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Termpaper, 2009, 31 Pages
Author: Renard Teipelke
Subject: Politics - International Politics - Region: USA
Details
Institution/College: Free University of Berlin (John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien)
Tags: Abtreibung, USA, Amerika, Minnesota, Arizona, Pro, Choice, Life, Goldwater, Regel, roe, wade, webster, casey, mccl, politik, issue, hot, button, wahlkampf
Year: 2009
Pages: 31
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-40479-7
ISBN (Book): 978-3-640-40552-7
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Abstract
Im Jahr 1981 beschrieb das TIME-Magazine Abtreibung als „the most emotional issue of politics and morality that faces the nation“. In der Abtreibungsdebatte wird der Kern der Wertvorstellungen eines Menschen diskutiert. Und in dieser Diskussion über den Beginn menschlichen Lebens, mit den Argumentationsmustern der liberalen und konservativen Kräfte, der Mediziner, Biologen, Rechtswissenschaftler und Religionsgelehrten ist Abtreibung nicht nur ein einzelnes Thema sondern eine Verbindung mehrerer Themenbereiche. Die Webster- und die Casey-Entscheidung umfasst einen Zeitraum in der ersten Hälfte der 1990er Jahre, der sich in der Untersuchung der Abtreibungsdebatte als überaus interessant darstellt. In dieser Periode wurde die Abtreibungspolitik von der gesamtstaatlichen Ebene zurück auf die Einzelstaatenebene verlagert. Dabei lässt sich in den meisten Fällen mit einem Blick auf die politischen Konstellationen in den Staaten erkennen, dass konservative, republikanische Einzelstaaten wie North Dakota oder Mississippi eher restriktive Gesetze zur Abtreibungspraxis hervorgebracht haben, während liberale, demokratische Einzelstaaten wie Washington und New York weniger restriktive Gesetze vorzuweisen haben. In Bezug auf die seit 1990 integrierte Pro-Life-Agenda im Parteiprogramm der Republikaner und die Pro-Choice-Positionierung der demokratischen Partei auf Bundesebene wird diese Unterscheidung noch einmal belegt. Dennoch werden anschließend zwei Fälle vorgestellt, bei denen Erklärungsbedarf besteht. So wird die Abtreibungspolitik in Minnesota und Arizona untersucht, da beide Staaten auf den ersten Blick die Voraussetzungen für Restriktionen der Abtreibungsgesetze vorwiesen, aber dennoch keine solchen Gesetze verabschiedeten. Bei beiden, in diesem Zusammenhang nicht als liberal geltenden Staaten bestanden um 1990 konservative Mehrheiten und eine entwickelte Pro-Life-Bewegung. Ungeachtet dessen werden im Folgenden verschiedene Faktoren genauer betrachtet, um herauszufinden, ob scheinbar vorteilhafte Grundlagen einen selbstverständlichen Rückschluss auf die Schärfe der Abtreibungsgesetze in beiden Einzelstaaten zulassen. Nachdem die jeweiligen Entwicklungen in Minnesota und Arizona nachgezeichnet wurden, erfolgt eine Analyse der fünf verschiedenen Betrachtungsebenen: auf institutioneller Ebene, Akteursebene, strategische Ebene, situative Ebene und kulturelle Ebene.
Excerpt (computer-generated)
Freie Universität Berlin
John-F.-Kennedy-Institut für Nordamerikastudien
Abteilung: Politik
Hausarbeit von Renard Teipelke
Einflussfaktoren der Umsetzung restriktiver Abtreibungsgesetze an den
Fallbeispielen Minnesota und Arizona
Modul
Vertiefungsmodul A Politik
Seminar: Politik der Christlichen Rechten in USA
Name
Vorname
Teipelke
Renard
Studienordnung
Abgabedatum
Bachelor 2006
26.04.2009
WiSe 2008/2009
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung:
Abtreibungsgesetze eine Grundsatzdebatte 1
1.1
Roe v. Wade als Weckruf der Pro-Life-Bewegung 2
1.2
Webster v. Reproductive Health Services als Weckruf der Pro-Choice-Bewegung 3
1.3
Planned Parenthood of Southeastern Pennsylvania v. Casey als Ja und Nein zur
Abtreibung 3
2. Fallbeispiele 4
2.1 Einführung
4
2.2
Public Opinion: Wo steht die Bevölkerungsmehrheit? 5
2.3
Minnesota
: Der Pendelprozess zwischen Befürwortern und Gegnern von
Abtreibungsrestriktionen 7
2.3.1
Vorstellung des Fallbeispiels 7
2.3.2
Institutionelle Ebene: Keine Mehrheit für Pro-Life und Pro-Choice 12
2.3.3
Akteursebene: Die übermäßige Dominanz der MCCL 13
2.3.4 Strategische
Ebene:
Die
Abtreibungsthematik als nicht wahlentscheidend 14
2.3.5
Situative Ebene: Gesetzeserfolge durch Medienereignisse 15
2.3.6
Kulturelle Ebene: Ungeborenes Leben oder individuelle Freiheiten 15
2.3.7
Entwicklung nach 1994: Die Fortsetzung des Pendelprozesses 16
2.4
Arizona
: Der Unterschied zwischen Konservatismus und Abtreibungsrestriktionen 16
2.4.1
Vorstellung des Fallbeispiels 16
2.4.2
Institutionelle Ebene: Ja zu Konservatismus heißt nicht unmittelbar Ja zu Pro-Life. 19
2.4.3
Akteursebene: Organisiertes Chaos bei der Bürgerinitiative 19
2.4.4
Strategische Ebene: Täuschende Kampagne und mangelnde Unterstützung 19
2.4.5
-
21
2.4.6
Kulturelle Ebene: Individuelle Freiheiten statt staatlicher Regulierung 23
2.4.7 Entwicklung
nach
1992:
Bedeutungszuwachs des Gouverneurs 24
3. Fazit
24
4. Bibliografie 27
4.1 Literaturquellen
27
4.2 Internetquellen
28
1. Einleitung: Abtreibungsgesetze eine Grundsatzdebatte
Im Jahr 1981 beschrieb das TIME-Magazine Abtreibung
ol-
1. In der Abtreibungsdebatte wird der Kern der Wert-
vorstellungen eines Menschen diskutiert. Und in dieser Diskussion über den Beginn mensch-
lichen Lebens, mit den Argumentationsmustern der liberalen und konservativen Kräfte, der
Mediziner, Biologen, Rechtswissenschaftler und Religionsgelehrten ist Abtreibung nicht nur
ein einzelnes Thema sondern eine Verbindung mehrerer Themenbereiche. Im Fokus stehen
sowohl Vorstellungen von Geschlechterrollen und Sexualmoral, demografische Faktoren,
Geburtenraten und Wirtschaftsindizes, Gesundheitsbedenken und Entwürfe alternativer Be-
ziehungen, als auch die Glaubenslehre von der Unverletzlichkeit des Lebens sowie das ameri-
kanische Kulturkonzept der Freiheit des Individuums. Die Thematik kann unter sozioökono-
mischen Kriterien betrachtet werden. So zum Beispiel in Bezugnahme auf Statistiken, die
zeigen, dass die meisten Abtreibungen proportional von alleinstehenden, unter 30-jährigen,
afro-amerikanischen Müttern vollzogen werden2. Abtreibung kann allerdings auch vom recht-
lichen Standpunkt aus untersucht werden, wenn über die amerikanische Verfassung und deren
Auslegung beziehungsweise Anwendung in der heutigen Zeit diskutiert wird.
Bei dieser Vielschichtigkeit an Diskussionsfeldern verwundert es kaum, dass Abtreibung in
den USA ein wahres
hot button issue
geworden ist und unzählige Protestmärsche sowie eine
hohe Anzahl der Fälle zivilen Ungehorsams und gewalttätigen Übergriffen provozierte3. Der
Ausgangspunkt der Arbeit liegt in der Betrachtung der Christlichen Rechten, welche sich das
Thema auf konservativer Seite zu Eigen gemacht hat. Die aus der konservativen Rechten
kommenden Paul Weyrich und Richard Viguerie haben als Chefstrategen der in den 1970er
Jahren entstandenen Bewegung frühzeitig erkannt, dass die nationale Rechte in den USA
mit elf Prozent der Amerikaner, die sich selbst als rechts einstufen nur Einfluss ausüben
kann, wenn mithilfe sozialkonservativer Themen eine starke und große Koalition gebildet
wird4.
Verschiedene Entwicklungen, so zum Beispiel die Beschränkung persönlicher Spenden auf
1.000 US-Dollar und die Spenden der
Political Action Committees
auf 5.000 US-Dollar5,
1 Isaacson, Walter/ Saddler, Jeanne: The Battle over Abortion . TIME-Magazine: 06.04.1981. In :
http://www.time.com/time/magazine/article/0,9171,951620-1,00.html. [Letzter Zugriff: 20.04.2009].
2 Henshaw, Stanley K./ Kost, Kathryn: Trends in the Characteristics of Women Obtaining Abortions, 1974 to 2004 .
Guttmacher Institute: August 2008. In: http://www.guttmacher.org/pubs/2008/09/23/TrendsWomenAbortions -
wTables.pdf. [Letzter Zugriff: 20.04.2009]. S. 1.
3 Cook, Elizabeth Adell/ Jelen, Ted G./ Wilcox, Clyde: Between Two Absolutes. Public Opinion and the Politics of
Abortion. Boulder: Westview Press 1992. S. 2.
4 McKeegan, Michele: Abortion Politics. Mutiny in the Ranks of the Right. New York: The Free Press 1992. S. 7.
5 Ebd., S. 9f.
1
eröffneten der Rechten die Möglichkeit, entscheidenden Einfluss auf jede der drei politischen
Ebenen
Ebene, zu nehmen. Anliegen, wie die Wiedereinführung des Schulgebets und des Kreationis-
mus-Unterrichts sowie besonders das vollständige Verbot der Abtreibung, waren dabei der
Schlüssel zu einer neuen Koalition. Sie vereinte als Christliche Rechte Sozialkonservative,
atheistische Rechte, fundamentale Evangelikale und andere Gruppierungen unter dem Dach
des religiösen Konservatismus.
1.1 Roe v. Wade als Weckruf der Pro-Life-Bewegung
Dass Abtreibung zu einem
hot button issue
werden konnte, ist zuvorderst auf die Supreme
Court-Entscheidung im Fall
Roe v. Wade
(1973)6 zurückzuführen. Nachdem in den USA vor
1973 bezüglich der Abtreibung eine Zweiklassengesellschaft entstanden war, in welcher die
bis dato
7, hatte die Ge-
richtsentscheidung einen transformierenden Effekt auf die Gesetze und somit auch die Poli-
tik8:
Roe
transformed abortion from a dangerous and illicit nightmare into
a safe medical option. 9. Nahezu alle bestehenden, die Abtreibung kriminalisierenden, Einzel-
staatengesetze wurden in der Folge für ungültig erklärt.
Entscheidend ist hierbei der Passus des Urteils, welcher eine Trimestereinteilung der
Schwangerschaft beinhaltete und nunmehr den Einzelstaaten Restriktionen der Abtreibungs-
durchführung nur im letzten sowie im zweiten Trimester, außer zum Schutz des Mutterlebens,
ermöglichten. Das erste Trimester die Periode in welcher über 75 Prozent aller Föten abge-
trieben werden durfte keinen Einschränkungen unterworfen werden.
Im Parallelfall
Doe v. Bolton
(1973)10 schwächten die Richter mit einer wenig präzisen Defi-
) sogar die Trimesteridee ab und ermög-
lichten es Ärzten, Spätabtreibungen im Fall einer ernsthaften, folgenschweren Gefahr der
rchzuführen.
Während Einzelstaaten wie Washington und New York in der Folge Abtreibung legalisierten,
bildete sich eine Gruppe von Herausforderer-Staaten, wie Massachusetts, Minnesota oder
6
in: Shapiro, Ian (Hrsg.): Abortion.
The Supreme Court Decisions. Indianapolis: Hackett Publishing Company 1995. S. 46-70.
7
Byrnes, Timothy A. (Hrsg.): Abortion Politics in American States. Armonk: M.E. Sharpe 1995. S. 2.
8 Ebd., S. 5.
9 McKeegan (siehe Anm. 4),. S. 130.
10 Gesamtes Urteil von
in: Shapiro (siehe Anm. 6), S. 71-
79.
2
Pennsylvania, welche die Grenzen des Urteils durch restriktive Gesetze zu testen suchten11.
Pennsylvania war dabei einer der Staaten mit dem strengsten Abtreibungsgesetz, welches in
fast regelmäßigen Abständen vor dem State Supreme Court beziehungsweise dem Supreme
Court prozessiert wurde.
1.2 Webster v. Reproductive Health Services als Weckruf der Pro-Choice-Bewegung
Nach der deutlichen Entscheidung in
Roe v. Wade
mit sieben zu zwei Richterstimmen, ge-
wann die Thematik 1989 wieder an Brisanz: In
Webster v. Reproductive Health Services
(1989)12 entschied der Supreme Court knapp mit fünf zu vier Stimmen, dass ein Gesetz in
Missouri mit der Verfassung und der
Roe v. Wade
-Entscheidung in Einklang steht. Dabei
handelte es sich um Restriktionen der Abtreibungspraxis für öffentliche Mittel, Einrichtungen
und Mitarbeiter. Das Abtreibungsthema wurde erneut auf die oberste Politikagenda geführt
und die Einzelstaaten zu Restriktionen, die bei
Roe v. Wade
nicht geregelt wurden, eingela-
den.
In der Literatur ist die Rede von einem Supreme Court, der mit der
Webster
-Entscheidung
Politik machte, ohne genaue Inhalte zu bestimmen13. Praktisch heißt dies, dass bis 1991 600
-Abtreibungsregelungen
-Gesetzen ein-
gebracht, etliche prozessiert und lediglich zwölf Prozent umgesetzt wurden14.
Die
Webster
-Entscheidung zwang Politiker, öffentlich zu ihrer Haltung bezüglich Abtreibung
Stellung zu nehmen. Für die Pro-Life-Bewegung als Abtreibungsgegner auf der einen und der
Pro-Choice-Bewegung als Abtreibungsbefürworter auf der anderen Seite war dies die Grund-
lage, Mehrheiten für ihre Standpunkte zu gewinnen. Über
Grassroots Campaigning
, Lob-
byismus und öffentlichkeitswirksame Aktionen versuchten beide intensiven Einfluss auf die
Formulierungen und Entscheidungen in der Politik in den Einzelstaaten zu nehmen.
1.3 Planned Parenthood of Southeastern Pennsylvania v. Casey als Ja und Nein zur
Abtreibung
In der seit 1989 andauernden Debatte über Restriktionen der Abtreibung gab
Planned Parent-
hood of Southeastern Pennsylvannia v. Casey
(1992)15 schließlich einen weiteren, entschei-
denden Anstoß. Der Supreme Court hob die strikte Trimestereinteilung der Schwangerschaft,
11 Segers (siehe Anm. 7), S. 6.
12 Gesamtes Urteil von
in:
Shapiro (siehe Anm. 6), S. 177-194.
13
No Neutral Ground? Abortion Politics in an Age of Absolutes. Boulder: Westview Press 1996.
S. 125.
14 McKeegan (siehe Anm. 4), S. 149.
15 Gesamtes Urteil von
in: Shapi-
ro (siehe Anm. 6), S. 208-259.
3
wie sie in
Roe v. Wade
geschaffen worden war, auf und stärkte zugleich das Recht der Mutter
auf Abtreibung mit Bezug auf Freiheitsrechte und den Schutz der Privatsphäre. Unter Verweis
auf das
Due Process of Law
16 im 14. Verfassungszusatz ist die Privatsphäre eines Indivi-
duums so schützenswert, dass auch die Entscheidung einer Frau, ein Kind zu bekommen oder
abzutreiben, frei von staatlichen Eingriffen zu sein hat.
Trotzdessen wurden auf Einzelstaatenebene prozessierte Restriktionen zugleich bestätigt. So
die Einverständniserklärung von Müttern, vor einer Abtreibung von einem Arzt über die Risi-
ken und Alternativen einer Abtreibung informiert worden zu sein; die Benachrichtigung des
Partners nach einer Abtreibung; die Zustimmung eines Elternteils von Minderjährigen im Fall
einer Abtreibung; eine 24 Stunden-Wartefrist zwischen der eben genannten Informations-
pflicht und dem Durchführen der Abtreibung. Angefochten wurde lediglich die verpflichtende
Berichterstattung von Abtreibungsdienstleistern.
2. Fallbeispiele
2.1 Einführung
Die
Webster
- und die
Casey
-Entscheidung umfasst einen Zeitraum in der ersten Hälfte der
1990er Jahre, der sich in der Untersuchung der Abtreibungsdebatte als überaus interessant
darstellt. In dieser Periode wurde die Abtreibungspolitik von der gesamtstaatlichen Ebene
zurück auf die Einzelstaatenebene verlagert17.
Dabei lässt sich in den meisten Fällen mit einem Blick auf die politischen Konstellationen in
den Staaten erkennen, dass konservative, republikanische Einzelstaaten wie North Dakota
oder Mississippi eher restriktive Gesetze zur Abtreibungspraxis hervorgebracht haben, wäh-
rend liberale, demokratische Einzelstaaten wie Washington und New York weniger restriktive
Gesetze vorzuweisen haben18. In Bezug auf die seit 1990 integrierte Pro-Life-Agenda im Par-
teiprogramm der Republikaner und die Pro-Choice-Positionierung der demokratischen Partei
auf Bundesebene wird diese Unterscheidung noch einmal belegt19.
Dennoch werden anschließend zwei Fälle vorgestellt, bei denen Erklärungsbedarf besteht. So
wird die Abtreibungspolitik in Minnesota und Arizona untersucht, da beide Staaten auf den
ersten Blick die Voraussetzungen für Restriktionen der Abtreibungsgesetze vorwiesen, aber
16
Due Process of Law
im fünften Verfassungszusatz mit Ergänzung im 14.
person shall be ...
deprived of life, liberty, or property, without due process of law ... nor shall any State deprive any person of life,
17 Segers (siehe Anm. 7), S. 7.
18 Vgl. Guttmacher Institute: State facts about abortion. 2009. In: http://www.guttmacher.org/statecenter/sfaa.html.
[Letzter Zugriff: 20.04.2009].
19 Graber, Mark A.: Rethinking Abortion. Equal Coice, the Constitution, and Reproductive Politics. Princeton: Pri n-
ceton University Press 1996. S. 137f.
4
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