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 'Gewalt gegen Kinder in der Familie'

Termpaper, 2001, 14 Pages
Author: Ulrike Fell
Subject: Pedagogy - Family Education

Details

Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 14
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V14003
ISBN (E-book): 978-3-638-19514-0

File size: 133 KB


Excerpt (computer-generated)

Katholische Fachhochschule
Nordrhein-Westfalen
Einführung in soziale Arbeit
Sommersemester 2001

 „Gewalt gegen Kinder in der Familie“

 Ulrike Fell

 

Gliederung

1. Einführung

2. Problembeschreibung
2.1. Körperliche Misshandlung
2.2. Vernachlässigung
2.3. Seelische Gewalt
2.4. Sexueller Missbrauch

3. Ursachen für Gewalt
3.1. Soziale und ökonomische Ursachen
3.2. Biographie der Eltern

4. Handlungskonzept
4.1. Lebenslage
4.1.1. Lebensgeschichte
4.1.2. Perspektive
4.1.3. Umwelt
4.1.4. Inneres Milieu
4.2. Superstruktur
4.3. Ressourcen
4.4 Case-Management
4.4.1. Die Finde-Phase
4.4.2. Einschätzung und Bewertung
4.4.3. Planung und Ressourcenvermittlung
4.4.4. Das Management der Durchführung von Unterstützung
4.4.5. Kontrolle und Evaluation
4.4.6. Beendigung

5. Resümee

 

1. Einführung

In der Bundesrepublik Deutschland werden jedes Jahr Millionen von Kindern misshandelt oder vernachlässigt; einige von ihnen so schwer, dass sie an den Folgen sterben. Ich habe dieses Thema gewählt, da ich mich während meiner langjährigen Tätigkeit in einer Jugendwohngruppe im Haus St. Josef in Eschweiler oft mit dieser Thematik auseinandersetzen musste, da viele Jugendliche, die in dieser Gruppe lebten, selbst Opfer von Gewalt in ihrer Familie wurden. Oder sie mussten mit ansehen, wenn gegen andere Familienmitglieder Gewalt ausgeübt wurde. Da die Jugendlichen während ihres Aufenthalts in der Gruppe, größtenteils solche Erfahrungen mit Hilfe eines Psychotherapeuten / einer Psychotherapeutin aufarbeiteten, gehörte es zu meiner täglichen Arbeit mich mit den betroffenen Jugendlichen zu diesen Themen auseinander zu setzen um sie auf ihrem Weg zu begleiten.

2. Problembeschreibung

Familie sollte ein Ort für Sicherheit, Liebe und Geborgenheit sein. Dies ist in vielen Familien nicht so, denn fast ausschließlich geschehen Kindesmisshandlungen als auch Tötungsdelikte an Kindern in der Familie.

Alltäglich herrschen Gewalt und Angst, die meistens durch die Erziehungsberechtigten in die Familie gebracht werden. Kinder sind in ihrer Position die schwächsten Familienmitglieder, die auf den Schutz und die Geborgenheit, die Pflege und Förderung der Erziehungsberechtigten angewiesen sind. Laut § 1631 BGB haben Kinder das „Recht auf eine gewaltfreie Erziehung.1 Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.“ Dennoch wird in vielen Familien gegen dieses Recht der Kinder verstoßen und von der Gesellschaft verschwiegen oder nicht erkannt.

Gewalt gegen Kinder erfolgt jedoch nicht, wie häufig angenommen, nur durch die


1. körperliche Misshandlung. Sondern auch häufig durch die
2. Vernachlässigung,
3. seelische Gewalt,
4. sexuellen Missbrauch.2

2.1. Die körperliche Misshandlung

Sie ist die am häufigsten diskutierte Form von Gewalt. Eine Tracht Prügel wird von vielen nicht als körperliche Misshandlung sondern als körperliche Züchtigung beurteilt.3 Ihre Spannbreite reicht von Treten und Schlagen, sadistischem Quälen durch Verbrühen mit heißem Wasser bis hin zu Tötung durch Ertränken, Vergiften usw. Wunden, Blutungen, Hämatome, Frakturen, Verbrühungen, Quetschungen können hierbei festgestellt werden. Diese körperlichen Misshandlungen führen oft auch psychische Folgen mit sich, was von der Härte und dem Ausmaß der Gewalthandlung abhängt. Sie können z.B. Ängste, Schuldgefühle und Depressionen auslösen.

2.2. Vernachlässigung

Als vernachlässigt bezeichnet man Kinder, die von ihren Erziehungsberechtigten nicht die nötige Aufmerksamkeit, Förderung und Zuwendung erhalten, um sich zu gesunden, eigenständigen, lebensfähigen Menschen entwickeln zu können.

[....]


1 BGB, Sonderausgabe, S.311, 2001
2 Vgl. Dynewski: BMSF. Medienpaket “Keine Gewalt gegen Kinder”. 1996. S. 4-7
3 Vgl. Habermehl, Anke: „Gewalt in der Familie“. Universität Bielefeld. 1989. S.13


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