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Wie hält eine sich zunehmend modernisierende Gesellschaft Einzug in die neuere Kinder- und Jugendliteratur?

Termpaper, 2000, 18 Pages
Author: Andrea Hoesch
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies

Details

Event: Didaktik - Deutsch - Medienpädagogik
Institution/College: University of Cologne (Fachbereich Pädagogik)
Tags: Gesellschaft, Einzug, Kinder-, Jugendliteratur, Didaktik, Deutsch, Medienpädagogik
Category: Termpaper
Year: 2000
Pages: 18
Grade: gut
Bibliography: ~ 8  Entries
Language: German
Archive No.: V1362
ISBN (E-book): 978-3-638-10839-3

File size: 132 KB


Excerpt (computer-generated)

Universität Köln

Wie hält eine sich zunehmend modernisierende Gesellschaft 
Einzug in die neuere Kinder- und Jugendliteratur?

von

Andrea Hoesch

2000

 

Inhaltsverzeichnis

1 Einleitung 3

2 Abenteuerliteratur als kinder- und jugendliterarische Gattung 4
2.1 Zum Begriff der Abenteuerliteratur 4
2.2 Funktion von Abenteuerliteratur 6

3 Kurze Inhaltsangaben 7
3.1 William Sleator: Gefährliche Wünsche. Dtv: München 1997 7
3.2 Wolfgang Kuhn: Die grüne Maske. Dtv: München 1998 7
3.3 Michael Hatry: Die Puppe im Feuer. Dtv: München 1997 8

4 Analyseaspekte 9
4.1 Sprache und Stil 9
4.2 Ort und Zeit der Handlung 12
4.3 Auffassung vom Kind- und Erwachsensein;  Stärkung/Schwächung der kindlichen Autonomie 13
4.4 Förderung sozialer Phantasien im Vergleich zu den eigenen sozialen Verhältnissen 14

5 Schlußbemerkungen 16

6 Literaturverzeichnis 18
6.1 Primärliteratur 18
6.2 Sekundärliteratur 18

 

 

1 Einleitung

Wir leben am Ende eines Jahrhunderts, das im Rahmen von stetem Wandel und rasant fortschreitenden Modernisierungen gerade für Kinder und Jugendliche eine Reihe an Veränderungen mit sich gebracht hat. Heutzutage wird ihnen im günstigen Fall nicht nur ein größeres Maß an Freiheit und gleichberechtigter Behandlung zuteil, vielmehr erwartet die Gesellschaft von ihnen auch ein höheres Maß an Vernunft, Selbständigkeit, kritischem Denken und eigenverantwortlichem Handeln.
Generell schlagen sich wesentliche gesellschaftliche Veränderungen immer auch in der Literatur nieder. Daher fragt sich der kritische Beobachter, in welcher Weise jene Veränderungen gerade in die moderne Kinder- und Jugendliteratur ihren Einzug halten; inwieweit sie den Ansprüchen und Wünschen der jungen Leserschaft gerecht werden können und eine Lebenswelt widerspiegeln, in der sie sich selbst finden. Die exemplarische Bearbeitung dreier kinderliterarischer Neuerscheinungen aus dem Bereich der Abenteuerliteratur soll sich den vorgenannten Fragestellungen nähern und die entsprechenden Positionen herausarbeiten.

2 Abenteuerliteratur als kinder- und jugendliterarische Gattung

2.1 Zum Begriff der Abenteuerliteratur

Baumgärtner1 unterscheidet vier wesentliche und für die Gattung der Abenteuerliteratur charakteristische Merkmale: Zum einen versteht sich Abenteuerliteratur als eine auf Spannung2 angelegte Erzählstruktur, in der einzelne Geschehnisse im Text so angeordnet sind, daß sie den Leser für eine Handlung gefangen nehmen, die mehrere Hürden überwinden muß, um dann doch noch zu einem befriedigenden Abschluß zu gelangen. Sich gegenüberstehende Polaritäten wie Held und Gegenspieler, Freund und Feind, Aufgabe und Hindernis, Chance und Gefahr sind geeignete Möglichkeiten, Spannungsmomente zu erzeugen bzw. zu verstärken. In einer fremdartigen Welt, die den Aufbruch aus der relativen Sicherheit heimischer Umgebung in eine bedrohliche, aber verlockende Fremde mit sich bringt, geschehen außergewöhnliche Ereignisse verbunden mit außergewöhnlichen Anforderungen an die Protagonisten, die ein besonderes Maß an Härte, Entschlossenheit, Durchhaltevermögen, Selbstdisziplin, Geistesgegenwart, Einfallsreichtum und Einsatz verlangen3. Wenn auch die erzählte, abenteuerliche Geschichte keinen Anspruch an Authentizität erhebt, so ist ihr Inhalt nach Baumgärtner aber real möglich, d.h. sie entbehrt in seinem Sinne jeglicher Einflußnahme unerklärlicher Wunder; vielmehr greift sie verstärkt auf den Einfluß von Zufällen als real denkbar zurück4. Gerade hier soll auf die Ausführungen von Gerhard Haas5 verwiesen werden, der den Begriff der Abenteuerliteratur nach Baumgärtner unter Hinzunahme des Kriteriums der Phantasie erweitert. Am Beispiel der Reise durch seelische Landschaften verweist er auf die Fähigkeit archaisch - mythischer Bilder sowie mystischer Erfahrungen, die Wirklichkeit im Spiegel phantastischer Bilder darzustellen. Er deutet darauf hin, daß eine solche Reise zum Ich durchaus abenteuerlichen Charakter haben kann.

[...]


1 Baumgärtner, Alfred Clemens: Dem Traum folgen...Das Abenteuer in der neueren Kinder – und Jugendliteratur. In: Abenteuer Buch. Festschrift für Alfred Clemens Baumgärtner. Otto Schober (Hrsg.). Bochum: Ferdinand Kamp Verlag 1993, S. 20–47.

2 Baumgärtner, Alfred Clemens: a.a.O., S. 21.

3 Baumgärtner, Alfred Clemens: a.a.O., S. 22.

4 Baumgärtner, Alfred Clemens: a.a.O., S. 22, 23.

5 Haas, Gerhard: Aufbruch und Ausfahrt. Das phantastische Reiseabenteuer. In: Abenteuer Buch. Festschrift für Alfred Clemens Baumgärtner. Otto Schober (Hrsg.). Bochum: Ferdinand Kamp Verlag 1993, S. 73 – 85.


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