Bitte warten
Bitte installieren Sie den Flash Player, wenn kein E-Book erscheint.
Untertitel: Gibt es rein altruistische Handlungen?
Hauptseminararbeit, 2009, 15 Seiten
Autor: Anika Nagel
Fach: Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)
Details
Institution/Hochschule: Humboldt-Universität zu Berlin (Institut für Philosophie)
Jahr: 2009
Seiten: 15
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-640-44508-0
ISBN (Buch): 978-3-640-46798-3
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Zusammenfassung / Abstract
In der vorliegenden Arbeit wird von der These ausgegangen, dass es keine moralisch guten Handlungen gibt, ohne dass ein minimaler Anteil an Selbstinteresse verfolgt wird. Es wird zuerst der Versuch einer Definition der moralisch guten Handlung an sich unternommen, auf die ich mich auf den darauffolgenden Seiten beziehe. Anschließend wird auf die Theorie von moralischem Handeln aus Selbstinteresse und des ethischen Egoismus eingegangen und diese anhand der Ausführungen von Anton Leist und Julia Annas dargestellt und diskutiert. Um die Grenze zwischen einer rein altruistischen Handlung und einer „nur“ guten Handlung zu präzisieren werde ich versuchen den Begriff Altruismus als solches zu analysieren und anknüpfend prüfen inwiefern dieser mit einer moralischen Handlung gleichzusetzen ist. Abschließend steht Frage, ob es rein altruistische Handlungen gibt.
Textauszug (computergeneriert)
HUMBOLDT-UNIVERSITÄT ZU BERLIN
Institut für Philosophie
Modul: Mensch, Kultur, Religion
Seminar: Moralische Praxis und ethische Begriffe
Wintersemester 2008/09
Moralisches Handeln aus Selbstinteresse.
Gibt es rein altruistische Handlungen?
Anika Nagel
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung 3
2. Warum
handeln
wir moralisch? 4
3. Moralisches
Handeln
aus Selbstinteresse 5
3.1. Ethischer Egoismus 7
4. Altruismus 10
5. Gibt es eine rein altruistische Handlung? 12
6. Schlussbemerkungen 12
7. Literaturverzeichnis 14
2
1. Einleitung
Wenn man davon ausgeht, dass es moralisch gute und moralisch schlechte
Handlungen gibt, stellt sich die Frage, was genau eine bestimmte Handlung zu einer
guten beziehungsweise schlechten Handlung macht. Des Weiteren ist eine Handlung,
die nicht moralisch verwerflich ist, nicht automatisch moralisch gut. Eine andere
Person zu bestehlen oder beispielsweise ihr physisches sowie psychisches Wohl zu
verletzen ist ohne Frage eine moralisch schlechte Handlung. Jedoch ist es im
Umkehrschluss keine gute Handlung, dies nicht zu tun. Man kann sich, völlig
berechtigter Weise, nicht damit rühmen, eine andere Person nicht bestohlen oder
verletzt zu haben. In dieser Arbeit wird davon ausgegangen, dass jede Person
grundsätzlich bestrebt ist moralisch richtig zu handeln. Allerdings steht dabei nicht
immer ausnahmslos das Wohl der anderen im Vordergrund. Häufig wird nach
konventionellen Schemata gehandelt, weil sich dies so gehört oder es von der
Gesellschaft vorrausgesetzt wird, um sich selbst gegenüber ein reines Gewissen zu
haben oder zumindest kein schlechtes. Was genau aber macht eine Handlung zu einer
rein altruistischen und warum ist es nicht moralisch gut, wenn man in seinen eigenen
Interessen handelt? Ist nicht jede gute Handlung auch in einem gewissen Maße ein
erstrebenswertes Ziel, welches es zu erreichen gilt? Nach einer tugendhaften
Handlung, wird seitens des Akteurs meist auch selbst eine Art von Glück oder
Befriedigung empfunden. In der vorliegenden Arbeit wird von der These
ausgegangen, dass es keine moralisch guten Handlungen gibt, ohne dass ein
minimaler Anteil an Selbstinteresse verfolgt wird. Es wird zuerst der Versuch einer
Definition der moralisch guten Handlung an sich unternommen, auf die ich mich auf
den darauffolgenden Seiten beziehe. Anschließend wird auf die Theorie von
moralischem Handeln aus Selbstinteresse und des ethischen Egoismus eingegangen
und diese anhand der Ausführungen von Anton Leist und Julia Annas dargestellt und
diskutiert. Um die Grenze zwischen einer rein altruistischen Handlung und einer
,,nur" guten Handlung zu präzisieren werde ich versuchen den Begriff Altruismus als
solches zu analysieren und anknüpfend prüfen inwiefern dieser mit einer moralischen
Handlung gleichzusetzen ist. Abschließend steht Frage, ob es rein altruistische
Handlungen gibt.
3
2. Warum handeln wir moralisch?
Der konsequentialistischen Grundidee zufolge, kommt es für die moralische
Richtigkeit bzw. Falschheit von Handlungen auf den Wert der Handlungsfolgen an.
Das heißt, eine Handlung ist dann moralisch richtig, wenn der Wert ihrer Folgen
maximal ist. Der Kerngedanke des Utilitarismus geht davon aus, dass der Wert der
Handlungsfolgen sich nach deren Nutzen bemisst. In diesem Fall ist für den
individuellen Nutzen das Maß der Erfüllung relevant. Nun schließt sich die Frage an,
ob es nicht meist ein Abwiegen der eigenen Interessen ist, die eine Person zu einer
Handlung bewegen.
Julia Annas geht davon aus, dass alle Personen darum bemüht sind großzügig, tapfer
und fair zu handeln.1 Demnach haben wir alle bestimmte Neigungen anderen zu
helfen, sie bezüglich ihrer Rechte zu unterstützen und einzugreifen, wenn jemand in
Not gerät. Sie wirft die Frage auf, ob es moralisch richtig ist, sich für andere in einer
Art und Weise einzusetzen, die unseren persönlichen Neigungen entstammt und ob
man sich, im Gegenzug dazu, zu sehr auf sich selbst konzentriert, wenn man sich
darum bemüht, tugendhaft zu handeln. Annas` Theorie des ethischen Egoismus
besagt, dass der sich ergebende Wert einer Handlung für die handelnde Person den
Standard dafür bildet, was diese für richtig hält, wie sie handelt und welche
Neigungen sie haben sollte. Das heißt, um so höher der Wert einer Handlung ist,
desto größer ist die Neigung der Person diese Handlung auszuführen, um zu einem
Gefühl von Freude und Zufriedenheit zu gelangen.
Eine moralisch gute Handlung, davon wird in dieser Arbeit ausgegangen, ist nicht
durch das unterlassen des Gegenteils gewährleistet. Wie also schon einführend
erwähnt wurde, kann man sich nicht damit rühmen, jemanden nicht bestohlen,
verletzt oder betrogen zu haben. Eine gute Handlung zeichnet sich demzufolge also
durch einen erkennbaren Wert, ein erstrebenswertes Ziel oder positives Ergebnis aus.
Wie aber verhält es sich, wenn der guten Handlung ein persönliches Ziel beiwohnt?
Ist sie dann immer noch moralisch oder hat sie in diesem Fall den Mehrwert einer
tugendhaften Handlung vertan und ist nur noch eine nicht weiter lobenswerte Geste?
Wenn man diesen Gedanken nun weiterverfolgt und davon ausgeht, dass in jeder
1 Annas, Julia. Virtue Ethics and the Charge of Egoism. S. 205
4
Kommentare
Bisher keine Kommentare
Andere Nutzer haben sich auch für folgende Titel interessiert:
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für Microsoft Word
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit - Formatvorlage / Vorlage für eine Hausarbeit für OpenOffice.org
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 9,99 EUR
Formatvorlage zur Erstellung einer Diplomarbeit / Vorlage zur Erstellung einer Hausarbeit
Autor: Marco FeindlerVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2005 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Formatvorlage / Vorlage für eine Diplomarbeit / Hausarbeit
Autor: GRIN VerlagVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008 Als PDF-Datei downloaden für 6,99 EUR
Anleitung zum Erstellen schriftlicher Arbeiten: Der Aufbau einer wissenschaftlichen Arbeit
Autor: Zoran ZivkovicVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit
Autor: Claudia NickelVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2006 Als PDF-Datei downloaden für 4,99 EUR
Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens
Autor: Maik PhilippVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2004 Als PDF-Datei downloaden für 5,99 EUR
Ratgeber zur Erstellung wissenschaftlicher Arbeiten. Diplomarbeiten - Hausarbeiten - Seminararbeiten
Autor: Mark RichterVorlagen, Muster, Formulare, Infobroschüren, 2008
Dieser Text kann über folgende URL aufgerufen und zitiert werden: