Autor: Andreas Müller
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern
Details
Institution/Hochschule: Berufsakademie Heidenheim (Finanz- und Rechnungswesen)
Jahr: 2003
Seiten: 30
Note: 1,6
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 422 KB
ISBN (E-Book): 978-3-638-19091-6
ISBN (Buch): 978-3-638-63851-7
Zusammenfassung / Abstract
Jedes Unternehmen ist durch seine Betätigung am Markt vielfältigen Risiken ausgesetzt. Das Erwirtschaften risikoloser Gewinne ist über einen bestimmten Zeitraum hinweg praktisch unmöglich. Risiken sind Bestandteil der Geschäftstätigkeit eines jeden Unternehmers, und sich mit den Risiken des Unternehmertums auseinander zusetzen, gehört daher zu seinen wichtigsten Pflichten.1 Das Umfeld der Unternehmen ist heute dadurch gekennzeichnet, dass der Wettbewerb und die Unternehmenstätigkeit zunehmend globaler und internationaler werden. Steigende Komplexität und wachsende Unternehmensgrößen sind ebenso festzustellen wie eine verstärkte Dynamisierung der Märkte. Daraus resultieren neue Herausforderungen für die Unternehmensführung. Ein Unternehmen erfolgreich zu steuern stellt ein immer größeres Problem dar. Nahezu alle strategischen Entscheidungen der Unternehmensleitung und auch die daraus folgenden operativen Tätigkeiten sind mit Risiken behaftet, die in der Zukunft den Erfolg des Unternehmens bedrohen oder negativ beeinflussen können. Selbst die Erkennung von Risikopotentialen innerhalb des eigenen komplexen Unternehmensgefüges ist ohne ein systematische Vorgehen kaum noch durchführbar. Die wachsende Gefahr zeigt sich auch in den spektakulären Unternehmenskrisen und sogar Zusammenbrüchen, die vor allem in den 90er Jahren durch die Tagespresse gingen, wie z.B. 1993 die Unternehmenskrise der Metallgesellschaft AG oder 1999 die Krise der Philipp Holzmann AG.2 Die hohe Zahl der Insolvenzen zeigt, dass in vielen Unternehmen Warnsignale versagten oder auf entsprechende Warnsignale nicht richtig oder nur unzureichend reagiert wurde. Nachfolgende Untersuchungen haben gezeigt, dass die Hauptgründe der Unternehmenskrisen und Insolvenzen ein fehlendes oder unzureichendes Risikomanagement, sowie das Versagen der Aufsichtsräte und Abschlussprüfer war. 1 Vgl. Braun/Gstach (2002: 43) 2 Vgl. Wolf/Runzenheimer (2001: 17)
Textauszug (computergeneriert)
Risikomanagement und KonTraG
Studienarbeit
für die Prüfung
zum Diplom-Betriebswirt (Berufsakademie)
im Ausbildungsbereich Wirtschaft der Fachrichtung Industrie
an der Berufsakademie
(Staatlichen Studienakademie) Heidenheim
Studienjahrgang: 2000
Abgabetermin: 15.03.2003
Andreas Müller
Inhaltsübersicht
Inhaltsverzeichnis 3
Abbildungsverzeichnis 4
Abkürzungsverzeichnis 4
1. Einleitung 5
1.1 Problemstellung 5
1.2 Zielsetzung 6
1.3 Vorgehensweise 6
1.4 Begriffsabgrenzung 7
1.4.1 Risiko 7
1.4.2 Risikomanagement 7
2. Das KonTraG 7
2.1 Intentionen des KonTraG 7
2.2 Inhalt des KonTraG 9
2.3 Sachlicher Anwendungsbereich des KonTraG 11
2.4 Risiko nach KonTraG 12
3. Risikomanagement nach KonTraG 13
3.1 Organisatorische Rahmenbedingungen 13
3.2 Prozess des Risikomanagements 14
3.2.1 Formulierung der Risikostrategie 15
3.2.2 Risikoidentifikation 16
3.2.3 Risikoanalyse und Bewertung 18
3.2.4 Risikosteuerung 20
3.4 Bestandteile eines Risikomanagementsystems 23
3.4.1 Früherkennungssystem 23
3.4.2 Internes Überwachungssystem 24
3.4.3 Controlling 25
4. Schlussbetrachtung 26
Anlage 1 I
[Inhaltsverzeichnis in Downloaddatei enthalten]
Literaturverzeichnis II
Abkürzungsverzeichnis
Abb. Abbildung
Abs. Absatz
AG Aktiengesellschaft
AGB Allgemeine Geschäftsbedingungen
AktG Aktiengesetz
bzw. beziehungsweise
d.h. das heißt
EDV Elektronische Datenverarbeitung
GmbHG Gesetz betreffend Gesellschaften mit beschränkter Haftung
HGB Handelsgesetzbuch
i.S.d. im Sinne des
IDW Institut der Wirtschaftsprüfer
KonTraG Gesetz zu Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich
n.F. neuer Fassung
z.B. zum Beispiel
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Risikobegriff nach Lück 7
Abb. 2: Der Risikomanagementprozess 14
Abb. 3: Risikobewertung 19
1. Einleitung
1.1 Problemstellung
Jedes Unternehmen ist durch seine Betätigung am Markt vielfältigen Risiken ausgesetzt. Das Erwirtschaften risikoloser Gewinne ist über einen bestimmten Zeitraum hinweg praktisch unmöglich. Risiken sind Bestandteil der Geschäftstätigkeit eines jeden Unternehmers, und sich mit den Risiken des Unternehmertums auseinander zusetzen, gehört daher zu seinen wichtigsten Pflichten.1
Das Umfeld der Unternehmen ist heute dadurch gekennzeichnet, dass der Wettbewerb und die Unternehmenstätigkeit zunehmend globaler und internationaler werden. Steigende Komplexität und wachsende Unternehmensgrößen sind ebenso festzustellen wie eine verstärkte Dynamisierung der Märkte. Daraus resultieren neue Herausforderungen für die Unternehmensführung. Ein Unternehmen erfolgreich zu steuern stellt ein immer größeres Problem dar. Nahezu alle strategischen Entscheidungen der Unternehmensleitung und auch die daraus folgenden operativen Tätigkeiten sind mit Risiken behaftet, die in der Zukunft den Erfolg des Unternehmens bedrohen oder negativ beeinflussen können. Selbst die Erkennung von Risikopotentialen innerhalb des eigenen komplexen Unternehmensgefüges ist ohne ein systematische Vorgehen kaum noch durchführbar.
Die wachsende Gefahr zeigt sich auch in den spektakulären Unternehmenskrisen und sogar Zusammenbrüchen, die vor allem in den 90er Jahren durch die Tagespresse gingen, wie z.B. 1993 die Unternehmenskrise der Metallgesellschaft AG oder 1999 die Krise der Philipp Holzmann AG.2
Die hohe Zahl der Insolvenzen zeigt, dass in vielen Unternehmen Warnsignale versagten oder auf entsprechende Warnsignale nicht richtig oder nur unzureichend reagiert wurde. Nachfolgende Untersuchungen haben gezeigt, dass die Hauptgründe der Unternehmenskrisen und Insolvenzen ein fehlendes oder unzureichendes Risikomanagement, sowie das Versagen der Aufsichtsräte und Abschlussprüfer war.
Diese Erfahrungen ließen Zweifel an der Wirksamkeit des im Aktiengesetz (AktG) definierten dualistischen Systems, bestehend aus Vorstand und Aufsichtsrat, aufkommen.3 Der Gesetzgeber hat auf die Corporate Governance4 Diskussion mit dem Gesetz zur Kontrolle und Transparenz im Unternehmensbereich (KonTraG) reagiert, das zum 01. Mai 1998 in Kraftgetreten ist und von den Aktiengesellschaften die Einrichtung eines Risikomanagements fordert. Die Ausstrahlungswirkung des KonTraG auf andere Rechtsformen macht auch vor den mittelständischen Unternehmen nicht halt.5 Das Gesetz wird hier Anstöße zu einem erhöhten Risikobewusstsein geben.
Auch im Hinblick auf die geplante Einführung der neuen Eigenkapitalrichtlinie Basel II im Jahre 2007 wird das Risikomanagement an Bedeutung gewinnen. Das von den Kreditinstituten zu hinterlegende Eigenkapital bei der Kreditvergabe wird in Zukunft von der Bonität des Unternehmens abhängig sein, wobei die Qualität des Risikomanagements wiederum entscheidenden Einfluss auf die Bonitätsbeurteilung des Unternehmens haben wird.6
1.2 Zielsetzung
Die Problemstellung verdeutlicht die Bedeutung des Risikomanagements für die Unternehmen. Da sich aufgrund der Aktualität viele Unternehmen mit diesem Thema beschäftigen, ist es das Ziel dieser Arbeit zunächst die theoretischen Grundlagen zum KonTraG zu schaffen. Darauf aufbauend wird der Prozess und die Bestandteile des Risikomanagements beschrieben und im Hinblick auf das KonTraG analysiert.
1.3 Vorgehensweise
Zu Beginn dieser Arbeit wurden die Problemstellung und die Zielsetzung dargestellt. Nach dem Punkt 1.3 „Vorgehensweise“ folgt die Begriffserklärung des Risikos und des Risikomanagements.
In Kapitel 2 steht das KonTraG im Mittelpunkt. Es werden Intentionen und Inhalt des KonTraG beschrieben, außerdem wird auf den sachlichen Anwendungsbereich eingegangen. Ein weiterer Teil des Kapitels ist die Erörterung des Risikobegriffs nach KonTraG. Kapitel 3 setzt sich mit dem Risikomanagement nach KonTraG auseinander. Nachdem die erforderlichen organisatorischen Rahmenbedingungen geklärt sind, wird der Prozess des Risikomanagements näher beschrieben und im Hinblick an die Anforderungen des KonTraG analysiert. Ein weiterer Schwerpunkt des Kapitels bildet die Beschreibung und Analyse der Bestandteile eines Risikomanagementsystems.
Kapitel 4 enthält eine abschließende Betrachtung des Themas.
[....]
1 Vgl. Braun/Gstach (2002: 43)
2 Vgl. Wolf/Runzenheimer (2001: 17)
3 Vgl. Pollanz (1999: 393ff)
4 Def.: Unter Corporate Governance versteht man die verantwortungsvolle, auf langfristige Wertschöpfung und Steigerung des Unternehmenswertes ausgerichtete Leitung und Kontrolle von Unternehmen
5 Vgl. Braun/Gstach (2002: 44)
6 Vgl. Braun/Gstach (2002: 50)
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