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Analyse und Vergleich von nationalen Innovationssystemen Skandinaviens

Untertitel: Schweden, Norwegen und Island

Diplomarbeit, 2009, 99 Seiten
Autor: Christoph Korzenek
Fach: Wirtschaft - Wirtschaftspolitik

Details

Kategorie: Diplomarbeit
Jahr: 2009
Seiten: 99
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V136653
ISBN (E-Book): 978-3-640-43686-6
ISBN (Buch): 978-3-640-43678-1

Zusammenfassung / Abstract

Zur Erhaltung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unternehmen und einer Volkswirtschaft sind ständig neue Innovationen notwendig. Diese bieten im Sinne neuartiger Produkte oder Prozesse die Möglichkeit zur Produktivitäts- und Wachstumssteigerung und erhöhen folglich die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Ein entscheidender Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung von Wachstum und Wohlstand ist also die Innovationsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Eine Möglichkeit zur Klärung der Frage, wie die Innovationsfähigkeit eines Landes gefördert bzw. beeinflusst werden kann, ist die Analyse des nationalen Innovationssystems. Dabei spielen vor allem die institutionellen Rahmenbedingungen sowie die Kompetenzen und die Vernetzung der beteiligten Akteure eine entscheidende Rolle. Um ein genaueres Bild von dem Innovationssystem eines Landes zu bekommen, sollten möglichst alle für die nationale Innovationsfähigkeit relevanten Kriterien untersucht und analysiert werden. In der vorliegenden Arbeit wird eine solche Analyse von nationalen Innovationssystemen durchgeführt und ein Vergleich zwischen ausgewählten Ländern Skandinaviens vorgenommen. Die Länderauswahl fällt auf das Königreich Schweden, das Königreich Norwegen und die Republik Island. Zu Beginn der Arbeit werden in Kapitel 2 verschiedene theoretische Sichtweisen auf nationale Innovationssysteme und deren Analyse dargestellt und anschließend eine für diese Arbeit gültige Definition festgelegt. Des Weiteren werden die Bestandteile eines Innovationssystems aufgezeigt und näher erläutert. Zum Abschluss dieses theoretischen Teils der Arbeit erfolgt eine Festlegung und Beschreibung der zu untersuchenden Kriterien für die später folgende Analyse von nationalen Innovationssystemen in Skandinavien. Im Hauptteil der Arbeit (Kapitel 3) erfolgt eine Analyse der nationalen Innovationssysteme der ausgewählten skandinavischen Nationen, welche in separaten Abschnitten behandelt werden. Dabei werden zu Beginn jeweils kurze Informationen zu den Ländern selbst gegeben und im Anschluss die beschriebenen Analysekriterien von nationalen Innovationssystemen untersucht. Abschließend wird eine Bewertung des jeweiligen nationalen Innovationssystems vorgenommen. Im letzten Abschnitt werden die untersuchten Nationen in Hinblick auf die untersuchten Kriterien und die Innovationsleistung miteinander verglichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen den nationalen Innovationssystemen herausgestellt.


Textauszug (computergeneriert)

UNIVERSITÄT LEIPZIG

Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät

Professur für Innovationsmanagement

und Innovationsökonomik

Analyse und Vergleich von nationalen

Innovationssystemen Skandinaviens

­ Schweden, Norwegen und Island ­

Diplomarbeit

Verfasser:

Christoph Korzenek

Studiengang:

Wirtschaftspädagogik II / NF Informatik


Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis I

Abbildungsverzeichnis III

Abkürzungsverzeichnis IV

1 Einleitung 1

2 Der Ansatz ,,Nationales Innovationssystem" 3

2.1 Theoretische Sichtweisen und Definition 3

2.2 Kriterien für die Analyse der nationalen Innovationssysteme. 6

3 Analyse und Vergleich von nationalen Innovationssystemen

Skandinaviens 14

3.1 Das nationale Innovationssystem Schwedens 14

3.1.1 Analyse des nationalen Innovationssystems Schwedens

16

3.1.2 Zusammenfassung und Bewertung des nationalen

Innovationssystems Schwedens 32

3.2 Das nationale Innovationssystem Norwegens 36

3.2.1 Analyse des nationalen Innovationssystems Norwegens

37

3.2.2 Zusammenfassung und Bewertung des nationalen

Innovationssystems Norwegens 52

3.3 Das nationale Innovationssystem Islands 54

3.3.1 Analyse des nationalen Innovationssystems Islands.. 55

3.3.2 Zusammenfassung und Bewertung des nationalen

Innovationssystems Islands 68

I


3.4 Vergleich der nationalen Innovationssysteme Skandinaviens

71

4 Schlussbetrachtung 78

Literatur VI

II


Abbildungsverzeichnis

Abbildung 1: Untersuchungskriterien zur Analyse von NIS in

Anlehnung an Edquist/Chaminade (2006, S. 114).

[Eigene Darstellung] 8

Abbildung 2: F&E-Ausgaben der skandinavischen Länder von

1981-2005, gemessen als Anteil am BIP (NIFU

STEP, 2007, S. 2) 16

Abbildung 3: Prozentualer Anteil von KMU und Großunternehmen

skandinavischer Länder, welche im Zeitraum von

2002 bis 2004 "new-to-the-market"-Innovationen

eingeführt haben. [Abgeänderte Darstellung in

Anlehnung an (OECD, 2008b, S. 127)] 35

Abbildung 4: Jährliche F&E-Ausgaben in Norwegen von 1970-

2007, gemessen als Anteil am BIP (NIFU STEP,

2009, S. 3). 38

III


Abkürzungsverzeichnis

AUFI

Außeruniversitäre Forschungsinstitute

BIP

Bruttoinlandsprodukt

CIS

Community Innovation Survey

EFTA

European Free Trade Association

EIS

European Innovation Scoreboard

EPO

European Patent Office

EU

Europäische Union

EWR

Europäischer Wirtschaftsraum

F&E

Forschung und Entwicklung

IceTec

Technological Institute of Iceland

IKT

Informations- und Kommunikationstechnologie

IPR

Intellectual Property Rights

KMU

Klein- und mittelständische Unternehmen

NATO

North Atlantic Treaty Organization

NIS

Nationale(s) Innovationssystem(e)

NTBF

New technology-based firms

NUTEK

Schwedische Agentur für wirtschaftliches und

regionales Wachstum

OECD

Organisation for Economic Co-operation and

Development

PPP

Public-private partnership(s)

RCN

Research Council of Norway

IV


STPC

(Icelandic) Science and Technology Policy

Council

USA

Vereinigte Staaten von Amerika

USPTO

United States Patent and Trademark Office

VINNOVA

Schwedische Agentur für Innovationssysteme

V


1

Einleitung

Zur Erhaltung und Stärkung der Wettbewerbsfähigkeit einzelner Unter-

nehmen und einer Volkswirtschaft sind ständig neue Innovationen not-

wendig. Diese bieten im Sinne neuartiger Produkte oder Prozesse die Mög-

lichkeit zur Produktivitäts- und Wachstumssteigerung und erhöhen folg-

lich die Wettbewerbsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Ein entscheidender

Faktor für die wirtschaftliche Entwicklung von Wachstum und Wohlstand

ist also die Innovationsfähigkeit einer Volkswirtschaft. Eine Möglichkeit

zur Klärung der Frage, wie die Innovationsfähigkeit eines Landes geför-

dert bzw. beeinflusst werden kann, ist die Analyse des nationalen Innova-

tionssystems. Dabei spielen vor allem die institutionellen Rahmenbedin-

gungen sowie die Kompetenzen und die Vernetzung der beteiligten Akteu-

re eine entscheidende Rolle. Um ein genaueres Bild von dem Innovations-

system eines Landes zu bekommen, sollten möglichst alle für die nationale

Innovationsfähigkeit relevanten Kriterien untersucht und analysiert wer-

den. In der vorliegenden Arbeit wird eine solche Analyse von nationalen

Innovationssystemen durchgeführt und ein Vergleich zwischen ausgewähl-

ten Ländern Skandinaviens vorgenommen. Die Länderauswahl fällt auf

das Königreich Schweden, das Königreich Norwegen und die Republik Is-

land.

Zu Beginn der Arbeit werden in Kapitel 2 verschiedene theoretische

Sichtweisen auf nationale Innovationssysteme und deren Analyse darge-

stellt und anschließend eine für diese Arbeit gültige Definition festgelegt.

Des Weiteren werden die Bestandteile eines Innovationssystems aufge-

zeigt und näher erläutert. Zum Abschluss dieses theoretischen Teils der

Arbeit erfolgt eine Festlegung und Beschreibung der zu untersuchenden

Kriterien für die später folgende Analyse von nationalen Innovationssys-

temen in Skandinavien.

Im Hauptteil der Arbeit (Kapitel 3) erfolgt eine Analyse der nationalen

Innovationssysteme der ausgewählten skandinavischen Nationen, welche

1


in separaten Abschnitten behandelt werden. Dabei werden zu Beginn je-

weils kurze Informationen zu den Ländern selbst gegeben und im An-

schluss die in Abschnitt 2.2 beschriebenen Analysekriterien von nationa-

len Innovationssystemen untersucht. Abschließend werden eine kurze Zu-

sammenfassung und unter Bezugnahme auf die Innovationsleistung eine

Bewertung des jeweiligen nationalen Innovationssystems vorgenommen.

Im letzten Abschnitt von Kapitel 3 werden die untersuchten Nationen in

Hinblick auf die untersuchten Kriterien und die Innovationsleistung mit-

einander verglichen und Gemeinsamkeiten sowie Unterschiede zwischen

den nationalen Innovationssystemen herausgestellt.

2


2

Der Ansatz ,,Nationales Innovationssystem"

Zu Beginn dieses Kapitels erfolgt eine Darstellung unterschiedlicher

Sichtweisen auf den theoretischen Ansatz des nationalen Innovationssys-

tems.1 Im Anschluss daran wird eine für die vorliegende Arbeit gültige

Definition festgelegt. Im zweiten Teil des Kapitels werden die Bestandteile

eines Innovationssystems erläutert und darauf aufbauend die für eine

Analyse von nationalen Innovationssystemen (NIS) relevanten Kriterien

bestimmt und näher erklärt.

2.1

Theoretische Sichtweisen und Definition

Die wichtigste Quelle für das Wachstum und den Wohlstand einer Nation

sind anerkanntermaßen der technologische Wandel und Innovationen.2

Diese werden als Neuerungen mit ökonomischer Bedeutsamkeit verstan-

den und können verschiedener Natur sein. Innovationen im Sinne von

Produkten sind neue bzw. verbesserte materielle Waren und immaterielle

Dienstleistungen. Auch Kombinationen von bisher bestehenden Elementen

können als neue Produkte angesehen werden (vgl. Edquist, 1997, S. 1). Auf

Prozesse bezogen stellen Innovationen neue technologische oder organisa-

torische Wege und Möglichkeiten zur Produktion von Waren und Dienst-

leistungen dar (vgl. Edquist/Hommen, 2008, S. 8).

In Hinblick auf die Definition und Analyse von NIS stehen jedoch nicht die

Innovationen als solche, sondern der Innovationsprozess im Mittelpunkt.

1 In der englischsprachigen Literatur wird gleichbedeutend dafür entweder der

Begriff ,,national system of innovation" (vgl. bspw. Lundvall, 1992 und Edquist,

1997) oder ,,national innovation system" verwendet (vgl. Nelson, 1993).

2 ,,Der fundamentale Antrieb, der die kapitalistische Maschine in Bewegung setzt

und hält, kommt von neuen Konsumgütern, den neuen Produktions- oder Trans-

portmethoden, den neuen Märkten, den neuen Formen der industriellen Orga-

nisation, welche die kapitalistische Unternehmung schafft." (Schumpeter, 1993,

S. 137)

3



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