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Termpaper, 2005, 8 Pages
Author: Gerhard Geissbühler
Subject: German Studies - Miscellaneous
Details
Institution/College: University of Bern (Institut für Germanistik)
Year: 2005
Pages: 8
Grade: 5
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-41862-6
ISBN (Book): 978-3-640-41888-6
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Abstract
Am 10. März 2005 veröffentlichte der Schweizer Autor Pedro Lenz das Buch „Das Kleine Lexikon der Provinzliteratur“. Nebst den Werken „Die Welt ist ein Taschentuch“, „Momente mit Menschen – ein Mosaik“ und „Tarzan in der Schweiz“ ist es sein bislang viertes Buch. Folgende Beschreibung befindet sich auf der Rückseite des vierten Buches von Pedro Lenz: Wer kennt sie, die grossen Namen der Provinzliteratur: Rodolfo Aebi aus Melchnau, Mathilde Ellenberger-Ellenberger aus Aarwangen, Res Gammenthaler, der in Insiderkreisen mit Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch in einem Atemzug genannt wird; Yvonne Leimgrubers Roman «Dreckschwein», - unvergessen, die Appenzeller Dichterin Cornelia Koller und ihre 23 Lyrikbände, nicht zu vergessen «Die Nachtgespräche mit dem Heiligen Antonius von Padua», über nicht gezählte Auflagen das Meisterwerk der Erbauungsliteratur schlechthin. Erst nach und nach realisiert selbst der aufmerksame Leser, dass diese Menschen und ihre Geschichten in Pedro Lenz’ Lexikon frei erfunden sein müssen. Lenz will also in seinem Werk den Leser nicht über Literaten der Provinz informieren. Er will das Publikum mit erfundenen Figuren, welche in ländlichen Regionen leben, unterhalten. In der folgenden Arbeit möchte ich die Frage beantworten, wie drei Journalisten der Zeitungen „Der Bund“, „Die Berner Zeitung“ und „Die Weltwoche“ in ihren Kritiken mit diesem Lexikon der besonderen Art umgehen. Weiter wird es interessant sein zu sehen, ob die Kritiken zu diesem speziellen Buch positiv ausfallen werden oder negativ. Zu Beginn des Hauptteils werde ich kurz auf den Werdegang von Pedro Lenz eingehen. Anschliessend werde ich die drei Kritiken der in den oben erwähnten Zeitungen zusammenfassen und interpretieren. Ich werde dabei mein Augenmerk darauf richten, auf welche Art und Weise die Journalisten das „Kleine Lexikon der Provinzliteratur“ kritisieren. Im Schlussteil werde ich dann versuchen, meine Fragestellung zu beantworten.
Excerpt (computer-generated)
Das ,,Kleine Lexikon der Provinzliteratur" von Pedro Lenz
aus journalistischer Sicht
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung 2
2 Der Autor 3
3 Kritiken der Journalisten 3
3.1 Charles Cornu (,,Der Bund) 3
3.2 Lucie Machac (,,Berner Zeitung") 4
3.3 Thomas Widmer (,,Die Weltwoche") 5
4 Schlussteil 6
5 Literaturverzeichnis 7
1 Einleitung
Am 10. März 2005 veröffentlichte der Schweizer Autor Pedro Lenz das Buch ,,Das Kleine
Lexikon der Provinzliteratur". Nebst den Werken ,,Die Welt ist ein Taschentuch", ,,Momente
mit Menschen ein Mosaik" und ,,Tarzan in der Schweiz" ist es sein bislang viertes Buch.
Folgende Beschreibung befindet sich auf der Rückseite des vierten Buches von Pedro Lenz:
Wer kennt sie, die grossen Namen der Provinzliteratur: Rodolfo Aebi aus Melchnau, Mathilde
Ellenberger-Ellenberger aus Aarwangen, Res Gammenthaler, der in Insiderkreisen mit
Friedrich Dürrenmatt und Max Frisch in einem Atemzug genannt wird; Yvonne Leimgrubers
Roman «Dreckschwein», - unvergessen, die Appenzeller Dichterin Cornelia Koller und ihre
23 Lyrikbände, nicht zu vergessen «Die Nachtgespräche mit dem Heiligen Antonius von
Padua», über nicht gezählte Auflagen das Meisterwerk der Erbauungsliteratur schlechthin.
Erst nach und nach realisiert selbst der aufmerksame Leser, dass diese Menschen und ihre
Geschichten in Pedro Lenz′ Lexikon frei erfunden sein müssen. Lenz will also in seinem
Werk den Leser nicht über Literaten der Provinz informieren. Er will das Publikum mit
erfundenen Figuren, welche in ländlichen Regionen leben, unterhalten.
In der folgenden Arbeit möchte ich die Frage beantworten, wie drei Journalisten der
Zeitungen ,,Der Bund", ,,Die Berner Zeitung" und ,,Die Weltwoche" in ihren Kritiken mit
diesem Lexikon der besonderen Art umgehen. Weiter wird es interessant sein zu sehen, ob
die Kritiken zu diesem speziellen Buch positiv ausfallen werden oder negativ.
Zu Beginn des Hauptteils werde ich kurz auf den Werdegang von Pedro Lenz eingehen.
Anschliessend werde ich die drei Kritiken der in den oben erwähnten Zeitungen
zusammenfassen und interpretieren. Ich werde dabei mein Augenmerk darauf richten, auf
welche Art und Weise die Journalisten das ,,Kleine Lexikon der Provinzliteratur" kritisieren.
Im Schlussteil werde ich dann versuchen, meine Fragestellung zu beantworten.
2
2 Der Autor
Pedro Lenz wurde am 8. März 1965 in Langenthal geboren. Nach der regulären Schulzeit
absolvierte er eine Berufslehre als Maurer. Später holte er auf dem zweiten Bildungsweg die
Matura nach und studierte anschliessend einige Semester Hispanik und Germanistik an der
Universität Bern. Er brach das Studium jedoch ab.
Lenz wurde in der deutschschweizerischen Literaturszene bekannt als ,,Slammer"
(Teilnehmer an so genannten Poetry Slams). Heute ist er freischaffender Schriftsteller, ,,Der
Bund" Kolumnist nimmt mit verschiedenen Künstlern Bühnenauftritte in der ganzen
Deutschschweiz wahr.
Lenz′ Tätigkeit blieb nicht unbeachtet. 1994 gewann er den Literaturpreis ,,Arbeit und Alltag"
der Gewerkschaftlichen Bildungszentrale in der Schweiz (sabz). Ausserdem gewann er 2002
den ,,Cervelat Slam" im Cafe Kairo in Bern und 2003 den Poetry Slam am Hirscheneck,
welcher anlässlich der Basler Buchmesse stattfand.
3 Kritiken der Journalisten
In diesem Kapiel werden die Kritiken der Journalisten Charles Cornu, Lucie Machac und
Thomas Widmer bezüglich des vierten Buches von Pedro Lenz genauer unter die Lupe
genommen.
3.1 Charles Cornu (,,Der Bund")
Die Buchkritik des Journalisten Charles Cornu trägt den Titel ,,In Dichters Schrebergärtchen".
Im Untertitel erwähnt Cornu, dass Lenz in seinem Buch Autorinnen und Autoren entdecke,
die örtlich weltberühmt seien. Bereits dieser offensichtliche Widerspruch lässt erahnen, dass
es sich hier nicht um ein gewöhnliches Lexikon handeln kann.
Anschliessend nennt Cornu einen bestimmten Literaten der Provinz, Rodolfo Köhli, und
erzählt dem Leser, weshalb er im ,,Lexikon der Provinzliteratur" erwähnt werde. Daraufhin
fragt sich der Autor, woher man eigentlich von Köhlis literarischen Tätigkeiten wisse. Die
Antwort darauf gibt er sich gleich selbst: Pedro Lenz bringe ihn nun in seinem Kleinen
Lexikon der Provinzliteratur unter die Leute. Cornu erwähnt dann kurze Zeit später, welche
Literaturarten unter anderem in Lenz′ Buch vorzufinden sind: Da wären zum Beispiel die
,,Exilliteratur", ,,Anthologien", Lehrerinnen- und Lehrerliteratur" und die ,,SMS-Poesie".
Nach einer rhetorischen Frage (,,Muss man es ausdrücklich sagen?") des Autors folgt die
Erklärung: ,,Das kleine Lexikon der Provinzliteratur ist ein Witz, ein Jux, ein Fake.
Anschliessend lobt Cornu Lenz′ Werk in den höchsten Tönen. Er schreibt, dass sich Lenz so
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