichtigsten Punkte, die
aus meiner Arbeit hervorgegangen sind auflisten. Ich vermute, dass...
- die positive Befindlichkeit der Rezipienten aufgrund des guten Umfeldes ist
- einer Szene ohne Musik weniger Aufmerksamkeit geschenkt wird
- traurige Musik mehr Emotionen hervorruft als fröhliche bzw. spannende
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Maturaarbeit 08
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- fröhliche Musik für den Rezipienten am normalsten wirkt und mit diversen anderen
Emotionen in Verbindung gebracht wird, aber am meisten Einfluss auf die
Befindlichkeitsänderung in eine positive Richtung nimmt
- neutrale Handlungen in einer Szene als eher traurig wahrgenommen werden und die
Befindlichkeit auch in diese Richtung lenken
- spannende Musik auf Grund der einschüchternden Wirkung eine ähnliche Tendenz
aufweist
Im Grossen und Ganzen hat die Aufstellung meines Experiments funktioniert. Es wurde erreicht,
dass...
- die Handlung der Szene in kurzer Zeit vom Publikum als neutral wahrgenommen wurde
- die verschiedenen Musikstücke beim Rezipienten die Emotionen hervorriefen, die sie
sollten
Für ein nächstes Mal müssten dennoch ein paar Änderungen vorgenommen werden. So würde
ich zum Beispiel die Literatur ganz zu Beginn des Arbeitsprozess heraussuchen und lesen, da
man so einen genaueren Fragebogen hätte erstellen können. Mit einem Fragebogen, der
zielgerichteter wäre, hätte man zudem die unklaren Ergebnisse bei Frage 8 vermeiden können.
5.3 Danksagung
Ich möchte mich bei den folgenden Personen ganz herzlich für ihre Hilfe und oder Mitarbeit an
dieser Maturaarbeit bedanken. Meinen Eltern, die mich während der ganzen Zeit immer wieder
beraten haben. Meinen Freunden (Philipp Zogg, Jan Zürcher, Kevin Horat, Philipp Schmid), die
mich besonders am Drehtag in den Frühlingsferien begleitet haben. Herrn Roger Iten für die
freundliche Unterstützung beim Einrichten des Präsentationsraums. Meiner Betreuungsperson
Herrn Rainer Osterwalder für die ganzzeitliche Unterstützung während den Arbeiten und meiner
Koreferentin Frau Barbara Suter für das Korrekturlesen und mitbewerten der Arbeit. Dem Café
Ascot in Zug für die unkomplizierte Bereitschaft, uns im Lokal drehen zu lassen. Allen anderen, die
sich ebenfalls die Zeit genommen haben, sich meine Arbeit peinlichst genau durchzulesen und zu
korrigieren, gebührt ebenfalls ein grosses Dankeschön (Familie Zahner, Roland Hegglin).
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Maturaarbeit 08
Samuel Hofmann G4a
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6. Quellenverzeichnis
6.1 Literatur
Reuter, Jasmin: Wahrnehmung und Wirkung von Musik im Film. Hochschule der Medien
Stuttgart 2007
Bartsch, Anne; Eder, Jens; Fahlenbach Kathrin: Audiovisuelle Emotionen. Halem 2007.
Smith, Murray: Was macht es für einen Unterschied? Wissenschaft, Gefühl und Film. In:
Audiovisuelle Emotionen. Hrsg. v. Bartsch, Anne; Eder, Jens; Fahlenbach Kathrin. Halem
2007.
6.2 Tabellen
Tabb.3.2.1.1 Liste der verwendeten Musiktitel
........................................................... 8
Tabb.4.1.1.1 Gruppenaufteilung
............................................................................... 11
Tabb.4.2.1.1 Kriterien zu Frage 3
............................................................................. 13
Tabb.4.2.1.2 Kriterien zu Frage 5
............................................................................. 13
Tabb.4.2.1.3 Kriterien zu Frage 8
............................................................................. 13
Tabb.4.2.2.1 Anzahl Personen pro Gruppe
.............................................................. 13
Tabb.4.2.2.2 Frage 2
................................................................................................ 14
Tabb.4.2.2.3 Frage 3
................................................................................................ 14
Tabb.4.2.2.4 Frage 4
................................................................................................ 15
Tabb.4.2.2.5 Frage 5
................................................................................................ 16
Tabb.4.2.2.6 Frage 6
................................................................................................ 16
Tabb.4.2.2.7 Frage 7
................................................................................................ 17
Tabb.4.2.2.8 Frage 8
................................................................................................ 17
Tabb.4.2.2.9 Frage 9
................................................................................................ 18
6.3 Abbildungen
Abb1. Seitenansicht des menschlichen Gehirns ....................................................... 10
http://www.sonic.net/~jkremer/Trance.htm (Stand: 21.9.2008; 13:19)
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7 Anhang
7.1 Fragebogen
Fragebogen: Präsentation Kurzszene
Vielen Dank, dass du dir einen Moment Zeit genommen hast, um dir die Szene anzuschauen und diesen Bogen
auszufüllen! Kreuze das zutreffende an; bzw. fülle aus!
1) Welche Präsentationszeit hast du besucht?
_________________________________________________________________________________
2) Wie ist deine Befindlichkeit vor dem Schauen der Szene?
[ ]a schlecht
[ ]b nicht so gut
[ ]c mittelmässig
[ ]d gut
[ ]e sehr gut
3) Ist dir beim Schauen der Szene etwas Spezielles aufgefallen? Wenn "Ja", was?
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
4) Wie hat die Handlung der Szene auf dich gewirkt?
[ ]a traurig
[ ]b spannend
[ ]c fröhlich
[ ]d neutral
5) Was macht die Person deiner Meinung nach hinter der Tür? Begründe!
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
6) Wie hast du die Stimmung in der Szene empfunden?
[ ]a traurig
[ ]b spannend
[ ]c fröhlich
[ ]d neutral
7) Wie hat die Musik während der Szene auf dich gewirkt?
[ ]a traurig
[ ]b spannend
[ ]c fröhlich
[ ]d keine Musik
8) Hatte deine oben genannte Befindlichkeit einen Einfluss auf deine Wahrnehmung der Szene?
Begründe!
_________________________________________________________________________________
_________________________________________________________________________________
9) Wie ist deine Befindlichkeit nach dem Schauen der Szene?
[ ]a schlecht
[ ]b nicht so gut
[ ]c mittelmässig
[ ]d gut
[ ]e sehr gut
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7.2 Tabellen mit Angaben zu Anzahl Nennungen
Frage 2: Wie ist deine Befindlichkeit vor dem Schauen der Szene?
Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Gruppe 4
Total:
schlecht
0
0
0
0
0
nicht so gut
0
0
0
0
0
mittelmässig
3
4
5
4
16
gut
7
9
7
6
29
sehr gut
3
2
2
0
7
Total:
13
15
14
10
52
Frage 3: Ist dir beim Schauen der Szene etwas Spezielles Aufgefallen? Wenn ,,Ja", was?
Kriterium
Gruppe 1
Gruppe2
Gruppe 3
Gruppe 4
Total:
neu
3
3
5
5
16
no
5
2
1
0
8
mu
0
4
8
4
16
nh
4
2
5
1
12
ua
3
5
3
3
14
Total:
15
16
22
13
66
Frage 4: Wie hat die Handlung der Szene auf dich gewirkt?
Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Gruppe 4
Total:
traurig
1
1
3
0
5
spannend
0
2
0
2
4
fröhlich
0
3
0
0
3
neutral
12
9
11
8
40
Total:
13
15
14
10
52
Frage 5: Was macht die Person deiner Meinung nach hinter der Tür? Begründe!
Kriterium
Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Gruppe 4
Total:
tr,fr,sp
0
0
4
5
9
nea
5
6
3
3
17
ne
5
6
3
0
14
ua
3
3
2
0
8
Total:
13
15
12
8
48
Frage 6: Wie hast du die Stimmung in der Szene empfunden?
Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Gruppe 4
Total:
traurig
3
1
8
0
12
spannend
1
1
0
6
8
fröhlich
0
6
0
0
6
neutral
8
7
6
4
25
Total:
12
15
14
10
51
Frage 7: Wie hat die Musik während der Szene auf dich gewirkt?
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Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Gruppe 4
Total:
traurig
0
0
11
0
11
spannend
1
2
0
6
9
fröhlich
0
13
0
0
13
keine Musik
12
0
3
3
18
Total:
13
15
14
9
51
Frage 8: Hatte deine Oben genannte Befindlichkeit einen Einfluss auf deine
Wahrnehmung der Szene? Begründe!
Kriterium
Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Gruppe 4
Total:
ja
4
6
4
2
16
ev
2
1
2
2
7
no
6
5
7
5
23
ua
1
2
3
1
7
Total:
13
14
16
10
53
Frage 9: Wie ist deine Befindlichkeit nach dem Schauen der Szene?
Gruppe 1
Gruppe 2
Gruppe 3
Gruppe 4
Total:
schlecht
0
0
0
0
0
nicht so gut
0
0
2
0
2
mittelmässig
4
0
7
6
17
gut
7
14
4
4
29
sehr gut
2
1
1
0
4
Total:
13
15
14
10
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7.3 Arbeitsvereinbarung
7.4 Drehbuch
Maturaarbeit
Einfluss der Musik auf die Wahrnehmung von filmischen Szenen
Drehbuch
Version 1.5
Samuel Hofmann
Neumattweg 4
6313 Menzingen
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Szene 1
AUSSEN BUSHALTESTELLE TAG
KAMERA: POV (Point of view)
PERSON steigt aus dem Bus aus und läuft in Richtung eines Gebäudes. Die
Person ist möglichst neutral gekleidet und verhält sich normal.
CUT TO
AUSSEN WEG TAG
KAMERA: HN (Halbnah)
PERSON geht den Weg entlang und kommt auf Kamera zu.
DISSOLVE
AUSSEN GEBÄUDE ECKE TAG
KAMERA: POV
PERSON kommt um eine Ecke gelaufen, wie sie diesen Weg jeden Tag laufen
würde.
DISSOLVE TO
AUSSEN WEG GANG TAG
KAMERA: CU (Close - up)
PERSON läuft mit dem Gesicht zur Kamera in deren Richtung. Neutraler
Gesichtsausdruck
DOLLY, DISSOLVE TO
AUSSEN KGM TAG
KAMERA: POV
PERSON läuft auf den Haupteingang des Gebäudes zu.
ZOOM, ABBLENDE
ENDE
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Samuel Hofmann G4a
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Szene 2
INNEN SCHLAFZIMMER MORGEN
KAMERA: POV
PERSON kommt aus dem SCHLAFZIMMER gelaufen noch im weissen Pyjama. Mit
Schlafzimmerblick. Geht zum Kühlschrank.
DOLLY, CUT TO
INNEN KÜHLSCHRANK MORGEN
KAMERA: HN
PERSON sucht sich aus dem leeren, weissen Kühlschrank das einzige
Joghurt aus. Es ist ganz weiss.
CUT TO
INNEN WEISSER ESSTISCH MORGEN
KAMERA: CU
PERSON nimmt sich einen Löffel und setzt sich an den Tisch. Beginnt das
Joghurt zu essen. Möglichst neutral.
DISSOLVE
INNEN WEISSER ESSTISCH MORGEN
KAMERA: CU
PERSON ist fertig mit dem Essen. Geht aus dem Bild und versorgt das
Joghurt und den Löffel.
ZOOM auf Joghurt, ABBLENDEN
ENDE
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Maturaarbeit 08
Samuel Hofmann G4a
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Szene 3 (Schlussendlich gewählte Szene)
INNEN CAFE TAG
KAMERA: Aussenansicht des Cafés durch Scheiben. Zoom auf die
Person Sicht von Schräg Hinten auf die Person, so dass man
Uhr gut sieht.
PERSON sitzt in einem Café, legt Zeitung auf die Seite und schaut auf
die Uhr. Nimmt Aktenmappe, steht dann auf und geht aus dem Café.
DISSOLVE TO
AUSSEN STRASSE TAG
KAMERA: Standbild; Totale auf die Strasse auf der die Person
dann geht. evtl. Schwenk in Gehrichtung der PERSON.
PERSON geht die Strasse entlang und verhält sich ganz normal und geht
auch dementsprechend.
DISSOLVE TO
AUSSEN WEG TAG
KAMERA: Auf der Strasse hinter der Person. Person geht an
der Kamera vorbei zuerst unscharf dann scharf.
PERSON geht den Weg entlang und verhält sich dabei immer noch neutral
oder normal. Sie geht dann auf ein Haus zu.
CUT TO
AUSSEN HAUS TAG
KAMERA: Person und Tür im Blickfeld. Tür ist wichtig.
PERSON geht auf die Tür des Hauses zu. Steht davor, und hält dann die
Hand auf den Türgriff.
ZOOM auf die Hand am Türgriff.
ENDE
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Maturaarbeit 08
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Szene 4
INNEN AM TISCH TAG
KAMERA:
PERSON sitzt am Tisch und öffnet ein Couvert. Darin ein Brief.
Beginnt den Brief zu lesen.
CUT TO
INNEN AM TISCH TAG
KAMERA:
Man sieht von hinten, wie die PERSON den Brief liest, und dann aufsteht
und auf den Balkon geht. PERSON tut nichts Verdächtiges oder hat keinen
traurigen oder glücklichen Gesichtsausdruck.
CUT TO
AUSSEN AUF DEM BALKON TAG
KAMERA:
PERSON steht am Rand des Balkons und schaut in die Ferne. Ende offen.
Was geschieht weiter?
DISSOLVE
ENDE
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Maturaarbeit 08
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SCHAUPLÄTZE:
Szene 1:
An einem Ort, den man am kgm nicht kennt. Sollte an einem normalen Ort
sein (also keine Grossstadt Anzeichen aber auch kein Kaff). Vielleicht
ausserhalb des Kanton Zug.
Szene 2:
In einem Raum, den man nicht wieder erkennt, als kgm Schüler.
Szene 3:
Stadt Zug, Café Ascot, Kantonsbibliothekgasse
Szene 4:
SCHAUSPIELER:
Szene 1:
Szene 2:
Szene 3:
Mann; Philipp Zogg, Sämi Huber, Kevin Horat, Philipp Schmid
Szene 4:
Frau; Denise Bernhart,
Seite 34
Maturaarbeit 08
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7.5 DVD
Befindet sich hier Anstelle einer DVD
dieser Text, so ist das nicht korrekt.
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7.6 Kriterienkarte
Karte mit den Kriterien zu den Fragen beim Fragebogen zum verbesserten Lesen mit den
Tabellen.
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