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Gesundheitsförderung durch Intervention in soziale Systeme. Konzept, Umsetzung am Beispiel: Gesundes Krankenhaus

Hausarbeit, 1998, 21 Seiten
Autor: Dr. Iris Floimayr
Fach: Sport - Sportökonomie, Sportmanagement

Details

Veranstaltung: Gesundheit unter psychologischen und pädagogischen Aspekten
Institution/Hochschule: Universität Wien (Institut für Sportwissenschaften)
Tags: Gesundheitsförderung, Intervention, Systeme, Konzept, Umsetzung, Beispiel, Gesundes, Krankenhaus, Gesundheit, Aspekten
Kategorie: Hausarbeit
Jahr: 1998
Seiten: 21
Note: sehr gut
Sprache: Deutsch
Archivnummer: V14355
ISBN (E-Book): 978-3-638-19779-3

Dateigröße: 240 KB


Textauszug (computergeneriert)

Gesundheitsförderung durch Intervention in soziale Systeme.
Konzept, Umsetzung am Beispiel: Gesundes Krankenhaus

 

 


Inhalt

1. Historisches - woher kommt die Bewegung - Pionierstaaten

1.1. Grundlagen: Ottawa Charta, Budapest Deklaration, Wiener Empfehlung
1.2. Aufgabe des Krankenhauses im Wandel der Zeit
1.3. Setting Krankenhaus
1.4. Warum Gesundheitsförderung im KH ?

2. Das "Österreichische Netzwerk gesundheitsfördernder Krankenhäuser" ÖNGK

2.1. Das Konzept des Gesundheitsfördernden Krankenhauses
2.2. Ziele
2.3. Strategien
2.4. Das Koordinationszentrum
2.5. Beteilligungsmöglichkeiten
2.6. Zwei Subprojekte aus dem WHO-Modell Projekt "Gesundheit und Krankenhaus" Krankenanstalt Rudolfstiftung Wien

2.6.1. Ein Kreuzweh-Präventions-Programm
2.6.2. Patientenhilfsteam

2.7. Projekte aus anderen Krankenhäusern -

2.7.1. Grundsätzliches zur Entwicklung von Projekten
2.7.2. Anton-Proksch-Institut Krankenhaus ohne Mauern
2.7.3. Gesundheitsklinik Rüdersdorf 2000

3. Das Internationale Netzwerk HPH (Health Promotig Hospital) /Das Europäische Netzwerk, Ziele

3.1. Das Konzept
3.2. Das europäische Pilotkrankenhausmodell
3.3. Formen der Mitgliedschaft, Kriterien zur Aufnahme

4. Ein Rollenspiel zum Thema "Kreuzweh-Präventions-Programm



 

 

1. Historisches - Woher kommt die Bewegung ?

Die ersten Ansätze der Bewegung finden sich bereits in den 60er Jahren in den USA. Schon 1979 boten 2/3 der amerikanischen Krankenhäuser neben dem Normalbetrieb viele gesundheitsfördernde Programme, die sich hauptsächlich mit einer Lebensstilveränderung bestimmter Zielgruppen befaßten. Der Grund für die große Beliebtheit dieser Programme in den USA lag einerseits in der Wettbewerbssituation des amerikanischen Gesundheitssystems und andererseits in der kulturellen Betonung der Konzepte. Den Krankenhäusern bot sich damit also die Möglichkeit ihr Angebot und vor allem ihr Image zu verbessern.
Die Entwicklung in Kanada verlief ähnlich bis zum Jahr 1987. Durch die Ottawa Charta kam es aber 1988 zu einer Neuorientierung. Seit 1990 wurden daher neue Bereiche der Gesundheitsförderung ergründet und spezielle Projekte entwickelt, die die Bereiche Personal, PatientInnen und Gemeinde betrafen. Diese Umsetzungsstrategie der Ottawa Charta war auch der Baustein für das Internationale Netzwerk der Gesundheitsfördernden Krankenhäuser.

1.1 Grundlagen: Ottawa Charta, Budapest Deklaration, Wiener Empfehlung

1986 verabschiedete die WHO eine Charta zur Gesundheitsförderung mit dem Ziel "Gesundheit für alle bis zum Jahr 2000" und darüber hinaus. Die Ottawa Charta umfaßt mehr als die in den USA propagierten Konzepte zur Förderung der Gesundheit, die hauptsächlich auf Lebensstilveränderung abzielten. Gesundheitsförderung, wie sie in der Charta beschrieben ist, umfaßt gesündere Lebensweisen, gesundheitsfördernde Politik, Schaffung gesundheitsförderlicher Welten, Unterstützung gesundheitsbezogener Gemeinschaftsaktionen und die Neuorientierung der Gesundheitsdienste. Die Schlüsselstrategie ist dabei das Konzept Gesundheitsförderung situativ einzusetzen, das bedeutet die einzelnen Projekte in bereits bestehende Organisationen einzupflanzen und die beteiligten Leute mitgestalten zu lassen.

Die Budapest Deklaration ist eine Zusammenfassung der (erster Teil) Ziele, Inhalte und ( zweiter Teil) Voraussetzungen für ein Krankenhaus das am Internationalen Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser teilnehmen will. Die Grundlage für diese Deklaration bildet die Ottawa Charta. Das Krankenhaus soll nun der Gesundheitsorientierung gleich viel Gewicht beimessen wie der Kurativmedizin. Gesundheitsförderung soll nicht nur den Patienten, sondern auch dem Personal, den Besuchern und der Gemeinde zur Verfügung stehen. Dabei soll das Angebot der Gesundheitsangebote dem Bedarf der Menschen im Umfeld angepaßt werden. Auch die Arbeitsbedingungen der Angestellten sollen unter dem Gesundheitsaspekt stehen.
Großer Wert wird auch auf die Vernetzung vom System Krankenhaus mit anderen Gesundheitsorganisationen, Freiwilligen-Gruppen (siehe 2.6.2. Patientenhilfsteam) und der lokalen Politik gelegt.
Der letzte Punkt befaßt sich mit der Einrichtung einer epidemiologischen Datenbank, die zur Prävention von Krankheiten und Verletzungen herangezogen werden soll, und die natürlich auch allen anderen krankenhausfernen Institutionen zugänglich sein soll.
Im zweiten Teil werden die Voraussetzungen für eine Teilnahme am Internationalen Netzwerk erläutert, diese folgen später unter Punkt 3.3. "Formen der Mitgliedschaft, Kriterien zur Aufnahme".
Im April 1997 wurde anläßlich eines Workshops in Wien von regionalen und nationalen Koordinatoren des Netzwerkes Gesundheitsfördernder Krankenhäuser eine Empfehlung abgegeben, die sich sowohl an die Ottawa Charta als auch an die Budapest Deklaration sowie auch an die Ljubljaner Charta anlehnt. Im Jahr 1997 wurde das Projekt der Pilotkrankenhäuser abgeschlossen. Ein breiteres Netzwerk wurde eröffnet und man betrat somit eine neue Phase des Netzwerkprojektes.
Diese Wiener Empfehlung ist eingeteilt in Fundamentale Prinzipen, Durchführungsstrategien und in die Teilnahme am Internationalen Netzwerk Gesundheitsfördernder Krankenhäuser HPH.
In den Prinzipien wird besonders auf die Patientenwürde und -autonomie hingewiesen. Der Weg der ganzheitlichen Annäherung an die Gesundheit wird dabei empfohlen. Das Krankenhaus als lernende Organisation muß sich nach den Bedürfnissen der Patienten, des Personals und der Gemeinde richten und soll stets auf Qualitätsverbesserung bedacht sein. Die zur Verfügung stehenden Ressourcen sind so anzulegen, daß sie ein effizienter Beitrag zur Gesundheitsverbesserung sind. Abermals wird auf die Bedeutung der engen Verbindungen zu anderen Ebenen der Gesundheitsförderung hingewiesen.
Wichtige Punkte bei der Durchführung sind die Förderung der Teilnahme und Schaffung von Verpflichtungen, Verbesserung der Kommunikation Information und Erziehung, organisatorische Entwicklung und Projektmanagement und das Lernen aus Erfahrung. Die Teilnahmekriterien werden unter Punkt 3.3. " Formen der...." erläutert.

1.2. Die Aufgabe des Krankenhauses im Wandel der Zeit

[...]


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