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Ostern - Der Brauch und seine Darstellung in den Medien

Scholarly Paper (Advanced Seminar), 2000, 37 Pages
Author: Laura Dahm
Subject: Cultural Studies

Details

Event: Hauptseminar: Der Brauch und seine Darstellung in den Medien
Institution/College: Johannes Gutenberg University Mainz (Deutsches Insitut - Kulturanthropologie / Volkskunde)
Tags: Ostern, Brauch, Darstellung, Medien, Hauptseminar, Brauch, Darstellung, Medien
Category: Scholarly Paper (Advanced Seminar)
Year: 2000
Pages: 37
Grade: 2,0
Language: German
Archive No.: V14691
ISBN (E-book): 978-3-638-20021-9
ISBN (Book): 978-3-638-68278-7
File size: 222 KB

Abstract

Im Rahmen des Seminars “Der Brauch und seine Darstellung in den Medien” wird sich diese Arbeit dem Osterfest widmen. Dieses bewegliche, d.h. im Datum veränderliche Fest im Kirchenjahr ist das älteste, höchste und bekannteste Fest der Christenheit. In diesem Ereignis wird Religion von vielen Zeitgenossen noch immer als sinnvoll erfahren. Ostern und andere Feste thematisieren zentrale Aspekte des Lebens in Ritualen und Symbolen, worauf unserer Meinung nach die Faszination von Bräuchen zurückgeht. Vom Osterfest gehen Impulse für die Gestaltung des Festjahres im ganzen aus. Als Gedenkfest der Auferstehung Christi ist es das erste Jahresfest, daß die Christen regelmäßig begangen haben. Im christlichen Osterfest wird bekundet, daß das Leben über den Tod gesiegt hat. Das erste Kapitel beschäftigt sich also zunächst mit der Beantwortung der Fragen nach Wort-Herkunft (1.1.), geschichtlichen Hintergründen (1.2.), der Ausgestaltung der einzelnen Osterfeiertage (1.3.) und dem Zusammenhang mit dem Frühling (1.4.). Einiges kann aufgrund des erwähnten Forschungsstandes nicht eindeutig beantwortet werden. Die Wahrnehmung des Osterfestes im Kontext der Lebenswelt läßt eine Fülle von Symbolen, Riten und Bräuchen erkennen, die den Teilnehmenden ein Verständnis von Gott ermöglichen sollen. Im zweiten Teil wird es daher um die Ausübung des Osterfestes und um die damit verbundenen Osterbräuche gehen (2.1.). Woher stammen die Bräuche? Wer führte sie ein? Wer pflegte bzw. übte sie aus? Man kann zwei Arten von Brauch unterscheiden: Es gibt zum einen liturgische Bräuche (2.2.), Bräuche also, die bis heute in die kirchliche Zeremonie eingebunden sind, und zum anderen Bräuche, die zwar meist einen kirchlichen Ursprung haben, aber vom Volk aufgegriffen und säkularisiert wurden (2.3.). Einige Bräuche existieren gar nicht mehr, andere haben, meist in abgeänderter Form, überlebt. Unsere Konzentration richtet sich in Anbetracht unseres Presseartikels vor allem auf die Bräuche rund um die Ostereier (2.3.1.) und den Osterhasen (2.3.2.). Unter den liturgischen Bräuchen haben wir denen der Osternacht besondere Aufmerksamkeit gewidmet (2.2.). Unter 2.4. werde ich eine Bewertung der Ergebnisse zum Brauch abgeben. Im dritten Teil, der Schlußbetrachtung, werden alle auftauchenden Aspekte noch einmal ausführlich diskutieren und in ihren aktuellen Rahmenbedingungen betrachtet.


Excerpt (computer-generated)

Johannes Gutenberg-Universität Mainz
Deutsches Institut - Abt. Kulturanthropologie / Volkskunde
SS 2000
Hauptseminar: Der Brauch und seine Darstellung in den Medien

Thema:

Ostern

Laura Dahm

 

Inhaltsverzeichnis

0. EINLEITUNG (LAURA DAHM) 1

1. DAS OSTERFEST UND DIE OSTERZEIT (LAURA DAHM) 3
1.1. WORT - HERKUNFT (LAURA DAHM) 4
1.2. GESCHICHTLICHE HINTERGRÜNDE (LAURA DAHM) 6
1.3. DIE OSTERFEIERTAGE (LAURA DAHM) 7
1.4. OSTERN UND FRÜHLING (LAURA DAHM) 8

2. OSTERBRÄUCHE 9
2.1. EINFÜHRUNG 9
2.2. LITURGISCHE BRÄUCHE 12
2.2.1. OSTERNACHT-GOTTESDIENST 12
2.2.2. DAS OSTERFEUER 13
2.2.3. DIE OSTERKERZE 15
2.2.4. DIE SPEISENWEIHUNG 16
2.2.5. DAS OSTERWASSER 17
2.3. VOLKSTÜMLICHE BRÄUCHE 19
2.3.1. DAS OSTEREI 19
2.3.2. DER OSTERHASE 20
2.4. BEWERTUNG DER ERGEBNISSE 23

3. SCHLUßBETRACHTUNG 24

4. VERMARKTUNGSSTRATEGIE 26

5. LITERATUR 31

6. ANHANG (Presseartikel und Beleg)

 

0. Einleitung

Im Rahmen des Seminars “Der Brauch und seine Darstellung in den Medien” wird sich diese Arbeit dem Osterfest widmen. Dieses bewegliche, d.h. im Datum veränderliche Fest im Kirchenjahr ist das älteste, höchste und bekannteste Fest der Christenheit. In diesem Ereignis wird Religion von vielen Zeitgenossen noch immer als sinnvoll erfahren. Ostern und andere Feste thematisieren zentrale Aspekte des Lebens in Ritualen und Symbolen, worauf unserer Meinung nach die Faszination von Bräuchen zurückgeht.

Vom Osterfest gehen Impulse für die Gestaltung des Festjahres im ganzen aus. Als Gedenkfest der Auferstehung Christi ist es das erste Jahresfest, daß die Christen regelmäßig begangen haben. Im christlichen Osterfest wird bekundet, daß das Leben über den Tod gesiegt hat.

Bis ins 6. Jahrhundert stritt man um das richtige Osterdatum, das schließlich das erste Konzil von Nizäa (325 n. Chr.) auf den ersten Sonntag nach dem ersten Frühlingsvollmond festsetzte. Für die Ausbreitung des Christentums und damit auch Osterns in die Gebiete nördlich der Alpen waren die Germanenmissionen seit dem 5. Jahrhundert verantwortlich. Eingeleitet wird das Osterfest durch die Karwoche zum Andenken an das Leiden und Sterben Christi. Ihr voraus geht eine 40tägige Fasten- und Bußezeit, die am Karsamstag endet. Die auf die Osterfeier folgenden 50 Tage bis Pfingsten gehören im christlichen Glauben zur Osterzeit. Alle Feste dieser Zeit beziehen sich auf biblischen Hintergrund. Deshalb beginnt diese Arbeit, deren Schwerpunkt auf dem Osterfest zwischen Karsamstag und Ostermontag liegt, mit der ausführlichen Beschreibung des biblischen und historischen Hintergrunds von Ostern. Dies soll unter der Fragestellung geschehen, unter welchen Voraussetzungen Osterbräuche entstanden. Volkskundlich von Interesse ist, wie stark das Volk an Veränderung und Erhaltung des Festes und seiner Bräuche beteiligt war und ist. Wie sah das Fest früher aus, wie sieht es heute aus? Bei der Beantwortung dieser Fragen wird man feststellen, daß dieses Kapitel der Kirchen- und Glaubensgeschichte nur unzureichend erforscht ist. So ist bis heute nicht eindeutig geklärt, woher der Begriff Ostern kommt (s. Kapitel 1.1.). Relativ gesichert ist die Annahme, daß die Christen sich an das jüdische Passahfest hielten und nach überliefertem Brauch feierten. Diese Annahme schließt eine heidnische Herkunft aus. Das erste Kapitel beschäftigt sich also zunächst mit der Beantwortung der Fragen nach Wort-Herkunft (1.1.), geschichtlichen Hintergründen (1.2.), der Ausgestaltung der einzelnen Osterfeiertage (1.3.) und dem Zusammenhang mit dem Frühling (1.4.). Einiges kann aufgrund des erwähnten Forschungsstandes nicht eindeutig beantwortet werden. Die Wahrnehmung des Osterfestes im Kontext der Lebenswelt läßt eine Fülle von Symbolen, Riten und Bräuchen erkennen, die den Teilnehmenden ein Verständnis von Gott ermöglichen sollen. Im zweiten Teil wird es daher um die Ausübung des Osterfestes und um die damit verbundenen Osterbräuche gehen (2.1.). Woher stammen die Bräuche? Wer führte sie ein? Wer pflegte bzw. übte sie aus?

Man kann zwei Arten von Brauch unterscheiden: Es gibt zum einen liturgische Bräuche (2.2.), Bräuche also, die bis heute in die kirchliche Zeremonie eingebunden sind, und zum anderen Bräuche, die zwar meist einen kirchlichen Ursprung haben, aber vom Volk aufgegriffen und säkularisiert wurden (2.3.). Man könnte auch sagen: “In der spezifischen Festkultur haben sich biblische Symbole mit außertheologischen Symbolen und Bräuchen vermischt” (Biehl 1999, S. 137). Bei aller Überformung steht am Anfang jedes Brauchs eine sinnvolle Handlung dessen Funktion darin liegt, etwas Bestimmtes auszudrücken (vgl. Beitl 1974, S. 625; Bellinger 1999, S. 125; Biehl 1999, S. 137, 154; Bieritz 1994, S. 85; dtv- Brockhaus-Lexikon 1989, S. 249; Küster 1985, S. 155; Moser 1993, S. 211, 216f; Schwikart 1996, S. 55; Seebach 1998, S. 60, 85; www.german-easterholiday. com/ostern-osterfest/osterfest/index.html) .

Einige Bräuche existieren gar nicht mehr, andere haben, meist in abgeänderter Form, überlebt. Unsere Konzentration richtet sich in Anbetracht unseres Presseartikels vor allem auf die Bräuche rund um die Ostereier (2.3.1.) und den Osterhasen (2.3.2.). Unter den liturgischen Bräuchen haben wir denen der Osternacht besondere Aufmerksamkeit gewidmet (2.2.). Unter 2.4. werde ich eine Bewertung der Ergebnisse zum Brauch abgeben. Im dritten Teil, der Schlußbetrachtung, werden alle auftauchenden Aspekte noch einmal ausführlich diskutieren und in ihren aktuellen Rahmenbedingungen betrachtet. Die Literaturliste fällt bei diesem Thema nicht so umfangreich aus: Zu den modernen Formen des Osterfestes gibt es so gut wie gar keine Literatur. Hauptsächlich wird man mit theologischen Büchern konfrontiert, die gewöhnlich biblisch und liturgisch geprägt sind und zudem eine stark katholische bzw. evangelische Sichtweise an den Tag legen. Letztlich wiederholen sich in allen Quellen die gleichen Tatbestände und Erkenntnisse, wenn auch dank unzureichender Faktizität teilweise widersprüchlich. Dieser Mißstand ist auf die ständig überholbaren Ergebnisse historischer Forschung zurückzuführen.

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