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Scholary Paper (Seminar), 1997, 21 Pages
Author: Markus Mross
Subject: Romance Languages - General
Details
Institution/College: University of Hamburg (Romanisches Seminar)
Tags: Beispiel, Derivation, Rahmen, Beardschen, Modell, Lexeme-Morpheme-Base-Morphology, Seminar, Generative, Morphologie, Französischen, Italienischen, Ausgewählte, Probleme
Year: 1997
Pages: 21
Grade: bestanden
Bibliography: ~ 8 Entries
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-19383-2
File size: 78 KB
Die "Lexeme-Morpheme-Base-Morphology" a la Beard ist ein Alternativansatz zu der traditionellen Wortsyntax a la Lieber und Selkirk und besitzt eine überlegenere Erklärungskraft für grammatische Phänomene wie mor- phologische Asymmetrie, leere Morpheme, "Empty Mor- phology" etc.Doppelter Zeilenabstand.
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Excerpt (computer-generated)
Universität Hamburg Markus Mross
Romanisches Seminar
Sommersemester 1997
Beispiel einer flexionalen Derivation
im Rahmen des Beardschen Modells einer
„Lexeme-Morpheme-Base-Morphology“ (LMBM)
Markus Mross
Inhaltsverzeichnis
1) Einleitung 1
2) Die Basisprinzipien des Beardschen LMBM-Modells 2
2.1. Die Separationshypothese 2
2.2. Das erste Grundprinzip Beards 3
2.3. Die „Split-Morphology-Hypothesis“ 4
2.4. Das vierte Grundprinzip Beards 5
3. Die Derivation der Form des flektierten Verbes „chantera“ innerhalb des Beardschen LMBM-Modells 6
3.1. Die Merkmalsmatrix der Form des flektierten Verbes „chantera“ 6
3.2. Beards Konzeptioin von Flexion als syntaktischem Interpretationsmechanismus von morpholexikalischen Kategoriemerkmalen 7
3.3. Beards Unterteilung von grammatischen Kategorien in lexikalische und flexionale Kategorien 8
3.4. Die flexionale Kategorie „Agreement“ als syntaktischer Interpretationsmechanismus von morpholexikalischen Merkmalen 10
3.5. Die graphische Darstellung von Agreementfunktionen und flexionalen Kategoriemerkmalen in der Syntax 11
3.6. Die Tilung von syntaktischen Klammern und Verbanhebung durch die MS-Komponente 13
3.7. Die Spelling-Operationen der MS-Komponente 17
4. Bibliographie 19
1. Einleitung
Ich werde im folgenden die Derivation des französischen Satzes „Pierre chantera cette chanson“ innerhalb des von Beard (1995) vorgeschlagenen LMBM-Modells aufzeigen. Den zentralen Punkt meiner Darstellung bildet dabei die Derivation der Form des flektierten Verbes „chantera“. Weiterhin werde ich versuchen, das Zu- sammenwirken der autonomen grammatischen Module bei der Derivation dieses Satzes innerhalb des Beardschen LMBM-Modells schrittweise dazustellen.
Zum besseren Verständnis der Funktionsweise dieser autonomen grammatischen Module im Beardschen LMBM-Modell halte ich es für notwendig, auf die Basis- prinzipien einzugehen, auf welche sich Beard bei der Konzeption dieser gramma- tischen Module stützt. Daher werde ich eingangs die Ableitung des Aufbaus der grammatischen Module von den grundlegenden Basisprinzipien kurz umreißen. Ich werde auf die Konsequenzen, welche sich aus den Basisprinzipien für Beards Konzeption der grammatischen Module in seinem LMBM-Modell ergeben, bei der schrittweisen Derivation des Satzes „Pierre chantera cette chanson“ differen- zierter eingehen.
2. Die Basisprinzipien des Beardschen LMBM-Modells
Die Basisprinzipien, auf die Beard sein LMBM-Modell gründet, sind die „Sepa- ration Hypothesis“, die „Split Morphology Hypothesis“ („Lexicalist Hypothesis“/ „Lexical Integrity Hypothesis“) sowie die von Beard selbst definierten fünf Grund- prinzipien. Ich werde im folgenden auf diese beiden Hypothesen sowie auf zwei seiner Grundprinzipien eingehen.
2.1. Die Separationshypothese
Die Separationshypothese trennt die Derivation grammatischer Merkmale strikt von der Markierung dieser Merkmale durch grammatische Morpheme (Affigie- rung) (Beard,1995;S.45-51/97). Die Markierung grammatischer Merkmalswerte durch grammatische Morpheme unterliegt einem autonomen grammatischen Mo- dul, der „Morphological Spelling“-Komponente (MS-Komponente). Gramma- tische Morpheme werden als Prozesse dieser Spelling-Komponente definiert (Beard,1995;S.48-49). Der Status der Spelling-Komponente als eines eigenen Modul wird dadurch gewährt, daß die Spelling-Operationen keinen Zugang zum internen Ablauf von Derivationsregeln haben (Beard,1995;S.50). Die Spelling- Komponente operiert lediglich auf dem Output der Derivation grammatischer Merkmale. Die Spelling-Komponente operiert somit unabhängig von Deriva- tionsregeln, grammatische Morpheme sind allerdings aufgrund ihrer Reaktion auf lexikalische und flexionale Merkmale definiert (Beard,1995;S.50). Die Mar- kierung von derivierten grammatischen Merkmalswerten erfolgt postsyntaktisch. Gebundene Morphologie umfaßt somit zwei unabhängige, getrennte Prozesse, auf welche sich Beard als „Derivation“ und „morphologisches Spelling“ bezieht (Beard,1995;S.46). Derivationale Operationen und morphologische Spelling- Operationen operieren jedoch auf denselben Objekten, Lexemen.
2.2. Das erste Grundprinzip Beards
Ein weiterer Aspekt der Separationshypothese besteht in der Unterscheidung zwi- schen Lexemen und grammatischen Morphemen. Beard definiert Lexeme und grammatische Morpheme unterschiedlich. Lediglich Lexeme repräsentieren die direkte Artikulatioin von Bedeutung durch Laute (Beard,1995;S.45). Beard kon- zipiert Lexeme in dem von ihm aufgestellten ersten Grundprinzip als wechselsei- tig implizierte und direkt artikulierte phonologische, grammatische und semanti- sche Repräsentationen (Beard,1995;S.44-47). Beard definiert die Repräsentation eines Lexems als wechselseitig impliziertes Tripel von p (phonologischen), g grammatischen) und r (semantischen) Merkmalswerten (Beard,1995;S.46). Gram- matische Morpheme hingegen werden in Begriffen von indirekten und kontext- abhängigen Mitteln der Referenz definiert (Beard,1995;S.45). Ein grammatisches Morphem drückt nur bestimmte grammatische Kategorien in festen Kontexten aus (Beard,1995;S.49). Gebundene grammatische Morpheme haben keinen gram- matischen oder semantischen Inhalt (Beard,1995:S.69) und sind als morphologi- sche Spelling-Operationen als unabhängige Modifikationen der grammatischen Repräsentation von Lexemen definiert (Beard,1995;S.44). Grammatische Mor- pheme definieren sich aufgrund ihrer Reaktion auf lexikalische und syntaktische Merkmale (Beard,1995;S.50). Weiterhin setzen grammatische Morpheme Lexe- me voraus. Somit müssen grammatische Morpheme nicht direkt an die gramma- tischen Kategorien, welche sie markieren, gebunden sein (Beard,1995;S.49-50).
2.3. Die „Split-Morphology-Hypothesis“
[....]
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