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Kostenführerschafts- und Differenzierungsstrategien im Rahmen kundenindividueller Massenproduktion

Termpaper, 2001, 20 Pages
Author: Edwin Maringka
Subject: Economics / Business: Supply, Production, Logistics

Details

Event: Seminar Mehrfachproduktion
Institution/College: University of Hannover (Wirtschaftswissenschaften)
Tags: Mass Customization, Wettbewerbsstrategien
Category: Termpaper
Year: 2001
Pages: 20
Grade: 3,0
Bibliography: ~ 27  Entries
Language: German
Archive No.: V1422
ISBN (E-book): 978-3-638-10884-3

File size: 82 KB


Excerpt (computer-generated)

Uni Hannover
Institut für Wirtschaftswissenschaften

Seminar für Mehrfachproduktion

Hausarbeit zum Thema:

Kostenführerschafts- und Differenzierungsstrategien 
im Rahmen kundenindividueller Massenproduktion

von 

Edwin Maringka

14.12.2001

 

Inhaltsverzeichnis

1. Einleitung ... 2

2. Kundenindividuelle Massenproduktion (Mass Customization) ... 3
2.1 Grundlegende Definition und Ausgestaltung ... 3
2.2 Differenzierungs- und Kostenoption ... 4

3. Wettbewerbsstrategien zur Umsetzung von Mass Customization ... 6
3.1 Überblick ... 6
3.2 Differenzierung ... 8
3.2.1 Grundlagen und Ziele ... 8
3.2.2 Formen der Differenzierung ... 9
3.2.3 Betriebswirtschaftliche Beurteilung ... 10
3.3 Kostenführerschaft ... 11
3.3.1 Grundlagen und Ziele ... 11
3.3.2 Formen der Kostenführerschaft ... 12
3.3.3 Betriebswirtschaftliche Beurteilung ... 12
3.4 Überwindung der Alternativhypothese durch hybride Wettbewerbsstrategien ... 14

4. Zusammenfassung und Fazit ... 15

Literaturverzeichnis ... 17

 

Einleitung

Bei dieser Hausarbeit handelt es sich um die Charakterisierung und Ausgestaltungsmöglichkeiten von Kostenführerschafts- und Differenzierungsstrategien, und wie diese im Rahmen der kundenindividuellen Massenproduktion( Mass Customization) umgesetzt werden können.

Die heutige Wirtschaft ist gekennzeichnet durch einen immer stärker werdenden Wettbewerb, der sich aufgrund von Globalisierung, Zunehmen der Kundenmacht, Sinken der Kundenloyalität und Änderungen der Marktstruktur widerspiegelt.
Aufgrund dieser veränderten Umweltbedingungen, die sich die Unternehmen gegenüberstehen, sind Entwicklung neuer Wettbewerbsstrategien notwendig um sich in der heutigen Wirtschaft langfristig Vorteile zu verschaffen.1 Die Preis-Leistungsrelation hat sich insofern verschoben, daß die Konsumenten trotz günstiger Produktpreise, relativ hohe Ansprüche hinsichtlich der Qualität, Service, Varietät haben. Unternehmen stehen in folge dessen einerseits unter dem Druck, Produkte besser den Kundenbedürfnissen anzupassen, anderseits diese zu einem günstigen Preis anzubieten.2 Sogenannte ,,Stammkunden neigen häufig zu einem Anbieterwechsel, was ein Sinken der Kundenloyalität bedeutet. Produktlebenszyklen werden aufgrund des steigendem Innovationsdruck immer kürzer. Durch ein Ansteigen der Komplexität der Produkte steigt auch die Notwendigkeit flexibler Technologien hinsichtlich der Fertigung, Information und Kommunikation. Die Veränderung des Wettbewerbumfeldes verlangt nach Überlegungen hinsichtlich neuer Wettbewerbsstrategien, um den Anforderungen des intensiven Wettbewerbs gerecht zu werden.3 Unternehmen stehen unter der Herausforderungen, daß sowohl strategische Ziele der Differenzierung, sowie der Kostenführerschaft gleichzeitig realisiert werden müssen.4

Im folgenden sollen die wesentlichen Grundlagen und Ziele der Mass Customization dargestellt werden, sowie die betriebswirtschaftliche Beurteilung der Kostenführerschaft und Differenzierungsstrategie zur Umsetzung der Mass Customization als hybride Wettbewerbsstrategie.

2. Kundenindividuelle Massenproduktion (Mass Customization)

2.1 Grundlegende Definition und Ausgestaltung

Im wesentlichen handelt es sich bei der Mass Cutomization um eine Synthese zwischen Massenfertigung und einer kundenindividuellen Produktion, wobei einerseits Produkte individuell für den Kunden gestaltet werden, anderseits diese zu etwaigen günstigen Kosten eines Standardgutes gefertigt werden sollen.5 Anders formuliert richtet sich Mass Customization an einen (relativ) großen Absatzmarkt, wobei die individuellen Wünsche des einzelnen Kunden erfüllt werden, egal ob es einzelgefertigt, modulgefertigt oder nur eine nachträgliche Variation eines Standardproduktes ist. 6

Der Begriff der ,,kundenindividuellen Massenproduktion" erscheint im ersten Anschein nach widersprüchig, jedoch soll durch Anwendung neuer Technologien und innovativer Organisationsstrukturen, die jeweiligen Vorteile einer Massenproduktion mit den Vorteilen eines individuell gefertigten Produktes simultan verfolgt werden.7 Die Modularisierung ist zur Umsetzung der Mass Customization die wohl wichtigste Grundkonzeption. Unter der Modularisierung in diesem Zusammenhang versteht man im wesentlichen zunächst eine relativ hohe Vorfertigung von standardisierten Vorprodukten, welche am Ende der Fertigung, durch Kombination verschiedener Module kundenspezifisch fertiggestellt werden kann. Somit können einerseits kundenindividuelle Produkte hergestellt werden, diese zugleich durch Erzielen von Skaleneffekten, aufgrund der hohen Vorfertigung, auch zu relativ niedrigen Kosten.8 Mass Customization soll hierbei als eine hybride Wettbewerbsstrategie verstanden werden, welche versucht, durch Varietät möglichst exakt die Kundenvorstellungen des gewünschten Produktes zu erfüllen, zu vergleichbaren Kosten die aufgrund einer Massenproduktion erzielt werden können.9

Jedoch soll Mass Customization hierbei nicht als Variantenfertigung verstanden werden, wo der Kunde von möglichen Alternativen nur annähernd seine Präferenzbedürfnisse erfüllt. Vielmehr sei noch mal betont, daß bei der Mass Customization möglichst exakt der Kundenwunsch erfüllt wird, d.h. die Kunden sollen genau das bekommen, was sie wollen, wobei allerdings Mass Customization die Einzelfertigung nicht ersetzen kann und will.10
Das Erkennen und das Wissen der Präferenzen des Kunden ist wesentlichster Grundstein, um die Kundenwünsche exakt zu erfüllen. Daher ist es notwendig , nicht nur durch intensive Marktforschungsaktivitäten, sondern auch durch direktes Einbinden des Kunden in den Leistungsprozeß, zu erfahren, wie die Vorstellungen des Kunden bezüglich des Produktes aussehen. Da der Kunde selbst am besten weiß, wie seine Bedürfnisse am besten befriedigt werden können, ist eine Einbindung des einzelnen Kunden in den Planungsprozeß sehr vorteilhaft, man spricht hierbei auch von der Strategie der ,,Customer Integration"11 Durch Befriedigung der Präferenzbedürfnisse des Kunden, versucht man möglichst Kundenbindungspotentiale aufzubauen, die langfristig zu Wettbewerbsvorteilen führen.12 Wesentliches Ziel und weiteres Charakteristikum der Mass Customization ist es, die im Verlauf des Individualisierungsprozesses gewonnen Informationen, sei es aus der Sicht des Unternehmen über den Kunden, oder aus der Sicht des Kunden über das Unternehmen eine langfristige und individuelle Beziehung aufzubauen.13

2.2 Differenzierungs- und Kostenoption

Mass Customization versucht, wie bereits skizziert, einerseits ein möglichst kundenindividuelles Produkt anzubieten, dieses jedoch zu einem Preis eines Standardgutes. Hier setzt die Differenzierungs- und Kostenoption an. Denn nur durch ein Zusammenspiel diese beider Komponenten wird das Mass Customization erst ermöglicht. Die Differenzierungsoption hat das Ziel bzw. den Charakter, ein Produkt so zu gestalten, daß es für den Kunden seine Präferenzbedürfnisse möglichst exakt befriedigt.14 Durch möglichst genaue Individualisierung des Produktes soll eine Abhebung vom Konkurrenten erzielt werden, was eine Art Monopolstellung bewirken kann .15

[...]


1 Vgl. Boutellier,/Schuh /Seghezzi (1997), S. 41 ff

2 Vgl. Piller (2000), S. 87

3 Vgl. Piller/Schoder (1998), S. 1112

4 vgl. Piller (2000), S. 91

5 Vgl. Turofski (1998), S. 33

6 vgl. Piller (1998), S 65

7 vgl. Piller/Schoder (1999), S. 1112-1113

8 vgl. vgl. Piller (1998), S. 175 ff

9 vgl. Pine (1993) S.44 ff; Piller (1998), S.72

10 vgl. Anderson (1997), S 7 ff; Piller (2000), S. 209

11 vgl. Wehrli/ Wirtz (1997), S. 128

12 vgl. Wehrli, Wirtz (1997), S. 132

13 vgl. Piller, (1998), S 65

14 vgl. Piller, (1998), S 78

15 vg. Scharf/ Schubert (1997), S. 69; Piller (1998), S 86


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