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„Philatelie im Geschichtsunterricht am Beispiel des Augsburger Religionsfriedens von 1555 und des Attentates auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944“

Termpaper, 2007, 19 Pages
Author: Arne Ostheim
Subject: History - Didactics

Details

Event: Geschichte und Gesellschaft. Einführung in die Geschichtsdidaktik
Institution/College: University of Rostock (Historisches Institut)
Category: Termpaper
Year: 2007
Pages: 19
Grade: 1,2
Language: German
Archive No.: V136226
ISBN (E-book): 978-3-640-43397-1
ISBN (Book): 978-3-640-43408-4

Abstract

1. Philatelie und Geschichtsunterricht Die Philatelie hat seit jeher eine enge Bindung an die Geschichte. Beginnend bei den Insignien eines Staates über die Bilder des jeweiligen Staatsoberhauptes, bis hin zu kulturellen Werten und Gedenken reicht das Themenspektrum, welches sich auf den Briefmarken wieder findet. Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Philatelie, ihr Bezug zu Schülern und den Möglichkeiten für eine Einbindung in den Geschichtsunterricht, auf Grundlage der lebensweltlichen Bezüge. Zu Beginn soll das Verhältnis von Briefmarken bzw. der Lebenswelt in der Geschichtskultur aufgezeigt und geklärt werden, welchen Stellenwert die Philatelie dort einnimmt. Weiter soll anhand des Augsburger Religionsfriedens von 1555 und des Attentats auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944 ein Zugang für Schüler zu Thematiken der Geschichte geschaffen werden. Dabei wird eine, unter Hinzunahme von Briefmarkenmotiven erstellte Umfrage unter Schülern verschiedener Klassenstufen am Gymnasium herangezogen, um das jeweilige Geschichtsbewusstsein zu erkennen. Abschließend sollen eventuelle Defizite im Geschichtsbewusstsein am Beispiel des Vergleiches vom Augsburger Religionsfrieden und dem 20. Juli 1944 aufgezeigt unter Einsatz von Briefmarken in der Geschichtsdidaktik vorgenommen werden.


Excerpt (computer-generated)

Universität Rostock

Historisches Institut

Proseminar:

Basiskurs Geschichtsdidaktik:

Geschichte und Gesellschaft. Einführung in die Geschichtsdidaktik

Wintersemester 2006/07

Seminararbeit zum Thema:

,,Philatelie im Geschichtsunterricht am Beispiel des Augsburger Religions-

friedens von 1555 und des Attentates auf Adolf Hitler vom 20. Juli 1944"

Vorgelegt in neuer deutscher Rechtschreibung von:

Arne Ostheim

5. Semester: Lehramt Haupt- & Realschule: Deutsch/ Geschichte/ Religion

Rostock, den 10. März 2007


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis 02

1.) Philatelie und Geschichtsunterricht 03

2.) Die Briefmarke-Ein Spiegel der Geschichte 04

2.1) Die Philatelie und die Geschichtskultur 04

2.2) Der Schülerstandpunkt zur Philatelie im Altersspektrum 05

2.2.1) Umfrage zum Thema Augsburger Religionsfrieden 05

2.2.2) Umfrage zum Thema 20. Juli 1944 07

2.2.3) Auswertung der Umfragen und Bilanzierung 08

3.) Einbindung der Philatelie in didaktische Überlegungen 12

4.) Literaturverzeichnis 15

5.) Anhang 17

5.1) Fragebogen 17

5.2) Briefmarkenmotive der Umfrage 17

5.2.1) 450 Jahre Augsburger Religionsfrieden 17

5.2.2) 50. Jahrestag des 20. Juli 1944 18

2


1. Philatelie und Geschichtsunterricht

Die Philatelie hat seit jeher eine enge Bindung an die Geschichte. Begin-

nend bei den Insignien eines Staates über die Bilder des jeweiligen Staatsober-

hauptes, bis hin zu kulturellen Werten und Gedenken reicht das Themenspektrum,

welches sich auf den Briefmarken wieder findet.1

Gegenstand der vorliegenden Arbeit ist die Philatelie, ihr Bezug zu Schü-

lern und den Möglichkeiten für eine Einbindung in den Geschichtsunterricht, auf

Grundlage der lebensweltlichen Bezüge. Zu Beginn soll das Verhältnis von

Briefmarken bzw. der Lebenswelt in der Geschichtskultur aufgezeigt und geklärt

werden, welchen Stellenwert die Philatelie dort einnimmt. Weiter soll anhand des

Augsburger Religionsfriedens von 1555 und des Attentats auf Adolf Hitler vom

20. Juli 1944 ein Zugang für Schüler zu Thematiken der Geschichte geschaffen

werden. Dabei wird eine, unter Hinzunahme von Briefmarkenmotiven erstellte

Umfrage unter Schülern verschiedener Klassenstufen am Gymnasium herangezo-

gen, um das jeweilige Geschichtsbewusstsein zu erkennen. Abschließend sollen

eventuelle Defizite im Geschichtsbewusstsein am Beispiel des Vergleiches vom

Augsburger Religionsfrieden und dem 20. Juli 1944 aufgezeigt unter Einsatz von

Briefmarken in der Geschichtsdidaktik vorgenommen werden.

1 Sauer, Michael: Originalbilder im Geschichtsunterricht - Briefmarken als historische

Quellen. In: Gerhard Schneider (Hrsg.): Die visuelle Dimension des Historischen. Hans

Jürgen Pandel zum 60. Geburtstag. Schwalbach 2002. S. 160 f.

3


2. Die Briefmarke - Ein Spiegel der Geschichte

2.1) Die Philatelie und die Geschichtskultur

Die Philatelie ist ein Bestandteil der Geschichtskultur, nach Jörn Rüsen die

,,äußere Seite" des historischen Lernens. Zur Geschichtskultur zählt für ihn und

Bernd Schönemann ,,Schule, die Kultusbürokratie, die Richtlinien, die Schulbü-

cher, die Museen, Ausstellungen, der ganze geschichtliche Kulturbetrieb, in dem

es um Geschichte geht, staatlich organisierte Gedenkfeiern, die Massenmedien",

zu denen auch die Philatelie zählt, usw. Geschichtskultur bildet mit dem kollekti-

ven und individuellen Geschichtsbewusstsein das Geschichtsbewusstsein der Ge-

sellschaft.2

Das Verhältnis von Geschichtskultur und Geschichtsbewusstsein stellt

Jörn Rüsen dar, indem er festhält, dass die Geschichtskultur der ,,anthropologisch

fundierte" Ausdruck des Geschichtsbewusstseins in ästhetischer, politischer und

kognitiver Form ist, die Geschichtskultur eine Reflektionsform der Geschichte in

der Gesellschaft darstellt.3

Philatelistische Motive geben die Geschichtskultur von ihrer ästhetischen

Seite wieder. Es wird an Ereignisse erinnert, die entweder tief oder weniger tief

im Geschichtsbewusstsein verankert sind, die ebenso auch noch mehr oder weni-

ger Einflüsse auf das historische Denken haben beziehungsweise erkennbar sind.

Beim individuellen Geschichtsbewusstsein ist zu sagen, dass es durch die ge-

schichtsdidaktische Vorgehensweise beeinflussbar ist. Diesbezüglich stellt sich

die Frage inwieweit die Philatelie sich mit Ereignissen befasst, welche ihren Be-

zug zum Geschichtsbewusstsein verloren oder aber sehr stark eingebüßt haben. Es

stellt sich die Frage, wie weit durch die zu den Medien zählende Philatelie der

2 Günther-Arndt, Hilke (Hrsg.):Geschichtsdidaktik. Praxishandbuch für die Sekundarstufe

I und II. Berlin 2003. S. 17 f.; Hasberg, Wolfgang: Methoden geschichtsdidaktischer For-

schung. Problemanzeige zur Methodologie einer Wissenschaftsdisziplin. In: Zeitschrift

für Geschichtsdidaktik. 2002. S. 65; Rohlfes, Joachim: Geschichte und ihre Didaktik.

Göttingen 2005. S. 391 f.; Rüsen, Jörn: Geschichtsdidaktik heute - Was ist und zu wel

chem Ende betreiben wir sie (noch)? In: Ernst Hinrichs, Wolfgang Jocobmeyer: Bil

dungsge schichte und historisches Lernen. Symposium aus Anlaß des des 65. Geburtsta-

ges von Prof. Dr. Karl-Ernst Jeismann, 19.-21. September 1990. Frankfurt am Main 1991.

S.

17

3 Rohlfes, S. 391 f.

4



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