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Untertitel: Energetische Sanierung in Form der Kerndämmung
Diplomarbeit, 2009, 120 Seiten
Autor: Christian Meyer
Fach: Wirtschaftsingenieurwesen
Details
Tags: Energetische, Sanierung, Kerndämmung, Wärmedämmung, Energiebilanz
Jahr: 2009
Seiten: 120
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-45249-1
ISBN (Buch): 978-3-640-45275-0
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Zusammenfassung / Abstract
Angesichts der Bedeutung des Themas „Energieeffiziente Gebäude“, dass durch die Vorgaben der Energieeinsparverordnung 2007 wie beispielsweise die Einführung der Energieausweise für Bestandsgebäude untermauert wird, ist in den letzten Jahren ein enormer Markt bezüglich der nachträglichen Wärmedämmung von Bestandsgebäude entstanden. Begriffe wie Wärmedämmverbundsysteme oder Kerndämmung haben sich zunehmend in das Bewusstsein der Bevölkerung eingefügt. Das zeigt sich u. a. daran, dass mittlerweile eine Vielzahl an Unternehmen diese Arten der Dämmungsmaßnahmen anbieten. Allerdings beschränken sich zahlreiche Unternehmen auf die Kerndämmung mit dem sog. UF-Ortschaum, der auch als Dämmstoff unter Aminoplastortschaum bekannt ist. Angesichts der in der Unternehmenspraxis häufig angewandten Sanierungsmaßnahme gilt es, diesen Dämmstoff in Verbindung mit der Dämmmaßnahme genauer zu betrachten. In den Werbeunterlagen dieser Unternehmen wird eine Energieeinsparung von bis zu 30% postuliert. Daraus lässt sich die primäre Zielsetzung der vorliegenden Arbeit ableiten, die sich auf die Verdeutlichung der tatsächlich eingesparten Energie durch die nachträgliche Wärmedämmung mit Aminoplastortschaum bezieht. Es wird daher mit der vorliegenden Arbeit anhand des Gasverbrauchs von drei Untersuchungsobjekten, die nachträglich mit Aminoplastortschaum gedämmt wurden, eine Wirtschaftlichkeitsbetrachtung angeführt. Allerdings ist die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung nicht als Maßstab für jedes Gebäude anzusehen, da Gebäude immer individuellen Faktoren wie Konstruktion, Nutzung, Nutzeranzahl, usw. ausgesetzt sind. Zudem ist die Betrachtung auf eine gewisse Dauer beschränkt und unterliegt verschiedenen Einflussgrößen wie z. B. dem Klima. Eine Energieeinsparung kann sich daher erst zu einem späteren Zeitpunkt bemerkbar machen. Demzufolge kann diese Ausarbeitung nicht als Richtwert für die Nutzer dieser Dämmungsmethode sondern nur als Anhaltspunkt dienen.
Textauszug (computergeneriert)
Standort Oldenburg
Fachbereich Bauwesen und Geoinformation
WS 2008/2009
Diplomarbeit
zur Erlangung des akademischen Grades
Diplom Wirtschaftsingenieur (FH)
Abgabetermin: 15.04.2009
Analyse und Bewertung von
Energiebilanzen vorhandener, nachträglich
wärmegedämmter Bauobjekte
im Einfamilienhausbereich
Studiengang: Wirtschaftsingenieurwesen - Bauwirtschaft
Vorgelegt von: Christian Meyer
Inhaltsverzeichnis
II
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis II
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VIII
Vorwort IX
1.
Einleitung 1
1.1
Aufgabenstellung 1
1.2 Zielsetzung 2
1.3 Gang der Arbeit 3
2.
Vorstellung der Untersuchungsobjekte (3 EFH) 5
2.1 Gebäude I 5
2.2 Gebäude II 5
2.3 Gebäude III 6
2.4 Allgemeines 6
3.
Bauphysikalische Grundlagen zur Bewertung des 7
Energieverbrauchs der Untersuchungsobjekte (3 EFH) 7
3.1 Leistung, Verbrauch und Temperatur 7
3.2 Wärmeleitfähigkeit 7
3.3 Wärmedurchlasszahl, Wärmedurchlasswiderstand und
Wärmedurchlasskoeffizient 10
3.4 Wärmedurchgang, Wärmedurchgangswiderstand und
Wärmedurchgangskoeffizient 11
3.5 Wasserdampfdiffusionswiderstand 12
3.6 Bewertung 12
4.
Vorgaben für die Untersuchungsobjekte (3 EFH) aus der 16
Energieeinsparverordnung 2007 (EnEV 2007) 16
4.1 Bauliche Anforderungen und Maßnahmen durch die EnEV 2007 an
Gebäude im Bestand in Hinblick auf die Gebäudehülle 17
4.1.1 Außenwände 19
4.1.2 Fenster, Fenstertüren und Dachflächenfenster 20
4.1.3 Außentüren 20
4.1.4 Decken, Dach und Dachschrägen 21
4.1.5 Wände / Decken gegen unbeheizte Räume u. Erdreich 22
4.1.6 Vorhangfassaden 23
5.
Analyse der Gebäudehülle der Untersuchungsobjekte 25
(3 EFH) nach folgenden Bauteilgruppen 25
5.1 Außenwandkonstruktion mit U-Wert 26
Inhaltsverzeichnis
III
5.1.1 Gebäude I 27
5.1.2 Gebäude II 30
5.1.3 Gebäude III 33
5.1.4 Zusammenfassung 35
5.2 Dach/Decken 36
5.2.1 Gebäude I 36
5.2.2 Gebäude II 37
5.2.3 Gebäude III 38
5.3 Fußboden 39
5.3.1 Gebäude I 39
5.3.2 Gebäude II 40
5.3.3 Gebäude III 41
5.4 Resümee 42
6.
Mauerwerksaufbau und Dämmung der Außenwände der 43
Untersuchungsobjekte (3 EFH) 43
6.1 Kerndämmung und Umsetzung der Einschäumung der Außenwände
mit Aminoplastortschaum 44
6.1.1 Die Bestandsaufnahme der Außenwandkonstruktion 47
6.1.2 Die Anforderungen der Dämmstoffe 50
6.1.3 Der Dämmstoff ,,Aminoplastortschaum" 52
6.1.4 Das Dämmungsverfahren 55
6.1.5 Vor- und Nachteile der Kerndämmung 57
6.2 Außen-Dämmung 58
6.2.1 Vor- und Nachteile der Außendämmung (WDVS) 61
6.3 Innendämmung 61
6.3.1 Vor- und Nachteile der Innendämmung 64
6.4 Fazit bezogen auf die Dämmungsarten 64
7.
Vergleich der Energiebilanzen (Energieverbrauch) der nach- 66
träglich wärmegedämmten Objekte mit Aminoplastortschaum 66
7.1 Vergleichskriterien 66
7.1 1 Veränderung des Heizverhalten 66
7.1.2 Veränderung der Bauteile und der Haustechnik 66
7.1.3 Veränderung der Nutzeranzahl 67
7.1.4 Klimafaktor (Witterungsbereinigung) 67
7.2 Energiebilanzen vor der Sanierungsmaßnahme 68
7.3 Energiebilanzen nach der Sanierungsmaßnahme 69
7.4 Vergleich anhand des Verbrauchs 72
Inhaltsverzeichnis
IV
8.
Wirtschaftlichkeitsbetrachtung der nachträglich kerngedämmten
Untersuchungsobjekte (3 EFH) mit Aminoplastortschaum 74
8.1 Verfahren zur Berechnung 75
8.2 Kosten-Nutzen-Analyse 76
8.2.1 Investitionskosten 76
8.2.1.1 Gebäude I 77
8.2.1.2 Gebäude II 78
8.2.1.3 Gebäude III 79
8.2.2 Berechnung der monetären Energieersparnis 80
8.2.2.1 Preisentwicklung von Erdgas je Cent pro kWh 80
8.2.2.2 Einsparung Gebäude I 81
8.2.2.3 Einsparung Gebäude II 82
8.2.2.4 Einsparung Gebäude III 82
8.2.3 Durchführung der Kosten-Nutzen-Analyse 83
8.2.3.1 Gebäude I 84
8.2.3.2 Gebäude II 85
8.2.3.3 Gebäude III 86
8.3 Äquivalentpreis der eingesparten Energie 87
8.3.1 Gebäude I 89
8.3.2 Gebäude II 90
8.3.3 Gebäude III 91
8.4 Amortisationsdauer 92
8.4.1 Gebäude I 94
8.4.2 Gebäude II 95
8.4.3 Gebäude III 96
8.5 Opportunitätskosten 97
8.5.1 Gebäude I 98
8.5.2 Gebäude II 99
8.5.3 Gebäude III 100
9. Fazit der Arbeit 101
Anlagenverzeichnis 103
Quellenverzeichnis 107
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
V
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
Abb. 1: Vorstellung Gebäude I 5
Abb. 2: Vorstellung Gebäude II 5
Abb. 3: Vorstellung Gebäude III 6
Abb. 4: Wärmeleitwert von Baustoffen 8
Abb. 5: Bemessungswerte der Wärmedurchlasswiderstände R von
Luftschichten 9
Abb. 6: Bau und Wärmedämmstoffe im direkten Vergleich 10
Abb. 7: Wärmedurchgang, Wärmedurchlass und Wärmeübergang 14
Abb. 8: Höchstwerte der Wärmedurchgangskoeffizienten bei erstmaligem
Einbau, Ersatz und Erneuerung von Bauteilen 24
Abb. 9: Energieersparnis bei der Dämmung der einzelnen Bauteile 25
Abb. 10: Wandaufbau Gebäude I 27
Abb. 11: Wärmedurchgangskoeffizienten-Berechnung vor Dämmung von
Gebäude I 28
Abb. 12: Wärmedurchgangskoeffizienten-Berechnung nach Dämmung von
Gebäude I 29
Abb. 13: Wandaufbau Gebäude II 30
Abb. 14: Wärmedurchgangskoeffizienten-Berechnung vor Dämmung von
Gebäude II 31
Abb. 15: Wärmedurchgangskoeffizienten-Berechnung nach Dämmung von
Gebäude II 32
Abb. 16: Wandaufbau Gebäude III 33
Abb. 17: Wärmedurchgangskoeffizienten-Berechnung vor Dämmung von
Gebäude III 34
Abb. 18: Wärmedurchgangskoeffizienten-Berechnung nach Dämmung von
Gebäude III 35
Abb. 19: Dach-/Deckenaufbau Gebäude I 36
Abb. 20: Dach-/Deckenaufbau Gebäude II 37
Abb. 21: Dach-/Deckenaufbau Gebäude III 38
Abb. 22: Fußbodenaufbau Gebäude I 39
Abb. 23: Fußbodenaufbau Gebäude II 40
Abb. 24: Fußbodenaufbau Gebäude III 41
Abb. 25: Anteil der Außenwände an der Gebäudehülle 43
Abb. 26: Mauerwerksaufbau (zweischalig) von Außenwänden mit
Luftschicht 45
Abb. 27: Mauerwerksaufbau von Außenwänden, Kerndämmung mit UF-
Ortschaum 46
Abb. 28: Vertikalschnitt einer typischen zweischaligen Außenwand-
Mauerwerkskonstruktion 47
Abb. 29: Endoskopie eines zweischaligen Mauerwerks 48
Abb. 30: Mögliche Luftschichtdicke bei zweischalligem Mauerwerksaufbau 49
Abb. 31: Luftschicht zwischen Mauerwerksschalen 50
Abb. 32: Inhalt eines Güteüberwachungssiegel als Muster 51
Abb. 33: Erster Schritt, Bohrung 55
Abb. 34: Zweiter Schritt, Einführung 56
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
VI
Abb. 35: Dritter Schritt, Bohrloch schließen 56
Abb. 36: Vor- und Nachteile der Kerndämmung 57
Abb. 37: Mauerwerksaufbau von Außenwänden, Außendämmung 58
Abb. 38: Vor- und Nachteile der Außendämmung 61
Abb. 39: Mauerwerksaufbau von Außenwänden, Innendämmung 62
Abb. 40: Vor- und Nachteile der Innendämmung 64
Abb. 41: Durchschnittsverbrauch (kWh) vor der Dämmung, Gebäude I 68
Abb. 42: Durchschnittsverbrauch (kWh) vor der Dämmung, Gebäude II 69
Abb. 43: Durchschnittsverbrauch (kWh) vor der Dämmung, Gebäude III 69
Abb. 44: Voraussichtlicher Verbrauch (kWh Erdgas) nach der Dämmung,
Gebäude I 70
Abb. 45: Voraussichtlicher Verbrauch (kWh Erdgas) nach der Dämmung,
Gebäude III 70
Abb. 46: Heizenergieverbrauch der jeweiligen Monate 70
Abb. 47: Voraussichtlicher Verbrauch (kWh) nach der Dämmung, Gebäude I 71
Abb. 48: Verbrauch (kWh) nach der Dämmung, Gebäude II 71
Abb. 49: Voraussichtl. Durchschnittsverbrauch (kWh) nach der Dämmung,
Gebäude III 71
Abb. 50: Darstellung des Verbrauchs (kWh) vorher/nachher 72
Abb. 51: Bereinigte Darstellung des Verbrauchs (kWh) vorher/nachher 72
Abb. 52: Gesamtsumme Investitionskosten Gebäude I 77
Abb. 53: Gesamtsumme Investitionskosten Gebäude II 78
Abb. 54: Gesamtsumme Investitionskosten Gebäude III 79
Abb. 55: Preisentwicklung je Cent pro kWh Erdgas der vergangenen Jahre... 80
Abb. 56: Voraussichtliche Preisentwicklung für Gas je Cent pro kWh 81
Abb. 57: Einsparung in Gebäude I 81
Abb. 58: Einsparung in Gebäude II 82
Abb. 59: Einsparung in Gebäude III 82
Abb. 60: Kosten-Nutzen-Verlauf von Gebäude I 84
Abb. 61: Erträge durch die Kerndämmung bei dem Gebäude I 84
Abb. 62: Kosten-Nutzen-Verlauf von Gebäude II 85
Abb. 63: Erträge durch die Kerndämmung von Gebäude II 85
Abb. 64: Kosten-Nutzen-Verlauf von Gebäude III 86
Abb. 65: Erträge durch die Kerndämmung von Gebäude III 86
Abb. 66: Preis der eingesparten Kilowattstunde Energie von Gebäude I 89
Abb. 67: Preis der eingesparten Kilowattstunde Energie von Gebäude II 90
Abb. 68: Preis der eingesparten Kilowattstunde Energie von Gebäude III 91
Abb. 69: Amortisation der Kerndämmungs-Maßnahme von Gebäude I 94
Abb. 70: Graphische Darstellung der Amortisation von Gebäude I 94
Abb. 71: Amortisation der Kerndämmungs-Maßnahme bei dem Gebäude II... 95
Abb. 72: Graphische Darstellung der Amortisation bei Gebäude II 95
Abb. 73: Amortisation der Kerndämmungs-Maßnahme bei dem Gebäude III.. 96
Abb. 74: Graphische Darstellung des Amortisation bei Gebäude III 96
Abb. 75: Endkapital bei Festgeldanlage der Sanierungskosten bei dem
Gebäude I 98
Abb. 76: Endkapital bei Festgeldanlage der Sanierungskosten bei dem
Gebäude II 99
Abbildungs- und Tabellenverzeichnis
VII
Abb. 77: Endkapital bei Festgeldanlage der Sanierungskosten bei dem
Gebäude III 100
Abkürzungsverzeichnis
VIII
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
Abbildung
Bsp.
Beispiel
bzw.
beziehungsweise
d. h.
das heißt
EFH
Einfamilienhaus
EnEV
Energieeinsparverordnung
evtl.
eventuell
ggf.
gegebenenfalls
i. d. R.
in der Regel
KS
Kalksandstein
kWh
Kilowattstunde
o. g.
oben genannten
p. a.
Per annum
sog.
so genannte
Tab.
Tabelle
u. a.
unter anderem
UF
Urea-Formaldehyd
usw.
und so weiter
Vgl.
Vergleich
z. B.
zum Beispiel
Vorwort IX
Vorwort
Die Entscheidung, mich in der vorliegenden Diplomarbeit mit der Thematik der
Analyse und Bewertung von Energiebilanzen im Einfamilienhausbereich aus-
einander zu setzen, basiert im Wesentlichen auf drei Gründe, die im Folgenden
erörtert werden:
Im Praxissemester hatte ich die Möglichkeit mich mit der nachträglichen Wär-
medämmung von zweischaligem Mauerwerk durch Aminoplastortschaum im
Einfamilienhausbereich auseinander zu setzen. Dort war ich an der nachträgli-
chen Wärmedämmung von mehr als 20 Objekten beteiligt. Insofern begründet
sich die Auswahl der Themenstellung in der theoretischen Erweiterung der be-
reits im Praxissemester erworbenen Erkenntnisse.
Folgerichtig geht es in der vorliegenden Arbeit um einen empirisch orientierten
Hintergrund. Es ist im Zusammenhang mit der Wärmedämmmaßnahme primär,
dass ein ,,wirtschaftliches Ergebnis" der Objekte erzielt wird. Unter einem wirt-
schaftlichen Ergebnis versteht sich eine lohnende Energieersparnis, die sich
aus den geringeren Geldausgaben des jeweiligen Eigentümers definiert.
Daraus resultiert die ökonomische Perspektive der angesprochenen Sanie-
rungsmaßnahme, die den ausschlaggebenden Grund zur theoretischen
Auseinandersetzung mit der genannten Thematik darstellt.
Ein letzter zentraler Beweggrund, die genannte Thematik näher zu betrachten,
ist der, dass ich im Anschluss des Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen-
Bauwirtschaft, den Ergänzungsstudiengang Facility-Management und Immobi-
lienwirtschaft anstrebe, zu studieren. Immobilienwirtschaft und Facility Mana-
gement sind integrative Disziplinen, die der Wertschöpfung im Bereich der Im-
mobilien von ihrer ersten Idee, über die Entwicklung, Erstellung, Nutzung und
Betrieb bis zu ihrer Umwidmung dienen. Daher tendiere ich zu einer Themen-
stellung aus der Bauwirtschaft, die sowohl die energiesparende Nutzung einer
Immobilie als auch das energieeffiziente Bauwesen selbst berührt
1. Einleitung
1
Analyse und Bewertung von Energiebilanzen vorhandener,
nachträglich wärmegedämmter Bauobjekte
im Einfamilienhausbereich
,,Ich kann freilich nicht sagen, ob es besser wird, wenn es anders
wird; aber soviel kann ich sagen: es muss anders werden, wenn
es gut werden soll." (Georg Christoph Lichtenberg)
1
.
Einleitung
1.1 Aufgabenstellung
Mit dem Beginn der Ölkrise von 1973 kam erstmalig einer breiten Öffentlichkeit
der Bundesrepublik Deutschland das Bewusstsein für die Notwendigkeit zur
Energieeinsparung auf. Durch die daraufhin erfolgte Drosselung der Erdölpro-
duktion kam es zu einer Preissteigerung pro Barrel (159 Liter) Öl von über
400%. Die direkte Reaktion in Deutschland, angesichts der Ölkrise, war, dass
an vier Sonntagen im November/Dezember 1973 ein Fahrverbot verhängt und
neue Geschwindigkeitsbegrenzungen eingeführt wurden. Schließlich war die
Ölkrise ein entscheidender Faktor, dass Gesetz zur Einsparung von Energien in
Gebäuden (Energieeinspargesetz) vom 22.7.1976 zu verabschieden. Im weite-
ren Verlauf der Jahre wurde dieses Gesetzt verändert und ergänzt. Demzufolge
bildete dieses Gesetz die Grundlage für die Heizkostenverordnung vom
28.2.1981 und der Heizungsanlagenverordnung vom 20.1.1989. Ein weiterer
Meilenstein war die Verordnung über einen energiesparenden Wärmeschutz bei
Gebäuden (Wärmeschutzverordnung), welche am 16.8.1994 verabschiedet und
am 1.1.1995 in Kraft trat. Erstmalig wurden in dieser Verordnung Anforderun-
gen an die Dichtheit eines Gebäudes gestellt. 1
1 Vgl. Fischer/Hopfensperger/Pably/Schneiderhan, Energieausweis u. neue EnEV, 2007, S.12
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