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Warum ist das Unternehmen besser als der Markt?

Scholary Paper (Seminar), 2008, 16 Pages
Author: Sonja Blum
Subject: Sociology - Economy and Industry

Details

Institution/College: University of Osnabrück
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2008
Pages: 16
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V133167
ISBN (E-book): 978-3-640-39677-1
ISBN (Book): 978-3-640-39703-7

Abstract

"Warum ist das Unternehmen besser als der Markt? Eine Frage, die nicht einfach zu beantworten ist, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass Markt und Unternehmung nicht eindeutig voneinander zu trennen sind und eine Firma ausschließlich durch ihre Beziehung zum Markt analysiert wird. Auch ist die Fragestellung an sich schwer fassbar, da es nicht das Unternehmen und den Markt gibt, sondern von beidem diverse in verschiedenen Bereichen existieren. Dennoch werde ich in der vorliegenden Arbeit versuchen, eine Antwort auf diese Frage zu finden. Um dieses zu erreichen, werde ich zunächst die Begriffe von Markt und Unternehmen definieren, um die Ausgangsinformation zu schaffen. Daraufhin erkläre ich im Hauptteil dieser Arbeit die wichtigsten Aspekte des Transaktionskostenansatzes – laut R.H. Coase die Existenzbegründung von Unternehmungen. Dazu gehören erstens die Definition von Transaktionskosten an sich, zweitens die Verhaltensmuster der Akteure und drittens die Variablen, welche die Kosten einer Transaktion beeinflussen. Da der Arbeitstitel eine gewisse Überlegenheit des Unternehmens gegenüber dem Markt voraussetzt und dieses gängigerweise am Unternehmenserfolg gemessen wird, darf ein kleiner Einblick in die internen unternehmerischen Handlungsabläufe nicht fehlen, die zu eben diesem Erfolg beitragen. Aus diesem Grund gehe ich jeweils kurz auf die Motivationstheorie und die wissensbasierte Unternehmenssicht ein, die Ansätze liefern, wie es zu Wettbewerbsvorteilen kommen kann. Daraufhin komme ich auf die schon angesprochene Interdependenz der beiden Institutionen zurück, was zu einer Darstellung der unternehmerischen Marktmacht führt. Abschließend werde ich die Voraussetzungen, unter welchen Gegebenheiten das Unternehmen besser ist als der Markt, nochmals konkret zusammenfassen. (...)"


Excerpt (computer-generated)

Universität Osnabrück

Fachbereich Sozialwissenschaften

Wintersemester 2005/06

Seminar: 1.109 Wirtschaft und Gesellschaft in Deutschland

und Europa I Grundlagen

Warum ist das Unternehmen

besser als der Markt?






















Sonja Blum

Europäische Studien, 1. Semester


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 1

2. Definitionen von Markt und Unternehmen 2

3. Die Vorteile des Unternehmens 3

3.1. Transaktionskostentheorie 4

3.1.1. Verhaltensannahmen im Transaktionskostenansatz 5

3.1.2. Kostenvariablen im Transaktionskostenansatz 6

3.2. Motivationstheorie 7

3.3. Wissensbasierte Unternehmenssicht 8

4. Unternehmerische Marktmacht 9

5. Fazit 11

6.

Literaturverzeichnis 12





Sonja Blum ­ Warum ist das Unternehmen besser als der Markt?

1

Warum ist das Unternehmen besser als der Markt?

1. Einleitung

Warum ist das Unternehmen besser als der Markt? Eine Frage, die nicht einfach zu

beantworten ist, besonders in Anbetracht der Tatsache, dass Markt und Unternehmung

nicht eindeutig voneinander zu trennen sind und eine Firma ausschließlich durch ihre

Beziehung zum Markt analysiert wird.1 Auch ist die Fragestellung an sich schwer fassbar, da

es nicht

das

Unternehmen und

den

Markt gibt, sondern von beidem diverse in

verschiedenen Bereichen existieren. Dennoch werde ich in der vorliegenden Arbeit

versuchen, eine Antwort auf diese Frage zu finden.

Um dieses zu erreichen, werde ich zunächst die Begriffe von Markt und Unternehmen

definieren, um die Ausgangsinformation zu schaffen. Daraufhin erkläre ich im Hauptteil

dieser Arbeit die wichtigsten Aspekte des Transaktionskostenansatzes ­ laut R.H. Coase

die

Existenzbegründung von Unternehmungen. Dazu gehören erstens die Definition von

Transaktionskosten an sich, zweitens die Verhaltensmuster der Akteure und drittens die

Variablen, welche die Kosten einer Transaktion beeinflussen.

Da der Arbeitstitel eine gewisse Überlegenheit des Unternehmens gegenüber dem Markt

voraussetzt und dieses gängigerweise am Unternehmenserfolg gemessen wird, darf ein

kleiner Einblick in die internen unternehmerischen Handlungsabläufe nicht fehlen, die zu

eben diesem Erfolg beitragen. Aus diesem Grund gehe ich jeweils kurz auf die

Motivationstheorie und die wissensbasierte Unternehmenssicht ein, die Ansätze liefern, wie

es zu Wettbewerbsvorteilen kommen kann.

Daraufhin komme ich auf die schon angesprochene Interdependenz der beiden

Institutionen zurück, was zu einer Darstellung der unternehmerischen Marktmacht führt.

Abschließend werde ich die Voraussetzungen, unter welchen Gegebenheiten das

Unternehmen besser ist als der Markt, nochmals konkret zusammenfassen.

1 Vgl. Arena, Richard/Longhi Christian:

Markets and Organization

. SpringerVerlag Berlin, Heidelberg, 1998. S.4


Sonja Blum ­ Warum ist das Unternehmen besser als der Markt?

2

2. Definitionen von Markt und Unternehmen

Um die Fragestellung besser zu verstehen und etwas Klarheit in die Unterscheidung von

Markt und Unternehmen2 zu bringen, sind zunächst die Definitionen beider Begriffe sinnvoll.

In der Literatur existieren verschiedene Modelle, die jeweils unterschiedliche

Definitionen des Marktbegriffs liefern. Generell bezeichnen die Wirtschaftswissenschaften

den Markt bzw. die Marktwirtschaft als ,,eine Wirtschaftsordnung, in der Produktion und

Verteilung aller Güter und Dienstleistungen über Angebot und Nachfrage, d.h. über

Marktprozesse frei gehandelt und getauscht werden."3 Bei diesem freien Handeln und

Tauschen wird im Regelfall ­ und somit auch sinnvollerweise in meiner Analyse ­ vom

unvollkommenen Markt ausgegangen, welcher im Gegensatz zum theoretischen Konstrukt

des vollkommenen Marktes durch eine Ungleichverteilung von Wissen und durch

Wettbewerb geprägt ist.4 Diese Bedingungen beeinflussen wiederum das Verhalten und die

Intentionen der Marktteilnehmer, welches für diese Seminararbeit von großer Bedeutung

ist. Hier handelt es sich um den klassischen Vertrag, bei dem ,,zwei Akteure [...] nach

entsprechender Suche nach Bedürfnismöglichkeiten und Anbahnungsbemühungen für einen

Tausch zusammenkommen, und sich danach ohne die Absicht wieder trennen, erneut

aufeinander zuzugehen."5

Des Weiteren spezifiziere ich den Marktbegriff aufgrund des Arbeitstitels um den

institutionellen Aspekt, welcher den Markt ,,als eine Institution des Wirtschaftssystems zur

Anbahnung und Abwicklung von Tauschverhandlungen" versteht und wodurch ,,sich die

Frage nach der angemessenen Verfassung und Struktur von ,Markt′"6 ergibt.

Genau diese Verfassung und Struktur möchte ich auch im Unternehmen näher

beleuchten. Im volkswirtschaftlichen Sinn ist die Unternehmung ,,eine Wirtschaftseinheit,

die Produktionsfaktoren [...] auf dem (Faktor)Markt nachfragt und das Ziel hat, Güter bzw.

Dienstleistungen zu erstellen, die auf dem (Güter)Markt angeboten werden."7 Um aber

auch hier das Institutionelle zu betonen, schließe ich mich der Aussage vom

2 In der vorliegenden Arbeit verwende ich der Einfachheit halber die Begriffe ,,Unternehmen", ,,Unternehmung"

und ,,Firma" synonym.

3 Schubert, Klaus/Klein, Martina: Das Politiklexikon. bpb: Bundeszentrale für politische Bildung. Schriftenreihe.

Band 497. 4., aktualisierte Auflage. Verlag J.H.W. Dietz Nachf. GmbH, Bonn, 2006. S. 191

4 Vgl. Hammann, Peter/Palupski, Rainer/von der Gathen, Andreas/Welling, Michael:

Markt und Unternehmung.
Handlungsfelder des Marketing.

S. 40/41

5 ebd.

S. 74

6 ebd. S. 36

7 ebd

.

S. 306



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