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Bachelor Thesis, 2009, 77 Pages
Author: Bachelor of Arts Roman Neumann
Subject: Economics / Business: Personnel and Organisation
Details
Year: 2009
Pages: 77
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-45719-9
ISBN (Book): 978-3-640-45745-8
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Abstract
Durch die Entwicklung neuer Märkte können vor allem Unternehmen im Zeitalter der Globalisierung neue Absatzmärkte schaffen und die Internationalisierung stärken. Der Trend zur Internationalisierung von Geschäftstätigkeiten in der Unternehmenswelt nimmt seit Beginn des letzten Jahrzehnts stark zu. Die Begriffe Internationalisierung und Globalisierung werden häufig synonym für die Intensivierung des internationalen Wettbewerbs verwendet. Die dynamischen Änderungen der politischen-ökonomischen-technischen Rahmenbedingungen lassen die Bedeutung nationaler Grenzen geringer werden. Dabei ist im Rahmen der Globalisierung eine wachsende Anzahl von Auslandsentsendungen sowie internationalen Kooperationen und Projekten zu verzeichnen. Gerade der asiatische Markt gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird nicht mehr nur als die „verlängerte Werkbank“ Europas betrachtet, sondern vielmehr als strategischer Partner für Forschung und Entwicklung. Mit einer Wachstumsrate von 7,3 % im Jahr 2007 gehören die Philippinen zu den sich wirtschaftlich am stärksten entwickelnden Ländern in Südostasien. Deutschland ist, neben den USA und China, einer der wichtigsten Handelspartner des Archipels. Mit grenzüberschreitenden Tätigkeiten sind gleichzeitig auch neue Anforderungen an das Personalmanagement entstanden. Die veränderten Umweltbedingungen der Werte-, Organisations-, Markt-, Technologie- und Globalisierungsdynamik erfordern besondere Kenntnisse in der Personalarbeit. Das Know How der Mitarbeiter bildet die Schlüsselvoraussetzung für den Erfolg, die Umweltherausforderungen zu meistern. Der Bedarf an Expertise ist nicht mehr nur auf einzelne Manager eingrenzbar, sondern es werden zunehmend mehr Beschäftigte in entsprechende Aufgaben eingebunden. Damit erhöht sich die Notwendigkeit, Mitarbeiter hinsichtlich der Anforderungen zu schulen. Die Personalentwicklung als wichtiger Prädikator verfolgt das Ziel, Mitarbeiter aller hierarchischen Stufen für gegenwärtige und zukünftige Anforderungen zu qualifizieren. Soft Skills und interkulturelle Kompetenzen rücken in den Fokus der Betrachtung. Die Fähigkeiten, im interkulturellen Kontext zu agieren, sind notwendig. Jedoch stehen die Unternehmen vor komplexen Problemen, um erfolgreich im Ausland zu agieren.
Excerpt (computer-generated)
Bachelorarbeit
Internationale Personalentwicklung unter besonderer
Betrachtung kultureller Unterschiede zwischen
Deutschland und den Philippinen
angefertigt an der
Hochschule Harz
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften
Studiengang BWL/ Dienstleistungsmanagement
vorgelegt von:
Roman Neumann
eingereicht am: 31.08.2009
Inhaltsverzeichnis
Abkürzungsverzeichnis IV
Abbildungsverzeichnis VI
1 Einleitung - 1 -
1.1 Einführung - 1 -
1.2 Problemstellung - 3 -
1.3 Aufbau der Arbeit - 6 -
2 Grundlagen, Begriffe und Definitionen - 7 -
2.1 Grundstrategien der Unternehmenskultur und des Personalmanagements
in internationalen Unternehmen - 7 -
2.2 Gegenstand und Ziele der Personalentwicklung - 9 -
2.3 Internationale Personalentwicklung - 10 -
2.3.1 Maßnahmen und Methoden der internationalen Personalentwicklung.. - 11 -
2.3.2 Der Auslandseinsatz durch den Expatriate - 12 -
2.3.3 Die Bedeutung von Kultur als Einflussfaktor auf das Verhalten - 13 -
2.3.4 Interkulturelle Kompetenz als Gegenstand der internationalen
Personalentwicklung - 14 -
2.4 Theorien und Dimensionen zum Vergleich von Kulturen - 17 -
2.4.1 Die Kulturdimensionen von Hall - 17 -
2.4.2 Die Kulturdimensionen von Hofstede - 20 -
3 Die Philippinen- ein lateinamerikanisches Land mitten in Asien - 22 -
3.1 Kulturhistorische Entwicklung - 22 -
3.2 Wirtschaftlicher Aufschwung - 23 -
3.3 Wirtschaftsbeziehungen zu Deutschland - 26 -
3.4 Unstabile Lage - 27 -
4 Vergleich der Kulturen zwischen Deutschland und den Philippinen - 29 -
4.1 Auswirkungen der Machtdistanz auf das Verhalten - 29 -
4.2 Individualismus und Kollektivismus in der Organisation - 31 -
II
4.3 Maskulinität und Femininität in der Organisation - 33 -
4.4 Unsicherheitsvermeidung in der Gesellschaft - 35 -
4.5 Auswirkungen der Langfrist-/ Kurzfristorientierung - 37 -
4.6 Kritische Würdigung der Arbeit Hofstedes - 38 -
4.7 Zusammenfassung des Kulturvergleichs - 39 -
5 Ansatzpunkte für den Einsatz geeigneter Maßnahmen für die internationale
Personalentwicklung - 41 -
5.1 Interkulturelles Training - 43 -
5.1.1 Vermittlung von Wissen auf der kognitiven Ebene - 43 -
5.1.2 Der Einsatz von Rollenspielen auf der konativen Ebene - 45 -
5.1.3 Die Motivation auf der affektiven Ebene - 46 -
5.2 Interkulturelle Teams für die Projektarbeit - 48 -
5.3 Look-and-see-trips als Schnupperreise im Gastland - 49 -
5.4 Relocation Services als Starthilfe für den Einsatz im Ausland - 50 -
5.5 Einsatz von Coaching- oder Mentorenprogrammen - 52 -
5.6 Die Wiedereingliederung in die Heimat durch Rückkehrer Workshops - 54 -
6 Kritische Betrachtung und Zusammenfassung der Arbeit - 56 -
7 Ausblick - 58 -
Quellenverzeichnis VII
III
Abkürzungsverzeichnis
Abb.
Abbildung
ADB
Asian Development Bank
AG
Aktiengesellschaft
BIP
Bruttoinlandsprodukt
BPO
Business Process Outsourcing
bzw.
beziehungsweise
CBT
Computer Based Training
Dr.
Doktor
EDV
elektronische
Datenverarbeitung
EU
Europäische
Union
EuRA
Europäische Dachverband European Relocation Association
f. folgend
ff. fortfolgend
FuE
Forschung und Entwicklung
G-20
Group of Twenty Finance Ministers and Central Bank Governors
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
GTZ
Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit
Hrsg.
Herausgeber
http
Hypertext Transfer Protocol
IBM
International Business Machines
IDV
Individualitäts-Index
INSEAD
Institut Européen d′Administration des Affaires
IV
IPE
internationale
Personalentwicklung
ISI
Institute
für
System- und Innovationsforschung
IT Informationstechnik
KFW
Kreditanstalt für Wiederaufbau
Kfz
Kraftfahrzeug
LTO
Langfrist-/
Kurzfristorientierungs-Index
MAS
Maskulinitäts-Index
MDI
Machtdistanz-Index
Mio.
Millionen
Nr.
Nummer
o.V.
ohne
Verfasser
PE
Personalentwicklung
Pkt.
Punkt
S. Seite
UAI
Unsicherheitsvermeidungs-Index
URL
Uniform Resource Locator
US
United
States
USA
United States of America
USAID
United States Agency for International Development
Vgl.
Vergleiche
WHO
Weltgesundheitsorganisation
Symbole
% Prozent
$ Dollar
V
Abbildungsverzeichnis
Abb. 1: Zielregionen der FuE Verlagerungen ins Ausland - 2 -
Abb. 2: Probleme während des Auslandsaufenthaltes - 4 -
Abb. 3: Beispiele von Maßnahmen der internationalen Personal-
entwicklung - 11 -
Abb. 4: Konzept der interkulturellen Kompetenz - 16 -
Abb. 5: "High- und low-context-Kulturen" - 18 -
Abb. 6: Vergleich der Kulturstudien - 21 -
Abb. 7: BIP Wachstum (real) für Deutschland und die Philippinen - 25 -
Abb. 8: Verlauf BIP pro Kopf (in US $) - 25 -
Abb. 9: Machtdistanz-Index - 31 -
Abb. 10: Individualitäts-Index - 33 -
Abb. 11: Maskulinitäts-Index - 35 -
Abb. 12: Unsicherheitsvermeidungs-Index - 36 -
Abb. 13: Langfristorientierungs-Index - 38 -
Abb. 14: Zusammenfassende Darstellung der Dimensionen - 40 -
Abb. 15: Systematisierung der IPE-Maßnahmen - 42 -
VI
1 Einleitung
1.1 Einführung
,,Wir befinden uns an einem Scheideweg der Wirtschaftskrise"1, sagte US-Präsident
Obama anlässlich des G-20 Gipfels Anfang April 2009 in London. Optimistisch be-
schreibt er in seiner Rede die ,,Cross Roads" als Möglichkeit, aus Fehlern zu lernen
und eine neue Generation zu beschreiten.2 Krise kann zum einen Gefahr bedeuten,
zum anderen aber auch eine Gelegenheit oder Chance, etwas daraus zu lernen und
gegebenenfalls eine neue Etappe zu beschreiten.3 Optimistisch betrachtet kann eine
neue Etappe ein Weg zum Aufschwung sein. Durch die Entwicklung neuer Märkte
können vor allem Unternehmen im Zeitalter der Globalisierung neue Absatzmärkte
schaffen und die Internationalisierung stärken. Der Trend zur Internationalisierung
von Geschäftstätigkeiten in der Unternehmenswelt nimmt seit Beginn des letzten
Jahrzehnts stark zu.4 Die Begriffe Internationalisierung und Globalisierung werden
häufig synonym für die Intensivierung des internationalen Wettbewerbs verwendet.
Die dynamischen Änderungen der politischen-ökonomischen-technischen Rahmen-
bedingungen lassen die Bedeutung nationaler Grenzen geringer werden. Dabei ist im
Rahmen der Globalisierung eine wachsende Anzahl von Auslandsentsendungen so-
wie internationalen Kooperationen und Projekten zu verzeichnen.5
Gerade der asiatische Markt gewinnt zunehmend an Bedeutung und wird nicht mehr
nur als die ,,verlängerte Werkbank" Europas betrachtet, sondern vielmehr als strate-
gischer Partner für Forschung und Entwicklung. Die im Jahr 2006 durchgeführte Stu-
die des Fraunhofer Instituts zur Verlagerung von Forschungs- und Entwicklungstätig-
keiten ins Ausland bestätigt diese Tendenz. Mit 32 % aller Nennungen ist Asien die
bevorzugte Region zur Verlagerung von Forschung und Entwicklung (FuE). Auf den
nachfolgenden Rängen kommen die neuen EU-Länder (z. B. Polen, Tschechien,
Slowakei) mit 22 %, sonstiges Osteuropa (z. B. Estland, Litauen)
1 Obama, B. (2009), in: Pleitsch S. (2009): S. 1
2 Vgl. Pleitsch, S. (2009): S. 1f.
3 Vgl. Wenilang Y., Burkhard, A. (1995): S. 321, Erläuterung der zwei Bedeutungen des chinesischen
_Schriftzeichen für Krise.
4 Vgl. Kutschker, M., Schmid S. (2008): S. 3
5 Vgl. Rhebein, B., Schwengel, H. (2008): S. 106
- 1 -
mit 21 % und die alten EU-Länder (z. B. Frankreich, Spanien, Portugal) mit 15 %
(vgl. Abb. 1).6
Abb. 1: Zielregionen der FuE Verlagerungen ins Ausland
7
Als treibende Motive der Verlagerungstendenzen werden Kapazitätsengpässe am
deutschen Standort, geringere Personalkosten, Kundennähe sowie hohe Wachs-
tumsraten im Ausland genannt.8 Mit einer Wachstumsrate von 7,3 % im Jahr 2007
gehören die Philippinen zu den sich wirtschaftlich am stärksten entwickelnden Län-
dern in Südostasien.9 Deutschland ist, neben den USA und China, einer der wichtigs-
ten Handelspartner des Archipels. Durch den Aufbau von Kapazitäten (
Capacity buil-
ding)
in Entwicklungsländern wie zum Beispiel auf den Philippinen können Informati-
onen und Erkenntnisse für die Einheimischen zugänglich gemacht und verbreitet
werden. Die Organisationsentwicklung, die Partnerschaft mit dem Land und die Stär-
kung der Zivilgesellschaft bilden die wesentlichen Elemente.10
Mit grenzüberschreitenden Tätigkeiten sind gleichzeitig auch neue Anforderungen an
das Personalmanagement entstanden. Die veränderten Umweltbedingungen der
Werte-, Organisations-, Markt-, Technologie- und Globalisierungsdynamik erfordern
6 Vgl. Kinkel, S., Spomenka, M. (2008a): S. 4
7 Entnommen aus: Kinkel, S., Spomenka, M. (2008a): S. 4
8 Vgl. Rössler, A. (2004): S. 47, dazu Kinkel, S., Spomenka, M. (2008b): S. 7
9 Vgl. Tan, A. (2004): S. 234, dazu o.V. (2009a): S. 2
10 Vgl. Kinkel, S., Spomenka, M. (2008a): S. 10
- 2 -
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