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Das Wesen der Imagination - eine Begriffsbestimmung

Termpaper, 2002, 28 Pages
Author: Christian Theuerl
Subject: Russian / Slavic Languages

Details

Category: Termpaper
Year: 2002
Pages: 28
Grade: 1,7
Language: German
Archive No.: V14580
ISBN (E-book): 978-3-638-19939-1

File size: 292 KB
Notes :
Die Arbeit untersucht allgemein literaturwissenschaftlich die Bedeutung des Begriffes Imagination. Dichter Text - kleine Schrift.



Excerpt (computer-generated)

Das Wesen der Imagination -
eine Begriffsbestimmung





Gliederung

I) Einleitung 4

1.1. Thema: Das Wesen der Imagination - eine Begriffsbestimmung 4
1.2. Kontext: Hintergrund der Arbeit und allgemeines Anliegen 4
1.3. Konkretes Problem/Arbeitsziel 4
1.4. Thesen: 5
1.5. Methodendarstellung 5

1.5.1. Drei Grundüberlegungen 5
1.5.2. Zum Begriff der Definition 6
1.5.3. Das Zentrum-Perepherie-Modell 6

II) Hauptteil 8

2.1. Kategorisierung und innere Gliederung des Begriffsfeldes ‚IMAGINA′: 8
2.2. Bestimmung von Wesenselementen 9
Die Einteilung in absolute und relative Eigenschaften 9

2.2.1. absolute Eigenschaften: 10

2.2.1.1. Imagination als eine spezifische Bewusstseinsform 10
2.2.1.2. Das Introspektive der Imagination 13
2.2.1.3. Das Transformative der Imagination 14
2.2.1.4. Das Transitorische der Imagination 15

2.2.2. Relative Eigenschaften 16

2.2.2.1. Der Bildcharakter der Imagination: 16
2.2.2.2. Der Zeitaspekt / die Zeitdimension der Imagination: 18
2.2.2.3. Mimesis und Performanz 20
2.2.2.4. Der Ir / Realitätsaspekt der Imagination 23

III) Zusammenfassung 24

3.1. Zusammenfassung / Fazit: 24
3.2. zusammenfassender Überblick: 25

IV) Anhang: 26

4.1. Material 26
4.2. Abkürzungen 26
4.3. Literaturverzeichnis 27

 

 

 


I) Einleitung

1.1. Thema: Das Wesen der Imagination - eine Begriffsbestimmung

1.2. Kontext: Hintergrund der Arbeit und allgemeines Anliegen

Die hier vorliegende Hausarbeit entstand im Rahmen eines literaturwissenschaftlichen Proseminars zum Thema "Literarische Imagination" (WS 2002/03, Dozentin Frau S. Strätling) und auf der Basis von Diskussionsergebnissen aus den Seminaren "Technologiephantasien der russisch-sowjetischen Avantgarde in den 1910er bis 1930er Jahren" (PS bei Frau I. Arns), "Russische Phantastik" (PS bei Frau Dr. M. Goller), "Science Fiction" (PS bei Herrn M. Schwartz) und "Phantasmen der Schrift" (HS bei Prof. G. Witte) an der Humboldt-Universität zu Berlin.
Hintergrund der Arbeit ist die Notwendigkeit, die für eine kompetente Auseinandersetzung mit diesen Themen essentiellen literaturwissenschaftlichen Begrifflichkeiten zu erarbeiten, die gewöhnlich lediglich in Form von stark interindividuell differierenden und schwer fass- und handhabbaren allgemeinen Alltagskonzepten präsent sind. Damit knüpft diese Hausarbeit an die literaturtheoretischen Einführungskurse des Grundstudiums an mit dem Ziel, terminologischen und konzeptuellen Unsicherheiten im Grund- und vor allem Hauptstudium zu begegnen.

Ursprüngliches Hauptanliegen war es, folgende zentrale Begriffsfelder mit ihren Teilelementen durch eine möglichst klare Begriffsbestimmung (bzw. Begriffsdefinition oder Phänomenbeschreibung) und Inter- sowie Intra-Abgrenzung zu erschließen und für eine Diskussion handhabbar zu machen:

1.) ‚IMAGINA′: Imagination, das Imaginieren, das Imaginäre, Imaginationen, imaginär
2.) ‚PHANTAS′: die Phantasie, das Phantasieren, Phantastik, Phantasma, phantastisch
3.) ‚FIKTIO′: das Fiktive, das Fingieren, Non/Fiktion, Fiktionalität, fiktiv
4. u 5.)1

1.3. Konkretes Problem/Arbeitsziel

Aufgrund der sehr umfangreichen Verwendungsdiversität der Begriffe innerhalb der genannten Felder wurden die Arbeitsziele der Hausarbeit konkretisiert und sie konzentriert sich nun primär auf die Sichtung und Erschließung des Begriffsfeldes ‚IMAGINA′. Sie arbeitet darauf hin, die Bandbreite der Verwendung des Imaginationsbegriffes (folgend IB) aufzuzeigen, zu erläutern und zu systematisieren.

In einem ersten Schwerpunkt geht es um die innere Differenzierung des Begriffsfeldes, d.h. die Erstellung einer Übersicht der Elemente des Feldes, sprich der Gebrauchssphären des IB. Im engeren Sinne wird dieser Schwerpunkt als die Ontologie des IB bezeichnet, da hier seine Seinsweisen differenziert werden.
Den zentralen Teil bildet die Erarbeitung von Ansätzen einer konkreteren Begriffsbestimmung, d.h. die Erschließung und Erläuterung von Wesensmerkmalen, deren Konglomerat im weitesten Sinne einer Definition des Begriffes ‚Imagination′ entspricht. (da man von einer klassischen Definition hier nicht sprechen kann). In diesem zweiten Schwerpunkt wird eine Art Typologie der Imaginationsbegriffe entwickelt.
Gleichzeitig wird die Arbeit im Ergebnis eine (wenn auch nicht allumfassende) Zusammenfassung von Terminologie darstellen, die im Kontext der Verwendung des Imaginationsbegriffes steht, d.h. für seine Bedeutungserschießung essentiell ist (Schlüsselbegriffe).

1.4. Arbeitsthesen:

Eine grundlegende Arbeitsthese, anhand derer hier Kategorisierungen und Typologisierungen entwickelt werden, ist, dass es (weder in der Literatur noch anderen Wissenschaften) nicht einen einzigen generalisierbaren Imaginationsbegriff gibt, sondern ‚Imagination′ ein abstrakter Sammelbegriff für ein heterogenes Begriffsgemenge ist, das es hier zu entwirren gilt. Unsere Alltagskonzepte vom IB spiegeln diese Undifferenziertheit wieder; häufig wird die Imaginations-Terminologie daher nicht adäquat verwendet. Es soll weiterhin aufgezeigt werden, dass auch in der historischen Betrachtung die Vielfalt der Imaginationskonzepte sehr groß ist. Die zentrale Frage, der hier nachgegangen wird, ist, ob und welche Merkmale einen indifferenten Kern des IB bilden und welche Eigenschaftskategorien in sich ausdifferenzierbar sind. Aus diesen inneren Eigenschaftsdifferenzierungen würden sich unterschiedliche Imaginations-Typen ableiten lassen, die in jeder Auseinandersetzung mit Imaginations-Themen auch differenziert zu verwenden wären.

1.5. Methodendarstellung

1.5.1. Drei Grundüberlegungen

Im Folgenden soll kurz die Vorgehensweise zur Begriffsbestimmung beschrieben werden, die im Wesentlichen auf drei Überlegungen basiert:

1.) Überlegungen zur Methode ‚Definieren′: da es sich bei den Elementen des zu untersuchenden Begriffsfeldes um literaturwissenschaftlich-philosophische Abstrakta handelt, wurde das klassische, streng (natur-)wissenschaftliche Verfahren der Begriffsdefinition (das hier nicht anwendbar ist) modifiziert und um einige unkonventionelle Bestimmungsmethoden ergänzt (siehe unten). Das hier zu Grunde liegende Modell definiert einen Begriff nicht eineindeutig, sondern es dient dem Erfassen eines Begriffes in der Breite des semantischen Feldes, innerhalb dessen er sich bewegt. Nur diese Herangehensweise allein ermöglicht ein Verständnis der unterschiedlichen Auffassungen und Verwendungsvarianten des IB in der Literaturwissenschaft und -geschichte.

2.) Der Kern des Definitionsmodells konstituiert sich aus drei Bereichen:
A) der (äußeren) Kategorisierung (siehe auch oben zur Gliederung der Begriffsfelder),
B) der inneren Gliederung in Verwendungsebenen (Gebrauchssphären) (siehe unten) und
C) den zentralen Eigenschaften/Merkmalen des IB, die in einem zweiten Schritt in absolute und relative Eigenschaften untergliedert wurden (zur Erklärung siehe unten). Diese geben in unterschiedlicher Kombination bestimmte Imaginationstypen ab, die Ausdruck verschiedener Auffassungen des IB in Literaturwissenschaft und Literaturgeschichte sind.

3.) Die zentralen (absoluten und relativen) Eigenschaften werden anhand von Beispielen erläutert, die veranschaulichen, wie verschiedene Autoren, Schulen und Wissenschaftsparadigmen zu ihnen Stellung beziehen bzw. welche Auffassungen zum IB in verschiedenen Zeitperioden diskutiert wurden. Erst diese Ausführungen ermöglichen ein Erfassen der Begrifflichkeiten in seinen flexiblen Ausprägungen (Imaginationstypen).

1.5.2. Zum Begriff der Definition

In logisch-semantischer Hinsicht ist die Definition (definitio lat., Bestimmung) ein Denkverfahren, mit dessen Hilfe der Inhalt bzw. die Bedeutung eines Zeichenausdrucks ermittelt, bestimmt, aufgedeckt und erklärt wird. Eine Definition ist ein Satz, der die Merkmale angibt, welche die Eigenschaften von ‚Gegenständen′ (i.w.S. hier Begrifflichkeiten) widerspiegeln. Das heißt, einen Begriff zu definieren bedeutet, die möglichst wesentlichen Eigenschaften und Wesenselemente eines Gegenstandes festzustellen und die Grenzen zu finden, die die von dem jeweiligen Begriff erfassten ‚Gegenstände′ von allen ihnen ähnlichen ‚Gegenständen′ trennt.
Eng mit dem Terminus ‚Definition′ (als Begriffs-Bestimmung) verbunden ist der Terminus ‚Begriff′ selbst. Er meint 1.) die Gesamtheit wesentlicher Merkmale in einer gedanklichen Einheit und 2.) die Gesamtheit der Vorstellungen, Auffassungen, Meinungen von etwas. Beide Blickwinkel finden sich in dieser Hausarbeit bei der Bestimmung des Imaginationsbegriffes wieder.

1.5.3. Das Zentrum-Perepherie-Modell

[...]


1 und in engem Bezug zu 1., 2. und 3.: 4.) ‚REAL′: Realität, Wirklichkeit, (non-/ir-) real, das Reale, realistisch, (Realismus), Wahrheit 5.) ‚TOPIE′: Utopie, Antiutopie, Dystopie, (antiu-/dys-)topisch


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