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Hauptseminararbeit, 1998, 20 Seiten
Autor: Tillmann Allmer
Fach: Filmwissenschaft
Details
Institution/Hochschule: Freie Universität Berlin (Institut für Theaterwissenschaft)
Tags: Fassbinder, Film, Lola, Deutschland, Deutschlandtrilogie, Geschichte, Politik, Filmanalyse, Melodrama, Melodramatische, melodramatisch
Jahr: 1998
Seiten: 20
Note: 2+
Literaturverzeichnis: ~ 9 Einträge
Sprache: Deutsch
ISBN (E-Book): 978-3-638-10880-5
ISBN (Buch): 978-3-638-88256-9
Dateigröße: 117 KB
Filmanalyse zu Rainer Werner Fassbinders Film ´Lola´. In der Arbeit untersuche ich Fassbinders LOLA auf Aspekte einer melodramatischen Mise-en-Scène. Mich interessiert, ob sich am Film bestimmte typische Formen des Melodramas erkennen lassen und wie diese von Fassbinder benutzt werden, bzw. einer Strategie der Vermittlung von Politik und Geschichte folgen.
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Zusammenfassung / Abstract
In diser Filmanalsye wird Fassbinders Film LOLA auf Aspekte einer melodramatischen 'Mise-en-Scène' hin untersucht. Es interessiert, ob sich am Film bestimmte, typische Formen des klassichen Filmmelodramas erkennen lassen und wie diese von Fassbinder benutzt werden, bzw. einer Strategie der Vermittlung von Politik und Geschichte folgen.
Textauszug (computergeneriert)
FU Berlin
Institut für Theaterwissenschaft
Bilder des Gefühls - Das Melodramatische des Kinos II
WS 1997/98
Zur Funktion des Melodramatischen
in Fassbinders Film Lola
von
Tillmann Allmer
Inhalt
1. Einleitung 2
2. Zur Diskussion um das Melodramatische 3
3. Was ist melodramatisch an Fassbinders Lola? 7
3.1. Synopsis zu Lola 7
3.2. Melodramatische Stilmittel in Lola 9
3.2.1. Die erste Einstellung 10
3.2.2. Farben und Licht 11
3.2.3. Dramaturgie des Blicks 12
3.2.4. Montage 13
3.2.5. Musik 13
3.3. Zusammenfassung der stilistischen Mittel 14
4. Funktion des Melodramatischen in Lola 15
5. Zusammenfassung 17
Literaturliste 19
1. Einleitung
In dieser Arbeit untersuche ich Fassbinders Film Lola auf Aspekte einer melodramatischen Mise-en-Scène. Mich interessiert, ob sich am Film bestimmte "typische" Formen des Melodramas erkennen lassen und wie diese benutzt werden. Weiter überlege ich, was für Funktion diese stilistischen Formen erfüllen könnten, außer das sie Fassbinder vielleicht den Rang eines deutschen Hollywood-Regisseurs einbrachten.
Zunächst schaffe ich einen kleinen Überblick über die theoretische Diskussion zum Melodrama und skizziere deren Entwicklung. Das Anliegen eines Überblicks kann im Rahmen dieser Arbeit nur exemplarisch stattfinden, da die theoretische Beschäftigung mit dem Melodramatischen aus den unterschiedlichsten Bereichen schöpft.
Im nächsten Teil der Arbeit untersuche ich den Film auf stilistische Formen. Ich konzentriere mich nur auf den Film Lola, obwohl eine Beschäftigung mit allen drei Filmen der Deutschlandtrilogie sehr aufschlußreich sein könnte. Bei der strukturellen Analyse möchte ich mich hauptsächlich auf die Farbdramaturgie Fassbinders konzentrieren, die bei Lola im Vordergrund steht. Ergänzend werde ich auch weitere Formen der Mise-en-Scène untersuchen.
Es besteht die Vermutung, daß Fassbinder mit seinen melodramatischen Zitaten nicht ein klassisches Hollywoodmelodram der 50er Jahre in Deutschland nachspielen wollte, sondern daß sein Ansatz sich in ein differenzierteres Verständnis von historischer Zeit einfügt, in dem Repräsentationen von Gefühlen neben Bildern von äußerlicher Historie eine große Rolle spielen.
2. Zur Diskussion um das Melodramatische
Einen umfassenden Überblick über die Formen des Melodramas zu geben, wäre ein Unterfangen, das den Rahmen dieser Hausarbeit sprengen würde. Die Formen des Melodramatischen sind recht vielfältig und nicht auf ein einzelnes Genre reduzierbar. Eigentlich müßte man, um über das filmische Melodrama zu schreiben, zunächst ausholen in die Literatur- und Theatergeschichte, um aufzeigen zu können, welche Formen des Melodramas in Filmhandlungen fortgeführt werden und als Referenzen dienen. Darüber hinaus sind melodramatische Momente und Ausdrucksformen, wie mir scheint, nicht an ein klares Genre gebunden, sondern das Melodramatische ist genauso wie Action oder Suspence für populäre Filme ein wichtiger Bestandteil. Im folgenden möchte ich einige Betrachtungen zum Melodrama zusammenstellen, um wenigstens eine grundlegende Einordnung der Diskussion um das Melodrama zu geben.
Besonders auffällig ist, daß, wenn vom melodramatischen Film die Rede ist, man recht schnell auf den Name Douglas Sirk stößt. Anfänglich war das Interesse an Sirks Filmen aber weniger mit dem Melodrama an sich verbunden, das eher belächelt wurde, sondern Sirk war interessant für Vertreter der “Auteur-Theorie”, die sich für eine persönliche Handschrift in Filmen, für die Autorenschaft von Regisseuren begeisterten. Sirk wurde untersucht, um expressive Elemente in der Mise-en- Scène aufzudecken, wobei inhaltlich narrative Aspekte des Films eher außer Acht gelassen wurden. Sirks Stil schien die Ebene der Narration durch Bildsprache zu überschreiten und wurde darauf hin formal untersucht 1.
[...]
1 Die formalistischen Positionen zu Sirk, die David Grosz und Fred Camper einnahmen, werden in dem Artikel “Sirk and the Critics” von Jean-Loup Bourget, in: Bright Lights 2, Winter 1977-78, S.6-11 zusammengefaßt.
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