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Prozesskostenrechnung zur verursachungsgerechten Leistungszuordnung bei Lagerdienstleistern

Seminararbeit, 2002, 38 Seiten
Autoren: Michael Bandl, Dirk Oder
Fach: Wirtschaft - Handel und Distribution

Details

Veranstaltung: Distributionslogistik
Institution/Hochschule: Hochschule Pforzheim (Logistik)
Tags: Prozesskostenrechnung, Leistungszuordnung, Lagerdienstleistern, Distributionslogistik
Kategorie: Seminararbeit
Jahr: 2002
Seiten: 38
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V13488
ISBN (E-Book): 978-3-638-19138-8
ISBN (Buch): 978-3-638-63807-4
Dateigröße: 398 KB

Zusammenfassung / Abstract

Die Arbeit enthält eine Aufreihung der Prozesse bei Lagerdienstleistern sowie Möglichkeiten diese in Kennzehlen zu fassen und in Form einer Prozesskostenrechnung als Angebotsbasis zu nutzen.


Textauszug (computergeneriert)

FACHHOCHSCHULE PFORZHEIM
Hochschule für Gestaltung, Technik und Wirtschaft
Beschaffung und Logistik
SS 2002

Thema:

Prozesskostenrechnung zur verursachungsgerechten
Kostenzuordnung für Lagerdienstleister

Michel Bandl - Dirk Oder

 

Inhalt

Abbildungsverzeichnis  III

Abkürzungsverzeichnis  IV

1 Einleitung  1

2 Untersuchungsgegenstand  2
2.1 Kostenrechnung in Bezug auf die Logistik  2
2.2 Entstehung der Prozesskostenrechnung  2
2.3 Notwendigkeit der Prozesskostenrechnung für Lagerdienstleister  4
2.4 Ziele der Prozesskostenrechnung bei Lagerdienstleistern  5

3 Aufbau der Prozesskostenrechnung in Bezug auf Lagerdienstleister  6
3.1 Definitionen  6
3.2 Voraussetzungen für den Einsatz der Prozesskostenrechnung  8
3.3 Einsatzmöglichkeiten bei Lagerdienstleistern  9
3.4 Analyse der Teilprozesse  10
3.4.1 Die Prozessbewertung  10
3.4.2 Die Tätigkeitsanalyse  11
3.4.3 Die Formulierung der Maßgrößen  13
3.5 Die Ermittlung der Prozesskosten  13
3.6 Verdichtung der Teilprozesse zu Hauptprozessen  18
3.7 Sonderleistungen bei Lagerdienstleistern  23
3.8 Kalkulation mit Prozesskostensätzen  24

4 Erweiterte Anwendungsmöglichkeiten der Prozesskostenrechnung.25
4.1 Management der Prozesskosten  25
4.2 Prozessorientierte Ergebnisrechnung  26
4.3 Performance Measurement  27

5 Grenzen und Probleme der Prozesskostenrechnung  28

6 Abschließende Betrachtung  30

Autorenverzeichnis  32

Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Matrix zur Entscheidungsvariabilität 9
Abbildung 2: Blankoformular zur Erfassung der Tätigkeiten 12
Abbildung 3: Beispieleintrag in ein Tätigkeitenformular 12
Abbildung 4: Erfassung der Maßgrößen 13
Abbildung 5: Unterscheidung lmn/ lmi 14
Abbildung 6: Berechnung der Kosten in Mannjahre 15
Abbildung 7: Erfassen der Ressourcenbeanspruchung in MJ 15
Abbildung 8: Darstellung des lmi/ lmn-Kostenverlaufs 17
Abbildung 9: Ermittlung der Teilprozesskosten 17
Abbildung 10: Verdichtung zu Hauptprozessen allgemein 29
Abbildung 11: Materialfluss im Lagerprozess 20
Abbildung 12: Einbindung der Teilprozesse in die Hauptprozesse 21
Abbildung 13: Prozesssubsumierung 22
Abbildung 14: Prozessorientierte Deckungsbeitragsrechnung 27

Abkürzungsverzeichnis
DB  Deckungsbeitrag
HK  Herstellkosten
HPK  Hauptprozesskosten
lmi  leistungsmengeninduzierte (Kosten)
lmn  leistungsmengenneutrale (Kosten)
MJ  Mannjahre
PKR  Prozesskostenrechnung
TP  Teilprozess

 

1 Einleitung

Steigende Kosten im Bereich der Lagerhaltung zwingen Unternehmen zunehmend Maßnahmen einzuleiten, mittels derer sie ihre Produkte auch in Zukunft zu wettbewerbsfähigen Preisen vertreiben können.

Lagerdienstleister bieten eine Fülle von Serviceleistungen, die es Unternehmen ermöglichen sich auf das Kerngeschäft zu konzentrieren. Die Angebote der Dienstleister beginnen bei der einfachen Lagerbewirtschaftung oder Übernahme der Lagertätigkeiten verbunden mit der Distribution. Hinzu kommen Sonderleistungen, wie Qualitätsprüfungen, Verpackungslösungen und Kommissionierleistungen.

Die Anforderungen, denen Lagerdienstleister unterliegen, haben sich in den letzten Jahren deutlich verändert1. Auf Grund steigender Kosten werden die Kapazitäten der Lager minimiert. Der wachsende Wettbewerbsdruck zwingt Lagedienstleister zu einer kundenorientierten Auftragsbearbeitung mit einer hohen Flexibilität und Zuverlässigkeit. Um eine genaue Aufschlüsselung der von einem Unternehmen durch einen Auftrag entstandenen Kosten zu berechnen, benötigen Lagerdienstleister eine aussagekräftige Kostenrechnung, die es ermöglicht einzelne Prozesse detailliert mit Kosten zu belasten.

Im Rahmen dieser Arbeit sollen die Möglichkeiten der Lagerdienstleister untersucht werden eine Prozesskostenrechnung einzuführen. Ferner werden die von anderen Unternehmen in Anspruch genommenen Serviceleistungen und die daraus resultierenden Kosten verursachungsgerecht zugeordnet. Grundlegende Kenntnisse werden daher im Zusammenhang mit der geschichtlichen Entwicklung der Prozesskostenrechnung zunächst erläutert. Schwerpunkt der Arbeit bildet die Analyse des Aufbaus der Prozesskostenrechnung. In einer abschließenden Betrachtung werden die wichtigsten Ergebnisse heraus gearbeitet und kritisch betrachtet.

2 Untersuchungsgegenstand

2.1 Kostenrechnung in Bezug auf die Logistik

Aufgabe der Kostenrechnung in der Logistik ist es die Kosten und Leistungen, die im Material- oder Warenfluss entstehen, transparent zu machen. Dadurch wird die Kontrolle, Planung und Steuerung der Logistik ermöglicht. Defizite in der Logistik lassen sich dadurch rechtzeitig erkennen, ebenso können Rationalisierungspotentiale sichtbar gemacht werden. Die gängigen Kostenrechnungsverfahren werden allgemein auf die Logistik wie folgt übertragen:

  • Die Kostenartenrechnung: Die Kostenarten lassen sich zwischen primären und sekundären Logistikkosten differenzieren. Primäre Logistikkosten fallen durch die Nutzung externer Leistungen an, wie bspw. Frachtkosten. Die sekundären Kosten fallen durch innerbetriebliche Liefer- und Lagerleistungen an und werden als Gemeinkosten auf Kostenstellen verrechnet2.
  • Die Kostenstellenrechnung: Aufgabe von Logistikkostenstellen ist die Lokalisierung logistischer Aktivitätsbereiche und die Informationsgewinnung über die Höhe ihrer Kosten3.
  • Die Kostenträgerrechnung: Das Ziel der Kostenträgerrechnung in der Logistik ist die Ausweisung der Logistikkosten als Kalkulationsgrößen. Dies setzt eine genaue Erfassung der logistischen Dienstleistungen voraus. In der Praxis werden die Logistikkosten meist als Gemeinkosten ausgewiesen. Dadurch entstehen Unschärfen bei der Zurechnung der Kosten auf einzelne Produkte und Dienstleistungen.

2.2 Entstehung der Prozesskostenrechnung

Erste Ansätze der Prozesskostenrechnung stammen aus den USA und wurden dort bereits in den 40-er Jahren bei der Firma Caterpillar umgesetzt. Grund war die Verschiebung der Einzelkosten zu den Gemeinkosten, wodurch die herkömmliche Kostenrechnung den Anforderungen nicht mehr gerecht wurde.

 

[....]


1 Vgl. Dittrich, M. (2000), S. 9
2 Vgl. Weber, J. (2002), S. 887
3 Vgl. Teichmann, S. (1989), S. 81


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