Dieses Buch ist eine Autobiografie, die in Band II zum Agententhriller wird. Die Blutspur der Kommunisten ist der rote Faden der Handlung.
Ihren eigenen Untergang vor Augen klammern sich fanatische Durchhaltekommunisten nach dem Vorbild der Nazis an Wunderwaffen und kämpfen sich den Weg frei - zu einer vermeintlichen „fliegenden Untertasse“ des Autors. Der SSD bzw. STASI benutzten die Methode „Zersetzung“ als Waffe.
Ob Agententhriller, Autobiografie oder Fachbuch - das Erzählte entspricht wahren Begebenheiten, die sie hautnah miterleben können.
Sie erleben außerdem wie meine Erfindungen entstanden – und wieder verschwanden.
Siehe dazu auch: www.Wolfhart.us http://www.youtube.com/user/InventorWillimczik http://www.inventor.blip.tv/
Inhaltsverzeichnis
Meine erste Flucht
Tote reden nicht
Internierung, Rekrutierung und Mauerbau
TU-Dresden - eine Agentenschule des SSD?
Erfinden - Ausweg aus der Misere?
Mein Dynamorädchen
Mein Drehkolbenmotor
Eine neue Drehkolbenmaschine
Artverwandte Bauarten
Das Druckluftmobil - das Auto der Zukunft?
Mein Freikolbengenerator
Meine zweite Grenzverletzung
Eine unerlaubte Fernsehsendung
Meine letzte Grenzverletzung
Beim SSD - in der Höhle des Bösen
Im Zuchthaus Cottbus - dem „Tor zur Freiheit“
Zielsetzung & Themen
Dieses Buch ist die Autobiografie von Wolfhart Willimczik, in der er sein Leben als Erfinder unter dem repressiven System der DDR und die systematische Verfolgung durch den Staatssicherheitsdienst (SSD/STASI) schildert. Das Hauptziel der Arbeit ist es, die "unsichtbare Frontlinie" im Kalten Krieg offenzulegen, an der der Autor als Wissenschaftler und Erfinder gegen ein System kämpfte, das jeden technischen Fortschritt, der nicht der Ideologie entsprach oder aus West-Kontakten resultierte, unterdrückte.
- Die systematische Zerschlagung von wissenschaftlichem Fortschritt und Erfindungen durch den SSD.
- Die persönliche Verfolgung, Internierung und Zwangsscheidung des Autors als Mittel der Repression.
- Der Alltag im DDR-Gefängnissystem und die Funktionsweise des "Schleuserhandels" als Instrument der Macht.
- Die verzweifelte Suche nach Wegen zur legalen Ausreise und der Kampf um die eigene Familie.
Auszug aus dem Buch
Beim SSD - in der Höhle des Bösen
Die Sonne sank heute ungewöhnlich langsam vom Himmel. Wir flogen ja von Bulgarien kommend der Sonne hinterher – immer in Richtung Westen. Berlin war unser Ziel. Von einer Landung auf dem Flugplatz Tempelhof konnten die in Handschellen gekleideten Passagiere dieses russischen Düsenflugzeuges vom Typ TU-104 allerdings nur träumen. Ich war einer von ihnen. Es war ein schöner Traum, der allerdings mit der Landung in der Wirklichkeit endete – in einem Völkergefängnis, das manche liebevoll "Unsere Republik" nannten.
Der Pilot zog vorher noch eine Schleife über meinem Haus in Schulzendorf, wo meine Frau und Kinder vielleicht sogar dem Flugzeug nach blickten. Dann landete er, nicht in Berlin-Tempelhof, das auch zum Greifen nahe lag, sondern in Berlin-Schönefeld. Traum und Wirklichkeit lagen dicht beieinander und waren doch durch Welten getrennt - einer undurchdringlichen Mauer. In Berlin gab es damals beides, den Eingang zum Himmel und den zur Hölle. Ich landete wieder dort, wo ich hergekommen war - wo es genau wie in einer Hölle zuging: man kam nicht mehr raus.
Drinnen machten verteufelte Genossen einem das Leben zur Hölle. Ein Hauptteufel namens Hauptmann Wagner des SSD in Potsdam schürte schon das Feuer für sein nächstes Opfer - das war in diesem Falle ich.
Zusammenfassung der Kapitel
Meine erste Flucht: Der Autor beschreibt seine frühe Kindheit in der Zeit des Nationalsozialismus, die Flucht aus Berlin gegen Ende des Krieges und die erste traumatische Konfrontation mit Soldaten.
Tote reden nicht: Dieses Kapitel thematisiert die traumatische Kindheit, den Tod der Mutter unter mysteriösen Umständen und das Scheitern des Familienlebens durch die Parteiarbeit des Vaters.
Internierung, Rekrutierung und Mauerbau: Der Autor schildert seine Zeit in einem Internat, das als SED/SSD-Einrichtung zur "Umerziehung" diente, sowie seine Versuche, den politischen Repressionen zu entkommen.
TU-Dresden - eine Agentenschule des SSD?: Bericht über das Physikstudium unter ständiger Überwachung und die gezielte Unterdrückung wissenschaftlicher Ambitionen durch das DDR-Regime.
Erfinden - Ausweg aus der Misere?: Die Schilderung, wie der Autor versuchte, durch eigene Erfindungen eine Existenzgrundlage zu schaffen, und wie diese systematisch vom SSD gestohlen oder blockiert wurden.
Mein Dynamorädchen: Ein Beispiel für die kleinliche Schikane des Staates gegen eine einfache, sinnvolle Verbesserung am Fahrrad, die als "staatsfeindliche Grenzverletzung" gewertet wurde.
Mein Drehkolbenmotor: Ein technischer und persönlicher Bericht über die Erfindung eines Rotationskolbenmotors, dessen Vermarktung an der Mauer und der Sabotage der DDR-Behörden scheiterte.
Eine neue Drehkolbenmaschine: Die Fortführung der Bemühungen des Autors, technisch innovative Lösungen zu entwickeln, während er gleichzeitig versucht, seine Ausreise zu organisieren.
Artverwandte Bauarten: Eine rein technische Betrachtung verschiedener von ihm entwickelter Verdrängerprinzipien und Maschinenmodelle, die im Geiste der physikalischen Forschung entstanden.
Das Druckluftmobil - das Auto der Zukunft?: Visionäre Entwürfe für ein Nahverkehrssystem, die der Autor zu vermarkten versuchte, um durch Lizenzgebühren aus dem Westen die Ausreise seiner Familie zu finanzieren.
Mein Freikolbengenerator: Vorstellung einer weiteren technischen Erfindung, die erneut am Widerstand der staatlichen Behörden scheiterte.
Meine zweite Grenzverletzung: Der Autor unternimmt einen Fluchtversuch über Bulgarien, wird verhaftet und beginnt einen langwierigen Kampf gegen das bulgarische und DDR-Justizsystem.
Eine unerlaubte Fernsehsendung: Die Geschichte eines kurzen medialen Erfolges, als eine Erfindung des Autors im DDR-Fernsehen vorgestellt wurde, was sofort zu schärferen Repressalien führte.
Meine letzte Grenzverletzung: Der finale Fluchtversuch über das Grenzgebiet, die erneute Verhaftung und der darauf folgende Leidensweg durch das Gefängnissystem, der schließlich in der Ausreise gipfelt.
Beim SSD - in der Höhle des Bösen: Detaillierte Schilderung der Verhöre durch den "Schwarzen Hauptmann" Wagner in Potsdam und der psychologischen Zersetzungsmethoden.
Im Zuchthaus Cottbus - dem „Tor zur Freiheit“: Die Schilderung der Haftbedingungen und des Lebens im Zuchthaus, das ironisch als Durchgangsstation für die Ausreise dient.
Schlusswort: Zusammenfassung des Lebensweges und ein Resümee über die zerstörerische Kraft des DDR-Systems gegenüber Wissenschaftlern und Erfindern.
Schlüsselwörter
DDR, Staatssicherheitsdienst, SSD, STASI, Erfinder, Physikstudium, Repression, Zwangsscheidung, Kalter Krieg, Fluchtversuch, Zuchthaus, politische Gefangene, Zersetzung, Patentwesen, Unterdrückung
Häufig gestellte Fragen
Worum geht es in diesem Buch grundsätzlich?
Das Buch ist eine Autobiografie, die den Leidensweg eines Physikers und Erfinders durch die DDR, seine systematische Schikanierung durch den SSD und seinen Kampf um die Ausreise seiner Familie in den Westen dokumentiert.
Welche zentralen Themenfelder behandelt die Arbeit?
Die zentralen Themen sind der politische Terror der DDR, die Unterdrückung wissenschaftlicher Innovationen durch das Regime sowie der menschliche Überlebenskampf unter totalitärer Überwachung.
Was ist das primäre Ziel des Autors?
Das primäre Ziel war es, seine Familie aus der Unterdrückung der DDR zu befreien und als Wissenschaftler ein eigenständiges, freies Leben führen zu können, ohne das eigene Gewissen an das System zu verraten.
Welche wissenschaftliche Methode nutzt der Autor?
Der Autor wendet bei seinen Erfindungen physikalische Prinzipien der Magnetohydrodynamik und Mechanik an. Auf der persönlichen Ebene reflektiert er sein Leben mit der analytischen Distanz eines Wissenschaftlers, der versucht, die "Logik" seines Unterdrückers zu durchschauen.
Was wird im Hauptteil behandelt?
Der Hauptteil umfasst detaillierte Schilderungen der Fluchtversuche, der Haftzeiten in verschiedenen Gefängnissen, der psychologischen Foltermethoden der Stasi sowie die Entwicklung technischer Erfindungen als Form des passiven Widerstands.
Welche Schlüsselwörter charakterisieren das Werk?
DDR, Stasi, Erfinder, Unterdrückung, Physik, Flucht, Gefängnis, Zersetzung, Patentsystem, Kalter Krieg.
Welche Rolle spielt die Person des "Schwarzen Hauptmanns" in dem Buch?
Der Hauptmann Wagner fungiert als Antagonist, der stellvertretend für die unmenschliche Effizienz und die psychologische Grausamkeit des SSD steht und den Autor über Jahre hinweg verfolgt und drangsaliert.
Was ist das Ergebnis des Kampfes gegen das DDR-System?
Obwohl der Autor seine Karriere und sein Eigentum verlor und eine Scheidung erzwungen wurde, gelang es ihm schließlich, durch die Geheimverträge zwischen Ost und West die Ausreise seiner Familie und sich selbst in die Bundesrepublik zu erzwingen.
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- Diplom Physiker Wolfhart Willimczik (Author), 2010, Codename Einstein - Roman nach Tatsachen, Munich, GRIN Verlag, https://www.grin.com/document/140074