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Rückenschulung beim Reiten

Title: Rückenschulung beim Reiten

Seminar Paper , 2002 , 27 Pages , Grade: 2

Autor:in: Jana Beauvais (Author)

Sport - Theory and Practice
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Summary Excerpt Details

Der Reitsport hat seinen Reiz vor Allem in der Tatsache, dass er aus der Kombination von zwei Lebewesen besteht, von denen jeder für sich körperliche Leistungen bringen muss. Nur wer dieses Zusammenspiel der verschiedenen, zum Teil sehr defizilen Bewegungen des Reiters und den kräftigen, majestätischen Bewegungsabläufen des Pferdes beherrscht, kann das faszinierende am Reitsport verstehen und erleben. Bei der Betrachtung der Rückenschulung beim Reiten aus biomechanischer und motorischer Sicht, wird sowohl der Pferderücken wie auch der Reiterrücken betrachtet werden.
In dieser Arbeit soll es nicht darum gehen, neue oder alternative Lehren zu konzipieren. Vielmehr liegt der Schwerpunkt dieser Arbeit darin, die von der Natur vorgegebene Anatomie und Biomechanik, gekoppelt mit der traditionellen Reitlehre, dahingehend zu nutzen, dass funktionelle Zusammenhänge und spezifische Möglichkeiten der osteopathischen Behandlung bei Reiter und Pferd aufbereitet werden.
Zu Beginn der Arbeit wird zunächst beschrieben werden, wofür das Dressurreiten dient und welche Lernziele für den Sportpartner Pferd damit verbunden sind. Nach einer Einführung in die Anatomie des Pferdes mit einem Vergleich zum menschlichen Skelett, wird die Erläuterung der Bemuskelung des Pferdes dabei helfen, Grundzusammenhänge der traditionellen Reitlehre zu verstehen. Es wird schon in der Literaturrecherche deutlich, welche bedeutende Rolle die Wirbelsäule des Pferdes sowie die Verlagerung des Körperschwerpunktes des Pferdes beim Reiten spielt.
In gleicher Weise wird im Anschluss die menschliche Wirbelsäule unter dem Gesichtspunkt betrachtet werden, welche Rolle sie beim Reiten hat und welche Vor- und Nachteile sich aus dem Reitsport für die Wirbelsäule des Reiters ergeben.

Excerpt


Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung

2 Die Dressur des Pferdes

2.1 Die Anatomie des Pferdes

2.2 Das Pferd im Reitsport

3 Der Mensch als Reiter

3.1 Oberkörper und Kopf als Stabilisierungszentrum

3.1.1 Anatomie

3.1.2 Zusammenspiel der Körperteile

3.1.3 Ideale Haltung auf dem Pferd – In Dressur- und leichtem Sitz

3.1.4 Balance in der Pferdebewegung

3.2 Das Becken als Bewegungszentrum

3.2.1 Anatomie

3.2.2 Zusammenspiel der Körperteile

3.2.3 Ideale Haltung auf dem Pferd

3.2.4 Balance in der Pferdebewegung

3.3 Schultergürtel und Hände als Unabhängigkeitszentrum

3.3.1 Anatomie

3.3.2 Zusammenspiel der Körperteile

3.3.3 Ideale Haltung auf dem Pferd

3.3.4 Balance der Einwirkung

3.4 Beine als Zentrum des Gleichgewichts und der Losgelassenheit

3.4.1 Anatomie

3.4.2 Zusammenspiel der Körperteile

3.4.3 Ideale Haltung auf dem Pferd

3.4.4 Gefühlsbalance in der Pferdebewegung

4 Bewegungen des Menschen und Anwendung beim Reiten

4.1 Therapeutisches Reiten

4.2 Transfer auf Alltagssituationen

4.2.1 Sitzen

4.2.2 Stehen

4.2.3 Gehen

4.2.4 Heben und Tragen

5 Zusammenfassung

6 Zitate

6.1 Reiten nach Dr. med. Klaus-Dieter Thomann (S.153-154)

6.2 Reiten nach Andrea Ernst. (S.66)

Zielsetzung und Themen

Das Hauptziel dieser Arbeit ist es, auf Basis anatomischer und biomechanischer Erkenntnisse sowie traditioneller Reitlehren aufzuzeigen, wie funktionelle Zusammenhänge zwischen Reiter und Pferd genutzt werden können, um eine rückengerechte Gymnastizierung beider Lebewesen zu fördern. Die Forschungsfrage untersucht dabei, wie der Reiter durch ein besseres Verständnis seines eigenen Körpers und des Pferdekörpers einen Sitz entwickeln kann, der eine korrekte "Balance in der Bewegung" ermöglicht.

  • Anatomische Grundlagen und Biomechanik von Pferd und Reiter
  • Funktionelle Analyse des Sitzes in verschiedenen Gangarten
  • Bedeutung der Unabhängigkeit von Hilfengebung und Einwirkung
  • Transfer anatomischer Erkenntnisse auf Alltagssituationen
  • Therapeutische Aspekte des Reitens für die menschliche Wirbelsäule

Auszug aus dem Buch

3.1.2 Zusammenspiel der Körperteile

Die Einteilung des Menschen in fünf funktionelle Körperabschnitte hat sich für die Bewegungsbeobachtung als hilfreiche Schematisierung erwiesen. Arme, Beine, und Kopf haben je nur eine Berührungsfläche mit den benachbarten Körperabschnitten. Sie sind daher sehr mobil und auf Bewegung angelegt. Das Becken besitzt zwei angrenzende Körperabschnitte und die Aufgabe, die Bewegung der Beine (beim Reiten des Pferderückens) koordiniert auf die Wirbelsäule weiterzuleiten.

Dazu veranlasst es die Hüftgelenke und die LWS stets feinste Balanceakte auszuführen. An den Brustkorb grenzen drei Körperabschnitte an. Es ist daher einleuchtend, dass die BWS zum stabilisierenden Zentrum der Körperhaltung und Bewegung bestimmt ist. Zieht man diagonale Linien von den Schultergelenken zu den Hüftgelenken, so kreuzen sich diese im sogenannten individuellen Körpermittelpunkt. Dort sitzt das Bewegungszentrum, die Mittelpositur. Die Muskulatur des Rumpfes und auch der Extremitäten sind im wesentlichen entlang dieser gedachten Diagonalen angelegt. Diagonale Bewegungsabläufe sind für den Körper ökonomisch. So hat man beim gehen z.b. den diagonalen Armpendel. Nur so kann der Organismus seine ganze Kraft einsetzen.

Auch beim Reiten ist die diagonale Verspannung des Körpers von entscheidender Wichtigkeit. Schon beim Durchreiten einer Ecke müssen innere Hüfte und äußere Schulter miteinander diagonal verspannt werden, sonst knickt man entweder in der Hüfte ein, oder die Schulter bleibt hinter der Bewegung zurück. Der Kopf ist relativ schwer und ist für das gesamte Gleichgewicht von entscheidender Bedeutung. Er sollte im Sitzen über dem Becken, im Stehen immer über den Füßen sein, damit die Balance stimmt.

Zusammenfassung der Kapitel

1 Einleitung: Die Einleitung legt den Fokus auf die biomechanische Betrachtung der Rückenschulung von Pferd und Reiter und den Nutzen traditioneller Reitlehren.

2 Die Dressur des Pferdes: Dieses Kapitel erläutert die anatomischen Voraussetzungen des Pferdes und korrigiert das Missverständnis der Dressur hin zu einer gymnastizierenden Arbeit.

3 Der Mensch als Reiter: Hier wird der Reiter in funktionelle Einheiten unterteilt und deren Zusammenspiel für einen rückenschonenden, balancierten Sitz analysiert.

4 Bewegungen des Menschen und Anwendung beim Reiten: Das Kapitel verknüpft die Erkenntnisse aus dem Reitsport mit der allgemeinen Ergonomie und dem therapeutischen Nutzen für den Menschen.

5 Zusammenfassung: Die Zusammenfassung bündelt die zentralen Aussagen zur notwendigen Losgelassenheit, Balance und anatomischen Korrektheit des Reitsitzes.

6 Zitate: Dieser Abschnitt bietet Expertenmeinungen zur Wirbelsäulenschonung durch das Reiten und den physiologischen Massageeffekt auf die Bandscheiben.

Schlüsselwörter

Rückenschulung, Reitsport, Biomechanik, Wirbelsäule, Dressur, Gymnastizierung, Sitzschulung, Balance, Anatomie, therapeutisches Reiten, Körperhaltung, Muskelaufbau, Hilfengebung, Bewegungslehre, Pferdedressur

Häufig gestellte Fragen

Worum geht es in dieser Arbeit grundsätzlich?

Die Arbeit behandelt die Rückenschulung beim Reiten, wobei die biomechanischen Zusammenhänge zwischen dem menschlichen Reiter und dem Sportpferd im Vordergrund stehen.

Was sind die zentralen Themenfelder?

Die Themen umfassen die anatomischen Grundlagen des Pferdes und des Menschen, die Analyse des korrekten Sitzes sowie den Transfer dieser Erkenntnisse auf rückenschonendes Verhalten im Alltag.

Was ist das primäre Ziel der Untersuchung?

Das Ziel ist es, ein Verständnis für die "Balance in der Bewegung" zu entwickeln, um das Pferd gesund zu erhalten und gleichzeitig die menschliche Wirbelsäule zu entlasten.

Welche wissenschaftliche Methode wird verwendet?

Die Arbeit basiert auf einer Literaturrecherche und der Anwendung anatomischer sowie biomechanischer Prinzipien auf die traditionelle Reitlehre.

Was wird im Hauptteil behandelt?

Der Hauptteil gliedert den Reiter in funktionelle Abschnitte (Becken, Oberkörper, Kopf, Schultern, Beine) und analysiert deren Rolle für eine unabhängige Hilfengebung.

Welche Schlüsselwörter charakterisieren die Arbeit?

Wichtige Begriffe sind Rückenschulung, Biomechanik, Dressur als Gymnastizierung, anatomische Haltung und therapeutisches Reiten.

Warum wird die Dressur in dieser Arbeit neu definiert?

Die Arbeit distanziert sich vom negativen "Dressur"-Begriff der Zurschaustellung und betont stattdessen die Notwendigkeit der Dressur als gesundheitsfördernde Gymnastik für das Pferd.

Welche Bedeutung hat die diagonale Verspannung beim Reiten?

Die diagonale Verspannung ist ökonomisch für den Körper und essenziell, um beispielsweise in Kurven nicht in der Hüfte einzuknicken oder die Balance zu verlieren.

Wie kann Reiten bei Rückenproblemen helfen?

Laut den angeführten Expertenzitaten kann ein korrekter Sitz das "Muskelkorsett" aktivieren, die Haltung verbessern und durch rhythmische Bewegungen einen positiven Massageeffekt auf die Bandscheiben ausüben.

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Details

Title
Rückenschulung beim Reiten
College
Otto-von-Guericke-University Magdeburg  (Sportwissenschaft)
Course
Seminar. Sport als Bewegungswissenschaftliches Phänomen
Grade
2
Author
Jana Beauvais (Author)
Publication Year
2002
Pages
27
Catalog Number
V13261
ISBN (eBook)
9783638189552
ISBN (Book)
9783638822305
Language
German
Tags
Reiten Rücken
Product Safety
GRIN Publishing GmbH
Quote paper
Jana Beauvais (Author), 2002, Rückenschulung beim Reiten, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/13261
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