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Wann eine Maxime moralisch ist

Untertitel: Die Begriffe Gesetz, Prinzip, Maxime, Gebot und Imperativ und ihre Zusammenhänge in Kants ‚Grundlegung zur Metaphysik der Sitten’

Hausarbeit, 2004, 12 Seiten
Autor: Anne Skroblin
Fach: Philosophie - Praktische (Ethik, Ästhetik, Kultur, Natur, Recht, ...)

Details

Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 2004
Seiten: 12
Note: 1,3
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V137022
ISBN (E-Book): 978-3-640-44786-2
ISBN (Buch): 978-3-640-44801-2

Zusammenfassung / Abstract

Immanuel Kant entwarf in seiner ‚Grundlegung zur Metaphysik der Sitten’ ein Überprüfungskriterium, an dem im Idealfall kontrolliert werden kann, ob die Handlung oder der Gedanke hinter der Handlung moralisch gut ist. In dieser Arbeit wird dieses Gerüst nachvollzogen. Die zentralen Begriffe werden sukzessive erklärt und in Beziehung zueinander gestellt. Am Ende kann aus den bis dahin erschlossenen Begriffen Kants Goldstück, der Kategorische Imperativ, entfaltet und verstanden werden – und damit die Frage beantwortet werden: Wann ist eine Handlung (oder der Gedanke dahinter) moralisch?


Textauszug (computergeneriert)

Friedrich-Schiller-Universität Jena

Institut für Philosophie

Proseminar: Ethik bei Cicero und Kant ­ SS 2004

Wann eine Maxime moralisch ist

Die Begriffe

Gesetz, Prinzip, Maxime, Gebot und Imperativ

und ihre Zusammenhänge in

Kants ,Grundlegung zur Metaphysik der Sitten′

Anne Skroblin

Deutsch, Philosophie; Westslawistik (NF)

LA für Gymnasium / 10. Fachsemester


2

Inhaltsverzeichnis

0 Einleitung 3

1 Das Gesetz 4

2 Prinzipien 5

2.1 Das subjektive Prinzip 5

2.1.1 Durch den guten Willen gesteuerte Maximen 5

2.1.2 Durch Neigungen gesteuerte Maximen 6

2.2 Das objektiven Prinzip 6

2.2.1 Das objektive Prinzip als Gebot 7

2.2.1.1 Der Imperativ 7

2.2.1.1.1 Der hypothetische und der kategorische Imperativ 8

2.2.1.1.1.1 Der hypothetische Imperativ 8

2.2.1.1.1.2 Der kategorische Imperativ 9

3 Zusammenfassendes Schlusswort 10

Literaturverzeichnis 11


3

0 Einleitung

Der Mensch ist ein Naturwesen, voll von Trieben, Gelüsten, Gier, Herrschsucht, Habsucht,

Besessenheit, Neid und Eitelkeit. Er ist erfüllt von Neigungen, um seine eigene Glückseligkeit

zu erlangen. Oft getrieben von diesem Egozentrismus, bleibt der Mitmensch auf der Strecke.

Homo homini lupus. Für die Gemeinschaft ist dies hemmend. Das soll nicht heißen, der

Mensch sei prinzipiell von Natur aus schlecht ­ er ist aber auch nicht von Natur aus gut.

Handelt er gut, dann ist dies noch lange nicht moralisch. Will er anderen nichts Böses, dann

meist nur, weil er das mit seinem Gewissen nicht vereinbaren kann, weil er so Gutes auch

zurückerwarten möchte, weil er Angst vor der Rache hat, weil er als ,Liebemann′ dastehen

will. Alles egoistische Gründe.

Der Mensch ist aber auch ein Vernunftwesen. Würde er seine Vernunft stets gebrauchen, so

könnte es gut, harmonisch und gerecht in der Welt zugehen. Der Mensch würde ständig nur

moralisch handeln.

Nun ist der Mensch aber sowohl Naturwesen als auch Vernunftwesen. Hinzu kommt, dass er

ein Gemeinschaftswesen ist und der Interaktion mit seinen Mitmenschen bedarf. Eine

Gemeinschaft funktioniert jedoch nur wenn der Einzelne die anderen Mitglieder als

vollwertige Menschen akzeptiert und achtet, so wie er auch von ihnen geachtet werden

möchte. Hier kommt es zu Diskrepanzen zwischen dem Natur- und dem Vernunftwesen im

Menschen. Um ein friedliches und faires Zusammenleben zu sichern, bedarf es daher Regeln,

die meist gesetzlich manifestiert werden müssen. Fakt ist: Je besser jeder Mensch ist und

handelt, umso besser funktioniert die Gemeinschaft. Aber einfach nur gut zu sein und zu

handeln, reicht nicht immer aus, wenn dieses zufällig und willkürlich ist. Man muss sich in

einer Gemeinschaft, die funktionieren soll, auf das Gute verlassen können. Es muss unbedingt

und absolut notwendig durch sich selbst gut sein. Es muss moralisch sein. Daher strebt der

Mensch schon seit jeher nach dem moralisch Guten. Doch woran macht man das Moralische

fest? Wie bestimmt man, was moralisch ist?

Dieser Frage ging u.a. Immanuel Kant nach. Er entwarf dazu ein Gerüst, das Gesetze und

Prinzipien derart hinterfragte, inwieweit sie notwendig, unbedingt und gut sind. Es entstand

ein Überprüfungskriterium, an dem im Idealfall kontrolliert werden kann, ob die Handlung

oder der Gedanke hinter der Handlung moralisch gut ist.

In dieser Arbeit wird dieses Gerüst nachvollzogen, um ebenfalls am Ende zu wissen, was,

nach Kant, moralisch ist.



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