Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Hausarbeit, 2008, 14 Seiten
Autor: Saja Dawaadorsh
Fach: Politik - Int. Politik - Thema: Völkerrecht und Menschenrechte
Details
Institution/Hochschule: Universität Potsdam (Institut für Politikwissenschaft)
Tags: Antisemitismus, Xenologie, Fremdheit, Jude
Jahr: 2008
Seiten: 14
Note: 2,3
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-43214-1
ISBN (Buch): 978-3-640-43201-1
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
Ahasver, der ewige Jude, leidend an einem nicht enden wollenden Leben in der Rast- und Heimatlosigkeit. Ist er der Idealtyp eines Fremden? Wenn ja, warum muss er ausgerechnet ein Jude sein? Weil der Jude ein Sinnbild des Fremden ist? Im Zusammenhang mit dem Antisemitismus habe ich vieles über das jüdische Volk gelesen. Mir ist dabei aufgefallen, dass das jüdische Volk sehr oft als eine Bedrohung angesehen wurde. Ihre Angehörigen werden als „gesellschaftliche[…] Fremdkörper oder zumindest als eine Sondergruppe“ (Žmegač 1996: S. 2) betrachtet. Goldstein (in Žmegač 1996: S. 12) spricht im Zusammenhang der tragischen Züge der jüdischen Geschichte in Europa auch von einer „Abneigung gegenüber den »artfremden« Nachbarn in breiten Schichten der Bevölkerung“ während der Jahrhundertwende. Heute finden wir, gehäuft in der arabischen Welt antisemitische Stereotypen, wo Juden als schmutzige, hakennasige, geldgierigere Weltherrscher (Ben-Ari 2002: S. 57) dargestellt werden. Wieso werden Juden im gleichen Atemzug mit dem Fremden aufgezählt? Um diese Fragen zu beantworten, muss erstmal erläutert werden, was das Fremde oder der Fremde überhaupt ist. Verdankt die Fremdheit ihre Entstehung einem Prozess oder ist es schon immer vorhanden? Um die Fremdheit zu erörtern, bediene ich mich drei Theorien aus der Erziehungswissenschaft, da in dieser Disziplin im Zusammenhang mit Emigration und interkultureller Erziehung der Fremdheitsbegriff sehr geläufig ist. Ich werde anhand von zwei traditionellen Theorien die Entstehung und die Charakteristik von Fremdheit aufzeigen und versuche daran die Zusammensetzungsfähigkeit des Fremden mit den Juden heraus zu arbeiten. Denn es kann durchaus sein, dass der Jude als Fremder aufgebaut wird, um eine vorherrschende antijüdische Feindseligkeit zu legitimieren und die Fremdheitsbilder zu instrumentalisieren. Es kann ja auch sein, dass die Begrifflichkeit der Fremdheit im Antisemitismus neue Erkenntnisse und Betrachtungsweisen aufzeigt.
Textauszug (computergeneriert)
1
Universität Potsdam
Institut für Sozial- und Wirtschaftswissenschaften
Proseminar: Antisemitismus im internationalen Vergleich: Historische Entwicklungslinien
aktuelle Tendenzen offene Forschungsfragen
Teilgebiet: Politische Theorie
Thema der Hausarbeit:
,,Der Jude Das Sinnbild (Idealtyp) eines Fremden?"
Sommersemester 2007
Saja Dawaadorsh
1. Hauptfach: Politikwissenschaft
2. Hauptfach: Erziehungswissenschaft
Hauptstudium
6. Fachsemester
2
Inhaltsangabe
1. Einleitung 3
2. Antisemitismus 3
3. Fremdheit 4
3.1. Fremdheit aus der normativen Perspektive 4
3.2. Fremdheit aus der sozial-konstruktivistischen Perspektive 6
4. Xenologie 9
5. Schluss 10
6. Literatur 12
3
1. Einleitung
Ahasver, der ewige Jude, leidend an einem nicht enden wollenden Leben in der Rast- und
Heimatlosigkeit. Ist er der Idealtyp eines Fremden? Wenn ja, warum muss er ausgerechnet ein
Jude sein? Weil der Jude ein Sinnbild des Fremden ist? Im Zusammenhang mit dem
Antisemitismus habe ich vieles über das jüdische Volk gelesen. Mir ist dabei aufgefallen, dass
das jüdische Volk sehr oft als eine Bedrohung angesehen wurde. Ihre Angehörigen werden als
,,gesellschaftliche[...] Fremdkörper oder zumindest als eine Sondergruppe" (Zmegac 1996: S.
2) betrachtet. Goldstein (in Zmegac 1996: S. 12) spricht im Zusammenhang der tragischen
Züge der jüdischen Geschichte in Europa auch von einer ,,Abneigung gegenüber den
»artfremden« Nachbarn in breiten Schichten der Bevölkerung" während der
Jahrhundertwende. Heute finden wir, gehäuft in der arabischen Welt antisemitische
Stereotypen, wo Juden als schmutzige, hakennasige, geldgierigere Weltherrscher (Ben-Ari
2002: S. 57) dargestellt werden. Wieso werden Juden im gleichen Atemzug mit dem Fremden
aufgezählt? Um diese Fragen zu beantworten, muss erstmal erläutert werden, was das Fremde
oder der Fremde überhaupt ist. Verdankt die Fremdheit ihre Entstehung einem Prozess oder
ist es schon immer vorhanden? Um die Fremdheit zu erörtern, bediene ich mich drei Theorien
aus der Erziehungswissenschaft, da in dieser Disziplin im Zusammenhang mit Emigration und
interkultureller Erziehung der Fremdheitsbegriff sehr geläufig ist. Ich werde anhand von zwei
traditionellen Theorien die Entstehung und die Charakteristik von Fremdheit aufzeigen und
versuche daran die Zusammensetzungsfähigkeit des Fremden mit den Juden heraus zu
arbeiten. Denn es kann durchaus sein, dass der Jude als Fremder aufgebaut wird, um eine
vorherrschende antijüdische Feindseligkeit zu legitimieren und die Fremdheitsbilder zu
instrumentalisieren. Es kann ja auch sein, dass die Begrifflichkeit der Fremdheit im
Antisemitismus neue Erkenntnisse und Betrachtungsweisen aufzeigt.
2. Antisemitismus
Die Feindseeligkeit gegenüber Juden ist historisch gesehen ein altes Phänomen, ,,entstanden
aus dem grundsätzlichen Unterschied zwischen einem monotheistischen Minderheitsglauben
und seiner Umgebung und den Spannungen zwischen Judentum, früherem Christentum und
Islam" (Ben-Ari 2002: S. 52). In der europäischen Kultur- und Geistesgeschichte wurde der
Judenhass durch die Kirchenväter verstärkt und im früheren Islam zeigte man eine
,,gleichzeitige Feindschaft gegen die zwei
beschützten Völker
und ihren Glauben und [brachte]
die Minderwertigkeit der beiden [...] als formalen Status" (Ben-Ari 2002: S. 52) hervor.
Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelHausarbeit, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden:
Bisher keine Kommentare