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Termpaper, 2008, 18 Pages
Author: Ksenia Danilova
Subject: Communications: Broadcast and entertainment
Details
Institution/College: Academy of Music and Arts Hanover (IJK)
Year: 2008
Pages: 18
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-39925-3
ISBN (Book): 978-3-640-39874-4
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Abstract
Die Einführung des dualen Rundfunksystems und fortschreitende Digitalisierung haben nicht nur zu den programmlichen und wirtschaftlichen Veränderungen innerhalb der deutschen Medienlandschaft geführt. Auch die Anforderungen an die Journalistinnen und Journalisten haben sich gewandelt. Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit diesen Wandelprozessen. Im ersten Teil werden die Grundlagen nachfolgender Analyse gelegt. Die entscheidenden Begriffe, wie Rundfunk und Rundfunkjournalisten, werden definiert. Weiterhin werden typische Merkmale des Rundfunkjournalismus unter die Lupe genommen und von ihnen darauf geschlossen, wohin der Wandel eigentlich gehen soll: Welche Eigenschaften sollen in der Zukunft weiter gestärkt und welche geschwächt werden. Im zweiten Teil geht es erstens darum, unter welchen Rahmenbedingungen sich dieser Wandel vollzieht. Darunter fallen neue gesellschaftliche Entwicklungen, aktuelle wirtschaftliche Situation in der Medienlandschaft und nicht zuletzt der technologische Fortschritt und die damit verbundene Digitalisierung des Rundfunks. Zweitens wird untersucht, wie sich diese Veränderungen auf die Programmtendenzen und Arbeitsorganisation in den Rundfunkredaktionen auswirken. Da diese gravierenden Veränderungen neue Berufsbilder ins Leben rufen, wird an dieser Stelle ein neues Berufsbild jeweils aus dem Hörfunk- und Fernsehenbereich vorgestellt und seine Vorzüge bzw. Mängel kontrovers diskutiert. Last but not least, werden die Kompetenzen der Rundfunkjournalisten behandelt. Es wird herausgearbeitet, welche Qualifikationen die Kernkompetenzen der Rundfunkjournalisten waren und immer noch sind und welche im Rahmen der Wandelprozesse dazu kommen.
Excerpt (computer-generated)
Ksenia Danilova
Berufsbilder im Wandel: Rundfunkjournalisten. WS07/08
Gliederung
0. Vorwort 2
1. Rundfunk, Rundfunkjournalisten und Rundfunkjournalismus 2
1.1. Begriff Rundfunk 2
1.2. Berufsbilder im Rundfunk 3
1.3. Besonderheiten des Rundfunkjournalismus 4
1.4. Prognose für Weiterentwicklung 6
2. Wandel im Rundfunkjournalismus 6
2.1. Wandel der Programminhalte und neue Trends im Privatfernsehen 7
2.1.1. Kommerzialisierung 7
2.1.2. Segmentierung des Publikums und Individualisierung der Programme 8
2.1.3. Neue Trends bei den Programminhalten 8
2.2. Wandel der Arbeitsweisen und Organisationsstrukturen 10
2.2.1. Outplacement 10
2.2.2. Outsourcing 10
2.2.3. Redaktionsmanagement 10
2.2.4. Technisierung der Arbeit 10
2.3. Neue Berufsbilder 11
2.3.1. Im Radio 11
2.3.2. Im Fernsehen 12
2.4. Neue Qualifikationen und Kompetenzen 13
I Abbildungsverzeichnis 16
II Literaturverzeichnis 16
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Ksenia Danilova
Berufsbilder im Wandel: Rundfunkjournalisten. WS07/08
0. Vorwort
Die Einführung des dualen Rundfunksystems und fortschreitende Digitalisierung haben nicht nur
zu den programmlichen und wirtschaftlichen Veränderungen innerhalb der deutschen
Medienlandschaft geführt. Auch die Anforderungen an die Journalistinnen und Journalisten haben
sich gewandelt. Die vorliegende Hausarbeit beschäftigt sich mit diesen Wandelprozessen.
Im ersten Teil werden die Grundlagen nachfolgender Analyse gelegt. Die entscheidenden Begriffe,
wie Rundfunk und Rundfunkjournalisten, werden definiert. Weiterhin werden typische Merkmale
des Rundfunkjournalismus unter die Lupe genommen und von ihnen darauf geschlossen, wohin
der Wandel eigentlich gehen soll: Welche Eigenschaften sollen in der Zukunft weiter gestärkt und
welche geschwächt werden.
Im zweiten Teil geht es erstens darum, unter welchen Rahmenbedingungen sich dieser Wandel
vollzieht. Darunter fallen neue gesellschaftliche Entwicklungen, aktuelle wirtschaftliche Situation
in der Medienlandschaft und nicht zuletzt der technologische Fortschritt und die damit verbundene
Digitalisierung des Rundfunks. Zweitens wird untersucht, wie sich diese Veränderungen auf die
Programmtendenzen und Arbeitsorganisation in den Rundfunkredaktionen auswirken. Da diese
gravierenden Veränderungen neue Berufsbilder ins Leben rufen, wird an dieser Stelle ein neues
Berufsbild jeweils aus dem Hörfunk- und Fernsehenbereich vorgestellt und seine Vorzüge bzw.
Mängel kontrovers diskutiert. Last but not least, werden die Kompetenzen der
Rundfunkjournalisten behandelt. Es wird herausgearbeitet, welche Qualifikationen die
Kernkompetenzen der Rundfunkjournalisten waren und immer noch sind und welche im Rahmen
der Wandelprozesse dazu kommen.
1. Rundfunk, Rundfunkjournalismus und Rundfunkjournalisten
1.1. Begriff Rundfunk
Der Begriff ,,Rundfunk" ist nicht unproblematisch. Erstens wird damit umgangssprachlich Hörfunk
gemeint, was aber juristisch falsch ist. Zweitens ist der Versuch, sich diesem Wort allein über die
Technik (,,-funk") zu nähern, zum Scheitern verurteilt, denn spätestens seit der Einführung des
Kabelfernsehens wird das Signal auch drahtgebunden übermittelt. Also bleibt nur der Wortteil
,,rund" übrig und er spielt die entscheidende Rolle. So bedeutet der Begriff ,,Rundfunk" laut
Donsbach und Mathes (2004) eine nicht zielgerichtete, also runde Aussendung der Signale an
mehrere Empfänger gleichzeitig. Außerdem erhält der Rundfunk in Deutschland eine wichtige
Aufgabe: Er trägt zur Bildung öffentlicher Meinung bei (vgl. Donsbach & Mathes, 2004).
Wie die nachfolgende Definition aus dem ,,Staatsvertrag über den Rundfunk im vereinten
Deutschland von 1991" nochmal deutlich zeigt, definiert sich der Rundfunk nicht nur über seine
technischen Merkmale, sondern auch über seine rechtliche Grundlage:
,,Rundfunk ist die für die
Allgemeinheit bestimmte Veranstaltung und Verbreitung von Darbietungen aller Art in Wort, Ton
und in Bild unter Benutzung elektrischer Schwingungen [...]. Der Begriff schließt Darbietungen
ein, die verschlüsselt verbreitet werden oder gegen besonderes Entgelt empfangbar sind [...]".
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Ksenia Danilova
Berufsbilder im Wandel: Rundfunkjournalisten. WS07/08
Rundfunk schließt überdies alle Übertragungstechniken, sowohl analoge als auch digitale, und
sämtliche Übertragungsmedien, wie Satellit, Kabel und Terrestrik, ein. Eine Sonderform des
Rundfunks sind das Internet-Radio und das Internet-Fernsehen (vgl. Donsbach & Mathes, 2004).
1.2. Berufsbilder im Rundfunk
Nachdem die erste definitorische Hürde überwunden ist, kommen wir nun zu den Menschen, die
im Rundfunk journalistisch tätig sind. Der größte Arbeitgeber für Journalisten ist laut der Studie
,,Journalismus in Deutschland 2005" nach wie vor die Tageszeitung, wo rund ein Drittel aller
Journalisten beschäftigt sind (vgl. Weischenberg, Malik & Scholl, 2006). Ihr folgt der Hörfunk mit
16,6% und das Fernsehen, das etwa 14,9% aller Journalisten unterhält (vgl. Abb.1).
Abb. 1: Verteilung der Journalisten auf Medien in Deutschland
Quelle: Weischenberg, Malik & Scholl, 2006
Im Rundfunkjournalismus gibt es eine Reihe von Berufsrollen, die unentbehrlich zum
Organisationsprogramm gehören und definieren, was der Journalist zu leisten hat (vgl. Altmeppen,
Donges & Engels, 1999). Die Rede ist in der ersten Linie von Redakteuren, Reportern und
Korrespondenten, Moderatoren und Nachrichtensprechern (vgl. Abb.2).
Abb. 2: Rollenschema der journalistischen Berufsbilder im Rundfunkjournalismus
Journalistische
Berufsbilder im Rundfunk
Redakteur
Reporter/
Moderator/
Korrespondent
Präsenator/Sprecher
Quelle: eigene Darstellung in Anlen. an Altmeppen, Donges & Engels, 1999
So sind es die Redakteure, die ein Thema von der Idee bis zur ausstrahlungsgerechten Sendung
realisieren. Sie sind hauptsächlich die Schreibtischtäter, die hinter den Kameras bleiben. In der
ersten Linie bestimmen und verantworten sie die redaktionellen Inhalte des Programms, indem sie
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Ksenia Danilova
Berufsbilder im Wandel: Rundfunkjournalisten. WS07/08
redigieren und die Themen auswählen, Filme und Drehbücher in Auftrag geben und sie abnehmen.
Aber auch für die Form und Kostenstruktur der Sendung übernehmen sie die Verantwortung (vgl.
Belz, Haller & Sellheim, 1999).
Reporter sind dagegen überwiegend im Außendienst tätig. Das sind diejenige, die mit wehendem
Schal und dem Mikrofon in der Hand auf dem eisigen Roten Platz oder bei den Bergungsarbeiten
nach der Unfallkatastrophe stehen und berichten. Sie sind die Beobachter und Inszenierer des
Geschehens vor Ort. Der Reporter arbeitet nach Weisungen und Aufträgen der Redaktion, greift
aber auch eigene Themen auf und realisiert sie (vgl. Belz et al. 1999). Eine Sonderform stellt der
Korrespondent dar, der als Reporter dauerhaft oder für einen bestimmten Zeitraum außerhalb der
Redaktion über eine Region, ein Land oder bestimmtes Ereignis berichtet (vgl. Belz et al., 1999).
Es gibt eine weitere Berufsgruppe, die in einem besonderen Verhältnis zu dem Rezipienten steht.
Das sind Moderatoren, Präsentatoren oder Nachrichtensprecher. Sie sind meist bekannt und werden
deswegen auch als Aushängeschilder der Sender bezeichnet. So kennt jeder Thomas Gottschalk
und Günter Jauch und nicht die Redakteure, die solche Programme wie ,,Wetten dass???" oder
,,Wer wird Millionär?" kreieren. Ihre Aufgaben können recht unterschiedlich sein. Moderatoren
beweisen ihr Können, indem sie geschickt zwischen den einzelnen Programmteilen moderieren
und zwischen unterschiedlichen Personen vermitteln, während Nachrichtensprecher möglichst
sachlich und verständlich die Nachrichten verlesen müssen (vgl. Belz et al., 1999).
Damit soll gesagt werden, dass es innerhalb des Rundfunkjournalismus vielfältige Berufsbilder
existieren, die unterschiedliche Kompetenzen aufweisen. Und der Wandel, der sich momentan
vollzieht, betrifft im Grunde alle. Die einen mehr und die anderen weniger.
1.3. Besonderheiten des Rundfunkjournalismus
Die Entwicklung im Rundfunkjournalismus ist anders als die Entwicklung im Printbereich. Das
hängt damit zusammen, dass der Rundfunk über bestimmte Eigenschaften verfügt, die ihn ganz
besonders machen. Die Einführung des Rundfunks, besonders des Fernsehens markierte einen
tiefen Einschnitt im Kommunikationsmarkt. Ein neues Medium war geboren, das Themen in neuer
Art und Weise aufbereitete und völlig anders zu konsumieren war (vgl. Marcianic, 2007).
Erstens sind elektronische Medien technisch viel weiter fortgeschritten als Printmedien. Zweitens
wird das Publikum durch andere Gestaltungsmittel erreicht. Der Hörfunk richtet sich an das
Publikum durch akustische Gestaltungsmittel, wie Wort, Geräusche und Musik, und beim
Fernsehen werden audiovisuelle Gestaltungsmittel verwendet. Drittens ist die Produktionskette
beim Runfunk viel länger als im Printbereich (vgl. Abb. 3).
Die Tätigkeit eines Zeitungsjournalisten beschränkt sich aufs Texten; Gestalten und Drucken sind
nicht seine Aufgaben. Ein Fernsehjournalist soll bei vielen Produktionsschritten miteinbezogen
werden, damit ein guter Filmbeitrag rauskommt. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass man
für eine halbstündige Produktion beim Fernsehen mit vier Wochen Herstellungszeit rechnet (vgl.
Marcianik, 2007).
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