Subtitle: Unternehmensfinanzierung mit Venture Capital
Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2009, 24 Pages
Author: Daniel Franzen
Subject: Economics / Business: Investment and Finance
Details
Institution/College: University of applied sciences, Neuss
Tags: Business Angel, Business, Angel, Finance, Corporate, Unternehmensfinanzierung, Venture Capital, Venture, Capital, Private Equity, Eigenkapital, Finanzierung, Fremdkapital, Kapital, Investition, Investment, Bank, Kredit, Gesellschaft, Beteiligung, Beteiligungsfinanzierung, Gesellschafter, Netzwerk, Risikoübernahme, Risiko, Eigenfinanzierung, Fremdfinanzierung
Year: 2009
Pages: 24
Grade: 1,3
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-45169-2
ISBN (Book): 978-3-640-45146-3
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Abstract
Die Eigenkapitalausstattung deutscher Unternehmen im internationalen Vergleich liegt auf einem niedrigen Niveau. Gründe hierfür könnten in der Gestaltung des Kapitalmarktes liegen, aber auch in der deutschen Managementkultur. Fakt ist, dass eine niedrige Eigenkapitalquote für die Aufnahme von Fremdkapital ungünstig ist. Wenig haftendes Eigenkapital erhöht das Risiko für den Kapitalgeber, verschlechtert somit die Konditionen für den Kapitalnehmer und schränkt gleichzeitig die Kreditvergabe in hohem Maße ein. Diese Arbeit betrachtet die Möglichkeit der Finanzierung junger Unternehmen mit Eigenkapital, das durch private Investoren bereitgestellt wird. Fokus ist primär die Funktionsweise und den Ablauf einer Venture Capital Finanzierung durch Business Angels und deren Motive. Diese Möglichkeit soll ferner aufzeigen, in wie weit es sich als Alternative zur Fremdkapitalfinanzierung anbietet und wie der deutsche Markt im internationalen Vergleich positioniert ist. Die Entwicklung wachstumsstarker und innovativer Unternehmen erfordert in vielen Fällen Kapitalbeträge, die deutlich über die persönlichen finanziellen Möglichkeiten der Gründer bzw. Unternehmer hinausgehen. Öffentliche Fördermittel stehen nur in begrenztem Umfang zur Verfügung und eine Fremdfinanzierung wird häufig durch nicht ausreichende Sicherheiten eingeschränkt. Daher bietet sich für den Unternehmer die Möglichkeit einer Beteiligungsfinanzierung durch unternehmensfremde Eigenkapitalinvestoren an. Besonders für junge Unternehmen, die sich noch in der Wachstumsphase befinden, aber auch für größere mittelständische Unternehmen stellt ein Börsengang als Instrument der Eigenkapitalbeschaffung über den Kapitalmarkt meist keine Alternative dar. Die Eigenkapitalstruktur kann stattdessen über Venture Capital- oder Private Equity Gesellschaften optimiert werden. Zur Verfügung gestellt wird Venture Capital, auch Risiko- oder Wagniskapital genannt, von Venture Capital Gesellschaften, die in der Regel über Banken, Versicherungen oder Großunternehmen, aber auch über Privatpersonen durch die Bildung von Fonds, finanziert werden. Eine Variante bzw. Ergänzung zur Beteiligung durch eine VCG stellt die Kooperation mit einem Business Angel dar. [...]
Excerpt (computer-generated)
FOM Fachhochschule für Oekonomie & Management
Neuss
Berufsbegleitender Studiengang zum
Bachelor of Arts (International Management)
6. Semester
Seminararbeit im Modul International Finance & Accounting
Business Angels
Unternehmensfinanzierung mit Venture Capital
Autor:
Daniel Franzen
Düsseldorf, 20.10.2009
Business Angels Unternehemsfinanzierung mit Venture Capital
I
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis I
Abbildungsverzeichnis II
1 Einleitung 1
1.1 Ausgangssituation 1
1.2
Zielsetzung und Gang der Arbeit 1
1.3
Einordnung der Business Angel Finanzierung in den Unternehmenslebenszyklus
1
2
Private Risikoübernahme durch Business Angels 3
2.1
Was sind Business Angels? 3
2.2
Arten von Business Angels 3
2.3
Geschäftsmodell Business Angel 6
2.3.1
Vergleich von formellem und informellem Venture Capital 6
2.3.2
Business Angels: Leistungen und Gegenleistungen 7
2.4
Motivation und Persönlichkeitsmerkmale eines Business Angels 8
2.4.1 Motivation 8
2.4.2 Persönlichkeitsmerkmale 9
3
Business Angels in der Praxis 10
3.1
Der Vermittlungsprozess mittels eines Business Angel Netzwerks 10
3.2 Investitionskriterien 10
3.3
Partnersuche und Partnerwahl 11
3.4 Erfolgsindikatoren
von
Business Angel-Netzwerken 12
3.5 Begleitung
der
Firma Va-q-tec 12
4 Fazit 13
4.1
Vor- und Nachteile der Finanzierung durch Business Angels 13
4.1.1 Vorteile 13
4.1.2 Nachteile 14
4.2
Lösungsansatz: Netzwerke stärker vernetzen 14
4.3 Ausblick 15
Literaturverzeichnis III
Zeitschriftenverzeichnis/Sekundärliteratur V
Internetverzeichnis VI
Business Angels Unternehemsfinanzierung mit Venture Capital
II
Abbildungsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1 Unternehmenslebenszyklus und Finanzierungsanlässe 2
Abbildung 2 Typen von Business Angels 5
Abbildung 3 Arten von Venture Capital 6
Business Angels Unternehemsfinanzierung mit Venture Capital
1
1 Einleitung
1 Einleitung
1.1 Ausgangssituation
Die Eigenkapitalausstattung deutscher Unternehmen im internationalen Vergleich liegt auf
einem niedrigen Niveau.1 Gründe hierfür könnten in der Gestaltung des Kapitalmarktes liegen,
aber auch in der deutschen Managementkultur. Fakt ist, dass eine niedrige Eigenkapitalquote
für die Aufnahme von Fremdkapital ungünstig ist. Wenig haftendes Eigenkapital erhöht das
Risiko für den Kapitalgeber, verschlechtert somit die Konditionen für den Kapitalnehmer und
schränkt gleichzeitig die Kreditvergabe in hohem Maße ein.2
1.2 Zielsetzung und Gang der Arbeit
Diese Arbeit betrachtet die Möglichkeit der Finanzierung junger Unternehmen mit
Eigenkapital, das durch private Investoren bereitgestellt wird. Fokus ist primär die
Funktionsweise und den Ablauf einer Venture Capital Finanzierung durch Business Angels
und deren Motive. Diese Möglichkeit soll ferner aufzeigen, in wie weit es sich als Alternative
zur Fremdkapitalfinanzierung anbietet und wie der deutsche Markt im internationalen
Vergleich positioniert ist.
1.3 Einordnung der Business Angel Finanzierung in den
Unternehmenslebenszyklus
Die Entwicklung wachstumsstarker und innovativer Unternehmen erfordert in vielen Fällen
Kapitalbeträge, die deutlich über die persönlichen finanziellen Möglichkeiten der Gründer
bzw. Unternehmer hinausgehen.3 Öffentliche Fördermittel stehen nur in begrenztem Umfang
zur Verfügung 4 und eine Fremdfinanzierung wird häufig durch nicht ausreichende
Sicherheiten eingeschränkt.5 Daher bietet sich für den Unternehmer die Möglichkeit einer
Beteiligungsfinanzierung durch unternehmensfremde Eigenkapitalinvestoren an. Besonders
für junge Unternehmen, die sich noch in der Wachstumsphase befinden, aber auch für größere
mittelständische Unternehmen stellt ein Börsengang als Instrument der
Eigenkapitalbeschaffung über den Kapitalmarkt meist keine Alternative dar. Die
Eigenkapitalstruktur kann stattdessen über Venture Capital- oder Private Equity
1
Vgl. Hausch, K. (2004), S. 126
2
Vgl. Natter, A. (2003), S. 28
3
Vgl. Schefczyk, M. (2006), S. 1
4
Vgl. kfw-Broschüre ,,Unternehmerkapital"; NRW.BANK-Broschüre ,,Auf dem Weg zur Förderung", S. 12 f.
5
Vgl. Geisel, B. (2004), S. 15
Business Angels Unternehemsfinanzierung mit Venture Capital
2
1 Einleitung
Gesellschaften optimiert werden.6 Die Instrumente zur Beteiligungsfinanzierung werden im
Folgenden anhand des Unternehmenslebenszyklus dargestellt:
Gewinn
Private Equity
Public Equity
Early Stage
Middle Stage
Late Stage
Later Stage
Replacement-
Venture Capital
Growth-Financing
Börsengang (IPO)
Capital
Turnaround-
Seed-Financing
Financing
Start-up-
Bridge-Financing
Financing
First-Stage-
Buy-out/Buy-in
Financing
Gewinnzone
Zeit
Verlustzone
Abbildung 1 Unternehmenslebenszyklus und Finanzierungsanlässe7
Venture Capital wird zur Finanzierung in der Frühphase des Unternehmens herangezogen. In
der Seed-Financing-Phase, der frühesten Stufe der Unternehmensentwicklung, wird
beispielsweise die Umsetzung der Geschäftsidee finanziert, das Unternehmen existiert häufig
noch nicht einmal. In der darauf folgenden Start-up-Periode, während der Gründungsphase
des Unternehmens, ist das primäre Ziel die Finanzierung der ersten Vertriebsaktivitäten und
der Produktentwicklung.
8
Die
First-Stage-Finanzierung wird häufig als
Anschlussfinanzierung an die Gründungsphase genutzt, um den Vertrieb und das Personal zu
stärken, eine Corporate-Identity zu entwickeln sowie die Produktion zu erweitern.9
Zur Verfügung gestellt wird Venture Capital, auch Risiko- oder Wagniskapital genannt,10 von
Venture Capital Gesellschaften, die in der Regel über Banken, Versicherungen oder
6
Vgl. Schefczyk, M. (2006), S. 1
7 Vgl. Reichling, P. (2005), S. 15
8
Vgl. Betsch, O. (2000a), S. 14 f.
9
Vgl. Reichling, P. (2005), S. 19 ff.
10
Vgl. Betsch, O. (2000b), S. 14 f.
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