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Platons Höhlengleichnis und seine Bedeutung in der heutigen Medienwelt close

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Platons Höhlengleichnis und seine Bedeutung in der heutigen Medienwelt

Termpaper, 2006, 17 Pages
Author: Silvia Hennig
Subject: Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

Details

Category: Termpaper
Year: 2006
Pages: 17
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V137104
ISBN (E-book): 978-3-640-45257-6
ISBN (Book): 978-3-640-45285-9

Abstract

Die vorliegende Arbeit handelt von dem Höhlengleichnis in Platons Hauptwerk, der Politeia, und dessen Bezug zur heutigen Medienwelt. Zunächst sollen die Zusammenhänge der platonischen Philosophie geschildert werden. Dafür wird nach einer kurzen Übersicht zu Platons Leben das Höhlengleichnis im Zusammenhang mit den beiden anderen Gleichnissen aus der Politeia, nämlich dem Sonnen- und dem Liniengleichnis, im Kontext der Politeia erklärt. Im Sonnengleichnis wird die Idee des Guten mit der Sonne gleichgesetzt, wobei im Liniengleichnis Gegenstände stufenweise abstrahiert werden, die letztlich in der allgemeinen Grundform enden, nämlich den Ideen. Da das Höhlengleichnis nur im Zusammenhang mit den anderen beiden Gleichnissen zu verstehen ist, bzw. auf diese aufbaut, folgt die Beschreibung des Höhlengleichnisses erst im Anschluss an das Sonnen- und Liniengleichnis. Die Deutung des Höhlengleichnisses, wie sie im siebten Buch der Politeia von Platon selbst erläutert wird, soll zusammengefasst zur anschließenden Interpretation des Gleichnisses im Bezug auf die heutige Medienwelt führen. Drei unterschiedliche Typen von Medienkonsumenten sollen in Vergleich zu bestimmten Schritten des Weges der Erkenntnis gestellt werden. Diese Interpretation des Höhlengleichnisses soll aufzeigen, dass die medial erzeugte Realität zu einer Richtschnur unseres Denkens und Handelns wird und unsere Wahrnehmung der Realität beeinträchtigt. Abschließend wird der Unterschied zwischen der Höhle und der Medienwelt, der sich im Laufe der Interpretation herauskristallisieren wird, hervorgehoben.


Excerpt (computer-generated)

Platons Höhlengleichnis und seine Bedeutung in der

heutigen Medienwelt


Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung 2

2. Leben Platons 2

3. Einordnung des Höhlengleichisses in die Politeia 4

3.1. Das Sonnengleichnis 5

3.2. Das Liniengleichis 6

4. Das Höhlengleichnis 7

4.1. Inhalt des Höhlengleichnisses 7

4.2. Deutung des Höhlengleichnisses 8

5. Das Höhlengleichnis heute 10

5.1. Heutige Situation der Medien 10

5.2. Drei Typen von Medienkonsumenten 11

6. Schluss 13

7. Bibliographie 15

1


1. Einleitung

Die vorliegende Arbeit handelt von dem Höhlengleichnis in Platons Hauptwerk, der

Politeia, und dessen Bezug zur heutigen Medienwelt. Zunächst sollen die

Zusammenhänge der platonischen Philosophie geschildert werden. Dafür wird nach

einer kurzen Übersicht zu Platons Leben das Höhlengleichnis im Zusammenhang mit

den beiden anderen Gleichnissen aus der Politeia, nämlich dem Sonnen- und dem

Liniengleichnis, im Kontext der Politeia erklärt. Im Sonnengleichnis wird die Idee

des Guten mit der Sonne gleichgesetzt, wobei im Liniengleichnis Gegenstände

stufenweise abstrahiert werden, die letztlich in der allgemeinen Grundform enden,

nämlich den Ideen. Da das Höhlengleichnis nur im Zusammenhang mit den anderen

beiden Gleichnissen zu verstehen ist, bzw. auf diese aufbaut, folgt die Beschreibung

des Höhlengleichnisses erst im Anschluss an das Sonnen- und Liniengleichnis. Die

Deutung des Höhlengleichnisses, wie sie im siebten Buch der Politeia von Platon

selbst erläutert wird, soll zusammengefasst zur anschließenden Interpretation des

Gleichnisses im Bezug auf die heutige Medienwelt führen.

Drei unterschiedliche Typen von Medienkonsumenten sollen in Vergleich zu

bestimmten Schritten des Weges der Erkenntnis gestellt werden. Diese Interpretation

des Höhlengleichnisses soll aufzeigen, dass die medial erzeugte Realität zu einer

Richtschnur unseres Denkens und Handelns wird und unsere Wahrnehmung der

Realität beeinträchtigt. Abschließend wird der Unterschied zwischen der Höhle und

der Medienwelt, der sich im Laufe der Interpretation herauskristallisieren wird,

hervorgehoben.

2. Leben Platons

Der griechische Philosoph Platon wurde 427 v. Chr. In Athen geboren, wo er auch

um 347 v. Chr. Starb. Durch seine Mutter gehörte er zu einer alten vornehmen

Familie, die der athenischen Hocharistokratie angehörte. Er genoss die traditionelle

Erziehung eines adligen Heranwachsenden seiner Zeit und widmete sich in jungen

Jahren der Dichtkunst und der Philosophie. Platons philosophische Lehrer waren die

Sophisten Gorgias und Protagoras. Später wollte er aktiver Politiker werden. Die

Bekanntschaft mit Sokrates veränderte Platons Leben grundlegend, er war von ihm

2


tief beeindruckt und wurde sein Schüler. Die große Bewunderung für seinen Lehrer

zeigt sich mitunter darin, dass er alle Schriften, die er in seiner Zeit als Dichter

verfasst hatte, nach der Begegnung mit Sokrates verbrannt haben soll. Danach

widmete er sich nur noch der Philosophie.1

Platon erlebte den Peleponnesischen Krieg, die oligarische Herrschaft der so

genannten Dreißig Tyrannen, sowie die wiederkehrende Demokratie in Athen. Diese

Erfahrungen und besonders die ungerechte Verurteilung Sokrates zwangen ihn zum

Umdenken:

,,Als ich das alles sah und noch manches andere derart und nicht eben Kleinigkeiten,

da erfasste mich ein Widerwille, und ich zog mich von diesem verbrecherischen

Regiment zurück."2

Die Hinrichtung seines Lehrers Sokrates bestürzte ihn sehr, so dass er sich entschied,

sich vom politischen Leben in Athen zu distanzieren und aus der Stadt zu fliehen. Er

unternahm Reisen nach Megara, Kyrene, Italien und Ägypten. Er soll drei Reisen

nach Sizilien gemacht haben, wo er sich hauptsächlich am Hofe der dortigen

Herrscher Dionysios I und Dionysios II aufhielt. Bei seinem ersten Sizilienaufenthalt

versuchte er seine Staatsutopie, seine ethisch-politischen Ideale, zu verwirklichen.

Diese Versuche scheiterten und er wurde auf einem Sklavenmarkt verkauft. Durch

einen glücklichen Zufall wurde er dort von einem Sokratiker befreit. Zurück in

Athen, gründete er daraufhin seine eigene philosophische Schule, die Akademie. Von

dieser Zeit an widmete er sich vornehmlich der philosophischen Schriftstellerei und

den Lehrveranstaltungen, welche die Philosophie, die Mathematik und die

Astronomie betrafen. Die Akademie war keine reine Lehr- und Forschungsanstalt,

wie man sie von den heutigen Universitäten kennt, sondern eine Institution, in der die

Menschenformung und ­führung gepflegt wurde, sowie eine religiös-kultische

Gruppierung pythagoräischer Prägung. Obwohl Platon seine ursprünglichen Ideale

über den Staat nicht verwirklichen konnte, hat er trotzdem die Gesellschaft geprägt

und beeinflusst, da aus der Akademie Menschen hervorgingen, die eigenständig

denken konnten und Gegner von Diktatur und Tyrannei waren.3

1 Hirschberger, Johannes. S. 73.

2 ebd. S. 171.

3 ebd. S. 74.

3



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