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Termpaper, 2008, 24 Pages
Author: Johannes Himmer
Subject: Politics - Political Systems - Germany
Details
Institution/College: University of Constance (Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft)
Year: 2008
Pages: 24
Grade: 1,7
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-46433-3
ISBN (Book): 978-3-640-46150-9
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Abstract
Die Bundesrepublik Deutschland mit ihren 16 Bundesländern stellt auf ersten den Blick ein homogenes politisches System dar. Legt man den Betrachtungsfokus jedoch auf die einzelnen Bundesländer, lassen sich neben Gemeinsamkeiten auch Unterschiede hinsichtlich der wichtigsten politischen Institutionen und Demokratiemuster erkennen.Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation der politischen Systemstruktur der Bundesländer zwischen Mehrheits- und Konsensdemokratie.Ausgangspunkt für diese Überlegungen ist das Werk „patterns of democracy“ von Arend Lijphart, welches versucht, unterschiedliche Demokratiemuster auf internationaler Ebene zwischen verschiedenen Staaten zu identifizieren.
Excerpt (computer-generated)
Universität Konstanz
Fachbereich Politik- und Verwaltungswissenschaft
Wintersemester 2008/2009
Seminar: Empirische Demokratietheorien
Demokratiemuster in den
deutschen Bundesländern
Verfasser:
Johannes Himmer
Inhaltsverzeichnis
Inhaltsverzeichnis i
Abkürzungsverzeichnis ii
Abbildungsverzeichnis iii
1.
Einleitung 1
2.
Demokratiemuster in den deutschen Bundesländern 1
2.1.
Konkordanzdemokratisch-zentralisierte Dimension 2
2.1.1.
Parteiensysteme 2
2.1.2.
Regierungssystem 4
2.1.3.
Kommunale Selbstverwaltung und Dezentralisierung 8
2.1.4.
Wahlsysteme 10
2.2.
Judikative Machtteilungsdimension 12
2.2.1.
Ausmaß der Verfassungsrigidität 12
2.2.2
Verfassungsgerichtsbarkeit 14
2.3.
Exekutive Machtteilungsdimension 14
2.3.1.
Exekutive-Legislative Beziehungen 15
2.3.2.
Ausmaß der direkten Demokratie 15
3.
Zusammenfassung 17
4.
Fazit und Kritik 18
Literaturverzeichnis 19
i
Abkürzungsverzeichnis
Bundesländerkürzel
BW
Baden-Württemberg
BY
Bayern
BE
Berlin
BB
Brandenburg
HB
Bremen
HH
Hamburg
HE
Hessen
MV
Mecklenburg-Vorpommern
NI
Niedersachsen
NW
Nordrhein-Westfalen
RP
Rheinland-Pfalz
SL
Saarland
SN
Sachsen
ST
Sachsen-Anhalt
SH
Schleswig-Holstein
TH
Thüringen
ii
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1:
Reale Anzahl von Parteien (N) und effektive Anzahl von Parteien (EPZ) in
den Landesparlamenten der deutschen Bundesländer auf Basis der Parla-
mentssitze im Vergleich 1946 bis 2005 (Mittelwerte), S. 3.
Abbildung 2:
Einordnung der deutschen Bundesländer auf dem Kontinuum zwischen
Mehrheits- und Konsensusdemokratie anhand der effektiven Parteienzahl
1990 2005 (Mittelwerte), S. 4.
Abbildung 3:
Verteilung der verschiedenen Regierungstypen in den Bundesländern 1946 bis
2005 (ohne Übergangsregierungen, gewichtet nach Tagen), S. 5.
Abbildung 4:
Zeitanteile von kleinstmöglicher Gewinnregierung und Einparteienmehrheits-
regieung in den deutschen Bundesländern 1946 bis 2005 (ohne Übergangsre-
gierungen, gewichtet nach Tagen), S. 6.
Abbildung 5:
Kontinuum der der Regierungsformen zwischen Mehrheits- und Konsensus-
demokratie in den deutschen Bundesländern 1990 bis 2005 (ohne Übergangs-
regierungen, gewichtet nach Tagen), S. 7.
Abbildung 6:
Zusammenhang zwischen Parteiensystem und Regierungsform in den deut-
schen Bundesländern (1990 bis 2005), S. 8.
Abbildung 7:
Fiskalische und personelle Dezentralisierung (1990 bis 2005), S. 9.
Abbildung 8:
Typologie der in den Landtagen erforderlichen Mehrheiten zur Änderung der
Verfassung, S. 13.
Abbildung 9:
Kontinuum der Bundesländer zischen Mehrheits- und Konsensusdemokratie
hinsichtlich des Exekutiv-Dominanz-Index, S.15.
Abbildung 10:
Klassifikation der Bundesländer, S. 17.
Abbildung 11:
Die dreidimensionale Demokratiekarte der deutschen Bundesländer, 1990 bis
2005, S. 18.
iii
1. Einleitung
Die Bundesrepublik Deutschland mit ihren 16 Bundesländern stellt auf ersten den Blick ein
homogenes politisches System dar. Legt man den Betrachtungsfokus jedoch auf die einzelnen
Bundesländer, lassen sich neben Gemeinsamkeiten auch Unterschiede hinsichtlich der wich-
tigsten politischen Institutionen und Demokratiemuster erkennen. In der vorliegenden Arbeit
werden die Bundesländer hinsichtlich ihrer Demokratiestruktur verglichen. Ausgangspunkt
für diese Überlegungen ist das Werk ,,patterns of democracy" von Arend Lijphart, welches
versucht, unterschiedliche Demokratiemuster auf internationaler Ebene zwischen verschiede-
nen Staaten zu identifizieren. Dabei geht Arend Lijphart von zwei idealtypischen Demokra-
tiemustern aus: eine Konsensusdemokratieform und eine auf Wettbewerb orientierte Demo-
kratieform, die Mehrheitsdemokratie. Eine Klassifikation der Staaten erfolgt hierbei auf zwei
Dimensionen: der Exekutive-Parteien-Dimension und der Förderalismus-Unitarismus-
Dimension. Diese Vorgehensweise greifen auch Freitag/Vatter in ihrem Werk ,,Die Demokra-
tien der deutschen Bundesländer" auf, und erstellen basierend auf den Faktoren des Werkes
,,patterns of democracy" einen Vergleich der Bundesländer hinsichtlich ihrer Demokratie-
struktur. Dieser Vergleich wird jedoch nicht auf zwei, sondern auf drei Dimensionen darges-
tellt. Da die Untersuchungskriterien von Arend Lijphart jedoch auf einen internationalen
Staatenvergleich ausgerichtet sind und somit einige dieser Faktoren auf Bundeslandebene
nicht anwendbar sind, ziehen Freitag/Vatter z.T. andere Kriterien zur Untersuchung heran.1
Ziel dieser Arbeit ist die Identifikation der politischen Systemstruktur der Bundesländer zwi-
schen Mehrheits- und Konsensdemokratie. Um die Bundesländer zwischen diesen beiden
Demokratieformen einordnen zu können, gehe ich zunächst auf die drei von Freitag/Vatter
erstellten Dimensionen und deren Untersuchungsfaktoren ein. Ferner sollen Zusammenhänge
der verschiedenen Dimensionen und deren Faktoren untereinander aufgezeigt werden. Einen
zusammenfassenden Überblick liefert die Verortung der Bundesländer auf einer dreidimen-
sionalen Demokratiekarte.
2. Demokratiemuster in den deutschen Bundesländern
Eine Untersuchung der Demokratiemuster erfolgt bei Freitag/Vatter auf drei Dimensionen.
Die konkordanzdemokratisch-zentralisierte Dimension beinhaltet die Faktoren Parteiensys-
tem, Regierungssystem, Wahlsystem und der die kommunale Selbstverwaltung bzw. die De-
1 Z.B. wird als eines der Untersuchungskriterien im Werk von Arend Lijphart die Zentralbankautonomie ver-
wendet, was auf Länderebene wenig Sinn ergibt, da diese keine eigene Zentralbank besitzen.
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