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Die Religionskritik bei Marx und Engels

Scholary Paper (Seminar), 2002, 12 Pages
Author: Hermann Schmidt-Nohl
Subject: Sociology - Religion

Details

Event: PS: Grundbegriffe der Marxschen Gesellschaftstheorie ( Exemplarische Analyse Soziologischer Theorien)
Institution/College: University of Marburg (Fachbereich Gesellschaftswissenschaften und Philosophie)
Tags: Religionskritik, Marx, Engels, Grundbegriffe, Marxschen, Gesellschaftstheorie, Exemplarische, Analyse, Soziologischer, Theorien)
Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 12
Grade: 2
Language: German
Archive No.: V13910
ISBN (E-book): 978-3-638-19434-1
ISBN (Book): 978-3-638-77469-7
File size: 181 KB

Abstract

„Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik“ (MEW 1, 378) In diesem Sinne soll kritisch geklärt werden, was Marx und Engels unter Religion verstehen, welche der Religionen sie überhaupt kritisieren, welche Vorwürfe erhoben und welche Veränderungen angestrebt werden.


Excerpt (computer-generated)

Die Religionskritik bei Marx und Engels



 

Inhaltsverzeichnis

A. Einleitung 3

B. Hauptteil 3

1 Der Religionsbegriff 3

2.1. Die Religionskritik bei Marx und Engels 3

2.1.1. Darstellung 3
2.1.2. Kritik  7

C. Persönliches Fazit 10

D. Literaturverzeichnis  11



A. Einleitung

"Die Kritik der Religion ist die Voraussetzung aller Kritik" (MEW 1, 378)
In diesem Sinne soll kritisch geklärt werden, was Marx und Engels unter Religion verstehen, welche der Religionen sie überhaupt kritisieren, welche Vorwürfe erhoben und welche Veränderungen angestrebt werden.

B. Hauptteil

1. Der Religionsbegriff

"Religion (lateinisch relegere: dicht; religio: Gottesfurcht), Oberbegriff für verschiedene Arten transzendentaler Systeme, die sich durch ein philosophisch -mythologisches Denkgebäude (meist in so genannten heiligen Schriften niedergelegt), dessen institutionalisierte Vermittler (Priester, Religionsgründer etc.) und eine Schar von Anhängern (Gläubige) auszeichnen."(Encarta Online-Enzyklopädie 2002)

2. Die Religionskritik bei Marx und Engels

2.1. Darstellung

Die Religion ist für den Marxist vorderrangig ein ideologisches, die realen Prozesse verkleidendes Phänomen, das er meist mit Indifferenz (Areligiösität) und nicht mit Intoleranz (Religionsfeindlichkeit) angeht. (Labica 1987, 1126).
Zuvorderst soll aber geklärt werden welche der Religionen von Marx und Engels hauptsächlich kritisiert werden:
Ohne Zweifel sind dies fast ausschließlich Juden- und Christentum. Über die restlichen Weltreligionen schreiben beide nicht viel. Buddhismus und Hinduismus werden sehr knapp erläutert und nicht weiter behandelt (vgl. Marx, Engels 1987, 170ff.). Auch der Islam wird nur kurz angesprochen. Die Abwesenheit des Grundeigentums sei der Schlüssel zum ganzen Orient und erkläre die politische und religiöse Geschichte (MEW 28, 259). Die Religion schlechthin ist für beide das Christentum, da diese bis zu ihrer Selbstkritik gelangt ist und daher fähig wurde zum objektiven Verständnis der früheren Mythologien zu verhelfen (MEW 13,637). In seiner Judenfrage bezeichnet sie Marx deshalb als die "vollendete", die " fertige" Religion (MEW 1, 376).
Die spezielle Kritik der Kirchen soll ganz bewusst außen vor gelassen werden. Das soll nicht heißen, dass diese bei Marx und Engels nicht stattfindet. Insbesondere Engels hat die direkte Konfrontation mit der Kirche und ihren Predigern gesucht (vgl. MEW 1, 418ff.). Er war der "Geschichts-Liebhaber", setzte sich detailliert mit dem Bauernkrieg auseinander, deckte Fehler der Kirche in der Geschichte auf, z.B.: "…Bildung Monopol der Pfaffen, daher wesentlich theologischer Charakter…"(vgl. MEW 7, 343). Doch zurück zur Religionskritik.
An folgenden 8 Punkten bzw. Aussagen soll Marx` und Engels Bild von Religion, sowie deren Kritik und Veränderungsforderungen dargestellt werden:
1.) "Für Deutschland ist die Kritik der Religion im wesentlichen beendigt, und die Kritik der Religion ist die Vorraussetzung aller Kritik" (MEW 1, 378). Er geht hier davon aus, dass die Religion keine Glaubwürdigkeit mehr besitzt und abzutreten hat. Man muss sie abschaffen um eine bessere Gesellschaft zu ermöglichen, da sie die Kraft ist, die die bestehende (ungerechte) Gesellschaft in ihrer Existenz ermöglicht.

[...]


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