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Untertitel: Ein Praxisleitfaden für die Erstellung eines Projektmanagementkonzeptes zur Einrichtung Einheitlicher Ansprechpartner in Kommunen
Masterarbeit, 2009, 147 Seiten
Autor: Sandra Schott
Fach: Organisation und Verwaltung
Details
Tags: Dienstleistungsrichtlinie, Projektmanagement, Verwaltung, Europa, Richtlinien, Umsetzung, Kommunen
Jahr: 2009
Seiten: 147
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-39403-6
ISBN (Buch): 978-3-640-39376-3
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Zusammenfassung / Abstract
Kommunen haben im Umsetzungsprozess der europäischen Dienstleistungsrichtlinie(DLR)eine besondere Rolle, denn allein auf kommunaler Ebene sind rund 12.300 Kommunen von mindestens einer Verpflichtung aus der DLR betroffen. Zahlreiche Kommunen sollen außerdem die Einrichtung und Funktion des Einheitlichen Ansprechpartners (EA) übernehmen, aber 40% von ihnen geben selbst ein Jahr vor Ablauf der Umsetzungsfrist an, kein Projektmanagement zur Umsetzung der Richtlinie zu betreiben. Dies verdeutlicht, dass in den Kommunalverwaltungen nicht nur Hintergrund- und Kontextwissen über die Vorgaben der DLR gefragt ist, sondern auch Management- und Methodenwissen über das Vorgehen, wenn eine Verwaltung in diesem komplexen Gefüge selbst von Umsetzungspflichten betroffen ist. Ziel der vorliegenden Arbeit ist es deshalb, diesen komplexen Prozess, der die Umsetzung europäischer Vorgaben zum Ziel hat, mithilfe der wissenschaftlichen Methoden der Projektmanagementlehre zu strukturieren. Auf Grundlage der bisherigen Umsetzungsschritte in Kommunen wird mit interdisziplinären Planungs- und Strukturierungsmethoden des Projektmanagements ein beispielhaftes Gesamtkonzept für die Einrichtung Einheitlicher Ansprechpartner entwickelt. Dieses Projektmanagementkonzept soll zum einen als Leitfaden und Vergleichsmöglichkeit für Kommunen dienen und zum anderen soll der Mehrwert erzeugt werden, Methodenwissen auch für ähnliche Umsetzungsvorhaben anwendbar zu machen. Vor diesem Hintergrund richtet diese Masterarbeit sich zum einen speziell an die Umsetzungsverantwortlichen und Projektteams in Kommunen, die durch die Einrichtung der EA betroffen sind und zum anderen auch an interessierte Verwaltungsmitarbeiter, die mehr über die Zusammenhänge und Inhalte der DLR und die Anwendung des Projektmanagements erfahren möchten. An diesem Umstand orientiert sich auch der Aufbau der Arbeit: In Kapitel A und B erhalten Praktiker, die kein oder wenig Hintergrundwissen über die Dienstleistungsrichtlinie und das Projektmanagement besitzen, die zum Verständnis der in Kapitel C erstellten Projektmanagementkonzeption notwendigen Informationen. Die Projektmitarbeiter, die bereits mit den Details der Umsetzung der DLR vertraut sind, erhalten in Kapitel C gezielte Informationen zur Projektplanung und -abwicklung.
Textauszug (computergeneriert)
Hochschule für öffentliche
Verwaltung und Finanzen Ludwigsburg
Masterstudiengang
Europäisches Verwaltungsmanagement
Studienjahrgang 2007 - 2009
MASTERTHESIS
Die Umsetzung der europäischen
zur Erlangung des akademischen
Dienstleistungsrichtlinie
Grades Ä0DVWHURI$UWV0$³
Ein Praxisleitfaden für die Erstellung eines
Projektmanagementkonzeptes zur Einrichtung
Einheitlicher Ansprechpartner in Kommunen
vorgelegt von
Dipl.-Verwaltungswirtin
Sandra Schott
Copyright Sandra Schott
Die vorliegende Arbeit einschließlich aller ihrer Teile ist urheberrechtlich geschützt. Jede
Verwertung außerhalb der engen Grenzen des Urheberrechtsgesetzes ist ohne
Zustimmung der Autorin und Quellenangabe unzulässig und strafbar. Das gilt
insbesondere für Vervielfältigungen, Übersetzungen, Mikroverfilmungen und die
Einspeisung und Verarbeitung in elektronischen Systemen.
Inhalt
Abkürzungsverzeichnis«««««««««««««««««««««,9
Abbildungsverzeichnis««««««««««««««««««««««VI
Tabellenverzeichnis««««««««««««««««««««««VII
A.
Einführung 1
1. Problemaufriss 2
2. Erkenntnisleitendes Interesse und Zielsetzung 5
3. Methodenwahl 6
3.1 Projektmanagement: Begriff und Inhalte 7
3.2 Aufbau der Arbeit 9
B.
Das Großprojekt: Umsetzung der Dienstleistungsrichtlinie in
Deutschland 10
1. Identifikation der Richtlinienumsetzung als Projekt 10
2. Teilprojekte der Richtlinie 14
2.1 Die Verwaltungsvereinfachung 15
2.1.1
Die Normenprüfung 16
2.1.2
Die Einrichtung Einheitlicher Ansprechpartner für
Dienstleistungserbringer 18
2.1.3
Die Elektronische Verfahrensabwicklung 19
2.2 Der Aufbau eines Binnenmarktinformationssystems 20
2.3 Die Qualitätssicherung der Dienstleistungen 22
3. Ebenen des Projektmanagements in Deutschland 23
3.1 Ebenenübergreifende Gesamtkoordination der Umsetzung 24
I
3.2 Umsetzungspflichten auf Bundesebene 25
3.3 Bisherige Umsetzung auf Länderebene 29
3.4 Umsetzungsschritte auf Ebene der Kammern 33
3.5 Die kommunale Ebene im Umsetzungsprozess 35
C.
Teilprojekt Einheitlicher Ansprechpartner: Entwicklung eines
Projektmanagementkonzeptes 38
1. Datenerhebung: Kommunale Umsetzungsschritte 38
2. Vorgehensprinzipien im Projektmanagement 39
3. Konzeptionsphase 42
3.1 Ausgangsanalyse als erster Schritt im Projektverlauf 42
3.2 Zieldefinition für eine Gesamtstrategie 49
3.3 Erstellung des Anforderungskatalogs 53
3.3.1
Analyse der Anforderungen 53
3.3.2
Katalogisierung der Anforderungen 63
3.4 Risikoanalyse zum größtmöglichen Gefahrenausschluss 65
4. Definitionsphase 70
4.1 Projektstrukturplan zur Komplexitätsreduzierung 71
4.2 Terminplan mit Ressourcenschätzung 74
4.2.1
Grobplanung des Projektverlaufs und Bestimmung der
Meilensteine 74
4.2.2
Bestimmung der Tätigkeiten innerhalb der Arbeitspakete 77
4.2.3
Qualifikationsprofile und Personalaufwand 79
4.2.4
Berechnung der Termine für die Arbeitspakete 80
4.3 Grafische Darstellung des Ablaufplans 83
4.4 Projektvereinbarung und -vertrag als Verpflichtungskorsett 86
II
5. Durchführungsphase 89
5.1 Projektcontrolling als Projektsteuerung 89
5.2 Kommunikationsstrategie als unabdingbarer Erfolgsfaktor 91
5.3 Offizieller Projektstart als Signalwirkung 95
6. Abschlussphase 96
6.1 Abschlusssitzung zur Evaluation der Projektarbeit 97
6.2 Abschlussbericht: Voraussetzung für die Projektabnahme 99
D.
Fazit und Ausblick 102
1. Projektmanagement zur Einrichtung des Einheitlichen
Ansprechpartners: Nutzen und Potentiale 102
2. Das Ende der Umsetzungsfrist: Perspektiven und offene Fragen 107
Anhang««««««««««««««««««««««««..«««..VIII
Literaturverzeichnis««««««««««««..«««««««XXVIII
III
Abkürzungsverzeichnis
a.a.O.
auch anderen Ortes (die genannte Quelle wurde in den
Fußnoten an einer anderen Stelle bereits erwähnt)
Abs.
Absatz
Art.
Artikel
BIS
Binnenmarktinformationssystem
BIT
Bundesstelle für Informationstechnik
BMWi
Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie
BRD
Bundesrepublik Deutschland
bspw.
beispielsweise
bzw.
beziehungsweise
BW
Baden-Württemberg
d.h.
das heißt
DIHK
Deutscher Industrie- und Handelskammertag
DIMIC
Delegated Internal Market Information System Coordinator
DIN
Deutsches Institut für Normung
DLR
Europäische Richtlinie über Dienstleistungen im
Binnenmarkt, auch Dienstleistungsrichtlinie
DStGB
Deutscher Städte- und Gemeindebund
DV
Datenverarbeitung
EA
Einheitlicher Ansprechpartner für Dienstleistungserbringer
EGV
Vertrag zur Gründung der Europäischen Gemeinschaft,
auch EG-Vertrag
e.V.
eingetragener Verein
f.
folgende
ff.
fortfolgende
Fn.
Fußnote
GG
Grundgesetz
ggf.
gegebenenfalls
i.V.m.
in Verbindung mit
IV
IMI
Internal Market Information System
IPM
Interactive Policy Making
IT
Informationstechnologie
MPK
Ministerpräsidentenkonferenz
NADL
Normenausschuss Dienstleistungen des Deutschen
Instituts für Normung e.V.
NIMIC
Nationaler Koordinator für das Internal Market Information
System
o.Ä.
oder Ähnliches
o.g.
oben genannt
PSP
Projektstrukturplan
sog.
sogenannt
TOP
Tagesordnungspunkt
u.a.
unter anderem
u.a.m.
und anderes mehr
vgl.
vergleiche
VwVfG-E
Entwurf eines vierten Gesetzes zur Änderung
verwaltungsverfahrensrechtlicher Vorschriften
WMK
Wirtschaftsministerkonferenz
z.B.
zum Beispiel
V
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1:
Ausschnitt aus dem Projektstrukturplan für das
*URSURMHNWÄ8PVHW]XQJGHU′LHQVWOHLVWXQJVULFKWOLQLH³««615
Abb. 2:
Übersicht über die Projektmanagementkonzeption:
Phasenmodell mit erfolgskritischen Schritten im
3URMHNWYHUODXI««««««««««««««««««641
Abb. 3:
hEHUVLFKW$XVJDQJVDQDO\VH«««««««««««««S.49
Abb. 4:
Übersicht =LHOGHILQLWLRQ««««««««««««««652
Abb. 5:
Aufgaben des EA im zeitOLFKHQ$EODXIGHU%HJOHLWXQJ««658
Abb. 6:
Übersicht - ErstellXQJGHV$QIRUGHUXQJVNDWDORJV««««664
Abb. 7:
hEHUVLFKW5LVLNRDQDO\VH«««««««««««««««670
Abb. 8:
Muster -3URMHNWVWUXNWXUSODQ««««««««««««S.72
Abb. 9:
Muster -ProMHNWVWUXNWXUSODQ««««««««««««672
Abb. 10:
Muster -ProjektstruktuUSODQ««««««««««««673
Abb. 11:
ÜberVLFKW3URMHNWVWUXNWXUSODQXQJ«««««««««««673
Abb. 12:
hEHUVLFKW7HUPLQSODQXQJ«««««««««««««««6
Abb. 13:
Gantt-Diagramm für dDV3URMHNWÄ(LQULFKWXQJGHV($³««..S.84
Abb. 14:
1HW]SODQDXVVFKQLWWIUGDV3URMHNWÄ(LQrichtung des EA³«..S.85
Abb. 15:
hEHUVLFKW$EODXISODQXQJ««««««««««««.«««686
Abb. 16:
Übersicht Projektvereinbarung««««..««««««««688
Abb. 17:
Übersicht Projektcontrolling««««««««««««««690
Abb. 18:
Übersicht Kommunikationsstrategie««««««««««694
Abb. 19:
Übersicht Kick-Off-Veranstaltung«««««««««««696
Abb. 20:
Übersicht Abschlusssitzung««««««««««««««S.99
Abb. 21:
Übersicht AbschlussEHULFKW«««««««««««««6101
VI
Tabellenverzeichnis
Tab. 1:
Übersicht über VeroUWXQJVHQWVFKHLGXQJHQGHU/lQGHU««630
Tab. 2:
$QIRUGHUXQJVNDWDORJ«««««««««««««««««663
Tab. 3:
Risikoliste«««««««««««««««««««««666
Tab. 4:
Grobplanung des ProjektveUODXIV«««««««««««676
Tab. 5:
Arbeitspakete und Tätigkeiten innerhalb der Teilprojekte«677
Tab. 6:
Beispiel für die Terminberechnung«««««««««««681
Tab. 7:
Kommunikationsstrategie für das Projekt
Ä(LQULFKWXQJGHV($³«««««««««««««««««S.92
VII
A. Einführung
Nach Inkrafttreten der europäischen Richtlinie über Dienstleistungen im
Binnenmarkt (DLR) am 28. Dezember 2006,1 begann für die
Bundesrepublik Deutschland eines der bisher größten und komplexesten
Umsetzungsvorhaben, das bei den betroffenen Behörden zu großem
Bedarf an objektiven und wissenschaftlichen Informationen im Hinblick auf
die ökonomischen, politischen und juristischen Aspekte dieses Rechtsakts
führte.2
In
der
Bundesrepublik
wurden
bereits
zahlreiche
Umsetzungsmaßnahmen getroffen. Aufgrund der föderalen Struktur sind
sowohl Bund und Länder als auch Kommunen und Kammern von
Umsetzungspflichten betroffen. Insbesondere die politische Diskussion um
die Verortung und Einrichtung der Einheitlichen Ansprechpartner hat in
den vergangenen Jahren zu viel Informationsbedarf und zahlreichen
Debatten in den betroffenen Gremien geführt. Spitzenverbände von
Kommunen und Kammern stritten um die Verortungsentscheidung zu
ihren Gunsten. In den Bundesländern sind nun nach und nach zahlreiche
unterschiedliche Verortungsentscheidungen gefallen.
Nun stehen auch viele Kommunen vor der Aufgabe, einen Einheitlichen
Ansprechpartner für Dienstleistungserbringer in ihrer Verwaltung
einzurichten. Einige haben sich dafür entschieden, auf die politische
Verortungsentscheidung zu warten, andere wiederum wollten unabhängig
von der jeweiligen Landespolitik tätig werden und den Service eines
Einheitlichen Ansprechpartners in ihrer Verwaltung realisieren. Trotz
dieser unterschiedlichen Ansätze haben die betroffenen Kommunen
gemein, dass eine sehr anspruchsvolle organisatorische Aufgabe auf sie
zukommt.
1Richtlinie 2006/123/EG des Europäischen Parlaments und des Rates v. 12. Dezember
2006 über Dienstleistungen im Binnenmarkt, ABl. Nr. L 376 vom 27.12.2006,
(Nachfolgend: Dienstleistungsrichtlinie).
2Manalt, N., Die europäische Richtlinie über Dienstleistungen im Binnenmarkt± Eine
Analyse unter ökonomischen, politischen und juristischen Aspekten; Ludwigsburg 2007;
S.1.
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