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Subtitle: Marketingansätze unter besonderer Berücksichtigung des Sparkassen-SchulService
Diploma Thesis, 2009, 112 Pages
Author: Janine Iversen
Subject: Economics / Business: Marketing, Corporate Communication, CRM, Market Research
Details
Year: 2009
Pages: 112
Grade: 1,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-45844-8
ISBN (Book): 978-3-640-45889-9
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Abstract
Die Wettbewerbssituation auf dem deutschen Bankenmarkt wird zunehmend härter. Traditionelle Kreditinstitute stehen mittlerweile nicht nur untereinander im Wettbewerb. Sie erfahren auch Konkurrenz durch Non- und Nearbanks wie z.B. Versicherungsgesellschaften, Automobilhersteller oder Kreditkartengesellschaften sowie durch Direktbanken.Durch den Wegfall der Gewährträgerhaftung im Jahr 2005, stehen auch Sparkassen dem gleichen Wettbewerbsdruck gegenüber wie ihre Konkurrenten. In Zeiten verstärkten Wettbewerbs, in denen der Kampf um Kunden wächst, erlangen in Anbetracht dessen, dass die Gewinnung von Neukunden höhere Kosten verursacht als der Ausbau bestehender Kundenbeziehungen, besonders Maßnahmen der Kundenbindung an Bedeutung. Im Bankensektor ist in diesem Zusammenhang eine Entwicklung weg vom Transaction Banking hin zum Relationship Banking festzustellen, durch das die Gefahr der Abwanderung von Kunden zu Konkurrenzinstituten verringert werden soll. Da die Chance, eine Abwanderung zu verhindern, mit zunehmender Dauer der Geschäftsbeziehung steigt, liegen besonders große Chancen des Relationship Bankings in der Bearbeitung der Zielgruppe „Jugendliche“. Aufgrund der Wettbewerbssituation im Bankensektor sollten Sparkassen daher besonderes Augenmerk auf die junge Zielgruppe legen, um sie frühzeitig zu binden und um auf diese Weise von der zukünftigen wirtschaftlichen Kraft, die Jugendliche nach dem Eintritt in das Berufsleben entwickeln, profitieren zu können. Ausgehend von diesen Ausführungen, ist das Ziel der Diplomarbeit, konkrete Ansätze für die Gestaltung eines Marketing-Mix von Sparkassen zu erarbeiten, mit dem Jugendliche als Kunden gewonnen und gehalten werden können. Ein gesondertes Augenmerk soll dabei auf dem Sparkassen-SchulService liegen. Es soll herausgearbeitet werden, welche Möglichkeiten bestehen, das bisher nicht genutzte Vertriebspotenzial zukünftig zu nutzen, d.h. welche Möglichkeiten bestehen, den Sparkassen-SchulService zum Zweck der Kundengewinnung bzw. -bindung einzusetzen. Bei der Entwicklung der Marketingansätze sollen insbesondere die qualitativen Anforderungen berücksichtigt werden, die im Jugendmarketing von Sparkassen bestehen. Als ein weiteres Ziel dieser Arbeit kann dementsprechend die umfassende Erarbeitung dieser Anforderungen gesehen werden. Demgegenüber sind kostenorientierte Überlegungen, d.h. die Evaluierung der Wirtschaftlichkeit einzelner Ansätze, nicht Ziel dieser Arbeit.
Excerpt (computer-generated)
HOCHSCHULE BONN - RHEIN - SIEG
Fachbereich Wirtschaftswissenschaften Sankt Augustin
Diplomarbeit
(Vier-Monats-Arbeit)
zur Erlangung
des Diplomgrades
Diplom-Kauffrau (FH)
in der Fachrichtung Wirtschaftswissenschaften
Jugendmarketing im Sparkassensektor -
Marketingansätze unter besonderer Berücksichtigung des
Sparkassen-SchulService
vorgelegt am: 31.07.2009
vom cand.:
Iversen, Janine
II
Inhaltsverzeichnis
Abbildungsverzeichnis IV
Tabellenverzeichnis V
Abkürzungsverzeichnis VI
1. Einführung in die Problemstellung 1
1.1. Aktualität 1
1.2. Ziel der Arbeit 3
1.3. Vorgehensweise 3
2. Marketing im Sparkassensektor 5
2.1. Grundsätzliche Besonderheiten im Dienstleistungssektor 6
2.1.1. Konstitutive Merkmale einer Dienstleistung 6
2.1.2. Notwendigkeit von Personal-, Ausstattungs- und
Prozesspolitik 8
2.2. Besonderheiten im Sparkassensektor 11
2.2.1. Erklärungsbedürftigkeit der angebotenen Leistungen 11
2.2.2. Vertrauensempfindlichkeit der angebotenen Leistungen 12
2.2.3. Öffentlicher Auftrag und gesellschaftliche Erwartungen 14
2.3. Bedeutung der dargestellten Besonderheiten für das Marketing in
Sparkassen 16
3. Jugendmarketing 21
3.1. Abgrenzung des Jugendmarktes 21
3.2. Bedeutung des Jugendmarktes 23
3.2.1. Das gegenwärtige wirtschaftliche Potential Jugendlicher 23
3.2.2. Das zukünftige wirtschaftliche Potential Jugendlicher 25
3.3. Anforderungen an die zielgruppenspezifische Ansprache
Jugendlicher 27
3.4. Empirische Erhebung zum Jugendmarketing 30
3.4.1. Ziel der Erhebung 30
3.4.2. Erhebungsdesign 31
3.4.2.1. Stichprobe 32
3.4.2.2. Erhebungsmethode und -instrument 33
Inhaltsverzeichnis
III
3.4.3. Zentrale Ergebnisse 35
3.4.3.1. Grundlegende Aspekte 36
3.4.3.2. Produkte, Konditionen und Zusatzleistungen 39
3.4.3.3. Informationsverhalten 41
3.4.3.4. Abwicklung von Bankgeschäften und Gestaltung von
Filialen 43
3.4.3.5. Vorstellungen zum ,,idealen" Ansprechpartner 45
4. Marketingansätze für das Jugendmarketing von Sparkassen 47
4.1. Status-Quo-Betrachtung der Jugendmarketingansätze in
Sparkassen 47
4.1.1. Jugendmarketingansätze im Überblick 47
4.1.2. Der Sparkassen-SchulService 49
4.1.2.1. Originäre Zielsetzung 50
4.1.2.2. Angebote des Sparkassen-SchulService 51
4.1.2.3. Rahmenbedingungen 52
4.2. Ziele des Jugendmarketings 55
4.3. Strategien 59
4.4. Marketing-Mix 61
4.4.1. Leistungspolitik 61
4.4.2. Preispolitik 65
4.4.3. Distributionspolitik 66
4.4.4. Kommunikationspolitik 67
4.4.5. Personalpolitik 73
4.4.6. Ausstattungspolitik 75
4.4.7. Prozesspolitik 76
4.5. Möglichkeiten zum Einsatz des Sparkassen-SchulService als
vertriebsorientiertes Marketinginstrument im Marketing-Mix 78
5. Schlussbetrachtung 81
Quellenverzeichnis 83
Anhang
Inhaltsverzeichnis
IV
Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Erweiterung des Marketing-Mix im Dienstleistungssektor 9
Abbildung 2: Auswirkungen der dargestellten Besonderheiten auf das
Marketing von Sparkassen 16
Abbildung 3: Aspekte, die Jugendlichen an einem Kreditinstitut wichtig sind . 36
Abbildung 4: Bedeutung ausgewählter Zusatzangebote 40
Abbildung 5: Informationsmedien der Jugendlichen 42
Abbildung 6: Abwicklung von Bankangelegenheiten 43
Abbildung 7: Alter eines idealen Ansprechpartners 45
Abbildung 8: Zielkette im Jugendmarketing von Sparkassen 56
Abbildung 9: Strategische Einordnung des Jugendmarketings 59
Abbildung 10: Werbemotiv zum Thema Sicherheit 69
Abbildung 11: Kommunikationsstränge des Sparkassen-SchulService 79
Abbildungsverzeichnis
V
Tabellenverzeichnis
Tabelle 1: Altersstruktur der Stichprobe vor und nach Gewichtung der Daten .. 35
Tabelle 2: Kernangebote im Jugendmarkt 48
Tabelle 3: Erforderliche Informationsangebote im Jugendmarkt 64
Tabellenverzeichnis
VI
Abkürzungsverzeichnis
ASchO
Allgemeine Schulordnung
JArbSchG Jugendarbeitsschutzgesetz
BdB
Bundesverband deutscher Banken
KWG
Kreditwesengesetz
MA
Mitarbeiter
MDS
Mediaplanungs-Dialog-System für Media- und Marketingpraktiker
NRW
Nordrhein-Westfalen
SMS
Short Message Service
SpkG
Sparkassengesetz
VA
VerbraucherAnalyse
vzbv
Verbraucherzentrale Bundesverband
Abkürzungsverzeichnis
1
1. Einführung in die Problemstellung
Vor der inhaltlichen Auseinandersetzung mit dem Thema ,,Jugendmarketing im
Sparkassensektor - Marketingansätze unter besonderer Berücksichtigung des
Sparkassen-SchulService", soll Kapitel 1 dazu genutzt werden, den Rahmen
der Arbeit zu beschreiben. Aufbauend auf Ausführungen zur Aktualität des
Themas wird das Ziel der Arbeit definiert. Die Darstellung der Vorgehensweise
bildet anschließend den Abschluss der Einführung.
1.1. Aktualität
Die Wettbewerbssituation auf dem deutschen Bankenmarkt wird zunehmend
härter. Traditionelle Kreditinstitute stehen mittlerweile nicht nur untereinander im
Wettbewerb. Sie erfahren auch Konkurrenz durch Non- und Nearbanks wie z.B.
Versicherungsgesellschaften, Automobilhersteller oder Kreditkartengesellschaf-
ten sowie durch Direktbanken.1 Daneben haben auch ausländische Mitbewer-
ber Deutschland als interessanten Markt für sich entdeckt.2
Während Sparkassen noch bis vor einigen Jahren derartigen Verschärfungen
im Wettbewerbsumfeld durch die Gewährträgerhaftung nicht im gleichen Maße
ausgesetzt waren wie Kreditinstitute anderer Institutsgruppen, stellt sich die
Situation inzwischen anders dar. Durch den Wegfall der Gewährträgerhaftung
im Jahr 2005, stehen auch Sparkassen dem gleichen Wettbewerbsdruck ge-
genüber wir ihre Konkurrenten.3
In Zeiten verstärkten Wettbewerbs, in denen der Kampf um Kunden wächst,
erlangen in Anbetracht dessen, dass die Gewinnung von Neukunden höhere
Kosten verursacht als der Ausbau bestehender Kundenbeziehungen,
1 vgl. Büschgen, H./Büschgen, A., Bankmarketing, 2., akt. u. erw. Aufl., Düsseldorf, S. 49
2 vgl. Bundesverband deutscher Banken (BdB), Bankenmarkt Deutschland, 05.04.2009,
http://www.bankenbericht.de/pdf/2006/B_1Ueberblick.pdf
3 vgl. Weinert, T., Deutsche Banken unter Zugzwang: Die Erwartungen der Kunden und die
ausländische Konkurrenz wachsen stetig, 05.04.2009,
http://www.dradio.de/dlf/sendungen/hiwi/387305/
Einführung in die Problemstellung
2
besonders Maßnahmen der Kundenbindung an Bedeutung.4 Im Bankensektor
ist in diesem Zusammenhang eine Entwicklung weg vom Transaction Banking
hin zum Relationship Banking festzustellen,5 bei dem der Fokus neben der
Kundenakquisition vor allem auf dem Aufbau langfristiger Kundenbeziehungen
liegt.6 Auf diese Weise soll die Gefahr der Abwanderung von Kunden zu Kon-
kurrenzinstituten verringert werden. Da die Chance, eine Abwanderung zu
verhindern, mit zunehmender Dauer der Geschäftsbeziehung steigt,7 liegen
besonders große Chancen des Relationship Bankings in der Bearbeitung der
Zielgruppe ,,Jugendliche".
Aufgrund der Wettbewerbssituation im Bankensektor sollten Sparkassen daher
besonderes Augenmerk auf die junge Zielgruppe legen, um sie frühzeitig zu
binden und um auf diese Weise von der zukünftigen wirtschaftlichen Kraft, die
Jugendliche nach dem Eintritt in das Berufsleben entwickeln, profitieren zu
können. Nicht unerwähnt bleiben dürfen an dieser Stelle die jüngsten Entwick-
lungen am Finanzmarkt. Sparkassen haben durch die Finanzmarktkrise Ver-
trauenszuwächse zu verzeichnen gehabt.8 Diese können gerade jetzt dazu
genutzt werden, sich bei der jungen Zielgruppe erfolgreich zu positionieren.
4 vgl. Kotler, P./Bliemel, F., Marketing-Management: Analyse, Planung und Verwirklichung, 10.,
überarb. u. akt. Aufl., München, 2006, S. 82
5 vgl. Süchting, J./Paul, S., Bankmanagement, 4., vollst. neu konzip. u. wesentl. erw. Aufl.,
Stuttgart, 1998, S. 632
6 vgl. Meffert, H./Bruhn, M., Dienstleistungsmarketing: Grundlagen - Konzepte - Methoden, 5.,
überarb. u. erw. Aufl., Wiesbaden, 2006, S. 76
7 vgl. Kroeber-Riel, W./Weinberg, P., Konsumentenverhalten, 8. Akt. u. erg. Aufl., München,
2003, S. 651
8 vgl. Spiegel Online, o.V., Sparkassen erhalten Milliarden-Zustrom, 05.04.2009,
http://www.spiegel.de/wirtschaft/0,1518,614072,00.html
Einführung in die Problemstellung
3
1.2. Ziel der Arbeit
Ausgehend von den Ausführungen in Kapitel 1.1, ist das Ziel der Diplomarbeit,
konkrete Ansätze für die Gestaltung eines Marketing-Mix von Sparkassen zu
erarbeiten, mit dem Jugendliche als Kunden gewonnen und gehalten werden
können. Ein gesondertes Augenmerk soll dabei auf dem Sparkassen-
SchulService liegen. Es soll herausgearbeitet werden, welche Möglichkeiten
bestehen, das bisher nicht genutzte Vertriebspotenzial zukünftig zu nutzen, d.h.
welche Möglichkeiten bestehen, den Sparkassen-SchulService zum Zweck der
Kundengewinnung bzw. -bindung einzusetzen.
Bei der Entwicklung der Marketingansätze sollen insbesondere die qualitativen
Anforderungen berücksichtigt werden, die im Jugendmarketing von Sparkassen
bestehen. Als ein weiteres Ziel dieser Arbeit kann dementsprechend die umfas-
sende Erarbeitung dieser Anforderungen gesehen werden.
Demgegenüber sind kostenorientierte Überlegungen, d.h. die Evaluierung der
Wirtschaftlichkeit einzelner Ansätze, nicht Ziel dieser Arbeit.
1.3. Vorgehensweise
Im Verlauf von Kapitel 2 und 3 werden die Grundlagen für die Erarbeitung der
Marketingansätze geschaffen. Es werden zunächst alle relevanten Besonder-
heiten und Anforderungen dargestellt, die es bei der Konzeption der Ansätze zu
berücksichtigen gilt.
Dabei beschäftigt sich Kapitel 2 mit dem Marketing im Sparkassensektor. An
dieser Stelle wird die Zielgruppe Jugendliche noch nicht mit in die Überlegun-
gen einbezogen. Es werden die Besonderheiten dargestellt, die unabhängig
von der Ansprache der Zielgruppe im Marketing von Sparkassen bestehen.
Nach der
Darstellung
der Besonderheiten wird herausgearbeitet, welche Be-
deutung diese Besonderheiten für das Marketing von Sparkassen haben, d.h.
welche konkreten Anforderungen sich aus ihnen ergeben.
Einführung in die Problemstellung
4
Nach der zielgruppenunabhängigen Betrachtung in Kapitel 2, widmet sich Kapi-
tel 3 der Zielgruppe Jugendliche. Welche Besonderheiten in der Ansprache der
Zielgruppe zu berücksichtigen sind wird dargestellt, nachdem die Zielgruppe
zunächst von anderen Marktsegmenten abgegrenzt und ihre Bedeutung für die
Geschäftstätigkeit von Sparkassen herausgestellt wurde. Ermittelt werden die
Besonderheiten in der Ansprache Jugendlicher sowohl durch Sekundärrecher-
che als auch durch eine empirische Erhebung.
Der konzeptionelle Teil der Arbeit, d.h. die Ausarbeitung von Marketingansät-
zen, findet sich anschließend in Kapitel 4. Als Basis dient eine Status-Quo-
Betrachtung des Jugendmarketings in Sparkassen. Darauf aufbauend werden
die Ziele beschrieben, die mit den Marketingansätzen zu verfolgen sind. Außer-
dem werden Ausführungen zur strategischen Einordnung des Jugendmarke-
tings in eine Gesamt-Marketing-Strategie gemacht, bevor die Ideen zur Gestal-
tung des Marketing-Mix vorgestellt werden.
Den Abschluss der Arbeit bildet eine Schlussbetrachtung, in der insbesondere
Resultate aus der empirischen Erhebung, einem Kernstück dieser Arbeit, dazu
genutzt werden, Vorgehensweise und Ergebnisse der Diplomarbeit zu reflektie-
ren.
Einführung in die Problemstellung
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