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Die Bedeutungstheorie Donald Davidsons

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2003, 20 Pages
Author: Marc Houben
Subject: Philosophy - Theoretical (Realisation, Science, Logic, Language)

Details

Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2003
Pages: 20
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V14535
ISBN (E-book): 978-3-638-19909-4

File size: 239 KB
Notes :
Grundlegende Einführung in die Sprachphilosophie Davidsons. Dichter Text - einzeiliger Zeilenabstand.



Excerpt (computer-generated)

Philosophisches Institut der RWTH Aachen
Wintersemester 2002/03

Hauptseminar Philosophie:
Inwiefern ist Bedeutung ein soziales Phänomen? Zur Debatte zwischen Dummett und Davidson

 

Die Bedeutungstheorie Donald Davidsons

 

Marc Houben
Aachen, März/April 2003

 


Inhaltsverzeichnis

0. Einleitung  3

1. Grundlegende Annahmen des Verstehensprozesses  3

2. Die Bedingungen des konkreten Verstehensprozesses  7

3. Der Zusammenhang von Wahrheit und Bedeutung  9

4. Die radikale Interpretation  13

5. Ein Ausblick: Objektivität und Sprache  13

Literaturverzeichnis  18

 

 

 

Alles wird von Jahr zu Jahr bedeutungsvoller:
der Alternde wird in Bedeutungen ertrinken.
(Elias Canetti)

 


0. Einleitung

Diese Arbeit setzt sich mit der Bedeutungstheorie von Donald Davidson auseinander. Hierbei interessiert mich insbesondere eine Zusammenschau der von Davidson getroffenen Annahmen einer über drei Jahrzehnte reichenden sprachphilosophischen Analyse.

Ich versuche mich über das Verstehensmodell dem Phänomen der Bedeutung im Sinne Davidsons zu nähern. Hierdurch wird klarer, auf welchen Grundannahmen letztlich Davidsons Bedeutungstheorie fußt. Davidson hat mit seiner leitenden Frage „Was heißt es, daß Wörter bedeuten, was sie nun einmal bedeuten?“1 den Weg von der anderen Seite beschritten. Er hat sich zunächst damit beschäftigt, wie Wörter gebraucht werden, wie der Gebrauch systematisiert werden kann und was schließlich die Bedeutung eines Wortes oder Satzes ausmacht. Hieraus hat er eine konsistente Bedeutungstheorie entwickelt, die in ihrer Verlängerung den Verstehensprozeß zwischen Menschen bestimmt und eben jene Grundannahmen über die Welt, die Sprache und den Menschen impliziert, die ich als erstes betrachten will.

Zunächst versuche ich, die allgemeinen Annahmen des Verstehensprozesses zu klären, um danach auf die Bedingungen des konkreten Verstehensprozesses und auf die radikale Interpretation einzugehen und schließlich die zugrundeliegende Bedeutungstheorie zu skizzieren. Diese Rekonstruktion stützt sich auf die Arbeit von Kathrin Glüer2 und die Aufsatzsammlung Donald Davidsons zu „Wahrheit und Interpretation“. Hilfreich für das Verständnis war auch die einführende Arbeit von Geert Keil3 über den geistigen Ziehvater Davidsons – Willard Van Orman Quine.

1. Grundlegende Annahmen des Verstehensprozesses Verstehen findet innerhalb des Dreiecks von Welt, Sprache und Mensch statt. Die Verbindung der drei Bereiche ist dem alltäglichen Verständnis nach einfach beschrieben: der Mensch bedient sich einer Sprache, um einen Zugriff auf die Welt zu erlangen und sich darüber in der – wiederum – sprachlichen Kommunikation mit anderen zu verständigen. So geläufig uns diese Vorstellung ist, so schnell zeigt sich, daß dieses Verständnis Annahmen impliziert, die erst einmal offengelegt werden müssen, bevor man über die Angemessenheit einer solchen Beschreibung diskutieren kann.

[...]


1 Davidson, Donald: Wahrheit und Interpretation. Übersetzt von Joachim Schulte. Frankfurt/Main: Suhrkamp-Verlag, 3. Auflage 1999, 11990. Im folgenden als Davidson 1990 zitiert. Zitat S. 9.

2 Glüer, Kathrin: Donald Davidson zur Einführung. Hamburg: Junius-Verlag, 1993. Im folgenden Glüer 1993.

3 Keil, Geert: Quine zur Einführung. Hamburg: Junius-Verlag, 2002. Im folgenden Keil 2002.


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