Register or log in at GRIN

Your e-mail-address or password is wrong
Register now
For new authors: free, easy and fast
This will be used as your user name, please specify a valid e-mail address

Lost password

Your e-mail-address or password is wrong

Request a new password
Von der Insistenz der Trauer close

Please wait

Please install the Adobe Flash Player if no e-book is displayed.

Von der Insistenz der Trauer

Subtitle: Walter Benjamins melancholischer Blick

Termpaper, 2009, 13 Pages
Author: Elouise von Rehe
Subject: Philosophy - Philosophy of the Present

Details

Category: Termpaper
Year: 2009
Pages: 13
Grade: "-"
Language: German
Archive No.: V138078
ISBN (E-book): 978-3-640-46507-1
ISBN (Book): 978-3-640-46218-6
Notes :
Aus allem Gesagten ergibt sich ein letzter Fluchtpunkt: Eine Insistenz der Trauer, die als Haltung an der Welt erkrankt, ohne von ihr zu lassen, um den Tod zu überwinden, indem sie ihn lebt.


Abstract

„Wird der Gegenstand unterm Blick der Melancholie allegorisch, lässt sie das Leben von ihm abfließen, bleibt er als toter, doch in Ewigkeit gesicherter zurück, so liegt er vor dem Allegoriker, auf Gnade und Ungnade ihm überliefert. Das heißt: eine Bedeu-tung, einen Sinn auszustrahlen, ist er von nun an ganz unfähig; an Bedeutung kommt ihm das zu, was der Allegoriker ihm verleiht.“ Diese oft zitierten Sätze entstammen Walter Benjamins Trauerspiel-Buch, worin er, ausgehend von der Literatur des Barock, seinen reich gegliederten Begriff der Allegorie entwickelt. Die Tätigkeit des Allegorikers, der ein Element aus der Totalität des Lebenszusammenhangs herausreißt, um es zu isolieren und seiner Funktion zu berauben, wird von Benjamin als Ausdruck der Melancholie gedeutet. Eine Melancholie, die ontologisch begründet, „[...] die Welt um des Wissens willen“ verrät. Movens vorliegender Bemühung ist es, jene Melancholie, die dem Allegoriker eignet, aufzuspüren – eingedenk der Trümmerhaufen alles Vergangenen, denen sich Benjamins Engel der Geschichte gegenübersieht – in Nuancierung verschiedener Theorien der Melancholie. Fern eines Überblicks gilt es, einzelnen Strängen in extenso zu folgen und im etwaigen Ungleichgewicht durchaus essayistische Raffinesse zu entfalten. Gewissermaßen als Folie dient hierbei Marsilio Ficinos Diätik des saturnischen Menschen, mit der er aus tiefster, innerster Zerrüttung Ansätze von griechischer Humoralpathologie und arabischer Kosmologie vereint, und damit, wenngleich in anderer Absicht als Benjamin, eine melancholische Weltzuwendung wegweisend pointiert. Nicht mehr als eine erste Ahnung soll am Ende des Textes sich einstellen, die – so bleibt zu hoffen – Einblicke, vielleicht gar ein Einfühlen in den Zustand des Melancholikers gewährt, der nicht zermartert und ermattet, sondern sinnstiftend das theatrum mundi betritt, um es zu erretten.


Excerpt (computer-generated)

Von der Insistenz der Trauer
Walter Benjamins melancholischer Blick

 


Inhaltsverzeichnis

EINLEITUNG 2
DIE VEREDELUNG DER MELANCHOLIE 3
EXKURS I: BENJAMINS TRAUERSPIEL-BUCH 6
BENJAMINS MELANCHOLIKER 7
EXKURS II: FREUDS AUFSATZ TRAUER UND MELANCHOLIE 8
DIALEKTIK DES SINNS 9
LITERATURVERZEICHNIS 11
Primärliteratur: 11
Sekundärliteratur: 11
Zusätzlich verwendete Literatur: 11

 


Nur um der Hoffnungslosen willen ist uns die Hoffnung gegeben.

(Walter Benjamin)

Die Neurose ist das bange Gewahrwerden der Unmöglichkeit in Allem.
(Georges Bataille)

Einleitung
,,Wird der Gegenstand unterm Blick der Melancholie allegorisch, lässt sie das Leben von ihm abfließen, bleibt er als toter, doch in Ewigkeit gesicherter zurück, so liegt er vor dem Allegoriker, auf Gnade und Ungnade ihm überliefert. Das heißt: eine Bedeu-tung, einen Sinn auszustrahlen, ist er von nun an ganz unfähig; an Bedeutung kommt ihm das zu, was der Allegoriker ihm verleiht." (3591) Diese oft zitierten Sätze ent-stammen Walter Benjamins Trauerspiel-Buch, worin er, ausgehend von der Literatur des Barock, seinen reich gegliederten Begriff der Allegorie entwickelt. Die Tätigkeit des Allegorikers, der ein Element aus der Totalität des Lebenszusammenhangs he-rausreißt, um es zu isolieren und seiner Funktion zu berauben, wird von Benjamin als Ausdruck der Melancholie gedeutet. Eine Melancholie, die ontologisch begründet, ,,[...] die Welt um des Wissens willen" (334) verrät.
Movens vorliegender Bemühung ist es, jene Melancholie, die dem Allegoriker eignet, aufzuspüren ­ eingedenk der Trümmerhaufen alles Vergangenen, denen sich Benjamins Engel der Geschichte gegenübersieht ­ in Nuancierung verschiedener Theorien der Melancholie. Fern eines Überblicks gilt es, einzelnen Strängen in extenso zu folgen und im etwaigen Ungleichgewicht durchaus essayistische Raffinesse zu entfalten. Gewissermaßen als Folie dient hierbei Marsilio Ficinos Diätik des saturnischen Menschen, mit der er aus tiefster, innerster Zerrüttung Ansätze von griechischer Humoralpathologie und arabischer Kosmologie vereint, und damit, wenngleich in anderer Absicht als Benjamin, eine melancholische Weltzuwendung wegweisend pointiert. Nicht mehr als eine erste Ahnung soll am Ende des Textes sich einstellen, die ­ so bleibt zu hoffen ­ Einblicke, vielleicht gar ein Einfühlen in den Zustand des [...]

1 Zitate von Walter Benjamin werden direkt im Text, ohne Angabe des Autors erwähnt. In allen Fällen liegt die folgende Veröffentlichung vor. Walter Benjamin: Ursprung des deutschen Trauerspiels. In: ders.: Gesammelte Schriften Band I. I Frankfurt a.M. 1991.

 



Comments

No comments yet

Add Comment
Your comment is reviewed before being published

Other users also were interested in the following titles:

Erstellen einer schriftlichen Hausarbeit

Author: Claudia Nickel
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2006 Download as PDF-file for 4,99 EUR

Grundtechniken wissenschaftlichen Arbeitens

Author: Maik Philipp
Presentations, Models, Tutorials, Instructions, 2004 Download as PDF-file for 5,99 EUR

This text can be quoted and accessed from this url:

http://www.grin.com/e-book/138078/von-der-insistenz-der-trauer
please wait Please wait