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Public Choice and Economic Growth

Scholary Paper (Seminar), 2002, 17 Pages
Author: Francisco Baraona
Subject: Economics / Business: Political Economics

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 17
Grade: 2,7
Language: German
Archive No.: V13494
ISBN (E-book): 978-3-638-19144-9

File size: 176 KB
Notes :
Wirtschaftswachstum, Freiheit und Staatsausgaben. Eine Analyse der Nachhaltigkeit.



Excerpt (computer-generated)

 

Public Choice and Economic Growth

 

 

 


eingereicht von Francisco Baraona

Verzeichnis

1. Einleitung

2. Wirtschaftswachstum und Public Choice

2.1. Wirtschaftswachstum und Institutionen

2.1.1. Eigentumsrecht
2.1.2. Staatsquote
2.1.3. Politische Institutionen

3. Zusammenfassung und Bewertung

4. Literaturverzeichnis

 

 


1. Einleitung

Public Choice Ansichten zur Begründung von Wirtschaftswachstum wurden lange Zeit als nachrangiges Forschungsgebiet betrachtet, da moderne makroökonomische Wachstumstheorien den Prozess des Wirtschaftswachstums bis 1989 gut erklärt haben. Doch der Fall der Berliner Mauer und der Zerfall der Sowjetunion zeigten deutlich, dass politische Institutionen eine wesentlich bedeutendere Rolle in einem Wachstumsprozess spielen als vorher angenommen. Der Versuch, in den ex-kommunistischen Ländern durch die Implementierung demokratischer Systeme das Wirtschaftswachstum anzukurbeln, scheiterte, da gewisse Kriterien nicht erfüllt wurden. Diese Kriterien und empirischen Untersuchungen werde ich unter Punkt 2 vorstellen und erläutern. Die klassischen Wachstumsmodelle wurden vorrangig als Analyseinstrument zur Betrachtung der wesentlichen Wirtschaftswachstumsfaktoren benutzt. Als Basis dieser Betrachtungen galt die Produktionsfunktion. Politische und wirtschaftliche Institutionen wurden als vernachlässigbar betrachtet. Wirtschaftswachstum wurde durch Steigerung des Inputs und / oder durch bessere Ausnutzung der vorhandenen Ressourcen generiert (Human und Physisches Kapital und Technologischer Fortschritt), wobei eine dem Wachstum dienliche institutionelle Struktur vorausgesetzt wurde. Nach dem Zerfall der kommunistischen Systeme änderte sich der Schwerpunkt des Interessensgebietes von Public Choice. Der Fokus der Betrachtungen verschob sich vom Prozess politischer Willensbildung zu der institutionellen Betrachtung. Die Public Choice Betrachtung sieht in erster Linie Markt-Institutionen als wesentlichen Stimulierungsfaktor des Wirtschaftswachstums an. Sie betrachtet, im Gegensatz zu den modernen Wirtschaftsmodellen, institutionelle Rahmenbedingungen nicht als hinreichende Bedingung, sondern vielmehr als notwendige Bedingung. Um richtige politische Entscheidungen treffen zu können mit dem Ziel, Wirtschaftswachstum zu fördern, muss man also sowohl den Public Choice Ansatz als auch die modernen Wachstumsmodelle nehmen.

Politische Entscheidungsträger müssen die richtige institutionelle Umgebung schaffen, damit Marktkräfte sich entfalten und Wirtschaftswachstum entstehen können. Die politischen Entscheider müssen sich in erster Linie also mit der Schaffung richtiger Strukturen beschäftigen, der Markt übernimmt dann die Steuerung der Ressourcen. Falls Politiker sich nur auf die Produktionsfunktion beschränken und nicht auf die institutionelle Struktur achten, wird Wirtschaftswachstum nicht generiert. Wie wir im Transformationsprozess der ex-kommunistischen Länder sehen konnten1, führt der alleinige Einsatz der Produktionsfunktion nicht zum Erfolg. Die Einengung der Sicht auf die Produktionsfunktion verführte sogar zu einer Wachstumspolitik, die zum Scheitern verurteilt war.

Als Einstieg werde ich kurz die Entwicklung der Wachstumstheorien zusammenfassen, um später auf die Bedeutung von Institutionen näher eingehen zu können.

2. Wirtschaftswachstum und Public Choice

Bis Anfang des 20. Jahrhunderts wurde Wirtschaftswachstum aus politischer und ökonomischer Sicht betrachtet. Dies kann man aus Adam Smiths2 und Henry Georgs3 Werken erkennen. Der Bruch zwischen diesen Disziplinen entstand mit der Spezialisierung der Sozialwissenschaften. Die Politikwissenschaftler konzentrierten sich mehr auf die politischen Prozesse, die Wirtschaftswissenschaftler befassten sich mehr mit Gleichgewichtsbedingungen als mit Wachstumsfragen. Gefördert wurde dieser Trend durch die anhaltende Quantifizierung der Wirtschaftswissenschaften durch die Erfolge der Mathematik in der Physik. In der Makro- und Mikroökonomie wurde schwerpunktmäßig die Erreichung stabiler Gleichgewichtszustände untersucht, was durch Keynes4 induziert wurde. Die Wirtschaftswachstumstheorie wurde durch Robert Solow 5 1956 mit den Gleichgewichtsmodellen näher gebracht, was Romer6 (1986), Lucas7 (1988) und Jones und Manuelli8 (1990) zu einer neuen makroökonomischen Theorie mit endogenem Wachstum modellierten. In dieser neuen Theorie wird über mehr Input oder verbesserte Ressourcenausnutzung das Output gesteigert, institutionelle Strukturen werden aber immer noch außer acht gelassen. Die Formel Q = f (K,L) zeigt, dass das Output Q nur gesteigert werden kann, wenn K (Kapital) oder L (Arbeitsmarkt) erhöht werden oder die Funktion f , mit gleichem K und L, verbessert wird. Wirtschaftswachstum wird nach dieser Formel also durch die Quantität und Qualität des Inputs oder durch den Technologiefortschritt induziert. Diese Annahmen sind natürlich richtig, sie verleiten jedoch Politiker dazu, ihre Wachstumspolitik nur nach Gesichtspunkten auszurichten, in denen Input generiert wird und technologischer Fortschritt und - Einsatz gefördert werden. Wie wir sehen werden, ist dieser Ansatz zur Analyse von Wirtschaftswachstum nicht vollständig, da institutionelle Rahmenbedingungen vernachlässigt werden.

2.1. Wirtschaftswachstum und Institutionen

[...]


1 vgl. A. Brunetti „Institutions in Transition“
2 Adam Smith „Inquiry the Nature and Causes of the Wealth of Nations“ 1776
3 Henry Georg „Progress and Poverty“ 1889
4 Keynes, John Maynard „The General Theory of Employment, Interest and Money“ (1935–36)
5 Roberts Solow „A Contribution to the Theory of Economic Growth“, Quarterly Journal of Economics
6 Romer, Paul M. (1986). Increasing Returns and Long-Run Growth. Journal of Political Economy 94: 1002-37
7 Lucas, Robert E. Jr. (1988). On the Mechanics of Economic Development. Journal of Monetary Economics 22: 3-42
8 Jones L. und Manuelli R.E. "A Convex Model of Equilibrium Growth: Theory and Policy Implications," Journal of Political Economy, 1990, 98, 1008-1038


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