Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Ökonomisches Alltagswissen und schulisches Vorwissen und deren Berücksichtigung ... close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Ökonomisches Alltagswissen und schulisches Vorwissen und deren Berücksichtigung im Rechnungswesenunterricht

Termpaper, 2008, 21 Pages
Author: Fabian Wahler
Subject: Economics / Business: Didactics, Economic Pedagogy

Details

Event: Forschungsfragen der Wirtschaftspädagogik
Institution/College: University of Bamberg (Lehrstuhl für Wirtschaftspädagogik)
Category: Termpaper
Year: 2008
Pages: 21
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V133257
ISBN (E-book): 978-3-640-39923-9
ISBN (Book): 978-3-640-39872-0

Abstract

Unsere Gesellschaft sieht sich einem nicht zu übersehenden Wandel in wirtschaftlichen, sozialen und geographischen Bereichen ausgesetzt. Knappheit der Ressourcen, Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten und das Aufstreben der fernöstlichen Wirtschaftsnationen sind nur einige, in der aktuellen Tagespresse nahezu täglich auftauchende, Schlagworte, die uns darauf aufmerksam machen, dass ein auf den Binnenmarkt beschränkter wirtschaftlicher Blick globalen Herausforderungen gewichen ist. Durch diesen Strukturwandel, in den hier nur schlagwortartig angedeuteten wirtschaftlichen Bereichen, sehen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer im kaufmännischen Bereich in den kommenden Jahren neuen Technologien und Herausforderungen ausgesetzt, welche WEBER bereits 1994 mit einem Rückgang des „Tayloristischen Prinzip[s] der Arbeitsorganisation […] zu Gunsten neuer komplexer Formen der Aufgabenstrukturierung“ (WEBER 1994, 1) beschreib. Es stellt sich folglich die Frage, wie insbesondere Arbeitnehmer für dieses neue Anforderungsprofil ausgebildet werden und inwieweit kaufmännischer Unterricht die Schüler auf den Berufsalltag vorbereitet. Hierbei ist interessant, mit welchem Vorwissen Schüler in den Unterricht kommen und inwiefern dieses Wissen konform mit dem ist, was sie lernen sollen. Im Hinblick auf die Fähigkeiten und Erfahrungen treffen Lehrer stets auf Schüler mit individuellen Lernbiographien. Jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens Alltagserfahrungen und verfügt hierdurch über psychologisches, technisches oder auch physikalisches Alltagswissen, welches er sich in unterschiedlichen Lebensbereichen angeeignet hat. (Vgl. JUNG 1981, WAHL 1981). Zieht man verschiedene theoretische Ansätze zur Unterrichtsdidaktik heran, so zeigt sich, dass dem Vorwissen der Lernenden immer wieder eine nicht unerhebliche Bedeutung für die Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements beigemessen wird (Vgl. HEIMANN, OTTO & SCHULZ 1972, KLAFKI 1981, DUBS 1987, MEYER 1991, PÄTZOLD 1993). [...]


Excerpt (computer-generated)

OTTO-FRIEDRICH-UNIVERSITÄT BAMBERG

LEHRSTUHL FÜR WIRTSCHAFTSPÄDAGOGIK

Forschungsfragen der Wirtschaftspädagogik

WS 2007/2008




Ökonomisches Alltagswissen und schulisches

Vorwissen und deren Berücksichtigung im

Rechnungswesenunterricht














Fabian Wahler

Dipl. Wirtschaftspädagogik, Studienrichtung II, 7. Fachsemester


Inhaltsverzeichnis

1 Problemstellung 2

2 Wissen und Vorwissen im Unterricht 4

2.1

Conceptual change

­ Der Umgang mit Alltagsvorstellungen im Unterricht4

2.2 Aktivierung von Wissen im Lernprozess 5

2.3 Ökonomisches Alltagswissen und schulisches Vorwissen 8

3 Konzeption der Studie 9

3.1 Erstellung der Sachstrukturdiagramme 10

3.2 Kodierung der Merkmale ökonomisches Alltagswissen und schulisches

Vorwissen 11

4 Empirische Befunde 12

4.1 Häufigkeit der Bezugnahme auf Vorwissen aus Alltag und Schule 12

4.2 Zeitpunkt und Unterrichtsphase der Bezugnahme auf Vorwissen aus

Alltag und Schule 13

4.3 Unterschiede der Bezugnahme hinsichtlich verschiedener Lehrkräfte und

der Unterrichtsmethode 14

5 Ausblick 16


1 Problemstellung

Unsere Gesellschaft sieht sich einem nicht zu übersehenden Wandel in

wirtschaftlichen, sozialen und geographischen Bereichen ausgesetzt.

Knappheit der Ressourcen, Unsicherheit an den internationalen Finanzmärkten

und das Aufstreben der fernöstlichen Wirtschaftsnationen sind nur einige, in der

aktuellen Tagespresse nahezu täglich auftauchende, Schlagworte, die uns

darauf aufmerksam machen, dass ein auf den Binnenmarkt beschränkter

wirtschaftlicher Blick globalen Herausforderungen gewichen ist.

Durch diesen Strukturwandel, in den hier nur schlagwortartig angedeuteten

wirtschaftlichen Bereichen, sehen sich Arbeitgeber und Arbeitnehmer im kauf-

männischen Bereich in den kommenden Jahren neuen Technologien und

Herausforderungen ausgesetzt, welche WEBER bereits 1994 mit einem Rück-

gang des ,,Tayloristischen Prinzip[s] der Arbeitsorganisation [...] zu Gunsten

neuer komplexer Formen der Aufgabenstrukturierung" (WEBER 1994, 1) be-

schreib.

Es stellt sich folglich die Frage, wie insbesondere Arbeitnehmer für dieses neue

Anforderungsprofil ausgebildet werden und inwieweit kaufmännischer Unterricht

die Schüler auf den Berufsalltag vorbereitet. Hierbei ist interessant, mit

welchem Vorwissen Schüler in den Unterricht kommen und inwiefern dieses

Wissen konform mit dem ist, was sie lernen sollen.

Im Hinblick auf die Fähigkeiten und Erfahrungen treffen Lehrer stets auf Schüler

mit individuellen Lernbiographien. Jeder Mensch macht im Laufe seines Lebens

Alltagserfahrungen und verfügt hierdurch über psychologisches, technisches

oder auch physikalisches Alltagswissen, welches er sich in unterschiedlichen

Lebensbereichen angeeignet hat. (Vgl. JUNG 1981, WAHL 1981).

Zieht man verschiedene theoretische Ansätze zur Unterrichtsdidaktik heran, so

zeigt sich, dass dem Vorwissen der Lernenden immer wieder eine nicht un-

erhebliche Bedeutung für die Gestaltung von Lehr-Lern-Arrangements bei-

gemessen wird (Vgl. HEIMANN, OTTO & SCHULZ 1972, KLAFKI 1981, DUBS 1987,

MEYER 1991, PÄTZOLD 1993).

2


Didaktisch guter und erfolgreicher Unterricht sollte demzufolge auf die Fähig-

keiten und Erfahrungen der Schüler eingehen sowie auf das Vorwissen aus All-

tag und Schule Bezug nehmen. Die Frage, wie dies im modernen Rechnungs-

wesenunterricht geschieht, ist Ausgangspunkt dieser Arbeit.

Vorliegende Thematik wurde in den letzten Jahrzehnten verstärkt im Bereich

des naturwissenschaftlichen Unterrichts erforscht und diskutiert (vgl. JUNG

1981, JUNG 1986, DUIT 1986, RHÖNECK 1986, MÜLLER 2004). Sie ist jedoch

auch im Bereich des ökonomischen Unterrichts von hoher Relevanz. Denn

auch hier kommt der Schüler mit einem Inventar an Vorstellungen, Denkweisen

und Erwartungen in den Unterricht, die erstens nicht immer damit überein-

stimmen, was er lernen soll und mit denen er zweitens einen Schatz an mög-

lichen Anknüpfungspunkten für den didaktischen Unterrichtsaufbau mitbringt.

Ebenso wichtig erscheint es auf bereits erworbenes Wissen aus dem voraus-

gegangenen Unterricht Bezug zu nehmen, um gelerntes Wissen zu aktivieren,

träges Wissen zu vermeiden und Anknüpfungspunkte für die Schüler zu

schaffen (RENKL 2006, 778).

Mit diesem Spannungsfeld beschäftigt sich die vorliegende Arbeit. Dabei wird

drei Fragestellungen nachgegangen, die im Gliederungspunkt

empirische Be-

funde

wieder aufgegriffen werden:

1. Spielen Alltagsvorstellungen und schulisches Vorwissen eine Rolle in der

didaktischen Gestaltung von Rechnungswesenunterricht?

2. Wann und zu welcher Unterrichtsphase wird auf das Vorwissen aus All-

tag und Schule Bezug genommen?

3. Gibt es hinsichtlich der Bezugnahme auf Vorwissen Unterschiede im

Vergleich verschiedener Lehrkräfte und Unterrichtsmethoden?

Zunächst soll der theoretische Hintergrund dieses Themas erfasst werden,

wobei speziell auf den Ansatz des

Conceptual Change

und die Aktivierung von

Wissen im Lernprozess eingegangen wird.

Im Anschluss wird, nach der Unterscheidung zwischen ökonomischem Alltags-

wissen und unterrichtlichem Vorwissen, die Konzeption der Studie vorgestellt.

3


Zuletzt wird nach Darlegung der empirischen Befunde mit einem Ausblick auf

mögliche, weiterführende Forschungsfragen in diese Richtung die Arbeit ab-

geschlossen.

2 Wissen und Vorwissen im Unterricht

Wissen und Vorwissen sind Determinanten, die, wie erwähnt, in verschiedenen

Didaktikmodellen genannt werden und die jeder Lehrer bei der Unterrichts-

planung berücksichtigen sollte. Nachfolgend wird die, für diese Arbeit relevante,

theoretische Basis im Bezug auf den Umgang mit Alltagsvorstellungen und die

Aktivierung von Wissen im Lernprozess gelegt.

2.1 Conceptual change ­ Der Umgang mit Alltagsvorstellungen

im Unterricht1

Individuen haben sich oftmals Wissen über einen Sachverhalt angeeignet, das

sich später als nicht mehr adäquat erweist und ein Umdenken erforderlich

macht. Dieses Umdenken zielt darauf ab, bereits vorhandenes Wissen zu ver-

ändern. Diese Thematik wird im anglo ­ amerikanischen Sprachraum unter der

Bezeichnung

Conceptual Change

diskutiert (SCHNOTZ 2006, 77).

Entwicklungspsychologische Ansätze gehen hierbei von einem naturgegebenen

Neugierverhalten der Individuen aus, welche sich ihr eigenes Wissen

konstruieren und sich beim Schuleintritt bereits einen umfangreichen Wissens-

katalog angeeignet haben.

WYGOTSKI (1964) sieht das Problem der Umwandlung von Alltagswissen in

wissenschaftliches Wissen darin, dass das naive und das wissenschaftliche

Konzept zwei qualitativ unterschiedliche Begriffssysteme darstellen, die nicht

miteinander in Verbindung zu bringen sind.

Schule hat demnach die Aufgabe die unterschiedlichen Begriffssysteme zu-

sammenwachsen zu lassen, indem der Schüler seine Alltagskonzepte in ein

1 Die hier getroffenen Ausführungen stellen lediglich einen, für die vorliegende Arbeit

relevanten, Ausschnitt der Theorie des

Conceptual Change

dar und erheben keinen Anspruch

auf Vollständigkeit. Eine Einführung zur Theorie des

Conceptual Change

und weiterführende

Angaben finden sich bei SCHNOTZ (2006).

4



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/133257/oekonomisches-alltagswissen-und-schulisches-vorwissen-und-deren-beruecksichtigung
please wait Please wait