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Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2001, 35 Pages
Author: André Heimerl
Subject: Pedagogy - School Pedagogics
Details
Institution/College: University of Bonn (Erziehungswissenschaften)
Tags: Mediation, Streitschlichtung
Year: 2001
Pages: 35
Grade: 1,0
Bibliography: ~ 2 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-10820-1
ISBN (Book): 978-3-638-63721-3
File size: 160 KB
- Einführung in die Streitschlichtung; Grundlagen und konkrete Regeln für die Durchführung - Betrachtung der Streitschlichtung an einem Gynasium´ Ergebnisse einer Befragung des Lehrerkollegiums dieses Gynasiums Sowohl der Fragebogen, als auch die Häufigkeitstabellen sind mit dabei.222 KB
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Abstract
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit einem Aspekt des Themas ,,Gewalt in der Schule" - dem Schüler-Streitschlichter-Programm. Dieses Programm beruht auf dem Prinzip der Mediation und soll Schülerinnen und Schüler zu einer eigenverantwortlichen, gewaltfreien Bearbeitung ihrer Konflikte führen. Der erste Teil dieser Hausarbeit soll als Einführung in die Grundideen der Mediation und der Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler dienen. Im zweiten Abschnitt soll die Konzeption der dieser Arbeit zugrunde liegenden Untersuchung eines Kölner Gymnasiums behandelt werden. Diese Untersuchung fand in Form einer Fragebogenbefragung eines Lehrerkollegiums statt, mit dem Ziel, Aufschluss über das Stimmungsbild der Lehrerinnen und Lehrer hinsichtlich des Streitschlichter-Programms zu erhalten. Im letzten Abschnitt soll schließlich der Kern dieser Arbeit, die Untersuchungsergebnisse, präsentiert werden. Um das Problem der Ansprache beider Geschlechter zu lösen, wird in Zukunft für die Gruppe der Lehrerinnen und Lehrer die weibliche und für die Gruppe der Schülerinnen und Schüler die männliche Form verwendet. Sofern es nicht ausdrücklich anders erwähnt wird, bezeichnen die jeweiligen Formulierungen beide Geschlechter.
Excerpt (computer-generated)
Oberseminar:
,,Aktuelle Ansätze der pädagogischen Forschung"
SS 2001
Thema:
Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler -
Eine Untersuchung
Oberseminarsarbeit
des Instituts für Erziehungswissenschaft
der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn
vorgelegt von
André Heimerl
August 2001
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Das Schüler-Streitschlichter-Programm 3
2.1 Formen der Gewalt in der Schule 4
2.2 Das Prinzip der Mediation 5
2.3 Grundzüge der Mediation in der Schule 6
2.4 Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler 9
3. Konzeption und Durchführung der Untersuchung 11
3.1 Streitschlichtung an der Kaiserin-Augusta-Schule 12
3.2 Die Konzeption des Fragebogens 13
3.3 Der Fragebogen 14
3.4 Die Hypothesen 14
3.4.1 Erste Hypothese 15
3.4.2 Zweite Hypothese 15
3.4.3 Dritte Hypothese 16
3.5 Die Durchführung der Untersuchung 17
4. Die Ergebnisse der Untersuchung 17
4.1 Zusammenfassung allgemeiner Ergebnisse 18
4.2 Untersuchung der 1. Hypothese 21
4.3 Untersuchung der 2. Hypothese 23
4.4 Untersuchung der 3. Hypothese 25
5. Fazit 26
Anhang A 28
Anhang B 32
Literaturverzeichnis 36
1. Einleitung
Diese Hausarbeit beschäftigt sich mit einem Aspekt des Themas ,,Gewalt in der Schule" - dem Schüler-Streitschlichter-Programm. Dieses Programm beruht auf dem Prinzip der Mediation und soll Schülerinnen und Schüler zu einer eigenverantwortlichen, gewaltfreien Bearbeitung ihrer Konflikte führen. Der erste Teil dieser Hausarbeit soll als Einführung in die Grundideen der Mediation und der Streitschlichtung durch Schülerinnen und Schüler dienen. Im zweiten Abschnitt soll die Konzeption der dieser Arbeit zugrunde liegenden Untersuchung eines Kölner Gymnasiums behandelt werden. Diese Untersuchung fand in Form einer Fragebogenbefragung eines Lehrerkollegiums statt, mit dem Ziel, Aufschluss über das Stimmungsbild der Lehrerinnen und Lehrer hinsichtlich des Streitschlichter-Programms zu erhalten. Im letzten Abschnitt soll schließlich der Kern dieser Arbeit, die Untersuchungsergebnisse, präsentiert werden.
Um das Problem der Ansprache beider Geschlechter zu lösen, wird in Zukunft für die Gruppe der Lehrerinnen und Lehrer die weibliche und für die Gruppe der Schülerinnen und Schüler die männliche Form verwendet. Sofern es nicht ausdrücklich anders erwähnt wird, bezeichnen die jeweiligen Formulierungen beide Geschlechter.
2. Das Schüler-Streitschlichter-Programm
Wenn man den Berichten der verschiedenen Medien Glauben schenkt, kann man zu dem Schluss kommen, dass für viele Schüler und auch Lehrerinnen das Thema ,,Gewalt" zum Schulalltag gehört. Selbst Lehrerinnen scheinen in Einzelfällen nicht sicher vor Übergriffen durch Schüler zu sein, wie einige Ereignisse der näheren Vergangenheit belegen. Jedoch finden sich in den Medien oft nur Berichte über solche Ereignisse wieder, in denen die Ausübung von körperlicher Gewalt im Mittelpunkt steht. Tatsächlich kann sich Gewalt in der Schule in den unterschiedlichsten Formen präsentieren.
2.1 Formen der Gewalt in der Schule
Wann immer Menschen interagieren, können Konflikte entstehen. Sie sind Teil des Schulalltags, so wie sie auch Teil des „normalen“ Alltagslebens sind. Wie im Alltag, dient auch im Rahmen der Schule häufig Gewalt als Mittel der Konfliktregelung. Ein Grund dafür kann z.B. sein, dass Schüler oft keine alternativen Lösungsmöglichkeiten kennen und mit einem aggressiven Verhalten auf die jeweilige Situation reagieren. Weiterhin kann auch die familiäre Situation einen Einfluss auf die Gewaltbereitschaft ausüben.
Es wäre jedoch falsch, das Phänomen „Gewalt in der Schule“ nur auf solche Konflikte zu beschränken, in denen die Ausübung physischer Gewalt eine Rolle spielt. Vielmehr kann Gewalt „in verbaler, physischer oder psychischer Gestalt vorkommen.“ (Walker 2001: 9) Diese Formen von Gewalt können selbstverständlich auch kombiniert in einem Konflikt auftreten. Oftmals ist es auch so, dass verschiedene konfliktverstärkende Verhaltensweisen einen verbalen Konflikt in eine handfeste Auseinandersetzung ausarten lassen. Solche konfliktauslösenden bzw. konfliktverstärkenden Verhaltensweisen sind z.B. Beleidigungen aufgrund des Aussehens, der Herkunft oder der Familie, Spott, Beschädigung des Eigentums anderer, sexuelle Belästigungen oder auch die Verbreitung falscher, negativer Gerüchte. (vergl. Walker: 10)
Unabhängig von der Form der Gewalt, welche in einem Konflikt ausgeübt wird, gilt, dass sie nicht als Mittel zur Konfliktlösung zugelassen werden darf. Eine Regelung auf dieser Ebene führt immer dazu, dass sich ein oder auch beide Streitpartner als Verlierer des Konflikts fühlen. Dies führt wiederum zu Wut, Enttäuschung oder dem Wunsch nach Rache, also zu Emotionen, die einen Nährboden für weitere Konflikte bieten. (vergl. Braun, Hünicke et al.: 7) Ein Konflikt kann nur dann dauerhaft und für die Streitpartner zufrieden stellend gelöst werden, wenn sich beide nach der Konfliktregelung als Gewinner fühlen können. Oftmals sind aber, gerade bei länger andauernden Konflikten, die Fronten derart verhärtet, dass es den Streitenden unmöglich ist, miteinander gleichberechtigt zu kommunizieren. Dies ist aber erforderlich, um zu einer Einigung zu gelangen, bei der sich niemand übervorteilt führt. Das Prinzip der Mediation stellt eine Möglichkeit dar, zu einer für alle Konfliktparteien gütlichen Einigung zu gelangen.
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