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Der Einfluss computervermittelter Kommunikation auf die Arbeitswelt - Telearbeit als Prototyp der neuen Beschäftigungsformen

Scholary Paper (Seminar), 2002, 33 Pages
Authors: Michael Fürstenberg, Frank Ihben
Subject: Sociology - Work, Profession, Education, Organisation

Details

Category: Scholary Paper (Seminar)
Year: 2002
Pages: 33
Grade: 1,3
Language: German
Archive No.: V14803
ISBN (E-book): 978-3-638-20110-0
ISBN (Book): 978-3-638-78781-9
File size: 296 KB
Notes :
Eigentlich ein medienwissenschaftliches Seminar, Schwerpunkt der Arbeit aber doch eher die Soziologie der Arbeit.


Abstract

Aus unserem Leben sind die neuen Medien, die computervermittelte Kommunikation und die Informations- und Telekommunikationstechnologie, nicht mehr wegzudenken. Diese Veränderung trägt unterschiedliche Namen: zur schon lange postulierten „Dienstleistungsgesellschaft“ treten die „ Informations-„ oder „Wissensgesellschaft“ , „Telematik-Gesellschaft“, die „Nachindustrielle Gesellschaft“ , und manche Autoren sehen sogar schon ein „ Post-Information-Age“ aufdämmern. Einig ist man sich, dass diese Entwicklung weitreichende Folgen für alle Lebensbereiche hat. In unserer Arbeit legen wir den Fokus auf den Bereich der Arbeit. Der besondere Fokus liegt dabei auf der neuen Arbeitsform der Telearbeit, da diese als eine symptomatische Ausprägung der sozioökonomischen Veränderungsprozesse gesehen werden kann. Da sie eine der meist diskutierten und evidentesten, sowie sehr direkt auf die modernen IuK-Technologien zurückzuführende alternative Beschäftigungsform ist, erscheint es lohnend, sie als Beispiel für die allgemeinen Veränderungen näher zu betrachten.


Excerpt (computer-generated)

Technische Universität Braunschweig
Institut für Sozialwissenschaft
Wintersemester 2001/ 2002
Proseminar: Medien- und Kommunikationssoziologie

Der Einfluss computervermittelter Kommunikation auf die Arbeitswelt
Telearbeit als Prototyp der neuen Beschäftigungsformen

 Michael Fürstenberg, Frank Ihben

 

Gliederung

1. Einleitung (von Michael Fürstenberg und Frank Ihben) 1

2. Was ist computervermittelte Kommunikation – die Techniken der „Neuen Medien“ 1
(von Michael Fürstenberg)
2.1 E-Mail 2
2.2 „many-to-many“-Kommunikation 3

3. Die Entwicklung der Informationsgesellschaft (von Frank Ihben) 4
3.1 Vom Taylorismus zur Dienstleistungsgesellschaft 4
3.2 Wandel zur Informationsgesellschaft 5
3.2.1 Siegeszug des PC 5
3.2.2 Globalisierung durch cvK 7
3.3 Veränderungen der Arbeitswelt durch cvK 7
3.3.1 E-Mail und „Instant Messaging“ als Form der cvK 7
3.3.2 Internet als Beginn einer neuen Gesellschaftsordnung 8
3.4 Arbeitsmarktwirkungen durch technischen Fortschritt 10
3.4.1 Neuer Typus Arbeitnehmer 10
3.4.2 Beschäftigungszuwachs und –abnahme 10
3.4.3 Neuorganisation in Unternehmen 11
3.4.4 Implikationen für die Entwicklung der Arbeitsstruktur 13

4. Telearbeit als Beispiel für neuartige Arbeitsformen (von Michael Fürstenberg) 14
4.1 Definitionen und Formen 14
4.1.1 Definition und Statistik 14
4.1.2 Formen der Telearbeit 16
4.2 Voraussetzungen des Telearbeiters 18
4.3 Chancen & Risiken 19
4.3.1 Chancen 19
4.3.1.1 Arbeitnehmer 19
4.3.1.2 Arbeitgeber 20
4.3.1.3 Gesellschaft 23
4.3.2 Risiken 24
4.3.2.1 Arbeitnehmer 24
4.3.2.2 Arbeitgeber 25
4.3.2.3 Gesellschaft 26
4.4 Zusammenfassung 27

5. Fazit (von Michael Fürstenberg und Frank Ihben) 28

 

1. Einleitung

Aus unserem Leben sind die neuen Medien, die computervermittelte Kommunikation und die Informations- und Telekommunikationstechnologie, nicht mehr wegzudenken. Ein Großteil der Haushalte ist mit Computern und Telefonanlagen ausgestattet, Vernetzungen - praktisch mit der ganzen Welt - sind keine Zukunftsvisionen. Diese Veränderung trägt unterschiedliche Namen: zur schon lange postulierten „Dienstleistungsgesellschaft“ treten die „ Informations-„ oder „Wissensgesellschaft“ , „Telematik-Gesellschaft“ (Hultzsch 1999, S.96), die „Nachindustrielle Gesellschaft“ , und manche Autoren sehen sogar schon ein „ Post- Information-Age“ aufdämmern (Negroponte 1995, S.163).

Einig ist man sich, dass diese Entwicklung weitreichende Folgen für alle Lebensbereiche hat. In unserer Arbeit legen wir den Fokus auf den Bereich der Arbeit. Welche Veränderungen könnten sich in den groben Strukturen des sozialen Lebens aufgrund der auf IuK-Technologie basierenden neuen Arbeitswelt ergeben? Welche genauen Auswirkungen haben die neuen IuK-Techniken für die Berufswelt? Wie könnte die Zukunft unter Berücksichtigung der neuen technischen Möglichkeiten für den Bereich der Arbeitswelt aussehen? Diesen Fragen wollen wir anhand unserer Arbeit nachgehen. Der besondere Fokus liegt dabei auf der neuen Arbeitsform der Telearbeit, da diese als eine symptomatische Ausprägung der sozioökonomischen Veränderungsprozesse im Zuge der Entwicklung der Informationsgesellschaft gesehen werden kann (vgl. Brandstetter/ Winkler 1999, S.257). Da sie eine der meist diskutierten und evidentesten, sowie sehr direkt auf die modernen IuK-Technologien zurückzuführende alternative Beschäftigungsform ist, erscheint es lohnend, sie als Beispiel für die allgemeinen Veränderungen näher zu betrachten.

Zu Beginn geben wir einige Definitionen, um die „ computervermittelte Kommunikation“ begrifflich zu klären. Anschließend stellen wir die Entwicklung zur heutigen Informationsgesellschaft und die Auswirkungen der neuen IuK-Techniken auf die Arbeitswelt und Wirtschaft dar. Als konkretes Beispiel folgt dann die Telearbeit als Prototyp der neuartigen Arbeitsformen. Zum Schluss der Arbeit gibt es ein kurzes Fazit unserer Ausführungen.

2. Was ist computervermittelte Kommunikation – die Techniken der „Neuen Medien“

Der Ausdruck „ computervermittelte Kommunikation“ (cvK, oder CMC – computer mediated communication) bezeichnet jede Kommunikation, die durch den Einsatz eines Computers vermittelt (ermöglicht) wird (vgl. Payer 2001), und zwar sowohl auf Sender- als auch Rezipientenseite. Neben dem etwas sperrigen Begriff cvK werden auch oftmals „ Informations- und Kommunikationstechnologien“ (IuK-Techniken), „Neue Medien“ oder schlicht „ Internet“ verwand – allen ist gemeinsam, dass sie als eine vorbildlose technologische Neuentwicklung angesehen werden, die unsere Welt verändern wird. Alle Entwürfe dieser Zukunft basieren auf der sich seit den 70er Jahren rasant entwickelnden Computertechnologie, ohne deren exponentielle Verbreitung und Verbesserung man sich unsere Welt wohl kaum noch vorstellen könnte. Die ungeheure Bedeutung und das gesellschaftsverändernde Potential erreicht diese Technologie jedoch erst durch ihre heutige fortschreitende Vernetzung, die gewissermaßen das Ganze zu mehr macht als der Summe seiner (Hardware-)Teile. Ähnlich wie beim menschlichen Gehirn mit seinen Milliarden an Neuronen birgt das Netzwerk der verschiedenartigen Computertechnologien mehr an Potential, als man aus seinen Einzelteilen herauslesen kann. Es gibt, wie es der Media- Laboratory – Direktor des Massachusetts Institute of Technologie (MIT), Nicholas Negroponte, ausdrückt, einen „ change from atoms to bits“ (Negroponte 1995, S.4) – die Information löst sich sozusagen von ihren bisherigen Trägern und wird gewissermaßen transzendent. Sie ist von überall auf der Welt immer abruf- und nahezu unendlich vervielfältigbar. Zwar haben die Informationen natürlich immer noch physische Grundlagen wie Festplatten und Server, doch werden diese zunehmend bedeutungslos: Die Vernetzung macht es überflüssig den Standort zu kennen, und die Vervielfältigbarkeit garantiert eine nahezu ubiquitäre Verfügbarkeit. Zudem werden auch die Zugriffsgeräte immer differenzierter, schon jetzt ist mit der UMTS-Technologie die vollständige Unabhängigkeit von Telefonleitungen erreicht, und mit der Etablierung von Satellitensystemen wird man in wenigen Jahren dann wirklich von jedem Punkt der Erde ins Netz können. Wenn in der Kapitelüberschrift also von `Techniken´ die Rede ist, sind damit nicht die Basistechnologien wie verschiedenartige Computer- oder Mobilfunksysteme gemeint, sondern die verschiedenen Modi der cvK, die den Datenverkehr organisieren. Die für die neuen Entwicklungen im Bereich der Arbeitsstrukturen, insbesondere für unser Beispiel Telearbeit, relevantesten sollen im folgenden kurz dargestellt werden.

2.1 E-Mail

E-Mail ist der meistgenutzte und simpelste Aspekt von cvK – im Grunde handelt es sich um eine Weiterentwicklung bzw. Digitalisierung der traditionellen Briefpost. Voraussetzung zur Teilnahme ist analog zur Postadresse eine E-Mail-Adresse, die von Arbeits- oder Ausbildungsstätten, aber auch von einer Unzahl an kommerziellen und nicht-kommerziellen Anbietern kostenlos eingerichtet wird.

 

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