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Familienstrukturen im intereuropäischen Vergleich

Scholary Paper (Seminar), 2003, 15 Pages
Author: Andreas Schuster
Subject: Sociology - Gender Studies

Details

Event: Proseminar: Familien in Entwicklung – Entwicklung in Familien
Institution/College: University of Constance (Fachbereich Geschichte und Soziologie)
Tags: Familienstrukturen, Vergleich, Proseminar, Familien, Entwicklung, Familien
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2003
Pages: 15
Grade: gut
Language: German
Archive No.: V13534
ISBN (E-book): 978-3-638-19173-9

File size: 205 KB


Excerpt (computer-generated)

Konstanz
Wintersemester 2002/2003

Proseminar: Familien in Entwicklung – Entwicklung in Familien

Familienstrukturen im intereuropäischen Vergleich

Andreas Schuster

Gliederung

1. Einleitung

2. Wandel der Haushaltsstrukturen
2.1. Trend zur Kleinfamilie
2.2. Trend zu ein–Personen Haushalten

3. Lebensformen junger Erwachsener

4. Eheschließung und Familiengründung
4.1. Verringerung der Heiratsneigung
4.2. Geburten außerhalb der Ehe
4.3. teilweise erhöhte Kinderlosigkeit

5. Elternschaft, Frauenerwerbstätigkeit, Kinderbetreuung
5.1. Value of children
5.2. Frauenerwerbstätigkeit
5.3. Kinderbetreuung

6. Familienauflösung und Pluralisierung
6.1. Entwicklung der Scheidungshäufigkeit
6.2. Familienformen
6.3. Konsequenzen

7. Familial verwandtschaftliche Beziehungen

8. Ausblick

 

1. Einleitung

In Zeiten steigender Bedeutung der europäischen Union und des immer engeren Zusammenwachsens der einzelnen Länder Europas stellt sich die Frage, ob dieses Europa innerlich einheitliche, oder noch immer zutiefst unterschiedliche Gesellschaftsstrukturen aufweist.

Anhand des Textes „Haushalts- und Familienstrukturen im intereuropäischen Vergleich“ von Francois Höpflinger werde ich dieser Frage in Bezug auf Unterschiede und Gemeinsamkeiten der einzelnen Staaten in verschiedenen Teilaspekten der Familienstrukturen und den gesellschaftlichen Rahmenbedingungen derselben nachgehen.

Wirtschaftliche Entwicklung und sozialer Strukturwandel haben unbestritten zu einem Wertewandel und zu der Entwicklung eines weniger fixierten Familienbildes geführt. Der Blick auf die intereuropäischen Zusammenhänge wird nun zeigen, inwieweit dieses Phänomen einheitlich ist, und welche Variationen zwischen den einzelnen Ländern vorherrschen.

2. Wandel der Haushaltsstrukturen

2.1. Trend zur Kleinfamilie

In ganz Europa hat sich, mit wenigen Ausnahmen der Trend zur Kleinfamilie durchgesetzt. Dies ist eine Entwicklung, die vor allem durch demographische Veränderungen und familiale Wandlungen hervorgerufen wurde.

Unter demographischen Veränderungen versteht man den Geburtenrückgang, der dazu geführt hat, dass Familien mit mehr als drei Kindern überall außer in Irrland und in einigen landwirtschaftlich geprägten Regionen Spaniens selten geworden sind.

2.2. Trend zu Einpersonenhaushalten

Ein Anstieg der ein-Personen-Haushalte lässt sich zwar als allgemeiner Trend feststellen, doch man kann hier auch von einem Nord Süd Gefälle sprechen. Während in Skandinavischen Ländern diese Entwicklung am deutlichsten ist, ist in südeuropäischen Ländern nur ein geringer Anstieg zu beobachten. Das Aufkommen von ein-Personen-Haushalten lässt sich vor allem in zwei Personengruppen einteilen, zum einen sind es ältere Menschen die zunehmend alleine wohnen, zum anderen junge Erwachsene.

Das zunehmende Alleinleben älterer Menschen lässt sich durch die demographische Entwicklung erklären, sprich durch die gestiegene Lebenserwartung. Dieser Faktor bringt es auch mit sich, dass es sich bei den Alleinlebenden überwiegend um Frauen handelt, auf Grund des höheren Verwitwungsrisikos.

Ein weiterer Faktor sind jedoch auch die strukturellen Veränderungen, insbesondere auf dem Gebiet der ambulanten Pflege, als auch was die Lebensgewohnheiten älterer Menschen und den Rückgang von 3-Generationen-Haushalten anbelangt.

Bei der Personengruppe der jungen Erwachsenen sind es das höhere Heiratsalter, sowie die spätere Geburt des ersten Kindes die zu der zunehmenden Zahl von ein-Personen- Haushalten geführt haben.

Mit Blick auf die Haushaltsstrukturen kann man somit durchaus von einer Individualisierung sprechen, doch die Frage stellt sich, in wieweit sich daraus Rückschlüsse auf familiale Bindungen möglich sind. Das Zusammenleben einer Familie in einem Haushalt ist oft zeitlich bedingt und löst sich in verschiedenen Lebensabschnitten teilweise auf, ohne dass dadurch Bindungen verloren gehen. Somit ist der Blick auf haushaltsexterne Familienstrukturen wichtig, denn das Maß an Einbindung in soziale Netzwerke beeinflusst massiv die Qualität der jeweiligen familialen Beziehungen.

3. Lebensformen junger Erwachsener

„Verlängerte Jugend“ wird das Phänomen genannt, das maßgeblich zu einem partiellen Durchbruch neuer Lebensformen junger Erwachsener geführt hat. Vor der deutlich verzögerten Familiengründung wird hier eine Phase durchlebt in der ein häufiger Wechsel verschiedener Haushalts- und Lebensformen vonstatten geht.

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