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Examination Thesis, 2003, 90 Pages
Author: Timo Sass
Subject: German - Pedagogy, Didactics, Literature Studies
Details
Institution/College: Christian-Albrechts-University of Kiel (Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien)
Tags: Thema, Klonen, Jugendliteratur, Vergleich, Rabischs, Duplik, Jonas, Eschbachs, Perfect, Copy, Science-, Fiction
Year: 2003
Pages: 90
Grade: 2,0
Language: German
ISBN (E-book): 978-3-638-19913-1
File size: 573 KB
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Excerpt (computer-generated)
Examensarbeit
im Studiengang Lehramt Realschule
an der Christian- Albrechts- Universität zu Kiel
Philosophische Fakultät
Institut für Neuere Deutsche Literatur und Medien
Das Thema "Klonen" in der modernen Jugendliteratur:
Ein Vergleich zwischen Rabischs "Duplik Jonas7" und Eschbachs "Perfect Copy"
vorgelegt von
Timo Saß
07.04.2002
Inhaltsverzeichnis
1. Einleitung ... 1
2. Das Thema "Klonen" aus medizinischer Sicht ... 3
2.1 Biologische Grundlagen des Klonens ... 3
2.2 Erläuterungen des Klonvorgangs ... 5
3. Rechtliche Aspekte des Themas "Klonen" ... 9
4. Das Thema "Klonen" in der öffentlichen Diskussion ... 12
4.1 Diskussion des Themas "Klonen" in der Öffentlichkeit und Darstellung der öffentlichen Meinung ... 12
4.2 Diskussion des Themas "Klonen" in der medizinischen Fachliteratur ... 16
4.3 Geschichte des Themas "Klonen" in der Kinder-, Jugend- und Erwachsenenliteratur ... 18
5. Vergleich von Rabischs "Duplik Jonas 7" mit Eschbachs "Perfect Copy" ... 21
5.1 Inhaltsangabe von Rabischs "Duplik Jonas 7" ... 21
5.2 Interpretation von Rabischs "Duplik Jonas 7" ... 24
5.3 Inhaltsangabe von Eschbachs "Perfect Copy" ... 27
5.4 Interpretation von Eschbachs "Perfect Copy" ... 31
5.5 Vergleich der Aussagen beider Werke ... 34
6. Didaktische Aspekte der beiden Werke ... 36
6.1 Vorstellung des vom dtv angebotenen Unterrichtsvorschlags zu Rabischs "Duplik Jonas 7" ... 36
6.2 Kritik am vorgestellten Unterrichtsvorschlag ... 38
6.3 Einige Verbesserungen und Ergänzungen bzw. Anpassungen an den Schleswig- Holsteinischen Lehrplan zum vorgestellten Unterrichtsvorschlag ... 40
6.4 Entwurf eines Unterrichtsvorschlags zu Eschbachs "Perfect Copy" ... 44
6.5 Kritik am erarbeiteten Unterrichtsvorschlag ... 50
6.6 Abschließende Bemerkungen zu der Verwendbarkeit beider Werke im Realschulunterricht ... 51
7. Zusammenfassung ... 53
8. Literaturnachweis ... 54
9. Grafiknachweis ... 56
10. Anhang ... 56
1. Einleitung
Im Sommersemester 2002 besuchte ich das Hauptseminar mit dem Titel "Science- Fiction" unter der Leitung von Prof. Dr. Biesterfeld. Dort wurde von einer Kommilitonin der Klassiker "Brave New World" der Autorin Aldous Huxley vorgestellt, der mich aufgrund der ebenso exakten wie menschenverachtenden Schilderung einer zukünftigen Gesellschaft, die ihren Bestand an Bewohnern durch Klonieren sicherstellt, fasziniert hat. Durch dieses Referat angeregt, fasste ich den Entschluss, das Thema "Klonen" in das Zentrum meine Examensarbeit stellen zu wollen. Es kam mir deshalb gelegen, dass Prof. Biesterfeld im Laufe des Seminars mehrfach anbot, einen Vergleich zweier Romane, die das Thema "Klonen" behandeln, als Thema einer Examensarbeit anzunehmen. In den auf das Seminar folgenden Semesterferien meldete ich mein Interesse an diesem Thema an und bekam eine Auswahl an Werken vorgestellt, aus denen ich mir zwei aussuchen sollte. Meine Wahl fiel auf Birgit Rabischs "Duplik Jonas 7" und auf Andreas Eschbachs "Perfect Copy". "Duplik Jonas 7" wählte ich, weil dieses Werk, das 1996 erstmals erschien, das erste hochwertige Jugendbuch darstellt, dass sich ernsthaft mit dem Thema "Klonen" auseinandersetzt. "Perfect Copy" dagegen ist erst im Juli 2002 erschienen, so dass ich bei der Bearbeitung dieses Werkes relativ frei war, da bislang keine Sekundärliteratur zu diesem Werk erschienen ist.
Den Leser dieser Arbeit erwartet zunächst eine umfassende Darstellung der biologischen Grundlagen des Klonens, gefolgt von den Erläuterungen des Klonvorganges. Diesen Kapiteln habe ich bewusst viel Raum gegeben, da ich davon ausgehe, dass sich nicht jeder Leser dieser Arbeit bislang ausführlich mit dem Thema "Klonen" beschäftigt hat. Ein weiteres Kapitel stellt die momentane rechtliche Situation des Klonens in Deutschland dar. Dieses Kapitel habe ich eingefügt, da mir aufgefallen ist, wie wenig die Öffentlichkeit über die Schlupflöcher in der deutschen Rechtssprechung weiß. Ich bin zwar kein Jurist, aber ich denke, dass es mir gelungen ist, den Leser auf die recht verworrene Rechtslage aufmerksam zu machen. Nach diesem Kapitel stelle ich ausführlich die aktuelle öffentliche Diskussion über das Thema "Klonen" dar. Dabei trenne ich zwischen der Diskussion in der Öffentlichkeit und der Diskussion innerhalb der medizinischen Fachliteratur, wobei ich letzteres nur kurz darstelle, da sich die ausgetauschten Argumente die moralisch- ethische Dimension des Klonens betreffend nur im Detail von den Argumenten, die die seriöse Presse publiziert, unterscheiden. Auch werde ich hier kurz auf die Geschichte des Themas "Klonen" in der Literatur eingehen. Ich stelle mehrere Werke unterschiedlicher Autoren vor, die sich seriös mit dem Thema "Klonen" und seinen Folgen auseinandersetzen, wobei ein besonderer Schwerpunkt auf den Werken liegt, die der Jugendliteratur zuzuordnen sind.
Danach beginne ich mit der Bearbeitung der beiden von mir ausgewählten Werke. Zuerst stelle ich den Inhalt von Rabischs "Duplik Jonas 7" dar und interpretiere dieses Werk. Danach bearbeite ich Eschbachs "Perfect Copy" in derselben Reihenfolge und stelle zum Schluss des Kapitels die Aussagen beider Werke gegenüber.
Im nächsten Abschnitt beschäftige ich mich dann mit den didaktischen Aspekten beider Romane. Zunächst stelle ich einen aus dem Internet unter www.dtv.de herunterladbaren Unterrichtsvorschlag zum Roman "Duplik Jonas 7" vor, um dann seine Anwendbarkeit im schleswig-holsteinischen Realschulunterricht unter Berücksichtigung der Erfordernisse des Lehrplans zu überprüfen. Danach entwickle ich Verbesserungsvorschläge, die die Handhabbarkeit des Romans im Unterricht weiter erleichtern sollen. Dann entwerfe ich einen eigenen detaillierten Unterrichtsvorschlag zu Eschbachs "Perfect Copy". Bei dieser Entwicklung habe ich besonderen Wert auf die Berücksichtigung der Erfordernisse des Lehrplans gelegt. Trotzdem wird der erfahrene Lehrer spüren, dass meine Vorschläge von einem Studenten entwickelt worden sind, der bislang nur wenige Stunden praktische Unterrichtserfahrung vorweisen kann.
Das Kapitel beende ich mit einer Bewertung der Verwendbarkeit beider Werke für den Realschulunterricht.
Die gesamte Examensarbeit beende ich dann mit einer Zusammenfassung des erarbeiteten Materials. Hier versuche ich die wichtigsten Aspekte meiner Arbeit noch einmal kurz und prägnant herauszuarbeiten und ein persönliches Fazit zu ziehen.
Mein Ziel dieser Arbeit ist es, den Leser so detailliert wie nötig aber so knapp wie möglich mit der grundlegenden Bedeutung des Begriffes "Klonen" vertraut zu machen, ihm die rechtliche Situation zu schildern und ihm zu zeigen, wie die Öffentlichkeit über das Klonen denkt. Auch hoffe ich, sowohl mit der inhaltlichen als auch mit der unterrichtsrelevanten Bearbeitung von Rabischs "Duplik Jonas 7" und Eschbachs "Perfect Copy" einige Leser zu ermutigen, das Thema "Klonen" in ihren Klassen zu unterrichten.
2. Das Thema "Klonen" aus medizinischer Sicht
Dieses Kapitel wird dem Leser in angemessener Weise, aber ohne die fachwissenschaftlichen Aspekte übermäßig in den Vordergrund zu rücken, sowohl die biologischen, als auch die medizinisch- technischen Grundlagen des Klonens bzw. des Klonierens näher bringen. Das halte ich für sinnvoll, da in der weiteren Arbeit das Hauptaugenmerk auf dem Thema "Klonen" liegt, und da ich nicht davon ausgehe, dass sich jeder Leser schon intensiv mit diesem Thema befasst hat.
2.1 Biologische Grundlagen des Klonens
Als einen "Klon" bezeichnet man ursprünglich "durch ungeschlechtliche Vermehrung aus einem pflanzlichen oder tierischen Individuum entstandene erbgleiche Nachkommenschaft" (Meyers Taschenlexikon Biologie, S. 88). Unter "klonen" bzw. "klonieren" versteht man "die Bezeichnung für das Herstellen einer größeren Anzahl gleichartiger, genetisch identischer Nachkommen von einem Individuum" (ebd., S. 88). Daher musste man den oben genannten ursprünglichen Begriff des "Klons" um die "künstlich geschaffene, erbgleiche Nachkommenschaft" erweitern.
Um zu verstehen, wie dieses Kopieren von Lebewesen funktioniert, muss man sich zunächst genauer mit dem Aufbau der Lebewesen beschäftigen. Jedes Lebewesen besteht aus einer großen Anzahl von Körperzellen. Allen Zellen ist trotz Unterschieden in Form, Größe und Funktion gemein, dass jede Einzelne das gesamte Erbgut, d.h. alle individuellen und somit einzigartigen Informationen des jeweiligen Organismus, in sich trägt. Diese Erbinformationen benötigt man, wie ich im nächsten Unterkapitel erläutern werde, um ein Lebewesen zu klonen. Dabei lässt sich das Erbgut, die Desoxyribonucleinsäure, bei mehrzelligen Lebewesen (Eukaryonten) im Zellkern finden.
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