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Diploma Thesis, 2002, 106 Pages
Author: Ralf Winter
Subject: Economics / Business: Business Management, Corporate Governance
Details
Tags: Knowledge, Management, Economy, Problem, Chance
Year: 2002
Pages: 106
Grade: 2,1
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-19831-8
File size: 1059 KB
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Excerpt (computer-generated)
Universität Regensburg
Diplomarbeit
Wirtschaftswissenschaftliche Fakultät
Knowledge Management in der New Economy
Problem oder Chance?
vorgelegt von: Winter Ralf
Datum: 17.10.2002
Inhaltsverzeichnis
1 Einleitung ... 1
2 Wissen und Wissensmanagement ... 3
2.1 Der Begriff Wissen ... 3
2.2 Wissensarten ... 5
2.2.1 Implizites (tazites) und explizites Wissen ... 5
2.2.2 Personales und organisationales Wissen ... 6
2.3 Theorie der Wissensschaffung in Unternehmen ... 8
2.4 Betrachtung von Wissen auf Unternehmensebene ... 12
2.4.1 Die Wissensbasis ... 14
2.4.1.1 Die Wissensträger ... 16
2.4.1.2 Die Wissensverfügbarkeit ... 19
2.4.1.3 Dynamik der Wissensbasis ... 19
2.4.1.4 Zusammenfassung ... 21
2.5 Wissensmanagement ... 22
2.5.1 Definition Wissensmanagement ... 22
2.5.2 Die Bedeutung von Wissensmanagement auf UnternehmensebeneI ... 23
2.6 Modelle des Wissensmanagements ... 25
2.6.1 Theoretische Ansätze ... 25
2.6.1.1 Humanorientierter Ansatz nach Nonaka/Takeuchi ... 25
2.6.1.3 Das Bausteinkonzept von Probst/Raub/Romhardt ... 29
2.6.1.3.1 Wissensziele ... 30
2.6.1.3.2 Wissensidentifikation ... 31
2.6.1.3.3 Wissenserwerb ... 31
2.6.1.3.5 Wissens(ver-)teilung ... 33
2.6.1.3.6 Wissensnutzung ... 33
2.6.1.3.7 Wissensbewahrung ... 34
2.6.1.3.8 Wissensbewertung ... 34
2.6.2 Beurteilung der verschiedenen Ansätze ... 35
2.6.3 Praktische Ansätze - Organisation ... 36
2.6.3.1 Wissensbasierte Unternehmenskultur ... 37
2.6.3.2 Organisationsform ... 38
2.6.3.3 Customer Relationship Management (CRM) ... 40
2.6.4 Praktische Ansätze – Informations- und Kommunikations- technologie ... 44
2.6.4.1 Intranet ... 45
2.6.4.2 Data Warehouse, OLAP und Data Mining ... 47
2.6.4.3 Groupware und Workflowmanagement ... 49
2.6.4.5 Customer Relationship Management System (CRM) ... 50
2.6.5 Barrieren ... 53
3. WM in der New Economy ... 57
3.1 Evolution der Neuen Ökonomie ... 57
3.2 Start-ups der New Economy ... 58
3.3 Eingrenzung der New Economy ... 60
3.3.1 New Economy – Vieldeutigkeit eines Begriffs ... 60
3.3.2 Von der Informationswirtschaft zur Internet-Ökonomie ... 64
3.4 Charkteristika der Internet – Ökonomie ... 67
3.5 Charakteristika der Internet-Unternehmen ... 75
3.5.1 Die klassische Internet-Gründung ... 75
3.5.2 Geschäftsmodelle ... 76
3.5.3 Probleme der Internet-Unternehmen und Lösungsansätze über Wissensmanagement ... 80
3.5.3.1 Costomer Relationship ... 81
3.5.3.2 Wachstum und organisatorischer Wandel ... 83
3.5.3.3 Management ... 84
4. Fazit ... 85
Literaturverzeichnis
1 Einleitung
Erläuterung der Aufgabenstellung
Aufgabe dieser Arbeit ist es, das Konzept eines ganzheitlichen Wissensmanagementsystems darzustellen und die Frage zu klären, ob Unternehmen der New Economy damit ein hilreiches Managementkonzept zur Verfügung steht. Vorreiter im Wissensmanagement waren Ende der 80er Jahre grosse Konzerne und Beratungsfirmen. Im Unterschied zu Großunternehmen bieten Unternehmen der New Economy andere Rahmenbedingungen für ein derartiges System, die sich in einem anderen Anforderungsportfolio niederschlagen. Zunächst wird im Rahmen dieser Arbeit der Begriff Wissen und die Bedeutung von Wissen auf Unternehmensebene erläutert.
Vor diesem Hintergrund muss Wissen als zusätzlicher Produktionsfaktor betrachtet werden, womit dem Wissensmanagement der Status der Nutzung von Kapital zukommt. Die Betrachtungsweise als "Wissenskapital" stützen Untersuchungen über den Anteil von Wissen an der Wertschöpfung eines Unternehmens. In einer Studie nach Heisig1 gaben 36% der Befragten deutschen Unternehmen an, der Anteil des Produktionsfaktors Wissen an der Wertschöpfung betrage mehr als 60 Prozent. Aufgrund dieser Befragung wird die Problematik des entgangenen Vorteils durch nicht genutztes Wissen in Unternehmen offensichtlich. 82% der Befragten beurteilten in der gleichen Studie den entgangenen Nutzen durch "brachliegendes" Wissen mit mittel bis hoch. Ein erfolgreiches Wissensmanagement kann sich direkt auf die Wertschöpfung des Unternehmens auswirken.
Komplettiert wird das Wissensmanagementsystem mit der Ausarbeitung theoretischer Ansätze und den Umsetzungsmöglichkeiten in der Praxis.
Im Weiteren wird auf die Besonderheiten der New Economy eingegangen und auf Unternehmen der Internet-Ökonomie eingegrenzt. Zum Abschluss werden die dargebrachten Ergebnisse zusammengeführt und der Nutzen eines Wissensmanagementsystems für Internet-Unternehmen analysiert.
2 Wissen und Wissensmanagement
2.1 Der Begriff Wissen
Bevor auf die Konzepte WM und New Economy eingegangen werden kann, muss zuerst der Begriff Wissen definiert, abgegrenzt, in verschiedenen Arten dargestellt und Möglichkeiten seiner Generierung aufgezeigt werden.
Für den Begriff Wissen gibt es keine eindeutige oder allgemeingültige Definition, da man von verschiedensten Sichtweisen aus (z.B. Philosophie, Psychologie, Soziologie) Wissen interpretieren kann. Da Wissen in dieser Arbeit vor einem betriebswirtschaftlichen Hintergrund betrachtet wird, stellen folgende Definitionen einen guten Überblick dar:
Wissen ist...
"... das Resultat verarbeiteter Informationen. Zum Wissen gehören Kenntnisse, Meinungen, Auffassungen, Bewertungen und Ziele"2
"... die Gesamtheit der Kenntnisse und Fähigkeiten, die Individuen zur Lösung von Problemen einsetzen. Wissen stützt sich auf Daten und Informationen, ist im Gegensatz zu diesen jedoch immer an Personen gebunden.“3
"... alles, was ein Akteur zur Erzeugung von Handlungen, Verhalten und Lösungen verwendet: Kenntnisse, Meinungen, praktische Regeln und Techniken, Patentrezepte, Weltbilder, aber auch Bräuche, Mythen und Aberglaube; ... bedeutungsvolle, kontextgebundene Information" 4
"... zweckgerichtete Kompetenz der Organisation und ihrer Mitarbeiter" 5
"... die Gesamtheit aller Kenntnisse auf einem bestimmten Gebiet" 6
Wissen stützt sich bis zu einem gewissen Grad auf Daten, auf codierte Zeichen ohne Interpretation ihrer Bedeutung. Sie bilden das Rohmaterial für die Schaffung von Information, die als Nachricht einen Empfänger erreicht, für den deren Inhalt eine Veränderung (Weltbild, Selbstverständnis, etc.) bewirkt und ihm zu einer neuen Einsicht verhilft. Wissen bildet aus Erfahrungen, Wertvorstellungen, Kontextinformationen und Fachwissen einen Rahmen zur Beurteilung und Eingliederung neuer Erfahrungen und Informationen. Entstehung und Anwendung von Wissen findet im Kopf statt und ist damit direkt an die Person gebunden. Der Anwendungsbezug führt zu Könnerschaft bei der betreffenden Person, die durch Wollen zum Handeln wird.
Wird kontextabhängig richtig gehandelt, dann liegt Kompetenz vor, die durch Einzigartigkeit zu Wettbewerbsfähigkeit führt. Dieser Sachverhalt wird durch die "Wissenstreppe" sehr gut beschrieben (s.Abb.1).7
Wissen befähigt Menschen mit den vorhandenen Informationsquellen intelligent umzugehen und entsprechend zu handeln. Wissen ist in seiner strukturiertesten Form in Datenbanken und Dokumenten zu finden und in Routinen, Prozessen, Praktiken und Normen enthalten. Wissen ist zugleich Prozess und Bestand. Wissen wird zu einem Drittel aus Dokumenten bezogen und zu zwei Dritteln durch persönliche Kontakte (formelle Ausbildungsverhältnisse, informelle Gespräche, etc.) vermittelt.8
2.2 Wissensarten
2.2.1 Implizites (tazites) und explizites Wissen
Besonders im Unternehmensumfeld ist es sinnvoll, vorliegendes Wissen gemäß den Gesichtspunkten implizites oder explizites Wissen und weiterhin personales oder organisationales Wissen weiter zu klassifizieren.
[...]
1 Vgl. Heisig 1999.
2 Kraak 1991, S.12.
3 Probst et al.1997, S.44.
4 Preissler et al. 1997, S.2.
5 Chrobok 1998, S.184.
6 Heinrich 1995, S.564.
7 Vgl. North 1999, S. 39 ff.
8 Vgl. Davenport,Prusack 1998, S.32ff.
9 Vgl. Drucker 1993, S. 35.
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