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Subtitle: Mikrobiologische und chemische Untersuchung von Klärwasser
Project Report, 2009, 82 Pages
Authors: Nadja Fichtenau, Nadine Jakobi, Ramona Langohr
Subject: Chemistry
Details
Tags: Pflanzenkläranlage, Biokläranlage, Kläranlage, Biologische Untersuchungen, natürlich klären, Gesamtkeimzahl, Biologischer Sauerstoffbedarf, Chemischer Sauerstoffbedarf, Wassergüte
Year: 2009
Pages: 82
Grade: 1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-43495-4
Diese Arbeit wurde als Facharbeit für die Abschlussprüfung zur Ausbildung zur Umweltschutz-technischen Assistentin geschrieben. Es wurden über 3 Monate immer wieder Proben aus einer Pflanzenkläranlage entnommen und auf verschiedene Parameter untersucht. Diese Versuche wurden ausgewertet und dokumentiert. Die Arbeit wurde auch vorgetragen. Die Arbeit wurde mit einer 1 benotet.
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Abstract
Da das Thema Umweltschutz, durch die Auswirkungen des Klimawandels aktueller denn je ist, erschien uns das Thema Pflanzenkläranlage sinnvoll, da diese eine umweltfreundlichere Alternative zur kommunalen Abwasserreinigung ist. Wir haben uns speziell auf die Anlage Ziegler in Neuselhalden bei Steinheim konzentriert, da diese für uns geografisch gut erreichbar ist. Um die Qualität des gereinigten Wassers zu bestimmen, und dadurch auf die Reinigungsleistung zu schließen, haben wir in regelmäßigen Abständen Proben aus dem Ablauf entnommen und einige Parameter qualitativ und quantitativ bestimmt. Aus dem mikrobiologischen, chemischen und physikalischen Bereich wählten wir die für uns relevanten Parameter aus, welche aus dem nachfolgenden Text entnommen werden können. Um besser verstehen zu können, warum gerade diese Parameter so wichtig sind, haben wir uns auch über ihre Wirkung auf Mensch, Tier und Umwelt informiert. Anhand der Ergebnisse unserer Messungen konnten wir die Wassergüte bestimmen und auf die Reinigungsqualität der Pflanzenkläranlage schließen. Für ein besseres Verständnis der Pflanzenkläranlagen, haben wir uns außerdem mit dem Aufbau und der Funktion einer solchen beschäftigt. Ziel einer mikrobiologischen Wasseruntersuchung ist die möglichst frühzeitige Erfassung seuchenhygienisch relevanter Verunreinigungen, welche durch verschiedene Bakterien, Viren und Protozoen entstehen können. Dabei ist die Überlebensdauer der Organismen im Wasser von großer Bedeutung, da von ihr Rückschlüsse auf den Beginn, Verlauf und die Bekämpfung zu schließen sind. Als chemische Parameter wurde der Gehalt von Kupfer, Eisen, Mangan, Sulfat, Fluorid, Chlorid, Nitrat, Nitrit und Phosphat mit Spektrometern und Chromatographen gemessen. Des Weiteren wurde der Gehalt von Nitrat, Nitrit, Sulfat, Ammonium und Phosphat mit Schnelltests überprüft. Das gereinigte Wasser der vollbiologischen Kleinkläranlage hat die Gewässergüteklasse II und ist somit ein mäßig belastetes Gewässer, welches noch eine gute Sauerstoffversorgung aufweist. Basierend auf der Einteilung der Gewässergüteklassen und mit Hilfe der Trinkwasserverordnung kann darauf geschlossen werden, dass die Qualität des Wassers und damit die Reinigungsleistung der Pflanzenkläranlage Ziegler gut ist, und das gereinigte Wasser problemlos ins Erdreich versickert werden kann. Eventuell höhere Gehalte als in der Trinkwasserverordnung angegeben werden noch während der Versickerung ausgeglichen und gesenkt.
Excerpt (computer-generated)
Nadja Fichtenau,
Nadine Jakobi, Die Pflanzenkläranlage
Ramona Langohr natürlich klären
Inhaltsverzeichnis:
1. Zusammenfassung (alle) 3
2. Summary (alle) 3
3. Zweck (alle) 4
4. Pflanzenkläranlagen allgemein (Nadine) 4
5. Vorstellung der Pflanzenkläranlage Ziegler (Nadja) 6
6. Aufbau (Nadja) 7
6.1 Die Rohrverlegung 8
6.2 Die Vorklärung 8
6.3 Die Beschickung 9
6.4 Das Pflanzenbeet 9
6.5 Der Kontrollschacht 11
6.6 Die Versickerung 11
7. Funktion (Nadine) 12
7.1 Mechanische Reinigung 12
7.2 Biologische Reinigung 13
7.3 Physikalisch-chemische Reinigung 14
8. Probennahme (Nadine) 14
8.1 Geräte 14
8.2 Durchführung 16
9. Biologische Parameter (Ramona) 17
9.1. Mikrobiologische Parameter 17
9.1.1. Gesamtkeimzahl 18
9.1.2. Coliforme Keime 21
9.1.3. Escherichia Coli 27
9.2. Biologischer Sauerstoffbedarf BSB5 35
10. Chemische Parameter (Nadja) 37
10.1. Atomabsorptionsspektroskopie AAS (Nadine) 37
10.1.1. Kupfer, Eisen, Mangan 38
10.2. Atomemissionsspektroskopie AES (Nadja) 42
10.2.1. Natrium 42
10.3. Ionenchromatographie (Nadja) 46
10.3.1. Fluorid, Chlorid, Sulfat, Nitrat, Nitrit 46
10.4. UV/VIS Spektrometer (Nadine) 51
10.4.1. Phosphat 52
10.5. Schnelltests (Ramona) 56
10.5.1. Nitrat 56
10.5.2. Nitrit 58
10.5.3. Phosphat 59
10.5.4. Sulfat 60
10.5.5. Ammonium 61
10.5.6. Chemischer Sauerstoffbedarf CSB 63
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Nadja Fichtenau,
Nadine Jakobi, Die Pflanzenkläranlage
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11. Physikalische Parameter (Nadine) 65
11.1. pH-Wert 65
11.2. Leitfähigkeit 66
11.3. Temperatur 68
12. Fehlerbetrachtung (Nadja) 69
13. Bestimmung der Wassergüte (Ramona) 70
13.1 Die Güte von Fließgewässern 70
13.2 Einteilung der Gewässergüteklassen: 71
13.3 Vergleich der Ergebnisse mit den Wassergüteklassen 72
14. Bewertung der Reinigungsleistung (Nadja) 73
15. Wirtschaftlichkeit (Ramona) 76
16. Quellenverzeichnis (alle) 79
16.1 Bücher und Magazine 79
16.2 Internet 79
16.3 Normen 79
16.4 Sonstige Quellen 80
16.5 Bilderverzeichnis 80
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Nadja Fichtenau,
Nadine Jakobi, Die Pflanzenkläranlage
Ramona Langohr natürlich klären
1. Zusammenfassung
Da das Thema Umweltschutz, durch die Auswirkungen des Klimawandels
aktueller denn je ist, erschien uns das Thema Pflanzenkläranlage sinnvoll, da
diese eine umweltfreundlichere Alternative zur kommunalen
Abwasserreinigung ist. Wir haben uns speziell auf die Anlage Ziegler in
Neuselhalden bei Steinheim konzentriert, da diese für uns geografisch gut
erreichbar ist.
Um die Qualität des gereinigten Wassers zu bestimmen, und dadurch auf die
Reinigungsleistung zu schließen, haben wir in regelmäßigen Abständen
Proben aus dem Ablauf entnommen und einige Parameter qualitativ und
quantitativ bestimmt. Aus dem mikrobiologischen, chemischen und
physikalischen Bereich wählten wir die für uns relevanten Parameter aus,
welche aus dem nachfolgenden Text entnommen werden können.
Um besser verstehen zu können, warum gerade diese Parameter so wichtig
sind, haben wir uns auch über ihre Wirkung auf Mensch, Tier und Umwelt
informiert.
Anhand der Ergebnisse unserer Messungen konnten wir die Wassergüte
bestimmen und auf die Reinigungsqualität der Pflanzenkläranlage schließen.
Für ein besseres Verständnis der Pflanzenkläranlagen, haben wir uns
außerdem mit dem Aufbau und der Funktion einer solchen beschäftigt.
2. Summary
Trough the impact of climate change, the theme of environmental protection is
more currently then ever before. So the topic "plant sewage plant" seemed
meaningful to us, because it is a more environmentally friendlier alternative to
cleaning sewage municipally. We have specifically concentrated us on the
plant Ziegler in Neuselhalden in the near of Steinheim, because these is for us
geographically well attainable.
To determine the quality of the cleaned water, and hence to find out the
cleaning performance, we have periodically collected samples from the expiry
and some parameters qualitatively and quantitatively determined. From the
microbiological, chemical and physical field we examined the relevant
parameters, which can be extracted out of the following text.
In order better to understand why these parameters are so important, we have
also informed us about their effect on human, animal and environment.
Based on the results of our measurements, we were able to determine the
water quality and to find out the cleaning performance of the plant.
For a better understanding of the plant sewage plants, we have in addition,
also dealt with the construction and the function of such system.
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Nadja Fichtenau,
Nadine Jakobi, Die Pflanzenkläranlage
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3. Zweck
Diese Facharbeit wurde geschrieben um die kaum bekannten
Pflanzenkläranlagen bekannter zu machen.
Am Beispiel der Pflanzenkläranlage Ziegler in Neuselhalden bei Steinheim
wurde die Qualität der Reinigungsleistung kontrolliert.
4. Pflanzenkläranlagen allgemein
Pflanzenkläranlagen sind eine gute Alternative zur kommunalen
Abwasserreinigung. Sie werden meist in kleinen Dörfern oder Aussiedlerhöfen
verwendet, da eine Verbindung an das zentrale Abwassernetz zu teuer und zu
umständlich wäre. Der Begriff ,,Pflanzenkläranlage" ist eher
umgangssprachlich. Da die Pflanzen nicht direkt an der Abwasserreinigung
beteiligt sind, lautet der korrekte fachliche Begriff ,,vollbiologische
Kleinkläranlage".
Die Größe einer solchen Pflanzenkläranlage hängt von der Einwohnerzahl ab
die dort angeschlossen werden. Die Mindestgröße allerdings beträgt 4
Einwohner.
Es gibt verschiedene Firmen die Pflanzenkläranlagen bauen, allerdings kann
sie auch unter fachlicher Anleitung zum größten Teil im Eigenbau errichtet
werden.
Als Vorbilder für die Pflanzenkläranlage dienten Sumpfgebiete und mit
Sumpfpflanzen bewachsene Flachwasserareale an Seen oder Flüssen, daher
verwendet man zur Unterstützung der Schilfpflanzen häufig Sumpfpflanzen.
Die Vorläufer der Pflanzenkläranlagen sind die Rieselfelder. Sie wurden im 19.
Jahrhundert erstellt, als die Belastung der Gewässer in großen Städten zu
groß wurde. Man hat das Abwasser auf naheliegende, nährstoffarme Böden
gepumpt. Durch sogenannte Dränrohre wurde das abgesickerte Wasser
wiederum in einen Bach- oder Flusslauf geleitet.
Bild 1: Funktionsweise der Rieselfelder
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Nadja Fichtenau,
Nadine Jakobi, Die Pflanzenkläranlage
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Die durch die Nährstoffe aufgewerteten Böden wurden später
landwirtschaftlich genutzt oder haben sich zu interessanten Biotopen und
Vogelschutzgebieten entwickelt.
Das Prinzip der Rieselfelder wurde weiter ausgebaut und heute bestehen die
Pflanzenkläranlagen aus einer Vorklärung, dem Pumpenschacht, dem
Pflanzenbeet, einem Kontrollschacht und der Versickerung.
Bild 2: Aufbau einer Pflanzenkläranlage
Durch das Zusammenwirken von Mechanik, Biologie, Chemie und Physik
klären die Pflanzenkläranlagen das Wasser auf natürlichem Wege.
Die Vorreinigung ist mechanisch. Hierfür werden Absetzgruben oder
Ausfaulgruben verwendet. In der Absetzkammer wird der Klärschlamm durch
Absetzen und Aufschwimmen abgeschieden. Es gibt Einkammer- und
Mehrkammerabsetzgruben, wobei die Mehrkammerabsetzgrube meist drei
oder vier Kammern hat.
Die Ausfaulgruben haben ebenfalls drei bis vier Kammern, und sind etwa drei-
bis fünfmal so groß wie eine Mehrkammerabsetzgrube. Das Wasser hat hier
somit eine längere Aufenthaltszeit und die organischen Bestandteile des
Schlammes werden unter anaerobem Milieu1 abgebaut.
Der anfallende Schlamm kann entweder zu entsprechenden Entsorgungs-
Anlagen abgeführt werden, oder auf eine Klärschlammvererdungsanlage
ausgebracht werden.
Im Beschickerschacht ist eine Pumpe, die das Abwasser intervallweise oder
konstant auf das Pflanzenbeet pumpt. Bei natürlichem Gefälle ist keine Pumpe
notwendig.
Das Pflanzenbeet ist ein ausgehobenes Becken, das mit einer wasserdichten,
Folie ausgelegt wird um es gegen den Untergrund abzudichten. Das Becken
wird mit Sand- und Kiesschichten unterschiedlicher Korngröße befüllt. In das
Beet werden Sumpf- und Schilfpflanzen eingepflanzt, welche für die
Eintragung von Sauerstoff und die Auflockerung des Bodens sorgen. Das
Pflanzenbeet kann horizontal oder vertikal beschickt werden. Für die vertikale
Beschickung sind zusätzliche Rohre knapp über dem Kies nötig, um das
Wasser gleichmäßig auf der Fläche zu verteilen. Bei der horizontalen
Beschickung wird nur ein Rohr am Anfang des Beetes benötigt, durch das das
Wasser intervallweise auf das Beet gegeben wird.
1 ohne Sauerstoffanwesenheit
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Nadine Jakobi, Die Pflanzenkläranlage
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Durch die Schwerkraft fließt das Wasser allerdings eher diagonal als
horizontal durch den Bodenkörper.
Bild 3: horizontale Beschickung einer Pflanzenkläranlage
Bild 4: vertikale Beschickung einer Pflanzenkläranlage
Das am Ende des Pflanzenbeetes abgesickerte Wasser sammelt sich und
wird durch einen Kontrollschacht geleitet. Hier werden durchschnittlich
zweimal im Jahr Stichproben genommen und analysiert.
Nach dem Kontrollschacht wird das Wasser entweder in einen Flusslauf
eingeleitet oder ins Erdreich versickert. Eine Versickerung ist nur bei einem
Sand, Kies oder Lehmboden und genügend Abstand zum Grundwasser
möglich. Durch eine Wasserrückführung kann das gereinigte Wasser zum
Beispiel für die Klospülung wiederverwendet werden.
5. Vorstellung der Pflanzenkläranlage Ziegler
Die Pflanzenkläranlage Ziegler befindet sich am Rande von Neuselhalden in
der Nähe des Hofes Ziegler.
Neuselhalden ist einer der neun Teilorte von Steinheim am Albuch, das am
nordöstlichen Ende der schwäbischen Alb liegt. Das Dorf liegt in Baden-
Württemberg und gehört zum Kreis Heidenheim.
Die Pflanzenkläranlage wurde im Sommer 2004 von einigen Einwohner und
der Firma Janisch & Schulz GmbH aus Gambach in Hessen gebaut.
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Nadine Jakobi, Die Pflanzenkläranlage
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Da die Abwasserreinigung in Neuselhalden ein Problem darstellte, und ein
Anschluss an die Sammelkläranlage in Mergelstetten, die fast 20 km entfernt
ist, zu teuer war, entschied man sich für die Pflanzenkläranlage als
kostengünstigere und umweltfreundlichere Alternative.
Bild 5: Bauarbeiten
Durch das Engagement der Einwohner dauerte der Bau selbst nur knapp eine
Woche. Die Investitionskosten lagen zwischen 5000 und 6000 Euro, was den
Besitzer der Anlage, Helmut Ziegler, angenehm überraschte.
Die Anlage ist für 45 Einwohnerwerte (EW)2 ausgelegt und es wurden sechs
Höfe beziehungsweise Gebäude angeschlossen.
6. Aufbau
Die Pflanzenkläranlage Ziegler besteht aus je einer Dreikammerabsetzgrube
pro Haus als Vorklärung, einem Beschickerschacht, dem Pflanzenbeet, einem
Kontrollschacht und einer Versickerungsgrube.
Bild 6: Schema der Pflanzenkläranlage
2 Ein Einwohnerwert entspricht einer Person mit einer durchschnittlich produzierten Abwassermenge
von 150 Liter pro Tag (aus ,,Abwasserreinigung mit Pflanzen")
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Nadine Jakobi, Die Pflanzenkläranlage
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6.1 Die Rohrverlegung
Bei der Rohrverlegung muss darauf geachtet werden, dass in der richtigen
Tiefe, dem frostfreien Bereich3 verlegt wird. In die Grabsohle wird eine Schicht
steinfreier Sand gegeben, darauf werden die Rohre verlegt und wiederum mit
Sand bedeckt. Bei der Anlage Ziegler wurden Rohre mit Durchmessern von
100 und 150mm (DN 100, DN 150) in Tiefen bis zu 130cm verwendet.
6.2 Die Vorklärung
In jedem der angeschlossenen Gebäude befindet sich eine Absetzkammer,
die von der Firma Mall Umweltsysteme GmbH aus Donaueschingen sind.
Unterhalb einer Absetzgrube wird mit Sand und Kies eine waagrechte Fläche
geschaffen. Jede Kammer besteht aus drei einzelnen Betonringen, die beim
Einbau aufeinander gesetzt und mit Schachtbaumörtel verbunden werden.
Nach oben hin schließt ein konisches Betonelement mit Betondeckel die
Absetzkammer ab.
Bei den Absetzgruben der Anlage Ziegler handelt es sich um
Dreikammergruben. Die erste Kammer nimmt dabei die Hälfte des Volumens
ein, die zweite und dritte Kammer jeweils ein Viertel.
Bild 7: Dreikammerabsetzgrube
Die verschiedenen Kammern sind über Tauchrohre verbunden. Bei den
Tauchrohren ist zu beachten, dass sie die richtige Eintauchtiefe haben. Sind
sie zu kurz, geraten Schwimmstoffe in die nächste Kammer, schlimmstenfalls
bis ins Pflanzenbeet. Sind die Rohre zu tief, reichen sie in den
Absetzschlamm. Die Tauchrohre in der Anlage Ziegler haben eine Länge
zwischen 30 und 50cm.
Das Abwasser läuft über ein Tauchrohr in die erste Kammer. Von dort aus
weiter in Kammer zwei und dann in Kammer drei. Von den Absetzgruben fließt
das sogenannte Klarwasser weiter zum Beschickerschacht.
3 ab 8cm Tiefe
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6.3 Die Beschickung
Der Beschickerschacht ist insgesamt 2,18m tief und hat einen Durchmesser
von 120cm. Beim Einbau ist, wie bei der Absetzkammer darauf zu achten,
dass eine waagrechte Fläche geschaffen wird.
Bild 8: Querschnitt des Beschickerschachtes
Das Wasser läuft über ein 150er Rohr von den Dreikammerabsetzgruben in
den Beschickerschacht. Von dort aus werden je 150l des vorgereinigten
Wassers intervallweise weiter auf das Pflanzenbeet geleitet.
6.4 Das Pflanzenbeet
Das Pflanzenbeet hat eine Länge von 20m, eine Breite von 7m und eine Tiefe
von 1,20m.
Bild 9: Querschnitt des Pflanzenbeetes
Auf der Beetsohle ist eine wasserdichte hochwertige Folie ausgelegt, die das
Beet gegen den Untergrund abdichtet.
Auf der Folie sind verschiedene Schichten an Sand und Kies aufgeschichtet.
Die unterste Schicht, die Stützschicht, besteht aus 20 cm grobem Kies mit
einer Korngröße von 16 32mm. Darauf folgt eine 10 cm dicke Schicht aus
feinem Kies mit einer Korngröße von 2 8mm.
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