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Aufgaben und Instrumente der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse

Autor: Andreas Weiß
Fach: Wirtschaft - Rechnungswesen, Bilanzierung, Steuern

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Details

Veranstaltung: Bilanzgestaltung und Informationsmanagement
Institution/Hochschule: Fachhochschule Ingolstadt (Fachbereich Wirtschafts- und Allgemeinwissenschaften)
Kategorie: Referat (Ausarbeitung)
Jahr: 2003
Seiten: 18
Note: 1,0
Sprache: Deutsch
Dateigröße: 271 KB
Archivnummer: V14100
ISBN (E-Book): 978-3-638-19594-2
Anmerkungen :
Die Ausarbeitung behandelt eingangs die Aufgaben und Ziele der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse. Anschließend werden die Instrumente der Erfolgsanalyse: Rentabilitätsanalyse, Ergebnisanalyse, Wertschöpfungsanalyse und Break-even-Analyse dargestellt.

Textauszug (computergeneriert)

Ausarbeitung zum Referat im Modul Bilanzgestaltung
und Informationsmanagement im Schwerpunkt
Controlling und Rechnungslegung
am 27. Mai 2003

von
Andreas Weiß

Aufgaben und Instrumente der
erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse

 

Inhaltsverzeichnis

1. Ziele und Aufgaben der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse  3

2. Die Ergebnisanalyse  4
2.1 Betragsmäßige Ergebnisanalyse  4
2.1.1 Ergebnis nach DVFA  4
2.1.2 Der Cash Flow  5
2.1.3 Ein Vergleich von Börsenwert und Bilanzwert  5
2.2 Die Erfolgsquellenanalyse  6
2.2.1 Der ordentliche Betriebserfolg  6
2.2.2 Der Finanz- und Verbunderfolg (betriebsfremdes Ergebnis)  8
2.2.3 Das außerordentliche Ergebnis  9
2.2.4 Der Bewertungserfolg  10
2.2.5 Analyse und Interpretation der Ergebnisquellenanalyse  11

3. Die Rentabilitätsanalyse  12
3.1 Die Eigenkapitalrentabilität  12
3.2 Die Gesamtkapitalrentabilität  13
3.3 Die Betriebsrentabilität  13
3.4 Die Umsatzrentabilität bzw. Umsatzrendite  13
3.5 Der Return on Investment (ROI)  14
3.6 Der Gewinn pro Aktie und das Kurs-Gewinn-Verhältnis  15

4. Die Wertschöpfungsanalyse  16

5. Die Break-even-Analyse  17

 

1. Ziele und Aufgaben der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse

Die Bilanzanalyse dient der Informationsgewinnung für diese Interessentengruppen (interne und externe Bilanzanalyse) in Bezug auf die wirtschaftliche Lage und die Zukunftsaussichten des Unternehmens. Es wird zwischen der finanzwirtschaftlichen Bilanzanalyse und der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse unterschieden. Die Erfolgsanalyse verfolgt dabei verschiedene Ziele. Eines ist die der Ertragskraft eines Unternehmens zu ermitteln und versucht diese in die Zukunft zu prognostizieren.1 Unter der Ertragskraft versteht man die Fähigkeit eines Unternehmens gegenwärtig und auch zukünftig Gewinne zu erzielen. Besonderen Interesse liegt dabei auf der nachhaltigen (=auf Dauer) Ertragskraft des Unternehmens2. Sie ist besonders für die Anteilseigner des Unternehmens und die Investoren und Geber langfristigen Fremdkapitals interessant. Die Anteilseigner sind an der Ertragskraft interessiert, da sich diese auf die Gewinnausschüttung und bei börsennotierten Aktiengesellschaften auch auf die Kursentwicklung niederschlägt. Für die Investoren und Fremdkapitalgeber stellt die Ertragskraft die Fähigkeit eines Unternehmens dar, pünktlich und sicher Zins- und Tilgungszahlungen zu leisten und die Sicherheit des Kreditengagements.3

Eine weitere Aufgabe der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse ist die Feststellung Gewinns der im betriebswirtschaftlichen Sinn erzielt wurde. „Der Gewinnbegriff im betriebswirtschaftlichen Sinn wird bestimmt durch den Geldbetrag, der einem Unternehmen in einem Geschäftsjahr bei Erhaltung der Leistungsfähigkeit und Sicherung des künftigen (gleich bleibenden) Einkommens maximal entzogen werden kann“4. Bei der erfolgswirtschaftlichen Bilanzanalyse dient die Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) als Grundlage. Der ausgewiesene Erfolg im Jahresabschluss spiegelt aber nicht den Gewinn im betriebswirtschaftlichen Sinn, sondern den Erfolg, der der durch vorgegebenen bilanzpolitischen Wahlrechte und Spielräume aufgrund von Gesetzen (insbesondere durch das Handelsgesetzbuch (HGB)) und durch die Grundlagen ordnungsgemäßer Buchführung (GoB) ermittelt wurde.5 Der ausgewiesene Erfolg in der GuV und der tatsächlichen Erfolg im betriebswirtschaftlichen Sinn fallen hier auseinander6. Die Erfolgsanalyse verfolgt das Ziel das tatsächliche Ergebnis eines Unternehmens zu ermitteln.Weitere Aufgabe der erfolgswirtschaftlichen Analyse ist auch die Analyse der Erfolgsstruktur, bei der die verschiedenen Erfolgsquellen, Erfolgsursachen und die Aufwands- und Ertragsstruktur untersucht werden. Mit der Rentabilitäts- der Wertschöpfungsanalyse und der Breakeven- Analyse sowie mit der Ermittlung verschiedener Kennzahlen ist eine umfassende Erfolgsanalyse und fundierte Ermittlung der Ertragskraft eines Unternehmens möglich.7

2. Die Ergebnisanalyse8

In der Ergebnisanalyse wird der tatsächlich erwirtschaftete Gewinn mit verschiedenen Instrumenten und Vorgehensweisen ermittelt. Dies geschieht hauptsächlich in der betragsmäßigen Ergebnisanalyse. Des Weiteren werden die Erfolgsquellen ermittelt und die Erfolgsstruktur des Unternehmens mittels der Erfolgsquellenanalyse untersucht.

2.1 Betragsmäßige Ergebnisanalyse

Mittels der betragsmäßigen Ergebnisrechnung wird das Ergebnis ermittelt, das dem tatsächlichen Ergebnis der unternehmerischen Tätigkeit möglichst nahe kommt.

2.1.1 Ergebnis nach DVFA

Die Deutsche Vereinigung für Finanzanalyse und Anlageberatung (DVFA) veröffentlicht Empfehlungen zur Ermittlung eines vergleichbaren Gewinns der Unternehmen für Aktienanalysten und Unternehmen. Dieser Gewinn ist unter der Bezeichnung DVFA-Ergebnis bekannt und er wird ausgehend vom Jahresergebnis um außerordentliche, ungewöhnliche und dispositionsbedingte Aufwendungen und Erträge korrigiert. Die außerordentlichen Aufwendungen und Erträgen, die in der GuV ersichtlich sind werden hier ausgesondert. Ungewöhnliche Aufwendungen und Erträge gehören zwar zum „Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit“, resultieren jedoch aus Sachverhalten, die nicht Bestandteil eines ordentlichen oder nachhaltigen Jahresergebnisses sind. Bei Dispositionsbedingten Aufwendungen und Erträgen handelt es sich um Erfolgskomponenten, die sich durch Aufwendungen von Bilanzierungs- und Bewertungswahlrechten sowie Ermessenspielräumen ergeben.9

 

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1  Vgl. Graumann, Markus, Bilanz, 1996, Seite 722
2  Vgl. Küting, Karlheinz, Weber, Claus-Peter, Bilanzanalyse, 1997, Seite 193
3  Vgl. Gräfer, Horst, Bilanzanalyse, 2001, Seite 53
4  Küting, Karlheinz, Weber, Claus-Peter, Bilanzanalyse, 1997, Seite 193
5  Vgl. Gräfer, Horst, Bilanzanalyse, 2001, Seite 53
6  Vgl. Küting, Karlheinz, Weber, Claus-Peter, Bilanzanalyse, 1997, Seite 193
7  Vgl. Küting, Karlheinz, Weber, Claus-Peter, Bilanzanalyse, 1997, Seite 193
8  Wird auch als Erfolgsanalyse bezeichnet.
9  Vgl. Gräfer, Horst, Bilanzanalyse, 2001, Seite 115 ff

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