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Biologische Inhalte, die nach dem Abitur für Basiswissen gehalten werden

Subtitle: Eine Umfrage unter Studienanfängern

Examination Thesis, 2006, 104 Pages
Author: Johanna Sandvoss
Subject: Biolology - Didactics

Details

Category: Examination Thesis
Year: 2006
Pages: 104
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V137272
ISBN (E-book): 978-3-640-44518-9
ISBN (Book): 978-3-640-44549-3

Abstract

Schulleistungsvergleiche wie die PISA-Studie haben gezeigt, dass es notwendig ist, Standards für Unterrichtsqualität zu setzen. Für den Biologieunterricht ist dabei die Formulierung von Basiskompetenzen und Kerncurricula ein zentraler Aspekt. Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, welche Inhalte nach Meinung von Jura- und Psychologiestudierenden im Rahmen dieser Basiskonzepte vermittelt werden sollen. Die biologischen Wissenschaften zeigen einen ständigen Wissenszuwachs, der es unmöglich erscheinen lässt, den Schülern auch nur einen Überblick über die Fachdisziplin Biologie vermitteln zu können. Es müssen also die wichtigsten Themenbereiche für den Unterricht ausgewählt werden. Entscheidend für die Didaktik ist daher die Frage: Welches Basiswissen von biologischen Phänomenen und Prozessen muss ein Schüler bis zum Abitur erwerben? Die vorliegende Arbeit untersucht die Einschätzung von Studienanfängern der Studiengänge Jura und Psychologie bezüglich der oben genannten Fragestellung.


Excerpt (computer-generated)

Biologische Inhalte, die nach dem Abitur für Basiswissen gehalten werden -

eine Umfrage unter Studienanfängern

Schriftliche Hausarbeit,

vorgelegt im Rahmen der Ersten Staatsprüfung für das Lehramt

für die Primarstufe

Von Johanna Sandvoß

Münster, den 31.03.2006

Biologie, Fachbereich 13


Inhaltsverzeichnis

Kapitel

Überschrift

Seite

Abbildungsverzeichnis

5

Abkürzungsverzeichnis

7

1.

Einleitung

8

1.1.

Fragestellung und Zielsetzung

8

1.2.

Obligatorische Fachinhalte laut Lehrplan

10

Biologie der Sekundarstufe II in Nordrhein-

Westfalen

1.3.

Wozu Biologie in der Schule?

13

1.4.

Gang der Untersuchung

13

1.4.1.

Methoden

14

1.4.2.

Fragebogen

14

1.4.3.

Fragebogenstruktur

15

1.4.3.1.

Frage 1: Einschätzung der einzelnen

15

Themenbereiche

1.4.3.2.

Frage 2: Möglichkeit zur freien

15

Ergänzung zur Frage 1

1.4.3.3.

Frage 3: Angaben zu fehlenden Inhalten

15

in der Biologie

1.4.3.4.

Soziodemografische Angaben

16

2.

Erläuterung der 10 Begriffe

16

2.1.

Einleitung und Einordnung der Begriffe in

16

übergeordnete Themenbereiche

2.2.

Zuordnung der einzelnen Themenkreise zu

16

fachspezifischen Zielen

2.2.1.

Typische Vertreter der heimischen Flora

16

und Fauna

2.2.2.

Allgemeine Erscheinungen und

17

Gesetzmäßigkeiten des Lebens

2.2.3.

Beziehungen des Menschen zu seiner

19

belebten Umwelt, Bedeutung des

Umweltschutzes, umweltgerechtes

Verhalten und Handeln

2.2.4.

Kenntnisse über den menschlichen Körper,

19

Gesunderhaltung und Sexualität

2.3.

Erläuterung der in Frage 1 zu bewertenden

20

Begriffe

2


2.3.1.

Schulgarten

20

2.3.2.

Tierhaltung

22

2.3.3.

Kenntnisse zur Systematik

24

2.3.4.

Experimentieren

26

2.3.5.

Kenntnisse zur Vererbung

28

2.3.6.

Krankheiten

30

2.3.7.

Sexualkunde

32

2.3.8.

Praktisches Arbeiten

35

2.3.9.

Physiologische Kenntnisse zu Pflanzen und

36

Tieren

2.3.10.

Molekulare Genetik

37

3.

Ergebnisse der Befragung

39

3.1.

Statistische Daten

39

3.1.1.

Altersverteilung

39

3.1.2.

Geschlecht der befragten Personen

40

3.1.3.

Bildungsstand der befragten Personen

41

3.1.4.

Studiensemester

42

3.2.

Angaben der Studierenden zu Frage

43

1:,,Welche der angegebenen Inhalte aus der

Biologie halten Sie für Basiswissen, das in der

Schule bis zum Abitur erworben werden

müsste?"

3.2.1.

Schulgarten

44

3.2.2.

Tierhaltung

47

3.2.3.

Kenntnisse zur Systematik

41

3.2.4.

Experimentieren

54

3.2.5.

Kenntnisse zur Vererbung

57

3.2.6.

Krankheiten

60

3.2.7.

Sexualkunde

63

3.2.8.

Praktisches Arbeiten

66

3.2.9.

Physiologische Kenntnisse zu Pflanzen und

69

Tieren

3.2.10.

Molekulare Genetik

72

3.2.11.

Zusammenfassung

75

3.3.

Angaben der Befragten zu Frage 2: ,,Welche

76

weiteren (bisher nicht genannten) drei Inhalte

aus der Biologie halten Sie für Basiswissen,

das in der Schule bis zum Abitur erworben

werden müsste?"

3.3.1.

Einleitung und allgemeine Einschätzung

76

3


3.3.2.

Aufstellung eines übergeordneten Schemas

77

3.3.3.

Von den Befragten angegebene Inhalte

77

3.4.

Angaben der Befragten zu Frage 3: ,,Welche

79

Inhalte fehlen Ihrer Meinung nach im

Biologieunterricht der weiterführenden

Schulen oder werden nur unzureichend

berücksichtigt?"

3.4.1.

Einleitung und allgemeine Einschätzung

79

3.4.2.

Aufstellung eines übergeordneten Schemas

79

3.4.3.

Von den Befragten angegebene Inhalte

80

4.

Fazit und Zusammenfassung

83

5.

Schlussbetrachtung und Ausblick

84

6.

Literatur und Quellenverzeichnis

87

7.

Anhang

91

4


Abbildungsverzeichnis

Abb. 1

Altersverteilung der befragten Personen

S. 39

Abb. 2

Geschlecht der befragten Personen

S. 40

Abb. 3

Bildungsstand aller Befragten

S. 41

Abb. 4

Studienfachsemester der befragten Personen

S. 42

Abb. 5

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Schulgarten" S. 44

Abb. 6

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Schulgarten" S. 44

Abb. 7

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 45

,,Schulgarten"

Abb. 8

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 46

,,Schulgarten"

Abb. 9

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Schulgarten" durch alle

S. 46

Befragten

Abb. 10

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Tierhaltung" S. 47

Abb. 11

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Tierhaltung"

S. 48

Abb. 12

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 48

,,Tierhaltung"

Abb. 13

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 49

,,Tierhaltung"

Abb. 14

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Tierhaltung" durch alle

S. 50

Befragten

Abb. 15

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Kenntnisse zur S. 51

Systematik"

Abb. 16

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Kenntnisse zur S. 51

Systematik"

Abb. 17

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 52

,,Kenntnisse zur Systematik"

Abb. 18

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 52

,,Kenntnisse zur Systematik"

Abb. 19

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Systematik" durch alle

S. 53

Befragten

Abb. 20

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema

S. 54

,,Experimentieren"

Abb. 21

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema

S. 54

,,Experimentieren"

Abb. 22

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 55

,,Experimentieren"

Abb. 23

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 55

,,Experimentieren"

Abb. 24

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Experimentieren" durch alle S. 56

Befragten

Abb. 25

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Kenntnisse zur S. 57

Vererbung"

5


Abb. 26

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Kenntnisse zur S. 57

Vererbung"

Abb. 27

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 58

,,Kenntnisse zur Vererbung"

Abb. 28

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 58

,,Kenntnisse zur Vererbung"

Abb. 29

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Vererbung" durch alle

S. 59

Befragten

Abb. 30

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Krankheiten" S. 60

Abb. 31

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Krankheiten" S. 60

Abb. 32

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 61

,,Krankheiten"

Abb. 33

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 61

,,Krankheiten"

Abb. 34

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Krankheiten" durch alle

S. 62

Befragten

Abb. 35

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Sexualkunde" S. 63

Abb. 36

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Sexualkunde" S. 63

Abb. 37

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 64

,,Sexualkunde"

Abb. 38

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 64

,,Sexualkunde"

Abb. 39

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Sexualerziehung" durch alle S. 65

Befragten

Abb. 40

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Praktisches

S. 66

Arbeiten"

Abb. 41

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Praktisches

S. 66

Arbeiten"

Abb. 42

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 67

,,Praktisches Arbeiten"

Abb. 43

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 67

,,Praktisches Arbeiten"

Abb. 44

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Praktisches Arbeiten" durch S. 68

alle Befragten

Abb. 45

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Physiologische S. 69

Kenntnisse zu Pflanzen und Tieren"

Abb. 46

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Physiologische S. 69

Kenntnisse zu Pflanzen und Tieren"

Abb. 47

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 70

,,Physiologische Kenntnisse zu Pflanzen und Tieren"

Abb. 48

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 70

,,Physiologische Kenntnisse zu Pflanzen und Tieren"

Abb. 49

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Physiologische Kenntnisse zu S. 71

Pflanzen und Tieren" durch alle Befragten

Abb. 50

Angaben der männlichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Molekulare

S. 72

Genetik"

6


Abb. 51

Angaben der weiblichen Jura-Studierenden zum Thema ,,Molekulare

S. 72

Genetik"

Abb. 52

Angaben der männlichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 73

,,Molekulare Genetik"

Abb. 53

Angaben der weiblichen Psychologie-Studierenden zum Thema

S. 73

,,Molekulare Genetik"

Abb. 54

Einschätzung der Bedeutung des Themas ,,Molekulare Genetik" durch

S. 74

alle Befragten

Abb. 55

Durchschnittliche Beurteilung der einzelnen Themenfelder durch alle

S. 75

Befragten

Abb. 56

Biologisches Basiswissen (Sachkompetenz) nach Unterbruner, U.:

S. 79 f.

Grundbildung Biologie

Abb. 57

Zuordnung der Angaben der Studierenden zu Frage 3 zu den in Abb. 56 S. 80.

aufgeführten Bereichen

Tab. 1

Bildungsstand der befragten Personen

S. 41

Abkürzungsverzeichnis

Abb.

Abbildung

bzgl.

bezüglich

bzw.

beziehungsweise

ca.

Circa

ebd.

ebenda

etc.

et cetera

f. (ff.)

folgende (Plural)

GK

Grundkurs

Hrsg.

Herausgeber

LK

Leistungskurs

männl.

männlich

Nr.

Nummer

S.

Seite

Sem.

Semester

Tab.

Tabelle

weibl.

weiblich

WN

Weder Grund- noch Leistungskurs

7


1. Einleitung

1.1 Fragestellung und Zielsetzung

Schulleistungsvergleiche wie die PISA-Studie haben gezeigt, dass es notwendig

ist, Standards für Unterrichtsqualität zu setzen. ,,Die [im Rahmen der PISA-

Studie] untersuchten Kompetenzen sind wichtig für das lebenslange Lernen,

nicht nur in der Schule, sondern auch im Beruf und im Alltag. [...] In einer von

Naturwissenschaft und Technik geprägten Welt benötigt jeder ein grund-

legendes Verständnis naturwissenschaftlicher Konzepte und Arbeitsweisen.

Insbesondere sollen die Schülerinnen und Schüler das erworbene Wissen

situationsgerecht anwenden können."1

Für den Biologieunterricht ist dabei die Formulierung von Basiskompetenzen

und Kerncurricula ein zentraler Aspekt.

Basiskompetenzen

Kompetenzen sind als ,,Vermittler von Bildungszielen und konkreten

Aufgabenstellungen"2 anzusehen. Sie stellen also (im Gegensatz zu Lernzielen)

Fähigkeiten und Fertigkeiten, bestimmte Arten von Problemen zu lösen, dar,

kein inhaltliches Wissen. Als zentrale Kompetenzbereiche des fachlichen

Lernens im Biologieunterricht gelten:

- Fachkompetenz: Vernetztes Verständnis der Konzepte, Methoden und

Prinzipien der Biologie

- Methodenkompetenz: Verständnis und Fertigkeiten der fachspezifischen

Arbeits- und Denkweisen der Biologie

- Handlungskompetenz: Anwendung biologischer Konzepte und Prinzipien

auf Probleme des gesellschaftlichen und individuellen Handelns3

1 http://pisa.ipn.uni-kiel.de/pisa2006/PISA-2006-HS_20060213_FINAL.pdf , abgerufen am

20.03.2006

2 ebd. S. 94

3 ebd.

8


Biologisches Wissen ist die Voraussetzung für die Ausbildung biologischer

Kompetenzen, was als zentrales Ziel des Biologieunterrichts angesehen wird.

Inhalte sollten also immer im Hinblick auf Anwendung und Problemlöse-

fähigkeit behandelt werden.4 Als biologische Kompetenzen werden hier kon-

vergentes und divergentes Denken, Denken in Systemen, Denken in mentalen

Modellen, fächerüberschreitendes Denken, naturwissenschaftliches Argumen-

tieren, Verbalisierung eines Sachverhaltes, Bewerten sowie Umgang mit Grafen

und quantitativen Größen genannt.5

Kerncurricula

Der Biologieunterricht hat die Aufgabe, ein geordnetes, vernetztes und flexibel

nutzbares Konzept-, Theorie-, Methoden- und Prozesswissen zu vermitteln, da

dies die Basis für ein aufeinander aufbauendes Lernen ist. Die Voraussetzungen

dafür soll ein Curriculum schaffen, welches aus drei zentralen Elementen

besteht (Inhalte, wissenschaftliche Denk- und Arbeitsweisen sowie

Anwendungsbezüge für Inhalte und Prozesse).6

Prinzipien, Ebenen, Diversität und Evolution lebender Systeme sind Basis-

konzepte, die ein Kerncurriculum Biologie enthalten muss. Diese ,,stehen nicht

nebeneinander, sondern sind als unterschiedliche Aspekte lebender Systeme

untrennbar miteinander verbunden."7

Das Ziel dieser Arbeit ist es, zu untersuchen, welche Inhalte nach Meinung von

Jura- und Psychologiestudierenden im Rahmen dieser Basiskonzepte vermittelt

werden sollen. Die biologischen Wissenschaften zeigen einen ständigen

Wis-

4 Mayer, J. / Harm, U. / Hammann, M. / Bayrhuber, H. / Kattmann, U.: Kerncurriculum

Biologie der gymnasialen Oberstufe. In: Schulpraxis (Der mathematische und

naturwissenschaftliche Unterricht), 57 /2004/ 3, Bildungsverlag Eins ­ Dümmler, Troisdorf

S. 170 f.

5 ebd. S. 170 ff.

6 Mayer, J.: Qualitätsentwicklung im Biologieunterricht. In: Schulpraxis (Der mathematische

und naturwissenschaftliche Unterricht, 67 /2004/ 2), Bildungsverlag Eins ­ Dümmler,

Troisdorf S. 94 f.

7 Mayer, J. / Harm, U. / Hammann, M. / Bayrhuber, H. / Kattmann, U.: Kerncurriculum

Biologie der gymnasialen Oberstufe. In: Schulpraxis (Der mathematische und

naturwissenschaftliche Unterricht), 57 /2004/ 3, Bildungsverlag Eins ­ Dümmler, Troisdorf

S. 168

9


senszuwachs, der es unmöglich erscheinen lässt, den Schülern auch nur einen

Überblick über die Fachdisziplin Biologie vermitteln zu können. ,,Auf Grund

der enormen bestehenden und ständig zunehmenden Wissensmenge muss die

Frage nach einem Minimalkonsens in Hinblick auf zentrales Basiswissen

gestellt werden."8 Es müssen also die wichtigsten Themenbereiche für den

Unterricht ausgewählt werden. Entscheidend für die Didaktik ist daher die

Frage: Welches Basiswissen von biologischen Phänomenen und Prozessen

muss ein Schüler bis zum Abitur erwerben?

Die vorliegende Arbeit untersucht die Einschätzung von Studienanfängern der

Studiengänge Jura und Psychologie bezüglich der oben genannten

Fragestellung.

1.2 Obligatorische Fachinhalte laut Lehrplan Biologie der Sekundarstufe II in

Nordrhein-Westfalen

Jahrgangsstufe 11:

Physiologie: Struktur ­ Funktion ­ Wechselwirkung9

Voraussetzung zur Behandlung dieses Themenfeldes sind biologische

Kenntnisse zu Grundstrukturen der Zelle, Mikroskopieren, Mitose, Verdauung

durch Enzyme sowie Nährstoffe und ihre Bedeutung für Energiehaushalt und

Baustoffwechsel.

Zur übergeordneten Thematik gehören die folgenden inhaltlichen Schwer-

punkte: Zelle, Gewebe, Organismus; Molekulare Grundlagen, Kompartimen-

tierung, Transport; Biokatalyse; Betriebsstoffwechsel und Energieumsatz;

Nutzung der Lichtenergie zum Stoffaufbau.

8 http://imst2.uni-klu.ac.at/materialien/_design/s1_bu_grundbildungbiologie_26112002.pdf ,

abgerufen am 01.03.2006

9 Richtlinien und Lehrpläne für die Sekundarstufe II ­ Gymnasium / Gesamtschule in

Nordrhein-Westfalen. Biologie. Ritterbach Verlag, Frechen, S. 17

10



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