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The Business Case of Diversity - Siemens AG

Scholary Paper (Seminar), 2009, 17 Pages
Author: Markus Allner
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2009
Pages: 17
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V136754
ISBN (E-book): 978-3-640-44385-7
ISBN (Book): 978-3-640-44358-1

Abstract

In dieser Seminararbeit wird die Bedeutung von Diversity für die Siemens AG untersucht. Dieses Thema ist aufgrund der Globalisierung der Märkte für Wissenschaft und Praxis von Bedeutung. Durch die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland und Übernahmen von ausländischen Unternehmen hat sich die Mitarbeiterstruktur vieler Unternehmen stark verändert. So hatten 1990 noch 62 Prozent aller Mitarbeiter der Siemens AG die deutsche Staatsbürgerschaft. Im Jahr 2007 waren es noch 32 Prozent. Mit 328.200 Mitarbeitern an 1.698 Standorten ist Siemens in vielen Regionen der Welt vertreten. Und auch der Wettbewerb ist internationaler geworden. So treten inländische Unternehmen sowohl auf ausländischen als auch auf inländischen Märkten in Konkurrenz mit ausländischen Unternehmen. Eine Konzentration auf den heimischen Markt, wie es in der Vergangenheit der Fall war, ist nicht mehr möglich. Das zeigt auch der Umsatzanteil der Siemens AG, welcher in Deutschland erzielt wird. Waren es 1995 noch 39 Prozent, so liegt dieser Anteil im Geschäftsbericht von 2007 bei 17 Prozent. Diese Veränderungen der Mitarbeiterstruktur, die Erschließung neuer Märkte und die damit verbundene Vielfalt macht es für die Wirtschaft unausweichlich sich mit dem Thema Diversity zu beschäftigen. So heißt es in den Richtlinien der Siemens AG, dass Diversity „eine unschätzbare Quelle für Talent, Kreativität und Erfahrung“ ist. „Sie umfasst die Vielfalt der unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Nationalitäten, Hautfarben, ethnischen und gesellschaftlichen Gruppen, der Geschlechter und der Altersgruppen - also alles, was jeden von uns innerhalb der Gesellschaft einzigartig macht.“ Ziel der vorliegenden Arbeit ist es einen Überblick über die Ziele und Maßnahmen im Management dieser Vielfalt zu geben. In den weiteren Abschnitten werden die Wahrnehmung der Mitarbeiter bezüglich Diversity und erste Erfolge der Siemens AG aufgezeigt.


Excerpt (computer-generated)

The Business Case of Diversity ­ Siemens AG

Seminararbeit

An der

Helmut- Schmidt- Universität/ Universität der Bundeswehr Hamburg

Fakultät Wirtschafts- und Sozialwissenschaften

Seminar Spezielle BWL ­ Jahrgang 2006

Thema: ,,Diversity Management"

Wintertrimester 2009

eingereicht

von:

Markus

Allner

Hamburg, den 24.Februar 2009


I

Inhaltsverzeichnis

Inhaltsverzeichnis I

1. Einleitung

1

2. Ziele des Diversity Managements der Siemens AG

2

3. Maßnahmen der Siemens AG

3

3.1 Landesspezifische Diversity Strategien 3

3.2 Diversity Management in Deutschland 4

3.3 Diversity Management in den USA 6

3.4 Diversity Management in Südafrika 6

4. Empirische Erkenntnisse zu Diversity in der Siemens AG

7

4.1 Aufbau der Untersuchung 7

4.2 Bewusstsein für Diversity Management 8

4.3 Umsetzung von Diversity Management 8

4.4 Wettbewerbsvorteile 9

4.5 Regulierungsmaßnahmen 9

5. Aktuelle Erfolge des Diversity Managements

10

6. Schlussbetrachtung

11

Literaturverzeichnis II


1

1. Einleitung

In dieser Seminararbeit wird die Bedeutung von Diversity für die Siemens AG

untersucht.

Dieses Thema ist aufgrund der Globalisierung der Märkte für Wissenschaft und

Praxis von Bedeutung. Durch die Verlagerung von Produktionsstätten ins Ausland

und Übernahmen von ausländischen Unternehmen hat sich die Mitarbeiterstruktur

vieler Unternehmen stark verändert. So hatten 1990 noch 62 Prozent aller Mitarbeiter

der Siemens AG die deutsche Staatsbürgerschaft.1 Im Jahr 2007 waren es noch 32

Prozent. Mit 328.200 Mitarbeitern an 1.698 Standorten ist Siemens in vielen

Regionen der Welt vertreten.2 Und auch der Wettbewerb ist internationaler

geworden. So treten inländische Unternehmen sowohl auf ausländischen als auch

auf inländischen Märkten in Konkurrenz mit ausländischen Unternehmen. Eine

Konzentration auf den heimischen Markt, wie es in der Vergangenheit der Fall war,

ist nicht mehr möglich. Das zeigt auch der Umsatzanteil der Siemens AG, welcher in

Deutschland erzielt wird. Waren es 1995 noch 39 Prozent,3 so liegt dieser Anteil im

Geschäftsbericht von 2007 bei 17 Prozent.

Diese Veränderungen der Mitarbeiterstruktur, die Erschließung neuer Märkte und die

damit verbundene Vielfalt macht es für die Wirtschaft unausweichlich sich mit dem

Thema Diversity zu beschäftigen. So heißt es in den Richtlinien der Siemens AG,

dass Diversity ,,eine unschätzbare Quelle für Talent, Kreativität und Erfahrung" ist.

,,Sie umfasst die Vielfalt der unterschiedlichen Kulturen, Religionen, Nationalitäten,

Hautfarben, ethnischen und gesellschaftlichen Gruppen, der Geschlechter und der

Altersgruppen - also alles, was jeden von uns innerhalb der Gesellschaft einzigartig

macht."4

Ziel der vorliegenden Arbeit ist es einen Überblick über die Ziele und Maßnahmen im

Management dieser Vielfalt zu geben. In den weiteren Abschnitten werden die

Wahrnehmung der Mitarbeiter bezüglich Diversity und erste Erfolge der Siemens AG

aufgezeigt.

1 Vgl. Sepehri (2002), S. 12.

2 Vgl. Siemens AG (2007).

3 Vgl. Sepehri (2002), S. 13.

4 Siemens AG (2006).


2

2.

Ziele des Diversity Managements der Siemens AG

In diesem Abschnitt werden die Ziele von Diversity Management in der Siemens AG

vorgestellt.

Als Diversity Management werden alle Maßnahmen der Unternehmensführung

bezeichnet, die gezielt personelle Vielfalt fördern, nutzen und wertschätzen.5 Vielfalt

bezeichnet hierbei alle Merkmale, in denen sich Menschen unterscheiden können.

Diese können direkt sichtbar sein, wie das Geschlecht, das Alter, die Hautfarbe oder

die Sprache, aber auch indirekt wie Religionen, sexuelle Ausrichtungen, der Status

der Person im Unternehmen, oder in verschiedenen Bereichen außerhalb des

Unternehmens.6

Im Folgenden werden die Ziele als die ,,von der Organisation bzw. ihren Teilnehmern

selbst formulierten Vorstellungen über erwünschte organisatorische Zustände oder

Verhaltensweisen"7 betrachtet. So hat die Siemens AG weltweit gültige Richtlinien

verfasst: Die ,,Leitsätze für Promoting and Managing Diversity". Das hier definierte

Ziel ist, dass Diversity ein selbstverständlicher Bestandteil der Unternehmenskultur

sein soll und sowohl innerhalb des Unternehmens als auch auf das Verhältnis zu

Kunden, Lieferanten, Geschäftspartnern, Aktionären und anderen mit dem

Unternehmen in Kontakt tretenden Personen anzuwenden ist. Chancengleichheit

und Antidiskriminierung sind die zentralen Grundsätze, welche für Bereiche wie Aus-

und Weiterbildung und bei der Besetzung von Positionen zu beachten sind. Frauen

sollen in allen Ebenen und Menschen mit Behinderung in Teams integriert werden.

Menschen, die in der Gesellschaft der Schikane oder Diskriminierung ausgesetzt

sind, werden innerhalb des Unternehmens geschützt und aktiv unterstützt falls ihnen

Bildungsmöglichkeiten vorenthalten wurden. So möchte die Siemens AG Vielfalt

nutzen und bestmöglich fördern, empfänglich für Erwartungen sein und ein positives

Zusammenspiel zwischen Arbeit und privatem Leben ermöglichen.

In diesen Leitsätzen wird auch darauf hingewiesen, dass sie in jedem Land zu

berücksichtigen sind. Jedoch sind sie keine Einheitslösung und es müssen

zusätzliche spezialisierte Strategien mit entsprechenden Maßnahmen erstellt

5 Vgl. Vedder (2008) S.16.

6 Vgl. Süß (2008) S.409.

7 Staehle (1999), S.438.



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