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Subtitle: Ein empirischer Vergleich mit europäischen Metropolregionen
Diploma Thesis, 2009, 92 Pages
Author: Otto Ruppaner
Subject: Organisation and Administration
Details
Tags: Standortmarketing, Otto Ruppaner, Metropolregion, Oberrhein, WRO, HS Kehl, FH Kehl, Hoschule für öffentliche Verwaltung
Year: 2009
Pages: 92
Grade: 13,5
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-640-46525-5
ISBN (Book): 978-3-640-46233-9
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Abstract
Die Welt befindet sich im Umbruch. Konsequentes Wirtschaften im Geiste der Globalisierung hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die Wirtschaftslandschaft weltweit gravierend verändert. Regionen, die noch wenige Jahre zuvor als Entwicklungsländer galten, rückten mehr und mehr in das Licht global agierender Unternehmer. Es begann der Kampf um den besten Standort. Nun musste auch in bislang wirtschaftlich erfolgsverwöhnten Regionen wie Baden-Württemberg ein Standortmarketing implementiert werden. Man hatte verstanden, dass komplexe Prozessverlagerungen heimischer Unternehmen in andere Staaten künftig denkbar, notwendig und zum Teil wohl auch unabwendbar sind. Gleichzeitig erhöhte sich der Druck, ebenfalls internationale Investoren zu finden und in der eigenen Region zu einer Unternehmensansiedlung zu motivieren. Natürlich barg die Globalisierung zahlreiche Vorteile: Der konsequent steigende Absatz und Export an Waren sorgte für ein kontinuierliches Wachstum auch in den westlichen Industriestaaten. Gleichzeitig waren Millionen Menschen aus ärmeren Teilen der Welt zum ersten Mal in ihrem Leben in der Lage, eine Urlaubsreise anzutreten. Im Jahr 2005 hat die chinesische Regierung die Reisebestimmungen für ihre Mitbürger gelockert. Damit war der Weg frei für Reisen in die westlichen Staaten. In Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika schossen nun neue Agenturen wie Pilze aus dem Boden. Meist staatlich gelenkt, hatten diese den Auftrag, den eigenen Standort zu vermarkten – nach Innen wie nach Außen. Fraglich ist: Wie vermarkten sich Regionen im Zeitalter der Globalisierung? Es geht um nichts weniger als um die Zukunftsfähigkeit der eigenen Region. Dabei stellt sich die Frage, in welcher Größenordnung man diese Regionen definieren sollte. Auf der Grundlage der vorhandenen gebietskörperschaftlichen Einteilung haben sich in den europäischen Staaten unterschiedliche Regionenbegriffe ausgebildet. In der BRD wurden die Wirtschaftsförderungsgesellschaften meist auf Landkreisebene gebildet. Eingeleitet durch den Vertrag von Nizza wurde spätestens durch die Umsetzung des von der Europäischen Union (EU) vorangetriebenen Lissabon-Prozesses deutlich, dass dieser Regionenbegriff im globalen Umfeld unzureichend ist. Die Größe eines Landkreises lässt sich global weder geographisch noch wirtschaftlich vernünftig abbilden. Dem Ziel der Europäischen Union, ein „Europa der Regionen“ zu schaffen, wollte man mit der Gründung sog. Metropolregionen näher rücken.
Excerpt (computer-generated)
Hochschule Kehl
Hochschule für öffentliche Verwaltung
Wahlpflichtfachbereich:
Rechnungswesen
Diplomarbeit
zur Erlangung des Grades eines
Diplomverwaltungswirtes (FH)
Standortmarketing in der Region Südlicher Oberrhein
Ein empirischer Vergleich mit
europäischen Metropolregionen
vorgelegt von
Otto Ruppaner
Studienjahr 2008/2009
Inhaltsverzeichnis
1
I. Inhaltsverzeichnis
I.
Inhaltsverzeichnis S. 1
II.
Abbildungsverzeichnis S. 3
III.
Abkürzungsverzeichnis S. 4
A. Einleitung S. 5
1. Problemstellung S. 5
2. Ziel der Arbeit S. 7
B. Hauptteil S. 9
1. Standortmarketing S. 9
1.1 Definition S. 9
1.2 Trägerschaft S. 10
1.3 Zielgruppe S. 13
1.4 Verfahren zur Aufstellung eines Standortmarketing-Konzepts S. 15
1.4.1 Standortanalyse S. 16
1.4.2 Standortleitbilder und Ziele S. 21
1.4.3 Standortstrategien und Standortmaßnahmen S. 21
1.4.4 Implementierung und Kontrolle S. 25
1.5 Derzeitiges Standortmarketing in der Region
Südlicher Oberrhein S. 27
2. Metropolregion S. 31
2.1 Metropolitan Governance S. 35
2.2 Governance am Oberrhein S. 35
2.3 Finanzierungsmöglichkeit über Interreg IVa S. 37
2.4 Metropolitaner Charakter des Oberrheins S. 39
3. Best Practices S. 44
3.1 Metropolregion Frankfurt S. 44
3.2 Metropolregion Nürnberg S. 46
3.3 Metropolregion Sachsendreieck S. 47
3.4 Metropole Wien S. 49
3.5 Metropolregion Hannover S. 50
3.6 Metropolregion Rhein Neckar S. 51
4. Empirische Studie S. 53
4.1 Forschungsmethodischer Ansatz S. 53
4.2 Fragebogenerstellung S. 55
4.3 Auswertung des Rücklaufs S. 56
Inhaltsverzeichnis
2
4.3.1 Ergebnisse derzeitiger Wirtschaftsförderer S. 57
4.3.2 Ergebnisse Metropolregionen S. 59
C.
Fazit - Handlungsempfehlungen für die Region S. 63
1. Organisation S. 64
2. Finanzierung S. 66
3. Aufgaben S. 67
4. Zielgruppen S. 69
5. Fazit S. 70
IV.
Literaturverzeichnis S. 71
V.
Anlagenverzeichnis S. 73
Abbildungsverzeichnis
3
II. Abbildungsverzeichnis
Abbildung 1: Gubler R. / Möller c., 2006, S. 45 S. 11
Abbildung 2: Gubler R. / Möller C., 2006, S. 56 S. 14
Abbildung 3: Balderjahn I., 2000, S. 72 S. 16
Abbildung 4: Schnurrenberger B., 2000, S. 25 S. 18
Abbildung 5: Gubler R. / Möller C., 2006, S. 84 S. 20
Abbildung 6: Balderjahn I., 2000, S. 119 S. 23
Abbildung 7: Gubler R. / Möller C., 2006, S. 96 S. 26
Abbildung 8: Regierungspräsidium Karlsruhe, 2008 S. 37
Abbildung 9: FWTM, Dr. Richter 2007 S. 40
Abbildung 10: FWTM, Dr. Richter 2007 S. 41
Abbildung 11: [www] 2006-3 S. 42
Abbildung 12: Organisationsstruktur S. 65
Abbildung 13: Geldströme S. 67
Abkürzungsverzeichnis
4
III. Abkürzungsverzeichnis
Abb.
Abbildung
AG
Aktiengesellschaft
AIDA
Awareness, Interest, Desire, Action
BBR
Bundesamt für Bauwesen und Raumordnung
BIP
Bruttoinlandsprodukt
CIADT
Comité interministériel d′aménagement du territoire
EFRE
Europäischen Fonds für Regionale Entwicklung
EG
Europäische Gemeinschaft
EU
Europäische Union
FWTM
Freiburg Wirtschaft Touristik und Messe GmbH & Co. KG
GbR
Gesellschaft bürgerlichen Rechts
GmbH
Gesellschaft mit beschränkter Haftung
HWK
Handwerkskammer
IHK
Industrie- und Handelskammern
IKM
Initiativkreis Metropolregionen Deutschland
Kap
Kapitel
KMU
Kleine und mittlere Unternehmen
LEP
Landesentwicklungsplan
NGO
Nichtregierungsorganisation
SGZE
Stabsstelle für grenzüberschreitende Zusammenarbeit und europä-
ische Angelegenheiten
SVSM
Schweizerischen Vereinigung für Standortmanagement
SWOT
Strenghts, Weaknesses, Opportunities, Threats
TRK
TechnologieRegion Karlsruhe GbR
UCB
Unique Customer Benefits
UN
United Nations
USA
United States of America
WRO
Wirtschaftsregion Offenburg/Ortenau GmbH
WSW
Wirtschaftsregion Südwest GmbH
WWFF
Wiener Wirtschaftsförderungsfonds
www
world wide web
Einleitung
5
,,Den guten Seemann erkennt man bei schlechtem Wetter."
aus der Toskana
A.
Einleitung
1.
Problemstellung
Die Welt befindet sich im Umbruch. Konsequentes Wirtschaften im Geiste
der Globalisierung hat in den vergangenen Jahren und Jahrzehnten die
Wirtschaftslandschaft weltweit gravierend verändert.
Regionen, die noch wenige Jahre zuvor als Entwicklungsländer galten,
rückten mehr und mehr in das Licht global agierender Unternehmer. Dar-
auf mussten sich die Regionen einstellen, in denen bisher die gesamte
Wertschöpfung an einem Endprodukt stattfand: von der Entwicklung über
die Produktion bis zum Vertrieb. Es begann der Kampf um den besten
Standort. Nun musste auch in bislang wirtschaftlich erfolgsverwöhnten
Regionen wie Baden-Württemberg ein Standortmarketing implementiert
werden. Man hatte verstanden, dass komplexe Prozessverlagerungen hei-
mischer Unternehmen in andere Staaten künftig denkbar, notwendig und
zum Teil wohl auch unabwendbar sind. Gleichzeitig erhöhte sich der
Druck, ebenfalls internationale Investoren zu finden und in der eigenen
Region zu einer Unternehmensansiedlung zu motivieren.
Natürlich barg die Globalisierung zahlreiche Vorteile: Der konsequent stei-
gende Absatz und Export an Waren sorgte für ein kontinuierliches Wachs-
tum auch in den westlichen Industriestaaten. Gleichzeitig waren Millionen
Menschen aus ärmeren Teilen der Welt zum ersten Mal in ihrem Leben in
der Lage, eine Urlaubsreise anzutreten. Im Jahr 2005 hat die chinesische
Regierung die Reisebestimmungen für ihre Mitbürger gelockert.1 Damit
war der Weg frei für Reisen in die westlichen Staaten.
1 vgl. [www] 2007-1
Einleitung
6
In Europa und den Vereinigten Staaten von Amerika schossen nun neue
Agenturen wie Pilze aus dem Boden. Meist staatlich gelenkt, hatten diese
den Auftrag, den eigenen Standort zu vermarkten nach Innen wie nach
Außen.
Mit
Marketingmaßnahmen nach Innen
sollen die Agenturen Abwan-
derungspläne heimischer Unternehmern ins Ausland nach Möglichkeit ver-
hindern oder zumindest deren Auswirkungen abmildern. Das ist nur mög-
lich, wenn der betroffene Unternehmer den Wert des bisherigen Standor-
tes erkennt und sich nicht auf die bloße betriebswirtschaftliche Betrach-
tung verschiedener Standorte beschränkt. Zwischenzeitlich mehren sich
die Zeichen, dass ein Prozess des Umdenkens im globalen Transfer von
Mensch und Material beginnt. Wissenschaftliche Untersuchungen des
Fraunhofer-Instituts für System- und Innovationsforschung zeigen Ten-
denzen einer ersten Rückkehr der Produktionen auf.2 Die einseitige Be-
trachtung der Kostenseite (insbesondere des Lohnkostenniveaus), die für
Produktionsverlagerungen meist den Ausschlag gibt, wird insbesondere
mittelständischen Unternehmen mehr und mehr zum Verhängnis. Der Er-
folg innovativer mittelständischer Betriebe wird zu wesentlichen Teilen von
den sog. ,,weichen" Faktoren mit bestimmt. Zu diesen gehört ein intaktes
Forschungsumfeld, eine Bildungs- und Universitätslandschaft, aus der ge-
eigneter Nachwuchs gewonnen werden kann sowie motivierte Mitarbeiter,
die bereit sind, eine innere Verbindung mit dem Unternehmen einzugehen.
Marketingmaßnahmen nach Außen
sollen Touristen und Investoren
locken. Dabei muss immer im Vordergrund stehen, sich nach Außen mit
Alleinstellungsmerkmalen zu vermarkten. Der nach Außen transportierbare
Wert einer Region liegt fast ausschließlich in deren Vermögen, sich von
anderen Regionen abzuheben.
2 vgl. Kinkel, 2008, S. 5
Einleitung
7
Der beschriebene Sachverhalt macht die Notwendigkeit deutlich: Wie ver-
markten sich Regionen im Zeitalter der Globalisierung? Die Herausforde-
rungen sind groß. Es geht um nichts weniger als um die Zukunftsfähigkeit
der eigenen Region. Dabei stellt sich die Frage, in welcher Größenordnung
man diese Regionen definieren sollte. Auf der Grundlage der vorhandenen
gebietskörperschaftlichen Einteilung haben sich in den europäischen Staa-
ten unterschiedliche Regionenbegriffe ausgebildet.
In der Bundesrepublik wurden die Wirtschaftsförderungsgesellschaften
meist auf Landkreisebene gebildet. Eingeleitet durch den Vertrag von Niz-
za wurde spätestens durch die Umsetzung des von der Europäischen Uni-
on (EU) vorangetriebenen Lissabon-Prozesses deutlich, dass dieser Regio-
nenbegriff im globalen Umfeld unzureichend ist. Die Größe eines Landkrei-
ses lässt sich global weder geographisch noch wirtschaftlich vernünftig
abbilden. Dem Ziel der Europäischen Union, ein ,,Europa der Regionen" zu
schaffen, wollte man mit der Gründung sog. Metropolregionen näher rü-
cken.
2.
Ziel der Arbeit
Ziel der Arbeit ist es, Handlungsempfehlungen im Bereich des Standort-
marketings vor den Herausforderungen der Gründung einer trinationalen
Metropolregion im Dreiländereck Deutschland-Frankreich-Schweiz zu erar-
beiten.
Zunächst werden in Kap. 1 Standortmarketingkonzepte in der Theorie vor-
gestellt. Neben der Definition werden Maßnahmen und Wirkungsweisen
aufgezeigt. Zudem wird die derzeitige Ausrichtung des Standortmarketing
in der Region Südlicher Oberrhein dargestellt und die Angaben der Wirt-
schaftsförderer in diesem Kontext vorgestellt.
Kap. 2 widmet sich der Ausgestaltung einer Metropolregion. Definition,
Anforderungen, Finanzierungsmöglichkeiten werden aufgezeigt und der
metropolitane Charakter des Oberrheingebietes untersucht. Kernstück des
Einleitung
8
3. Kapitels ist die Darstellung von best practices. Insgesamt sechs dem
Oberrhein vergleichbare Metropolregionen werden näher untersucht.
In Kap. 4 wird eine empirische Überprüfung der deskriptiv gewonnenen
Erkenntnisse vorgenommen. Mittels Umfragen unter den deskriptiv darge-
stellten Metropolregionen sowie in einer weiteren Umfrage unter den der-
zeitigen Wirtschaftsförderern sollen weitere Erkenntnisse zur künftigen
Gestaltung einer Metropolregion am Oberrhein gewonnen werden.
Daraus resultieren in Abschnitt C Handlungsempfehlungen für die Akteure
in der Region, um dem weiteren Gründungsprozess eine wissenschaftlich
fundierte Grundlage zu bieten.
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