Subtitle: im Kontext von Schönheitsidealen und der medialen Welt
Termpaper, 2009, 18 Pages
Author: Dana Süß
Subject: Social Pedagogy / Social Work
Details
Institution/College: Alice Salomon University of Applied Sciences Berlin AS
Tags: Bulimie, Magersucht, Anorexia Nervosa, Essstörung, Schönheitsideal, Soziale Arbeit, Adipositas, Geschlechterrolle, Gesellschaft
Year: 2009
Pages: 18
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-46030-4
ISBN (Book): 978-3-640-46043-4
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Abstract
„Essstörungen stellen ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Problem dar. Obwohl sich Betroffene der unterschiedlichen Krankheitsbilder u. a. in ihrem Erscheinungsbild beträchtlich unterscheiden, ist es doch allen Essgestörten gemeinsam, dass das lebensnotwendige „Essen“ ein erhebliches psychosomatisches Problem, oft mit körperlichen, psychischen und sozialen Konsequenzen geworden ist.“ Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung Anhand dieser Hausarbeit möchte ich versuchen zu erläutern, von welcher Bedeutung Essen und Nahrungsaufnahme für bestimmte Personen sein kann. Hierbei beschreibe ich zunächst Definitionen und Elemente der verschiedenen Essstörungen. Nach der Betrachtung der Krankheiten, diskutiere ich besonders den Faktor Schönheitsideal als Element der Entstehung von Essstörungen. Besonders in unserer modernen, westlichen Gesellschaft ist dieses Thema von großer Relevanz. In der Arbeit mit jungen und heranwachsenden Mädchen treffe ich oft auf bedenkliches Verhalten und auch Unkenntnis. Ich möchte versuchen, zu einer kritischen Betrachtung von Schönheitsideal und -wahn anzuregen, indem ich einerseits dessen Bedeutung für die Entstehung von Essstörungen erläutere und andererseits versuche, Aufklärung über die Störungen als solche zu bieten.
Excerpt (computer-generated)
Hausarbeit
zum Thema
Essstörungen
Modul: Sozialmedizinische und Sozialpsychiatrische Grundlagen der Sozialen Arbeit
Semester: 3. Fachsemester (SoSe 2009)
Autorin: Dana Süß
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitende Wort
S. 3
2. Essstörungen
S. 3
2.1. Adipositas und Obesitas
S. 5
2.2. Anorexia nervosa
S. 6
2.2.1. Exkurs: Geschlechterrolle der Frau
S. 8
2.3. Bulimia nervosa
S. 10
2.4. Binge-Eating-Störung
S. 12
3. Bedeutung von Schönheitsidealen in unserer Gesellschaft
S. 12
4. Schönheit im Kontext der globalisierten und medialen Welt
S. 13
5. Schlussbetrachtung
S. 18
6. Literaturverzeichnis
S. 17
2
1. Einleitende Worte
,,Essstörungen stellen ein ernst zu nehmendes gesundheitliches Problem dar. Obwohl
sich Betroffene der unterschiedlichen Krankheitsbilder u. a. in ihrem Erscheinungsbild
beträchtlich unterscheiden, ist es doch allen Essgestörten gemeinsam, dass das
lebensnotwendige ,,Essen" ein erhebliches psychosomatisches Problem, oft mit
körperlichen, psychischen und sozialen Konsequenzen geworden ist."
Bundeszentrale für
gesundheitliche Aufklärung
Anhand dieser Hausarbeit möchte ich versuchen zu erläutern, von welcher Bedeutung
Essen und Nahrungsaufnahme für bestimmte Personen sein kann. Hierbei beschreibe
ich zunächst Definitionen und Elemente der verschiedenen Essstörungen. Nach der
Betrachtung der Krankheiten, diskutiere ich besonders den Faktor
Schönheitsideal
als
Element der Entstehung von Essstörungen.
Besonders in unserer modernen, westlichen Gesellschaft ist dieses Thema von großer
Relevanz. In der Arbeit mit jungen und heranwachsenden Mädchen treffe ich oft auf
bedenkliches Verhalten und auch Unkenntnis. Ich möchte versuchen, zu einer kritischen
Betrachtung von Schönheitsideal und -wahn anzuregen, indem ich einerseits dessen
Bedeutung für die Entstehung von Essstörungen erläutere und andererseits versuche,
Aufklärung über die Störungen als solche zu bieten.
2. Essstörungen
Die Internationale Klassifikation der Krankheiten die ICD-10 ordnet einige
Essstörungen in die Kategorie F5
Verhaltensauffälligkeiten mit körperlichen Störungen
und Faktoren
ein. Diese werden in Anorexia nervosa (F50.0), Bulimia nervosa (F50.2),
Atypische Bulimia nervosa (F50.3), Essattacken bei sonstigen psychischen Störungen
(F50.4), Erbrechen bei sonstigen psychischen Störungen (F50.5), Sonstige Essstörungen
(F50.8) und Nicht Näher Bezeichnete Essstörung (F50.9) differenziert.
Adipositas hingegen gehört nicht in die Kategorie der psychischen Verhaltensstörungen,
sondern ist den ,,Endokrinen, Ernährungs- und Stoffwechselkrankheiten" zugeordnet.
Laut dieser Definition ist Adipositas im eigentlichen Sinne keine Essstörung, sondern
bezeichnet lediglich ein höheres als das normale Gewicht, welches nicht immer auf
pathologische Ursachen zurück zu führen ist (Vgl. Reich 2003, S.5). Sofern
3
Übergewicht eine psychische Störung auslöst, wird mit der Kategorisierung des ICD-10
die dadurch entstandenen Störung benannt1. Der Unterpunkt Adipositas und sonstige
Überernährung (E65 E68) unterscheidet nochmals in die Subtypen Lokalisierte
Adipositas (E65), Adipositas durch übermäßige Kalorienzufuhr (E66.0),
Arzneimittelinduzierte Adipositas (E66.1), Übermäßige Adipositas mit alveolärer
Hypoventilation (E66.2), Sonstige Adipositas (E66.8) und Adipositas, nicht näher
bezeichnet (E66.9).
Kategorisiert und bestimmt werden Essstörungen häufig anhand des Body Mass Index
(BMI), so lassen sich die Störungen, insbesondere wird dies bei Adipositas gehandhabt,
nochmals in verschiedene Schweregrade unterteilen.
Gemäß der ICD-10 Definition bezeichnet
eine Anorexie ein Gewicht 15% unter
einem BMI von 17,5. Das heißt im
Umkehrschluss, nicht jeder, der
Untergewicht hat, ist automatisch von
Magersucht betroffen. Ab einem BMI von
30 liegt eine Adipositas des
Schweregrades 1 vor. Insgesamt wird
diese in drei Schweregrade unterschieden.
Anhand der Tabelle lässt sich auch
erkennen, dass das Krankheitsrisiko mit
zunehmendem BMI steigt. Die
gesundheitlichen Folgen von Adipositas
werde ich im weiteren Text erläutern.
Quelle: Radzun, 2005, Universität Göttingen
Unabhängig der ICD-10 Definitionen, ließe sich auch eine folgende Erklärung
darstellen:
,,Als ′essgestört′ werden Menschen beschrieben, ′für die das Essen eine missbräuchliche
Funktion hat, Probleme, die ansonsten unlösbar erscheinen, auf diese Art zu bewältigen′
(Bruch, 1991, S. 13)." (Reich 2003, S. 5 aus Bruch 1991, S. 13) Hierbei wird vor allem
die Komplexität der Ursachen für Essstörungen deutlich, es verweist auf psychische
Ursachen der Störungen.
1 Jacobi, Paul, Thiel, 2004, S. 2
4
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