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Anfänge der Religion - durch die viktorianische Brille gesehen close

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Anfänge der Religion - durch die viktorianische Brille gesehen

Presentation (Elaboration), 2003, 20 Pages
Author: Sebastian Hesse
Subject: Theology - Historic Theology, Ecclesiastical History

Details

Category: Presentation (Elaboration)
Year: 2003
Pages: 20
Grade: 2,7
Bibliography: ~ 4  Entries
Language: German
Archive No.: V13297
ISBN (E-book): 978-3-638-18988-0

File size: 347 KB


Excerpt (computer-generated)

Schriftliche Ausarbeitung des Referats

 

Anfänge der Religion - durch die viktorianische Brille gesehen

vom 20.01.2003 im Seminar
"Zur Genese des Religiösen"







Textvorlage von Prof. Hans G. Kippenberg (1997):
Die Entdeckung der Religionsgeschichte. Religionswissenschaft und Moderne. München: 80-142



Gliederung:

1. Einführung
1.1 Die Viktorianische Zeit
1.2 Prof. Hans G. Kippenberg - eine Kurzbiografie

2. Wege zurück zu den Anfängen von Religion
2.1 Degenerationsthese und Fetischismus
2.2 Edward Burnett Tylor - survivals und Animismus
2.3 William Robertson Smith - archaische Riten in semitischen Stämmen
2.4 Wilhelm Mannhardt - der Vegetationskult des Korndämons
2.5 James George Frazer - "The Golden Bough"

Abbildung 1 (Zeitstrahl)

3. Erläuterungen zu einem religionswissenschaftlichen
Zeitstrahl (1832-1918)

Anlagen: Quellen und im Referat verwendetes Bildmaterial

 

1. Einführung

1.1 Die Viktorianische Zeit

In einer Unterhausrede im Jahre 1901 sprach der Politiker Lord Balfour von einer großen Epoche. Er meinte damit die 64 jährige Herrschaft von Königin Viktoria in der Zeit von 1837 bis 1901. Dieser Zeitraum wird gerne als Epoche betrachtet. Oft wird er mit Begrifflichkeiten wie Bürgertum, Selbstgefälligkeit, Profitstreben, Materialismus und Prüderie in Zusammenhang gebracht. Allerdings gab es in dieser Zeit weitaus mehr Spannungen, Gegensätze und Konflikte als deutliche Gemeinsamkeiten, die dem Viktorianismus einen epochalen Charakter geben würden. In politischer und wirtschaftlicher Hinsicht war eine Vorherrschaft des hohen Bürgertums erkennbar. Diese Vorherrschaft wurde allerdings durch immer stärker werdende Forderungen wie z.B. die nach allgemeinen, freien und geheimen Wahlen, aber auch durch mächtig werdende Gewerkschaftsbewegungen bedroht. In religiöser Hinsicht war die Viktorianische Zeit durch eine wachsende Erstarrung der anglikanischen Kirche und dem Ziel einer religiösen Erneuerung geprägt. Diese ganze Zeit wurde eher durch Konflikt als durch Konsens bestimmt. Es vollzogen sich große soziokulturelle Veränderungen. Außenpolitisch gesehen erlebte England großen Machtzuwachs, insbesondere durch koloniale Expansion und die Ausrufung Königin Viktorias zur Kaiserin von Indien im Jahre 1876. In die Zeit des Viktorianismus gehört auch die Industrialisierung mit einer Phase von zahlreichen Erfindungen, wie die Dampfmaschine, die Eisenbahn, der Elektromotor, der Telegraph und das Telefon. Die erste Hälfte des 19. Jahrhunderts war allerdings durch starke soziale Missstände und Verelendung der Industriearbeiter gekennzeichnet. Erst in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts kam es zu sozialen Reformen wie der "Zehnstundentag" oder die Abschaffung der Kinderarbeit, sowie die Einführung der allgemeinen Schulpflicht im Jahre 1876.
Trotz aller Konflikte und Wandlungen ist festzustellen, dass es keine Revolutionen oder radikale politische Veränderungen dieser Zeit waren, die das Denken und Handeln in England umgestalteten.


1.2 Prof. Hans G. Kippenberg - eine Kurzbiografie

1939 in Bremen geboren, studierte Professor Kippenberg, der Autor des Quellentextes für dieses Referat, Theologie, Religionsgeschichte, sowie semitische und iranische Sprachen an den Universitäten Marburg (1959/69), Tübingen (1960/62), Göttingen (1962/63), Leeds (Großbritannien, 1966) und Berlin (1969-1976). 1969 promovierte er im Fach Allgemeine Religionsgeschichte an der Theologischen Fakultät Göttingen. An der Freien Universität Berlin habilitierte er 1975 und erlangte die "venia legendi" für Allgemeine Religionsgeschichte im Fachbereich Philosophie und Sozialwissenschaften. Seit 1998 hat er eine halbe Stelle als Fellow am Max Weber - Kolleg Erfurt und ist Professor an Universitäten weltweit. In seiner wissenschaftlichen Tätigkeit legte er die Schwerpunkte insbesondere auf antike pagane Religionen, Judentum, Christentum, Islam (Schia), Religionssoziologie und die Geschichte der Religionswissenschaft.


2. Wege zurück zu den Anfängen von Religion

2.1 Degenerationsthese und Fetischismus

[...]


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